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Hohberg, Wolf Helmhard von: Georgica Curiosa. Bd. 2. Nürnberg, 1682.

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Eilfftes Buch/ Wasser-Lust.
[Spaltenumbruch] es den Geruch nicht verliere/ nimm hernach ein halb
Pfund Rogen von dürren Schleyen/ stoß den klein/ und
nimm ein Pfund rohen Speck/ und stoß ihn darzu/ als-
dann mische das Hanffpulver darunter/ daß es dick
wird wie ein Taig/ thue es in ein Tüchlein/ und hänge es
in die Reuschen/ so führet der Wind diesen Geruch denen
gegen dem Strom gehenden Fischen entgegen/ streichen
ihm nach/ biß sie in die Reuschen fallen.

Wann man Kuchen von Leinsaamen oder Mahen-
saamen/ wann er zu Oel geschlagen wird/ in die Reu-
schen bindet/ gehen die Grundeln gern ein. Oder nimm
ein Loth Quecksilber/ und ein wenig faules Weidenholtz/
das im Finstern scheinet/ thue es in ein kleines helles
Gläslein/ vermach es gar wol/ damit kein Wasser hin-
ein mag/ oder thue rothen Wein oder Brandwein in ein
[Spaltenumbruch] wolvermachtes Gläslein/ und hängs in die Reuschen/ so
gehen die Fische darzu.

Jn einem uralten geschriebenen Fisch-Büchlein hab
ich gefunden folgendes: Fisch-Kunst von Herrn Hart-
man von Liechtenstein: Nimm Gersten-Mehl/ Bocksblut
und klein gehackte rinderne Leber/ und Weinläger/ machs
durcheinander ab/ thus in ein/ Tuch und hängs ein; oder
brat Ochsen-Leber starck/ daß sie riechend wird; oder
nimm ein Loth Baumöl/ ein Loth Raigerschmaltz und
Semmel-Mehl/ machs zu einem Taig/ und thu es in
die Reuschen. Oder nimm Staub-Mehl aus einer
Mühl/ und Eberwurtzen-Pulver/ machs mit Hönig
zu einem Taiglein/ darnach bach es/ und legs in die
Reuschen. Wer mehr haben will/ der besehe Herrn
Colerum.

Cap. LIX.
Andere Fisch-Künste/ und wie sie sonst zu fangen.
[Spaltenumbruch]

WAnn man Fische in einem Wasser/ wo man
Angeln/ oder mit dem Netze bald einen Zug
thun will/ soll zusammen bringen/ so nehme man
Rinderblut/ Geiß- oder Schaafsblut/ rinderne Därme/
auch Schaafkoth und Schaafdärme/ Wermuth/ Wol-
gemuth/ Poley/ Majoran/ Knoblauch/ Thymbra, Wein-
trebern/ eines so viel als des andern/ item Rinder-
Schaaf- und Geiß-Unschlit/ nach Beduncken/ stoß al-
les wol untereinander/ mach Kügelein daraus/ eine
Stund vorhero wirff ein Kügelein davon ins Wasser/
hernach umziehe die Fische mit Netzen/ so wirst du viel
Fische fangen.

Oder . Pulegium, Saturejam, Origanum, Majo-
ranam, ana drachmas 3. Corticem thuris, Myrrhae,
ana drach. 8. Polentae libram dimidiam, cum bono
vino, jecur porci assum, adipis Caprae ana lib. 1. are-
nae subtilis, allii lib. 1. misceantur, & duabus vel
tribus horis ante piscationem injiciantur in aquam,
tum locus reti circumdetur, & rete implebitur. P.
Tylkowskj de re agraria p.
417.

Jtem nimm Raigerschmaltz/ Bibergail und Hech-
ten-Leber/ so viel du wilt in gleichem Gewicht/ und
Campher nach Beduncken/ wilt du den Campher zer-
stossen/ so reib den Mörser inwendig zuvor mit Mandeln/
und alsdann thue den Campher in den Mörser/ zerreib
und stoß ihn samt den Mandeln/ Bibergail/ Hechten-
Leber und Raigerschmaltz klein/ daß es zu einen Sälb-
lein wird/ thu alles in ein wol verbundenes Glas/ und
wann du es brauchen wilt/ so nimm ein wenig heraus/
machs mit Gersten-Mehl an/ binds in ein Tüchlein/
oder wirffs an ein Ort/ wo du Fisch hin haben wilt/ oder
legs in einen Beer/ Tauppel oder Reuschen/ so gehen
die Fische häuffig zu.

Tabernaemontanus fol. 603. lehret Fische mit den
Händen zu fangen: Nimm Waitzen-Mehl/ Raiger-
schmaltz/ Baumöl und Bein von einem Raiger/ jedes
1 Loth/ stoß die Bein zu einen sehr reinen Pulver/ und
schlage sie durch ein härenes Sieblein/ vermisch alles
wol zu einer Salben; wann du nun fischen wilt/ so salbe
die Hände und Schienbein/ so wirst du Wunder sehen/
wie sich die Fische nahen werden/ also/ daß du sie leicht
mit den Händen fangen kanst.

Idem fol. 633. Wer viel Fische fangen will/ der
[Spaltenumbruch] nehme geröstet Gersten-Mehl/ mache das mit Wasser
zu Kügelein/ und werff es ins Wasser/ so kommen die
Fische herbey.

D. Alexius Pedemontanus in seinen Secretis lib. 7.
fol.
340. setzt folgendes Kunst-Stuck: Nimm S. Jo-
hanns-Keferlein/ Cicindelas, destillire sie in einem glä-
sernen Ausbrennzeug gemächlich/ biß alle Feuchtigkeit
heraus gehe/ thue dieses Wasser samt vier Unzen Queck-
silber/ in ein engmündig Gläslein/ verlutir es wol/ daß
kein Wasser hinein möge/ setz dieses Gläslein zwischen
zweyen Laitergärnlein des Nachts in das Wasser/ so
leuchtet es/ und lauffen die Fische dem Liecht zu/ und fan-
gen sich. Coeterum (sagt er) hoc vas in tenebris
quoque lucet, si circumferatur, vel in cubiculo ali-
quo contineatur.

Die guten Schwimmer, Urinatores, die sich eine
Zeitlang unter dem Wasser aufhalten können/ haben
einen trefflichen Vortheil/ Fische zu erhaschen.

Und schreibt Herr Boyle von einem fetten Engellän-
der/ der in der Temse sich zu Grunde gesenckt/ und gros-
se ansehnliche Fische aus den tieffen Höhlen mit den
Händen heraus gezogen und gefangen habe.

Auch schreibt Nic. Wynmannus bey D. Sachsen in
Gammarologia,
daß bey Tübingen auf dem nächsten
Dorff ein Schneider den Athem sehr lang unter dem
Wasser halten können/ in die tieffesten Dümpfel des
Neckars sich eingelassen/ lang darunter geblieben/ und
die besten und schönesten Fische/ als hätte er sie ausge-
klaubt/ im Mund/ in den Händen/ und unter den Ar-
men mit sich heraus gebracht; diß ist aber rarum quod-
dam naturae privilegium & paucis indultum.

Wann man die Netze mit Ziegel- Oel schmiert/
währen sie länger/ und gehen die Fische gern ein.

Mit den Angel-Schnüren/ da man über die flies-
senden nicht allzubreiten Wasser einen starcken Strick
auf beeden Seiten fest anmacht/ und sehr viel/ nachdem
der Strick lang ist/ kleine doch starcke härene Angel-
Schnür mit Querdern daran gemachet/ werden auch viel
und mancherley Fische gefangen.

Nichtweniger werden auch wol die Fische mit blos-
sen Händen gefangen in den Bächen und Wassern/ die
viel Bäum an dem Gestad/ oder viel Steine haben/

darun-
R r r iij

Eilfftes Buch/ Waſſer-Luſt.
[Spaltenumbruch] es den Geruch nicht verliere/ nimm hernach ein halb
Pfund Rogen von duͤrren Schleyen/ ſtoß den klein/ und
nimm ein Pfund rohen Speck/ und ſtoß ihn darzu/ als-
dann miſche das Hanffpulver darunter/ daß es dick
wird wie ein Taig/ thue es in ein Tuͤchlein/ und haͤnge es
in die Reuſchen/ ſo fuͤhret der Wind dieſen Geruch denen
gegen dem Strom gehenden Fiſchen entgegen/ ſtreichen
ihm nach/ biß ſie in die Reuſchen fallen.

Wann man Kuchen von Leinſaamen oder Mahen-
ſaamen/ wann er zu Oel geſchlagen wird/ in die Reu-
ſchen bindet/ gehen die Grundeln gern ein. Oder nimm
ein Loth Queckſilber/ und ein wenig faules Weidenholtz/
das im Finſtern ſcheinet/ thue es in ein kleines helles
Glaͤslein/ vermach es gar wol/ damit kein Waſſer hin-
ein mag/ oder thue rothen Wein oder Brandwein in ein
[Spaltenumbruch] wolvermachtes Glaͤslein/ und haͤngs in die Reuſchen/ ſo
gehen die Fiſche darzu.

Jn einem uralten geſchriebenen Fiſch-Buͤchlein hab
ich gefunden folgendes: Fiſch-Kunſt von Herꝛn Hart-
man von Liechtenſtein: Nim̃ Gerſten-Mehl/ Bocksblut
und klein gehackte rinderne Leber/ und Weinlaͤger/ machs
durcheinander ab/ thus in ein/ Tuch und haͤngs ein; oder
brat Ochſen-Leber ſtarck/ daß ſie riechend wird; oder
nimm ein Loth Baumoͤl/ ein Loth Raigerſchmaltz und
Semmel-Mehl/ machs zu einem Taig/ und thu es in
die Reuſchen. Oder nimm Staub-Mehl aus einer
Muͤhl/ und Eberwurtzen-Pulver/ machs mit Hoͤnig
zu einem Taiglein/ darnach bach es/ und legs in die
Reuſchen. Wer mehr haben will/ der beſehe Herrn
Colerum.

Cap. LIX.
Andere Fiſch-Kuͤnſte/ und wie ſie ſonſt zu fangen.
[Spaltenumbruch]

WAnn man Fiſche in einem Waſſer/ wo man
Angeln/ oder mit dem Netze bald einen Zug
thun will/ ſoll zuſammen bringen/ ſo nehme man
Rinderblut/ Geiß- oder Schaafsblut/ rinderne Daͤrme/
auch Schaafkoth und Schaafdaͤrme/ Wermuth/ Wol-
gemuth/ Poley/ Majoran/ Knoblauch/ Thymbra, Wein-
trebern/ eines ſo viel als des andern/ item Rinder-
Schaaf- und Geiß-Unſchlit/ nach Beduncken/ ſtoß al-
les wol untereinander/ mach Kuͤgelein daraus/ eine
Stund vorhero wirff ein Kuͤgelein davon ins Waſſer/
hernach umziehe die Fiſche mit Netzen/ ſo wirſt du viel
Fiſche fangen.

Oder ℞. Pulegium, Saturejam, Origanum, Majo-
ranam, ana drachmas 3. Corticem thuris, Myrrhæ,
ana drach. 8. Polentæ libram dimidiam, cum bono
vino, jecur porci aſſum, adipis Capræ ana lib. 1. are-
næ ſubtilis, allii lib. 1. miſceantur, & duabus vel
tribus horis ante piſcationem injiciantur in aquam,
tum locus reti circumdetur, & rete implebitur. P.
Tylkowskj de re agrariâ p.
417.

Jtem nimm Raigerſchmaltz/ Bibergail und Hech-
ten-Leber/ ſo viel du wilt in gleichem Gewicht/ und
Campher nach Beduncken/ wilt du den Campher zer-
ſtoſſen/ ſo reib den Moͤrſer inwendig zuvor mit Mandeln/
und alsdann thue den Campher in den Moͤrſer/ zerreib
und ſtoß ihn ſamt den Mandeln/ Bibergail/ Hechten-
Leber und Raigerſchmaltz klein/ daß es zu einen Saͤlb-
lein wird/ thu alles in ein wol verbundenes Glas/ und
wann du es brauchen wilt/ ſo nimm ein wenig heraus/
machs mit Gerſten-Mehl an/ binds in ein Tuͤchlein/
oder wirffs an ein Ort/ wo du Fiſch hin haben wilt/ oder
legs in einen Beer/ Tauppel oder Reuſchen/ ſo gehen
die Fiſche haͤuffig zu.

Tabernæmontanus fol. 603. lehret Fiſche mit den
Haͤnden zu fangen: Nimm Waitzen-Mehl/ Raiger-
ſchmaltz/ Baumoͤl und Bein von einem Raiger/ jedes
1 Loth/ ſtoß die Bein zu einen ſehr reinen Pulver/ und
ſchlage ſie durch ein haͤrenes Sieblein/ vermiſch alles
wol zu einer Salben; wann du nun fiſchen wilt/ ſo ſalbe
die Haͤnde und Schienbein/ ſo wirſt du Wunder ſehen/
wie ſich die Fiſche nahen werden/ alſo/ daß du ſie leicht
mit den Haͤnden fangen kanſt.

Idem fol. 633. Wer viel Fiſche fangen will/ der
[Spaltenumbruch] nehme geroͤſtet Gerſten-Mehl/ mache das mit Waſſer
zu Kuͤgelein/ und werff es ins Waſſer/ ſo kommen die
Fiſche herbey.

D. Alexius Pedemontanus in ſeinen Secretis lib. 7.
fol.
340. ſetzt folgendes Kunſt-Stuck: Nimm S. Jo-
hanns-Keferlein/ Cicindelas, deſtillire ſie in einem glaͤ-
ſernen Ausbrennzeug gemaͤchlich/ biß alle Feuchtigkeit
heraus gehe/ thue dieſes Waſſer ſamt vier Unzen Queck-
ſilber/ in ein engmuͤndig Glaͤslein/ verlutir es wol/ daß
kein Waſſer hinein moͤge/ ſetz dieſes Glaͤslein zwiſchen
zweyen Laitergaͤrnlein des Nachts in das Waſſer/ ſo
leuchtet es/ und lauffen die Fiſche dem Liecht zu/ und fan-
gen ſich. Cœterum (ſagt er) hoc vas in tenebris
quoque lucet, ſi circumferatur, vel in cubiculo ali-
quo contineatur.

Die guten Schwimmer, Urinatores, die ſich eine
Zeitlang unter dem Waſſer aufhalten koͤnnen/ haben
einen trefflichen Vortheil/ Fiſche zu erhaſchen.

Und ſchreibt Herr Boyle von einem fetten Engellaͤn-
der/ der in der Temſe ſich zu Grunde geſenckt/ und groſ-
ſe anſehnliche Fiſche aus den tieffen Hoͤhlen mit den
Haͤnden heraus gezogen und gefangen habe.

Auch ſchreibt Nic. Wynmannus bey D. Sachſen in
Gammarologiâ,
daß bey Tuͤbingen auf dem naͤchſten
Dorff ein Schneider den Athem ſehr lang unter dem
Waſſer halten koͤnnen/ in die tieffeſten Duͤmpfel des
Neckars ſich eingelaſſen/ lang darunter geblieben/ und
die beſten und ſchoͤneſten Fiſche/ als haͤtte er ſie ausge-
klaubt/ im Mund/ in den Haͤnden/ und unter den Ar-
men mit ſich heraus gebracht; diß iſt aber rarum quod-
dam naturæ privilegium & paucis indultum.

Wann man die Netze mit Ziegel- Oel ſchmiert/
waͤhren ſie laͤnger/ und gehen die Fiſche gern ein.

Mit den Angel-Schnuͤren/ da man uͤber die flieſ-
ſenden nicht allzubreiten Waſſer einen ſtarcken Strick
auf beeden Seiten feſt anmacht/ und ſehr viel/ nachdem
der Strick lang iſt/ kleine doch ſtarcke haͤrene Angel-
Schnuͤr mit Querdern daran gemachet/ werden auch viel
und mancherley Fiſche gefangen.

Nichtweniger werden auch wol die Fiſche mit bloſ-
ſen Haͤnden gefangen in den Baͤchen und Waſſern/ die
viel Baͤum an dem Geſtad/ oder viel Steine haben/

darun-
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[501/0519] Eilfftes Buch/ Waſſer-Luſt. es den Geruch nicht verliere/ nimm hernach ein halb Pfund Rogen von duͤrren Schleyen/ ſtoß den klein/ und nimm ein Pfund rohen Speck/ und ſtoß ihn darzu/ als- dann miſche das Hanffpulver darunter/ daß es dick wird wie ein Taig/ thue es in ein Tuͤchlein/ und haͤnge es in die Reuſchen/ ſo fuͤhret der Wind dieſen Geruch denen gegen dem Strom gehenden Fiſchen entgegen/ ſtreichen ihm nach/ biß ſie in die Reuſchen fallen. Wann man Kuchen von Leinſaamen oder Mahen- ſaamen/ wann er zu Oel geſchlagen wird/ in die Reu- ſchen bindet/ gehen die Grundeln gern ein. Oder nimm ein Loth Queckſilber/ und ein wenig faules Weidenholtz/ das im Finſtern ſcheinet/ thue es in ein kleines helles Glaͤslein/ vermach es gar wol/ damit kein Waſſer hin- ein mag/ oder thue rothen Wein oder Brandwein in ein wolvermachtes Glaͤslein/ und haͤngs in die Reuſchen/ ſo gehen die Fiſche darzu. Jn einem uralten geſchriebenen Fiſch-Buͤchlein hab ich gefunden folgendes: Fiſch-Kunſt von Herꝛn Hart- man von Liechtenſtein: Nim̃ Gerſten-Mehl/ Bocksblut und klein gehackte rinderne Leber/ und Weinlaͤger/ machs durcheinander ab/ thus in ein/ Tuch und haͤngs ein; oder brat Ochſen-Leber ſtarck/ daß ſie riechend wird; oder nimm ein Loth Baumoͤl/ ein Loth Raigerſchmaltz und Semmel-Mehl/ machs zu einem Taig/ und thu es in die Reuſchen. Oder nimm Staub-Mehl aus einer Muͤhl/ und Eberwurtzen-Pulver/ machs mit Hoͤnig zu einem Taiglein/ darnach bach es/ und legs in die Reuſchen. Wer mehr haben will/ der beſehe Herrn Colerum. Cap. LIX. Andere Fiſch-Kuͤnſte/ und wie ſie ſonſt zu fangen. WAnn man Fiſche in einem Waſſer/ wo man Angeln/ oder mit dem Netze bald einen Zug thun will/ ſoll zuſammen bringen/ ſo nehme man Rinderblut/ Geiß- oder Schaafsblut/ rinderne Daͤrme/ auch Schaafkoth und Schaafdaͤrme/ Wermuth/ Wol- gemuth/ Poley/ Majoran/ Knoblauch/ Thymbra, Wein- trebern/ eines ſo viel als des andern/ item Rinder- Schaaf- und Geiß-Unſchlit/ nach Beduncken/ ſtoß al- les wol untereinander/ mach Kuͤgelein daraus/ eine Stund vorhero wirff ein Kuͤgelein davon ins Waſſer/ hernach umziehe die Fiſche mit Netzen/ ſo wirſt du viel Fiſche fangen. Oder ℞. Pulegium, Saturejam, Origanum, Majo- ranam, ana drachmas 3. Corticem thuris, Myrrhæ, ana drach. 8. Polentæ libram dimidiam, cum bono vino, jecur porci aſſum, adipis Capræ ana lib. 1. are- næ ſubtilis, allii lib. 1. miſceantur, & duabus vel tribus horis ante piſcationem injiciantur in aquam, tum locus reti circumdetur, & rete implebitur. P. Tylkowskj de re agrariâ p. 417. Jtem nimm Raigerſchmaltz/ Bibergail und Hech- ten-Leber/ ſo viel du wilt in gleichem Gewicht/ und Campher nach Beduncken/ wilt du den Campher zer- ſtoſſen/ ſo reib den Moͤrſer inwendig zuvor mit Mandeln/ und alsdann thue den Campher in den Moͤrſer/ zerreib und ſtoß ihn ſamt den Mandeln/ Bibergail/ Hechten- Leber und Raigerſchmaltz klein/ daß es zu einen Saͤlb- lein wird/ thu alles in ein wol verbundenes Glas/ und wann du es brauchen wilt/ ſo nimm ein wenig heraus/ machs mit Gerſten-Mehl an/ binds in ein Tuͤchlein/ oder wirffs an ein Ort/ wo du Fiſch hin haben wilt/ oder legs in einen Beer/ Tauppel oder Reuſchen/ ſo gehen die Fiſche haͤuffig zu. Tabernæmontanus fol. 603. lehret Fiſche mit den Haͤnden zu fangen: Nimm Waitzen-Mehl/ Raiger- ſchmaltz/ Baumoͤl und Bein von einem Raiger/ jedes 1 Loth/ ſtoß die Bein zu einen ſehr reinen Pulver/ und ſchlage ſie durch ein haͤrenes Sieblein/ vermiſch alles wol zu einer Salben; wann du nun fiſchen wilt/ ſo ſalbe die Haͤnde und Schienbein/ ſo wirſt du Wunder ſehen/ wie ſich die Fiſche nahen werden/ alſo/ daß du ſie leicht mit den Haͤnden fangen kanſt. Idem fol. 633. Wer viel Fiſche fangen will/ der nehme geroͤſtet Gerſten-Mehl/ mache das mit Waſſer zu Kuͤgelein/ und werff es ins Waſſer/ ſo kommen die Fiſche herbey. D. Alexius Pedemontanus in ſeinen Secretis lib. 7. fol. 340. ſetzt folgendes Kunſt-Stuck: Nimm S. Jo- hanns-Keferlein/ Cicindelas, deſtillire ſie in einem glaͤ- ſernen Ausbrennzeug gemaͤchlich/ biß alle Feuchtigkeit heraus gehe/ thue dieſes Waſſer ſamt vier Unzen Queck- ſilber/ in ein engmuͤndig Glaͤslein/ verlutir es wol/ daß kein Waſſer hinein moͤge/ ſetz dieſes Glaͤslein zwiſchen zweyen Laitergaͤrnlein des Nachts in das Waſſer/ ſo leuchtet es/ und lauffen die Fiſche dem Liecht zu/ und fan- gen ſich. Cœterum (ſagt er) hoc vas in tenebris quoque lucet, ſi circumferatur, vel in cubiculo ali- quo contineatur. Die guten Schwimmer, Urinatores, die ſich eine Zeitlang unter dem Waſſer aufhalten koͤnnen/ haben einen trefflichen Vortheil/ Fiſche zu erhaſchen. Und ſchreibt Herr Boyle von einem fetten Engellaͤn- der/ der in der Temſe ſich zu Grunde geſenckt/ und groſ- ſe anſehnliche Fiſche aus den tieffen Hoͤhlen mit den Haͤnden heraus gezogen und gefangen habe. Auch ſchreibt Nic. Wynmannus bey D. Sachſen in Gammarologiâ, daß bey Tuͤbingen auf dem naͤchſten Dorff ein Schneider den Athem ſehr lang unter dem Waſſer halten koͤnnen/ in die tieffeſten Duͤmpfel des Neckars ſich eingelaſſen/ lang darunter geblieben/ und die beſten und ſchoͤneſten Fiſche/ als haͤtte er ſie ausge- klaubt/ im Mund/ in den Haͤnden/ und unter den Ar- men mit ſich heraus gebracht; diß iſt aber rarum quod- dam naturæ privilegium & paucis indultum. Wann man die Netze mit Ziegel- Oel ſchmiert/ waͤhren ſie laͤnger/ und gehen die Fiſche gern ein. Mit den Angel-Schnuͤren/ da man uͤber die flieſ- ſenden nicht allzubreiten Waſſer einen ſtarcken Strick auf beeden Seiten feſt anmacht/ und ſehr viel/ nachdem der Strick lang iſt/ kleine doch ſtarcke haͤrene Angel- Schnuͤr mit Querdern daran gemachet/ werden auch viel und mancherley Fiſche gefangen. Nichtweniger werden auch wol die Fiſche mit bloſ- ſen Haͤnden gefangen in den Baͤchen und Waſſern/ die viel Baͤum an dem Geſtad/ oder viel Steine haben/ darun- R r r iij

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Zitationshilfe: Hohberg, Wolf Helmhard von: Georgica Curiosa. Bd. 2. Nürnberg, 1682, S. 501. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hohberg_georgica02_1682/519>, abgerufen am 20.10.2019.