Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Hohberg, Wolf Helmhard von: Georgica Curiosa. Bd. 2. Nürnberg, 1682.

Bild:
<< vorherige Seite
Eilfftes Buch/ Wasser-Lust.
Cap. VIII.
Vom Ursprung der Bronnen.
[Spaltenumbruch]

HErr de Serres sagt zwar vernünfftig/ daß eine
dergleichen fürwitzige und curiose Philosophia
mehr einem Gelehrten/ als einem Hausvatter zu-
stehe/ der mehr vonnöthen habe/ Wasser in sein Haus
zu bringen/ sein Viehe und Gärten zu versehen/ als ver-
gebene Wort/ sein Gemüthe mit dergleichen Vernunffts-
Betrachtungen zu unterhalten. So stehet dennoch mei-
nes Erachtens einem vernünfftigen Hausvatter sehr wol
an/ wann er denen wundersamen Verordnungen Got-
tes/ die aus allen Geschöpffen herfür grünen/ etwas reif-
fer nachdencket/ nicht alles nur bloß wie ein Bauer an-
gaffet/ sondern auch bey einem gleichen wisse/ wie es et-
wan mit einem und dem andern/ nach der Natur Lauff
herzugehen pflege/ oder was die alten Weisen von ei-
nem oder dem andern gehalten haben/ denn dieses ver-
hindert oder hemmet den Lust zur Wirthschafft nicht/
sondern verdoppelt ihn.

Wann ich allhier der Gelehrten unterschiedliche
Sätze und Gegensätze/ Meynungen und Wiederlegun-
gen solte anführen/ würde es ein absonderliches Werck
erfordern/ so weder mein Vorhaben/ noch eines Haus-
vatters Nutz wäre. Weil aber die grosse Welt in vie-
len Stucken mit dem menschlichen Körper kan vergli-
chen werden; also wie dieser nicht allein grosse und kleine
Blut-Adern hat/ sondern auch allenthalben/ wo er mit
einer Nadel gestochen wird/ Blut von sich giebt/ das
gleichsam die gantze Massam carneam durchkrochen
hat: Also habe der allweise GOtt den grossen Leib des
Erdbodens nicht allein mit dem unermäßlichen Meer-
Gewässer/ mit grossen und weitlauffenden Schiffreichen
Wasserströmen/ sondern auch mit vielen geringen Flüß-
lein/ Bächen/ Bronnenquellen und Adern versehen/ da-
mit die Dürre mit der Feuchte gemittelmässiget; die
Härte mit dem Weichen gelindert/ und die Hitze von
der Kälte möchte temperirt werden.

Daß Aristoles will/ die Brönne und Flüsse ent-
springen aus den lüfftigen grossen unterirrdischen Auf-
dünstungen/ die von der daselbst wohnenden Kälte zu-
sammen gepackt/ in Wasser sich verändern/ möchte man
vielleicht von etlichen Brönnen und Bächlein gelten las-
sen/ wie es dann gleiche Meynung hat mit denen/ die
glauben/ sie entspringen aus den grossen Schneen/ so in
den Gebürgen ligen/ und nach und nach durch die som-
merliche Wärme schmeltzen und also zu Bronnen und
Flüssen erwachsen. Wir wollen die Heidnischen Phi-
[Spaltenumbruch] losophos
fahren lassen/ und hören/ was der allerweiseste
und in aller natürlichen geheimen Wissenschafft von Got-
tes Geist selbst unterrichtete König Salomon in seinem
Ecclesiaste am ersten Capitel statuiret: Omnia flumina
(sagt er) intrant in Mare, & Mare non redundat: Ad
locum unde exeunt, flumina revertuntur ut iterum flu-
ant.
Alle Flüsse lauffen ins Meer/ und das Meer geht da-
von nicht über/ zu den Ort/ daher ihr Ausgang ist/ kehren
die Flüsse wieder zuruck/ daß sie abermal fliessen. Da er
anzeigen will/ daß sowol alle Wasserströme/ als auch fol-
gends alle Flüsse/ Bäche und Bronnen/ daraus die Flüsse
meistentheils erwachsen/ nicht allein ins Meer sich einstür-
tzen/ sondern auch durch grosse Höhlen und Canalen/ die
unter der Erden sich befinden/ wiederum aus dem Meer
entspringen/ und also perpetua & nunquam intermissa
pericyclosi
den Erden-Kreiß durchwandern/ und das
abfliessende Wasser/ durch anders frisch eingeschencktes
wieder ersetzen/ und also den Befehl ihres Schöpffers
mit unaussetzlichem Fleiß und Gehorsam/ Tag und
Nacht/ ohne unterlaß nachkommen; und das ist eben
die Ursach/ warum das Meer nicht grösser wird noch ü-
berlauffet/ weil täglich so viel abrinnt/ als zufliesset/
wie Franciscus Vallesius lib. de Sacra Philosophia aus
Platone zum Theil bezeuget/ und sagt: gleichwie in dem
menschlichen Leib/ im Hertzen und in der Leber eine gros-
se Menge Blutes sich befindet/ von dannen es durch ge-
wisse enge Röhren/ die man Adern heisset/ durch den
gantzen Leib sich ergiesset: Also hat das Erdreich auch
seine gewisse Höhlen voller Wasser/ davon solches durch
hohle Canales und Fortleitungen durch den gantzen Erd-
boden fliesset/ und wo etwan eine Ader ausbricht/ oder
zerberstet/ daselbst wird ein Bronne/ grösser oder klei-
ner/ nachdem der Zufluß ist. Wie auch kan probirt wer-
den Gen. 7. als die Sündflut die Erden überschwemmen
solte/ steht daselbst/ rupti sunt omnes fontes abyssi, al-
le Bronnen der grossen Tieffen brachen auf. Also/ daß
der Göttliche Plato, wie er von etlichen genennet wird/
guten Grund gehabt/ seinen Tartarum oder Baratrum
einzuführen/ aus dem alle Wasser entsprungen. Bleibt
dahero die Thesis des heiligen Geistes wahr/ daß alle
Wasser aus dem Meer/ und wieder in das Meer kom-
men; und wann ja die aus der Lufft erhobene Dünste/
oder der Schnee und das Regenwasser/ etwas beytra-
gen/ sey es mehr für eine Beyhülffe/ als Ursprung billich
zu halten.

Cap. IX.
Von den Brunn-Stuben.
[Spaltenumbruch]

ERstlich macht man an dem Ort/ wo man Was-
ser hoffet/ einen 6 Schuhe-breiten und tieffen
Graben/ dahinein werden sich alle Bronnen-
Adern einherbergen/ die wie die kleinen Wurtzeln um
den Stammen des Bronnens sich austheilen/ und mit
diesem Graben werden sie alle zusammen zu führen seyn/
voraus/ wann er wol vertiefft ist; dieser Graben kan
mit breiten Steinen gepflastert/ und mit Stroh be-
[Spaltenumbruch] deckt werden/ das mit guten Laimen vermacht sey. Wo
im Graben die meisten Wasser zusammen rinnen/ und
gleichsam ein Centrum machen/ daselbst muß man die
erste Bronnstuben hinsetzen; im fall die Quelle etwas
tieff läge/ muß sie durch eine Mauer eingefangen/ erhö-
het/ und also zum Gebrauch dienlich gemacht werden/
nicht anders/ als wie man mit einer Mühlwehre das
Wasser schwellet/ zur Zeit/ wann man mahlen soll/ sol-

ches
L l l iij
Eilfftes Buch/ Waſſer-Luſt.
Cap. VIII.
Vom Urſprung der Bronnen.
[Spaltenumbruch]

HErꝛ de Serres ſagt zwar vernuͤnfftig/ daß eine
dergleichen fuͤrwitzige und curioſe Philoſophia
mehr einem Gelehrten/ als einem Hausvatter zu-
ſtehe/ der mehr vonnoͤthen habe/ Waſſer in ſein Haus
zu bringen/ ſein Viehe und Gaͤrten zu verſehen/ als ver-
gebene Wort/ ſein Gemuͤthe mit dergleichen Vernunffts-
Betrachtungen zu unterhalten. So ſtehet dennoch mei-
nes Erachtens einem vernuͤnfftigen Hausvatter ſehr wol
an/ wann er denen wunderſamen Verordnungen Got-
tes/ die aus allen Geſchoͤpffen herfuͤr gruͤnen/ etwas reif-
fer nachdencket/ nicht alles nur bloß wie ein Bauer an-
gaffet/ ſondern auch bey einem gleichen wiſſe/ wie es et-
wan mit einem und dem andern/ nach der Natur Lauff
herzugehen pflege/ oder was die alten Weiſen von ei-
nem oder dem andern gehalten haben/ denn dieſes ver-
hindert oder hemmet den Luſt zur Wirthſchafft nicht/
ſondern verdoppelt ihn.

Wann ich allhier der Gelehrten unterſchiedliche
Saͤtze und Gegenſaͤtze/ Meynungen und Wiederlegun-
gen ſolte anfuͤhren/ wuͤrde es ein abſonderliches Werck
erfordern/ ſo weder mein Vorhaben/ noch eines Haus-
vatters Nutz waͤre. Weil aber die groſſe Welt in vie-
len Stucken mit dem menſchlichen Koͤrper kan vergli-
chen werden; alſo wie dieſer nicht allein groſſe und kleine
Blut-Adern hat/ ſondern auch allenthalben/ wo er mit
einer Nadel geſtochen wird/ Blut von ſich giebt/ das
gleichſam die gantze Maſſam carneam durchkrochen
hat: Alſo habe der allweiſe GOtt den groſſen Leib des
Erdbodens nicht allein mit dem unermaͤßlichen Meer-
Gewaͤſſer/ mit groſſen und weitlauffenden Schiffreichen
Waſſerſtroͤmen/ ſondern auch mit vielen geringen Fluͤß-
lein/ Baͤchen/ Bronnenquellen und Adern verſehen/ da-
mit die Duͤrre mit der Feuchte gemittelmaͤſſiget; die
Haͤrte mit dem Weichen gelindert/ und die Hitze von
der Kaͤlte moͤchte temperirt werden.

Daß Ariſtoles will/ die Broͤnne und Fluͤſſe ent-
ſpringen aus den luͤfftigen groſſen unterirrdiſchen Auf-
duͤnſtungen/ die von der daſelbſt wohnenden Kaͤlte zu-
ſammen gepackt/ in Waſſer ſich veraͤndern/ moͤchte man
vielleicht von etlichen Broͤnnen und Baͤchlein gelten laſ-
ſen/ wie es dann gleiche Meynung hat mit denen/ die
glauben/ ſie entſpringen aus den groſſen Schneen/ ſo in
den Gebuͤrgen ligen/ und nach und nach durch die ſom-
merliche Waͤrme ſchmeltzen und alſo zu Bronnen und
Fluͤſſen erwachſen. Wir wollen die Heidniſchen Phi-
[Spaltenumbruch] loſophos
fahren laſſen/ und hoͤren/ was der allerweiſeſte
und in aller natuͤrlichen geheimẽ Wiſſenſchafft von Got-
tes Geiſt ſelbſt unterrichtete Koͤnig Salomon in ſeinem
Eccleſiaſte am erſten Capitel ſtatuiret: Omnia flumina
(ſagt er) intrant in Mare, & Mare non redundat: Ad
locum unde exeunt, flumina revertũtur ut iterum flu-
ant.
Alle Fluͤſſe lauffen ins Meer/ und das Meer geht da-
von nicht uͤber/ zu den Ort/ daher ihr Ausgang iſt/ kehren
die Fluͤſſe wieder zuruck/ daß ſie abermal flieſſen. Da er
anzeigen will/ daß ſowol alle Waſſerſtroͤme/ als auch fol-
gends alle Fluͤſſe/ Baͤche und Broñen/ daraus die Fluͤſſe
meiſtentheils erwachſen/ nicht allein ins Meer ſich einſtuͤr-
tzen/ ſondern auch durch groſſe Hoͤhlen und Canalen/ die
unter der Erden ſich befinden/ wiederum aus dem Meer
entſpringen/ und alſo perpetuâ & nunquam intermiſsâ
pericycloſi
den Erden-Kreiß durchwandern/ und das
abflieſſende Waſſer/ durch anders friſch eingeſchencktes
wieder erſetzen/ und alſo den Befehl ihres Schoͤpffers
mit unausſetzlichem Fleiß und Gehorſam/ Tag und
Nacht/ ohne unterlaß nachkommen; und das iſt eben
die Urſach/ warum das Meer nicht groͤſſer wird noch uͤ-
berlauffet/ weil taͤglich ſo viel abrinnt/ als zuflieſſet/
wie Franciſcus Valleſius lib. de Sacrâ Philoſophiâ aus
Platone zum Theil bezeuget/ und ſagt: gleichwie in dem
menſchlichen Leib/ im Hertzen und in der Leber eine groſ-
ſe Menge Blutes ſich befindet/ von dannen es durch ge-
wiſſe enge Roͤhren/ die man Adern heiſſet/ durch den
gantzen Leib ſich ergieſſet: Alſo hat das Erdreich auch
ſeine gewiſſe Hoͤhlen voller Waſſer/ davon ſolches durch
hohle Canales und Fortleitungen durch den gantzen Erd-
boden flieſſet/ und wo etwan eine Ader ausbricht/ oder
zerberſtet/ daſelbſt wird ein Bronne/ groͤſſer oder klei-
ner/ nachdem der Zufluß iſt. Wie auch kan probirt wer-
den Gen. 7. als die Suͤndflut die Erden uͤberſchwemmen
ſolte/ ſteht daſelbſt/ rupti ſunt omnes fontes abyſſi, al-
le Bronnen der groſſen Tieffen brachen auf. Alſo/ daß
der Goͤttliche Plato, wie er von etlichen genennet wird/
guten Grund gehabt/ ſeinen Tartarum oder Baratrum
einzufuͤhren/ aus dem alle Waſſer entſprungen. Bleibt
dahero die Theſis des heiligen Geiſtes wahr/ daß alle
Waſſer aus dem Meer/ und wieder in das Meer kom-
men; und wann ja die aus der Lufft erhobene Duͤnſte/
oder der Schnee und das Regenwaſſer/ etwas beytra-
gen/ ſey es mehr fuͤr eine Beyhuͤlffe/ als Urſprung billich
zu halten.

Cap. IX.
Von den Brunn-Stuben.
[Spaltenumbruch]

ERſtlich macht man an dem Ort/ wo man Waſ-
ſer hoffet/ einen 6 Schuhe-breiten und tieffen
Graben/ dahinein werden ſich alle Bronnen-
Adern einherbergen/ die wie die kleinen Wurtzeln um
den Stammen des Bronnens ſich austheilen/ und mit
dieſem Graben werden ſie alle zuſammen zu fuͤhren ſeyn/
voraus/ wann er wol vertiefft iſt; dieſer Graben kan
mit breiten Steinen gepflaſtert/ und mit Stroh be-
[Spaltenumbruch] deckt werden/ das mit guten Laimen vermacht ſey. Wo
im Graben die meiſten Waſſer zuſammen rinnen/ und
gleichſam ein Centrum machen/ daſelbſt muß man die
erſte Bronnſtuben hinſetzen; im fall die Quelle etwas
tieff laͤge/ muß ſie durch eine Mauer eingefangen/ erhoͤ-
het/ und alſo zum Gebrauch dienlich gemacht werden/
nicht anders/ als wie man mit einer Muͤhlwehre das
Waſſer ſchwellet/ zur Zeit/ wann man mahlen ſoll/ ſol-

ches
L l l iij
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <pb facs="#f0471" n="453"/>
          <fw place="top" type="header"> <hi rendition="#b">Eilfftes Buch/ Wa&#x017F;&#x017F;er-Lu&#x017F;t.</hi> </fw><lb/>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#b"> <hi rendition="#aq"> <hi rendition="#g"><hi rendition="#k">Cap.</hi> VIII.</hi> </hi> </hi><lb/> <hi rendition="#fr">Vom Ur&#x017F;prung der Bronnen.</hi> </head><lb/>
            <cb/>
            <p><hi rendition="#in">H</hi>Er&#xA75B; <hi rendition="#aq">de Serres</hi> &#x017F;agt zwar vernu&#x0364;nfftig/ daß eine<lb/>
dergleichen fu&#x0364;rwitzige und <hi rendition="#aq">curio</hi>&#x017F;e <hi rendition="#aq">Philo&#x017F;ophia</hi><lb/>
mehr einem Gelehrten/ als einem Hausvatter zu-<lb/>
&#x017F;tehe/ der mehr vonno&#x0364;then habe/ Wa&#x017F;&#x017F;er in &#x017F;ein Haus<lb/>
zu bringen/ &#x017F;ein Viehe und Ga&#x0364;rten zu ver&#x017F;ehen/ als ver-<lb/>
gebene Wort/ &#x017F;ein Gemu&#x0364;the mit dergleichen Vernunffts-<lb/>
Betrachtungen zu unterhalten. So &#x017F;tehet dennoch mei-<lb/>
nes Erachtens einem vernu&#x0364;nfftigen Hausvatter &#x017F;ehr wol<lb/>
an/ wann er denen wunder&#x017F;amen Verordnungen Got-<lb/>
tes/ die aus allen Ge&#x017F;cho&#x0364;pffen herfu&#x0364;r gru&#x0364;nen/ etwas reif-<lb/>
fer nachdencket/ nicht alles nur bloß wie ein Bauer an-<lb/>
gaffet/ &#x017F;ondern auch bey einem gleichen wi&#x017F;&#x017F;e/ wie es et-<lb/>
wan mit einem und dem andern/ nach der Natur Lauff<lb/>
herzugehen pflege/ oder was die alten Wei&#x017F;en von ei-<lb/>
nem oder dem andern gehalten haben/ denn die&#x017F;es ver-<lb/>
hindert oder hemmet den Lu&#x017F;t zur Wirth&#x017F;chafft nicht/<lb/>
&#x017F;ondern verdoppelt ihn.</p><lb/>
            <p>Wann ich allhier der Gelehrten unter&#x017F;chiedliche<lb/>
Sa&#x0364;tze und Gegen&#x017F;a&#x0364;tze/ Meynungen und Wiederlegun-<lb/>
gen &#x017F;olte anfu&#x0364;hren/ wu&#x0364;rde es ein ab&#x017F;onderliches Werck<lb/>
erfordern/ &#x017F;o weder mein Vorhaben/ noch eines Haus-<lb/>
vatters Nutz wa&#x0364;re. Weil aber die gro&#x017F;&#x017F;e Welt in vie-<lb/>
len Stucken mit dem men&#x017F;chlichen Ko&#x0364;rper kan vergli-<lb/>
chen werden; al&#x017F;o wie die&#x017F;er nicht allein gro&#x017F;&#x017F;e und kleine<lb/>
Blut-Adern hat/ &#x017F;ondern auch allenthalben/ wo er mit<lb/>
einer Nadel ge&#x017F;tochen wird/ Blut von &#x017F;ich giebt/ das<lb/>
gleich&#x017F;am die gantze <hi rendition="#aq">Ma&#x017F;&#x017F;am carneam</hi> durchkrochen<lb/>
hat: Al&#x017F;o habe der allwei&#x017F;e GOtt den gro&#x017F;&#x017F;en Leib des<lb/>
Erdbodens nicht allein mit dem unerma&#x0364;ßlichen Meer-<lb/>
Gewa&#x0364;&#x017F;&#x017F;er/ mit gro&#x017F;&#x017F;en und weitlauffenden Schiffreichen<lb/>
Wa&#x017F;&#x017F;er&#x017F;tro&#x0364;men/ &#x017F;ondern auch mit vielen geringen Flu&#x0364;ß-<lb/>
lein/ Ba&#x0364;chen/ Bronnenquellen und Adern ver&#x017F;ehen/ da-<lb/>
mit die Du&#x0364;rre mit der Feuchte gemittelma&#x0364;&#x017F;&#x017F;iget; die<lb/>
Ha&#x0364;rte mit dem Weichen gelindert/ und die Hitze von<lb/>
der Ka&#x0364;lte mo&#x0364;chte <hi rendition="#aq">temperi</hi>rt werden.</p><lb/>
            <p>Daß <hi rendition="#aq">Ari&#x017F;toles</hi> will/ die Bro&#x0364;nne und Flu&#x0364;&#x017F;&#x017F;e ent-<lb/>
&#x017F;pringen aus den lu&#x0364;fftigen gro&#x017F;&#x017F;en unterirrdi&#x017F;chen Auf-<lb/>
du&#x0364;n&#x017F;tungen/ die von der da&#x017F;elb&#x017F;t wohnenden Ka&#x0364;lte zu-<lb/>
&#x017F;ammen gepackt/ in Wa&#x017F;&#x017F;er &#x017F;ich vera&#x0364;ndern/ mo&#x0364;chte man<lb/>
vielleicht von etlichen Bro&#x0364;nnen und Ba&#x0364;chlein gelten la&#x017F;-<lb/>
&#x017F;en/ wie es dann gleiche Meynung hat mit denen/ die<lb/>
glauben/ &#x017F;ie ent&#x017F;pringen aus den gro&#x017F;&#x017F;en Schneen/ &#x017F;o in<lb/>
den Gebu&#x0364;rgen ligen/ und nach und nach durch die &#x017F;om-<lb/>
merliche Wa&#x0364;rme &#x017F;chmeltzen und al&#x017F;o zu Bronnen und<lb/>
Flu&#x0364;&#x017F;&#x017F;en erwach&#x017F;en. Wir wollen die Heidni&#x017F;chen <hi rendition="#aq">Phi-<lb/><cb/>
lo&#x017F;ophos</hi> fahren la&#x017F;&#x017F;en/ und ho&#x0364;ren/ was der allerwei&#x017F;e&#x017F;te<lb/>
und in aller natu&#x0364;rlichen geheime&#x0303; Wi&#x017F;&#x017F;en&#x017F;chafft von Got-<lb/>
tes Gei&#x017F;t &#x017F;elb&#x017F;t unterrichtete Ko&#x0364;nig Salomon in &#x017F;einem<lb/><hi rendition="#aq">Eccle&#x017F;ia&#x017F;te</hi> am er&#x017F;ten Capitel <hi rendition="#aq">&#x017F;tatui</hi>ret: <hi rendition="#aq">Omnia flumina</hi><lb/>
(&#x017F;agt er) <hi rendition="#aq">intrant in Mare, &amp; Mare non redundat: Ad<lb/>
locum unde exeunt, flumina revertu&#x0303;tur ut iterum flu-<lb/>
ant.</hi> Alle Flu&#x0364;&#x017F;&#x017F;e lauffen ins Meer/ und das Meer geht da-<lb/>
von nicht u&#x0364;ber/ zu den Ort/ daher ihr Ausgang i&#x017F;t/ kehren<lb/>
die Flu&#x0364;&#x017F;&#x017F;e wieder zuruck/ daß &#x017F;ie abermal flie&#x017F;&#x017F;en. Da er<lb/>
anzeigen will/ daß &#x017F;owol alle Wa&#x017F;&#x017F;er&#x017F;tro&#x0364;me/ als auch fol-<lb/>
gends alle Flu&#x0364;&#x017F;&#x017F;e/ Ba&#x0364;che und Bron&#x0303;en/ daraus die Flu&#x0364;&#x017F;&#x017F;e<lb/>
mei&#x017F;tentheils erwach&#x017F;en/ nicht allein ins Meer &#x017F;ich ein&#x017F;tu&#x0364;r-<lb/>
tzen/ &#x017F;ondern auch durch gro&#x017F;&#x017F;e Ho&#x0364;hlen und Canalen/ die<lb/>
unter der Erden &#x017F;ich befinden/ wiederum aus dem Meer<lb/>
ent&#x017F;pringen/ und al&#x017F;o <hi rendition="#aq">perpetuâ &amp; nunquam intermi&#x017F;<lb/>
pericyclo&#x017F;i</hi> den Erden-Kreiß durchwandern/ und das<lb/>
abflie&#x017F;&#x017F;ende Wa&#x017F;&#x017F;er/ durch anders fri&#x017F;ch einge&#x017F;chencktes<lb/>
wieder er&#x017F;etzen/ und al&#x017F;o den Befehl ihres Scho&#x0364;pffers<lb/>
mit unaus&#x017F;etzlichem Fleiß und Gehor&#x017F;am/ Tag und<lb/>
Nacht/ ohne unterlaß nachkommen; und das i&#x017F;t eben<lb/>
die Ur&#x017F;ach/ warum das Meer nicht gro&#x0364;&#x017F;&#x017F;er wird noch u&#x0364;-<lb/>
berlauffet/ weil ta&#x0364;glich &#x017F;o viel abrinnt/ als zuflie&#x017F;&#x017F;et/<lb/>
wie <hi rendition="#aq">Franci&#x017F;cus Valle&#x017F;ius lib. de Sacrâ Philo&#x017F;ophiâ</hi> aus<lb/><hi rendition="#aq">Platone</hi> zum Theil bezeuget/ und &#x017F;agt: gleichwie in dem<lb/>
men&#x017F;chlichen Leib/ im Hertzen und in der Leber eine gro&#x017F;-<lb/>
&#x017F;e Menge Blutes &#x017F;ich befindet/ von dannen es durch ge-<lb/>
wi&#x017F;&#x017F;e enge Ro&#x0364;hren/ die man Adern hei&#x017F;&#x017F;et/ durch den<lb/>
gantzen Leib &#x017F;ich ergie&#x017F;&#x017F;et: Al&#x017F;o hat das Erdreich auch<lb/>
&#x017F;eine gewi&#x017F;&#x017F;e Ho&#x0364;hlen voller Wa&#x017F;&#x017F;er/ davon &#x017F;olches durch<lb/>
hohle <hi rendition="#aq">Canales</hi> und Fortleitungen durch den gantzen Erd-<lb/>
boden flie&#x017F;&#x017F;et/ und wo etwan eine Ader ausbricht/ oder<lb/>
zerber&#x017F;tet/ da&#x017F;elb&#x017F;t wird ein Bronne/ gro&#x0364;&#x017F;&#x017F;er oder klei-<lb/>
ner/ nachdem der Zufluß i&#x017F;t. Wie auch kan probirt wer-<lb/>
den <hi rendition="#aq">Gen.</hi> 7. als die Su&#x0364;ndflut die Erden u&#x0364;ber&#x017F;chwemmen<lb/>
&#x017F;olte/ &#x017F;teht da&#x017F;elb&#x017F;t/ <hi rendition="#aq">rupti &#x017F;unt omnes fontes aby&#x017F;&#x017F;i,</hi> al-<lb/>
le Bronnen der gro&#x017F;&#x017F;en Tieffen brachen auf. Al&#x017F;o/ daß<lb/>
der Go&#x0364;ttliche <hi rendition="#aq">Plato,</hi> wie er von etlichen genennet wird/<lb/>
guten Grund gehabt/ &#x017F;einen <hi rendition="#aq">Tartarum</hi> oder <hi rendition="#aq">Baratrum</hi><lb/>
einzufu&#x0364;hren/ aus dem alle Wa&#x017F;&#x017F;er ent&#x017F;prungen. Bleibt<lb/>
dahero die <hi rendition="#aq">The&#x017F;is</hi> des heiligen Gei&#x017F;tes wahr/ daß alle<lb/>
Wa&#x017F;&#x017F;er aus dem Meer/ und wieder in das Meer kom-<lb/>
men; und wann ja die aus der Lufft erhobene Du&#x0364;n&#x017F;te/<lb/>
oder der Schnee und das Regenwa&#x017F;&#x017F;er/ etwas beytra-<lb/>
gen/ &#x017F;ey es mehr fu&#x0364;r eine Beyhu&#x0364;lffe/ als Ur&#x017F;prung billich<lb/>
zu halten.</p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#b"> <hi rendition="#aq"> <hi rendition="#g"><hi rendition="#k">Cap.</hi> IX.</hi> </hi> </hi><lb/> <hi rendition="#fr">Von den Brunn-Stuben.</hi> </head><lb/>
            <cb/>
            <p><hi rendition="#in">E</hi>R&#x017F;tlich macht man an dem Ort/ wo man Wa&#x017F;-<lb/>
&#x017F;er hoffet/ einen 6 Schuhe-breiten und tieffen<lb/>
Graben/ dahinein werden &#x017F;ich alle Bronnen-<lb/>
Adern einherbergen/ die wie die kleinen Wurtzeln um<lb/>
den Stammen des Bronnens &#x017F;ich austheilen/ und mit<lb/>
die&#x017F;em Graben werden &#x017F;ie alle zu&#x017F;ammen zu fu&#x0364;hren &#x017F;eyn/<lb/>
voraus/ wann er wol vertiefft i&#x017F;t; die&#x017F;er Graben kan<lb/>
mit breiten Steinen gepfla&#x017F;tert/ und mit Stroh be-<lb/><cb/>
deckt werden/ das mit guten Laimen vermacht &#x017F;ey. Wo<lb/>
im Graben die mei&#x017F;ten Wa&#x017F;&#x017F;er zu&#x017F;ammen rinnen/ und<lb/>
gleich&#x017F;am ein <hi rendition="#aq">Centrum</hi> machen/ da&#x017F;elb&#x017F;t muß man die<lb/>
er&#x017F;te Bronn&#x017F;tuben hin&#x017F;etzen; im fall die Quelle etwas<lb/>
tieff la&#x0364;ge/ muß &#x017F;ie durch eine Mauer eingefangen/ erho&#x0364;-<lb/>
het/ und al&#x017F;o zum Gebrauch dienlich gemacht werden/<lb/>
nicht anders/ als wie man mit einer Mu&#x0364;hlwehre das<lb/>
Wa&#x017F;&#x017F;er &#x017F;chwellet/ zur Zeit/ wann man mahlen &#x017F;oll/ &#x017F;ol-<lb/>
<fw place="bottom" type="sig">L l l iij</fw><fw place="bottom" type="catch">ches</fw><lb/></p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[453/0471] Eilfftes Buch/ Waſſer-Luſt. Cap. VIII. Vom Urſprung der Bronnen. HErꝛ de Serres ſagt zwar vernuͤnfftig/ daß eine dergleichen fuͤrwitzige und curioſe Philoſophia mehr einem Gelehrten/ als einem Hausvatter zu- ſtehe/ der mehr vonnoͤthen habe/ Waſſer in ſein Haus zu bringen/ ſein Viehe und Gaͤrten zu verſehen/ als ver- gebene Wort/ ſein Gemuͤthe mit dergleichen Vernunffts- Betrachtungen zu unterhalten. So ſtehet dennoch mei- nes Erachtens einem vernuͤnfftigen Hausvatter ſehr wol an/ wann er denen wunderſamen Verordnungen Got- tes/ die aus allen Geſchoͤpffen herfuͤr gruͤnen/ etwas reif- fer nachdencket/ nicht alles nur bloß wie ein Bauer an- gaffet/ ſondern auch bey einem gleichen wiſſe/ wie es et- wan mit einem und dem andern/ nach der Natur Lauff herzugehen pflege/ oder was die alten Weiſen von ei- nem oder dem andern gehalten haben/ denn dieſes ver- hindert oder hemmet den Luſt zur Wirthſchafft nicht/ ſondern verdoppelt ihn. Wann ich allhier der Gelehrten unterſchiedliche Saͤtze und Gegenſaͤtze/ Meynungen und Wiederlegun- gen ſolte anfuͤhren/ wuͤrde es ein abſonderliches Werck erfordern/ ſo weder mein Vorhaben/ noch eines Haus- vatters Nutz waͤre. Weil aber die groſſe Welt in vie- len Stucken mit dem menſchlichen Koͤrper kan vergli- chen werden; alſo wie dieſer nicht allein groſſe und kleine Blut-Adern hat/ ſondern auch allenthalben/ wo er mit einer Nadel geſtochen wird/ Blut von ſich giebt/ das gleichſam die gantze Maſſam carneam durchkrochen hat: Alſo habe der allweiſe GOtt den groſſen Leib des Erdbodens nicht allein mit dem unermaͤßlichen Meer- Gewaͤſſer/ mit groſſen und weitlauffenden Schiffreichen Waſſerſtroͤmen/ ſondern auch mit vielen geringen Fluͤß- lein/ Baͤchen/ Bronnenquellen und Adern verſehen/ da- mit die Duͤrre mit der Feuchte gemittelmaͤſſiget; die Haͤrte mit dem Weichen gelindert/ und die Hitze von der Kaͤlte moͤchte temperirt werden. Daß Ariſtoles will/ die Broͤnne und Fluͤſſe ent- ſpringen aus den luͤfftigen groſſen unterirrdiſchen Auf- duͤnſtungen/ die von der daſelbſt wohnenden Kaͤlte zu- ſammen gepackt/ in Waſſer ſich veraͤndern/ moͤchte man vielleicht von etlichen Broͤnnen und Baͤchlein gelten laſ- ſen/ wie es dann gleiche Meynung hat mit denen/ die glauben/ ſie entſpringen aus den groſſen Schneen/ ſo in den Gebuͤrgen ligen/ und nach und nach durch die ſom- merliche Waͤrme ſchmeltzen und alſo zu Bronnen und Fluͤſſen erwachſen. Wir wollen die Heidniſchen Phi- loſophos fahren laſſen/ und hoͤren/ was der allerweiſeſte und in aller natuͤrlichen geheimẽ Wiſſenſchafft von Got- tes Geiſt ſelbſt unterrichtete Koͤnig Salomon in ſeinem Eccleſiaſte am erſten Capitel ſtatuiret: Omnia flumina (ſagt er) intrant in Mare, & Mare non redundat: Ad locum unde exeunt, flumina revertũtur ut iterum flu- ant. Alle Fluͤſſe lauffen ins Meer/ und das Meer geht da- von nicht uͤber/ zu den Ort/ daher ihr Ausgang iſt/ kehren die Fluͤſſe wieder zuruck/ daß ſie abermal flieſſen. Da er anzeigen will/ daß ſowol alle Waſſerſtroͤme/ als auch fol- gends alle Fluͤſſe/ Baͤche und Broñen/ daraus die Fluͤſſe meiſtentheils erwachſen/ nicht allein ins Meer ſich einſtuͤr- tzen/ ſondern auch durch groſſe Hoͤhlen und Canalen/ die unter der Erden ſich befinden/ wiederum aus dem Meer entſpringen/ und alſo perpetuâ & nunquam intermiſsâ pericycloſi den Erden-Kreiß durchwandern/ und das abflieſſende Waſſer/ durch anders friſch eingeſchencktes wieder erſetzen/ und alſo den Befehl ihres Schoͤpffers mit unausſetzlichem Fleiß und Gehorſam/ Tag und Nacht/ ohne unterlaß nachkommen; und das iſt eben die Urſach/ warum das Meer nicht groͤſſer wird noch uͤ- berlauffet/ weil taͤglich ſo viel abrinnt/ als zuflieſſet/ wie Franciſcus Valleſius lib. de Sacrâ Philoſophiâ aus Platone zum Theil bezeuget/ und ſagt: gleichwie in dem menſchlichen Leib/ im Hertzen und in der Leber eine groſ- ſe Menge Blutes ſich befindet/ von dannen es durch ge- wiſſe enge Roͤhren/ die man Adern heiſſet/ durch den gantzen Leib ſich ergieſſet: Alſo hat das Erdreich auch ſeine gewiſſe Hoͤhlen voller Waſſer/ davon ſolches durch hohle Canales und Fortleitungen durch den gantzen Erd- boden flieſſet/ und wo etwan eine Ader ausbricht/ oder zerberſtet/ daſelbſt wird ein Bronne/ groͤſſer oder klei- ner/ nachdem der Zufluß iſt. Wie auch kan probirt wer- den Gen. 7. als die Suͤndflut die Erden uͤberſchwemmen ſolte/ ſteht daſelbſt/ rupti ſunt omnes fontes abyſſi, al- le Bronnen der groſſen Tieffen brachen auf. Alſo/ daß der Goͤttliche Plato, wie er von etlichen genennet wird/ guten Grund gehabt/ ſeinen Tartarum oder Baratrum einzufuͤhren/ aus dem alle Waſſer entſprungen. Bleibt dahero die Theſis des heiligen Geiſtes wahr/ daß alle Waſſer aus dem Meer/ und wieder in das Meer kom- men; und wann ja die aus der Lufft erhobene Duͤnſte/ oder der Schnee und das Regenwaſſer/ etwas beytra- gen/ ſey es mehr fuͤr eine Beyhuͤlffe/ als Urſprung billich zu halten. Cap. IX. Von den Brunn-Stuben. ERſtlich macht man an dem Ort/ wo man Waſ- ſer hoffet/ einen 6 Schuhe-breiten und tieffen Graben/ dahinein werden ſich alle Bronnen- Adern einherbergen/ die wie die kleinen Wurtzeln um den Stammen des Bronnens ſich austheilen/ und mit dieſem Graben werden ſie alle zuſammen zu fuͤhren ſeyn/ voraus/ wann er wol vertiefft iſt; dieſer Graben kan mit breiten Steinen gepflaſtert/ und mit Stroh be- deckt werden/ das mit guten Laimen vermacht ſey. Wo im Graben die meiſten Waſſer zuſammen rinnen/ und gleichſam ein Centrum machen/ daſelbſt muß man die erſte Bronnſtuben hinſetzen; im fall die Quelle etwas tieff laͤge/ muß ſie durch eine Mauer eingefangen/ erhoͤ- het/ und alſo zum Gebrauch dienlich gemacht werden/ nicht anders/ als wie man mit einer Muͤhlwehre das Waſſer ſchwellet/ zur Zeit/ wann man mahlen ſoll/ ſol- ches L l l iij

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/hohberg_georgica02_1682
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/hohberg_georgica02_1682/471
Zitationshilfe: Hohberg, Wolf Helmhard von: Georgica Curiosa. Bd. 2. Nürnberg, 1682, S. 453. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hohberg_georgica02_1682/471>, abgerufen am 21.10.2019.