Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Hohberg, Wolf Helmhard von: Georgica Curiosa. Bd. 2. Nürnberg, 1682.

Bild:
<< vorherige Seite

Des Adelichen Land- und Feld-Lebens
[Spaltenumbruch] ter ihnen in einer Wachtel Kröpflein Basilien-Saamen
gefunden/ der sey/ als er angebauet worden/ bald auf-
gangen/ welches eine Proba ist einer schnell-verrichteten
Wanderschafft/ weil der Saamen nicht hat können ver-
kocht werden. Als der Verwalter dieses Orts befragt
worden/ wie viel Vögel sie denselbigen Morgen gefan-
gen/ hat er/ durch der Weidleute Bestättigung/ geant-
wortet/ über zehen tausend/ welches wir auch wahr zu
seyn/ des folgenden Tages befunden/ da doch die Jäger
sich beklagten/ der grosse Wind verhindere ihren Fang/
welcher auch warhafftig groß und ungestümm war/ sonst
ist ihr Fang noch besser. Jn die Stadt werden diese
Vögel hingebracht/ daselbst warten die Fürkäuffler von
Rom/ die geben um 100 Wachteln funffzehen Julier,
das ist anderthalb Gold-Cronen.

Signor Agostino Gallo erzehlt in seiner 19 Gior-
nata dell' Agricoltora & de Piaceri della villa,
daß zu
Napoli im April und Majo sich viel Personen finden/
die grosse Herren und Cavallieri einladen/ dem Kampff
ihrer Wachteln/ die sie expreße deßwegen halten/ zuzu-
sehen/ da wird nun eine Tafel zum Kampffplatz zuge-
richtet/ und werden die zwo Wachteln jede an das Ende
des Tisches gesetzt/ und jedwedern ein wenig Hirsbrey
vorgegeben/ in der mittlern Tafel aber auch etliche Hirs-
körnlein gestreuet; die um die Tafel stehende Zuseher
müssen gantz still und stumm bleiben/ sonst würde der
Kampff nicht angehen; wann nun die auf der Tafel
gegeneinander über gesetzten Wachteln ihre Gegenblick
verrichten/ und eine der andern gewahr wird/ geben sie
stracks Zornzeichen von sich/ und lauffen schnell zusam-
men/ wie zween Ritter im Turnier/ und so bald sie den
in der Mitten gesäeten Hirs erreichen/ fangen sie also
bissig einander anzufallen/ daß es Federn und Blut giebt/
und das währet so lang/ biß eine die Wahlstatt verlas-
sende die Flucht giebt/ dardurch der Herr der überwin-
denden Wachtel die Ehr und das Gewette gewinnt/
und offt eine solche brave Helden-Wachtel/ wann sie
ihm anders feil ist/ um 10/ 15/ 20 und mehr Cronen
verkauffen kan.

Dieses Weidwerck nun/ währet biß ohngefehr acht
Tage nach S. Michaelis.

Etliche machen den Richtacker etwas kleiner/
und bauen ihn mit Hirs oder Habern/ hingegen aber
wird der völlige Acker mit einem grossen Deckgarn über-
zogen; Wann die ums Netz herum gefallene Wach-
teln vorhero (die man nach angebrochnem Tage/ und
wann desselben Tages der Strich vorbey/ in der Nähe
herum mit Spißruthen fein gemach in den angebaueten
Richtacker eintreiben und zusamm bringen kan/) hof-
[Spaltenumbruch] fentlich genugsam beysammen sind/ folgends werden
die darunter begriffene Wachteln in die Steckgarn/ o-
der ohne Steckgarn in ein Eck hinaus getrieben/ deß-
halben bleiben auch 2 oder 3 Personen unter dem Deck-
netze verborgen/ das Decknetze aber muß sehr groß
seyn/ unten am Boden allenthalben wol aufgehen/ auch
oben lücker aufliegen/ und wie eine Tennwand eingefan-
gen und des Nachts über/ auf der Erden zuruck gelegt/
und allererst nach vollendtem Strich/ und viel zusam-
men in den Aeckern getriebene Wachteln/ herüber gezo-
gen werden.

Bey dieser Manier die Stangada zu richten/ hat
man die Wachtelstangen nächst an dem Acker/ oder
gleich vorher/ aber nicht in die Mitten hinein zu stellen/
damit sie gelegensam können/ ohne Aufstöberung der
darinn liegenden Wachteln/ niedergelassen werden/ da-
mit sie in der Uberziehung der Netze nicht verhinterlich
seyen. Will man auf diese Weise auch Pantheren
aussenherum setzen/ wird es desto besser seyn.

D. Olina schreibt/ man stelle bey diesen Stangaden
auch etwas enger gestrickte Hünerbeeren mit Wänden
oder Steckgärnlein/ und treibe sie also gemach fort/ daß
sie endlich alle in dem Beeren gefangen werden/ die müs-
sen aber obenher mit Gras und Aesten bedeckt seyn;
wann man trocken Sand und Staub in einem Säcklein
hat/ und sie über das noch stehende Getrayd nach und
nach ausstreuet/ giebt es ein groß Geräusche/ als wann
es regnete/ und lauffen die Wachteln gern davon/ wie
Joh. Conrad Aitinger fol. 54. bezeuget.

Die Roccoli aber zu den Fincken und kleinen Vö-
geln werden eben auf diese Weise eingerichtet/ wie im
vorhergehendem Capitel beschrieben worden/ die Gar-
nen sind in gleicher Höhe/ aber viel kleiner im Um-
krays; die Fallbäume müssen nicht in der Panthera
drinnen/ sondern ausserhalb derselben/ neben dem
Garn/ eine Klaffter weit davon gesetzt werden/ und muß
der Gang/ wo die Garn in der Mitte stehen/ oben/ wie
ein abgeschossenes Dach von Latten gemacht/ und dar-
auf eine Bedeckung mit Tannengras haben/ denn son-
sten die Fincken/ wann sie nahe an das Garn kommen/
über die Garnen würden aufsteigen; muß also an der
Fincken Panthera das Garn gegen der Hütten über mit
800 Mäschen/ und die zwey längern/ biß zu der Hütten/
mit 1200 angefangen werden; die Höhe ist/ wie bey
der grossen Panthera, müssen die Garn auch 5 Klaffter
und einen Schuhe hoch gestrickt werden. Die grossen
Spiegel-Mäschen müssen gegen der Hütten über mit 80/
und die Seiten-Panthera mit 120 Spiegeln angefan-
gen seyn/ und jede zehendehalb Spiegel hoch werden.

Cap. CXV.
Von der Tesa.
[Spaltenumbruch]

JST nicht so kostbar als die Panthera oder Roc-
colo,
und hat einen Herbst genug an 6 oder 8
Pfund Vogelleim/ sonst darff man weder Netze
noch Ruhrvögel oder Heerdlauffer/ sondern allein ver-
haltene Lockvögel/ die man hin und wieder oben in den
Richtbäumlein unter die dicken Aeste verbirget und be-
decket. Diese Art ist aus Jtalia in Friaul (daher sie
auch von etlichen Tesa Forulana genannt wird) und in
das Görtzische/ Triestische/ von dannen auch in Crayn
[Spaltenumbruch] und Steyermarck kommen/ wie dann zu Grätz eine sehr
ansehnliche Tesa zu finden/ so die Hof-Kammer daselbst
richten lässet.

Jn den Görtzischen ist berühmt die Tesa der Frey-
herren Buceleni, und in dem Triestischen; die zwey von
dem Meerport hinauf zu Montebello, denen Herren von
Locatell zugehörig. Jch will sie dem günstigen Leser
vorstellen/ wie ich solche aus Höflichkeit Herrn Wilhelm
Balthasars zu Löwenfeld/ der Röm Kayserl. Majestät

Ober-

Des Adelichen Land- und Feld-Lebens
[Spaltenumbruch] ter ihnen in einer Wachtel Kroͤpflein Baſilien-Saamen
gefunden/ der ſey/ als er angebauet worden/ bald auf-
gangen/ welches eine Proba iſt einer ſchnell-verrichteten
Wanderſchafft/ weil der Saamen nicht hat koͤnnen ver-
kocht werden. Als der Verwalter dieſes Orts befragt
worden/ wie viel Voͤgel ſie denſelbigen Morgen gefan-
gen/ hat er/ durch der Weidleute Beſtaͤttigung/ geant-
wortet/ uͤber zehen tauſend/ welches wir auch wahr zu
ſeyn/ des folgenden Tages befunden/ da doch die Jaͤger
ſich beklagten/ der groſſe Wind verhindere ihren Fang/
welcher auch warhafftig groß und ungeſtuͤmm war/ ſonſt
iſt ihr Fang noch beſſer. Jn die Stadt werden dieſe
Voͤgel hingebracht/ daſelbſt warten die Fuͤrkaͤuffler von
Rom/ die geben um 100 Wachteln funffzehen Julier,
das iſt anderthalb Gold-Cronen.

Signor Agoſtino Gallo erzehlt in ſeiner 19 Gior-
nata dell’ Agricoltora & de Piaceri della villa,
daß zu
Napoli im April und Majo ſich viel Perſonen finden/
die groſſe Herren und Cavallieri einladen/ dem Kampff
ihrer Wachteln/ die ſie expreßè deßwegen halten/ zuzu-
ſehen/ da wird nun eine Tafel zum Kampffplatz zuge-
richtet/ und werden die zwo Wachteln jede an das Ende
des Tiſches geſetzt/ und jedwedern ein wenig Hirsbrey
vorgegeben/ in der mittlern Tafel aber auch etliche Hirs-
koͤrnlein geſtreuet; die um die Tafel ſtehende Zuſeher
muͤſſen gantz ſtill und ſtumm bleiben/ ſonſt wuͤrde der
Kampff nicht angehen; wann nun die auf der Tafel
gegeneinander uͤber geſetzten Wachteln ihre Gegenblick
verrichten/ und eine der andern gewahr wird/ geben ſie
ſtracks Zornzeichen von ſich/ und lauffen ſchnell zuſam-
men/ wie zween Ritter im Turnier/ und ſo bald ſie den
in der Mitten geſaͤeten Hirs erreichen/ fangen ſie alſo
biſſig einander anzufallen/ daß es Federn und Blut giebt/
und das waͤhret ſo lang/ biß eine die Wahlſtatt verlaſ-
ſende die Flucht giebt/ dardurch der Herꝛ der uͤberwin-
denden Wachtel die Ehr und das Gewette gewinnt/
und offt eine ſolche brave Helden-Wachtel/ wann ſie
ihm anders feil iſt/ um 10/ 15/ 20 und mehr Cronen
verkauffen kan.

Dieſes Weidwerck nun/ waͤhret biß ohngefehr acht
Tage nach S. Michaelis.

Etliche machen den Richtacker etwas kleiner/
und bauen ihn mit Hirs oder Habern/ hingegen aber
wird der voͤllige Acker mit einem groſſen Deckgarn uͤber-
zogen; Wann die ums Netz herum gefallene Wach-
teln vorhero (die man nach angebrochnem Tage/ und
wann deſſelben Tages der Strich vorbey/ in der Naͤhe
herum mit Spißruthen fein gemach in den angebaueten
Richtacker eintreiben und zuſamm bringen kan/) hof-
[Spaltenumbruch] fentlich genugſam beyſammen ſind/ folgends werden
die darunter begriffene Wachteln in die Steckgarn/ o-
der ohne Steckgarn in ein Eck hinaus getrieben/ deß-
halben bleiben auch 2 oder 3 Perſonen unter dem Deck-
netze verborgen/ das Decknetze aber muß ſehr groß
ſeyn/ unten am Boden allenthalben wol aufgehen/ auch
oben luͤcker aufliegen/ und wie eine Tennwand eingefan-
gen und des Nachts uͤber/ auf der Erden zuruck gelegt/
und allererſt nach vollendtem Strich/ und viel zuſam-
men in den Aeckern getriebene Wachteln/ heruͤber gezo-
gen werden.

Bey dieſer Manier die Stangada zu richten/ hat
man die Wachtelſtangen naͤchſt an dem Acker/ oder
gleich vorher/ aber nicht in die Mitten hinein zu ſtellen/
damit ſie gelegenſam koͤnnen/ ohne Aufſtoͤberung der
darinn liegenden Wachteln/ niedergelaſſen werden/ da-
mit ſie in der Uberziehung der Netze nicht verhinterlich
ſeyen. Will man auf dieſe Weiſe auch Pantheren
auſſenherum ſetzen/ wird es deſto beſſer ſeyn.

D. Olina ſchreibt/ man ſtelle bey dieſen Stangaden
auch etwas enger geſtrickte Huͤnerbeeren mit Waͤnden
oder Steckgaͤrnlein/ und treibe ſie alſo gemach fort/ daß
ſie endlich alle in dem Beeren gefangen werden/ die muͤſ-
ſen aber obenher mit Gras und Aeſten bedeckt ſeyn;
wann man trocken Sand und Staub in einem Saͤcklein
hat/ und ſie uͤber das noch ſtehende Getrayd nach und
nach ausſtreuet/ giebt es ein groß Geraͤuſche/ als wann
es regnete/ und lauffen die Wachteln gern davon/ wie
Joh. Conrad Aitinger fol. 54. bezeuget.

Die Roccoli aber zu den Fincken und kleinen Voͤ-
geln werden eben auf dieſe Weiſe eingerichtet/ wie im
vorhergehendem Capitel beſchrieben worden/ die Gar-
nen ſind in gleicher Hoͤhe/ aber viel kleiner im Um-
krays; die Fallbaͤume muͤſſen nicht in der Panthera
drinnen/ ſondern auſſerhalb derſelben/ neben dem
Garn/ eine Klaffter weit davon geſetzt werden/ und muß
der Gang/ wo die Garn in der Mitte ſtehen/ oben/ wie
ein abgeſchoſſenes Dach von Latten gemacht/ und dar-
auf eine Bedeckung mit Tannengras haben/ denn ſon-
ſten die Fincken/ wann ſie nahe an das Garn kommen/
uͤber die Garnen wuͤrden aufſteigen; muß alſo an der
Fincken Panthera das Garn gegen der Huͤtten uͤber mit
800 Maͤſchen/ und die zwey laͤngern/ biß zu der Huͤtten/
mit 1200 angefangen werden; die Hoͤhe iſt/ wie bey
der groſſen Panthera, muͤſſen die Garn auch 5 Klaffter
und einen Schuhe hoch geſtrickt werden. Die groſſen
Spiegel-Maͤſchen muͤſſen gegen der Huͤtten uͤber mit 80/
und die Seiten-Panthera mit 120 Spiegeln angefan-
gen ſeyn/ und jede zehendehalb Spiegel hoch werden.

Cap. CXV.
Von der Teſa.
[Spaltenumbruch]

JST nicht ſo koſtbar als die Panthera oder Roc-
colo,
und hat einen Herbſt genug an 6 oder 8
Pfund Vogelleim/ ſonſt darff man weder Netze
noch Ruhrvoͤgel oder Heerdlauffer/ ſondern allein ver-
haltene Lockvoͤgel/ die man hin und wieder oben in den
Richtbaͤumlein unter die dicken Aeſte verbirget und be-
decket. Dieſe Art iſt aus Jtalia in Friaul (daher ſie
auch von etlichen Teſa Forulana genannt wird) und in
das Goͤrtziſche/ Trieſtiſche/ von dannen auch in Crayn
[Spaltenumbruch] und Steyermarck kommen/ wie dann zu Graͤtz eine ſehr
anſehnliche Teſa zu finden/ ſo die Hof-Kammer daſelbſt
richten laͤſſet.

Jn den Goͤrtziſchen iſt beruͤhmt die Teſa der Frey-
herren Buceleni, und in dem Trieſtiſchen; die zwey von
dem Meerport hinauf zu Montebello, denen Herren von
Locatell zugehoͤrig. Jch will ſie dem guͤnſtigen Leſer
vorſtellen/ wie ich ſolche aus Hoͤflichkeit Herrn Wilhelm
Balthaſars zu Loͤwenfeld/ der Roͤm Kayſerl. Majeſtaͤt

Ober-
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <p><pb facs="#f0714" n="696"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Des Adelichen Land- und Feld-Lebens</hi></fw><lb/><cb/>
ter ihnen in einer Wachtel Kro&#x0364;pflein Ba&#x017F;ilien-Saamen<lb/>
gefunden/ der &#x017F;ey/ als er angebauet worden/ bald auf-<lb/>
gangen/ welches eine <hi rendition="#aq">Proba</hi> i&#x017F;t einer &#x017F;chnell-verrichteten<lb/>
Wander&#x017F;chafft/ weil der Saamen nicht hat ko&#x0364;nnen ver-<lb/>
kocht werden. Als der Verwalter die&#x017F;es Orts befragt<lb/>
worden/ wie viel Vo&#x0364;gel &#x017F;ie den&#x017F;elbigen Morgen gefan-<lb/>
gen/ hat er/ durch der Weidleute Be&#x017F;ta&#x0364;ttigung/ geant-<lb/>
wortet/ u&#x0364;ber zehen tau&#x017F;end/ welches wir auch wahr zu<lb/>
&#x017F;eyn/ des folgenden Tages befunden/ da doch die Ja&#x0364;ger<lb/>
&#x017F;ich beklagten/ der gro&#x017F;&#x017F;e Wind verhindere ihren Fang/<lb/>
welcher auch warhafftig groß und unge&#x017F;tu&#x0364;mm war/ &#x017F;on&#x017F;t<lb/>
i&#x017F;t ihr Fang noch be&#x017F;&#x017F;er. Jn die Stadt werden die&#x017F;e<lb/>
Vo&#x0364;gel hingebracht/ da&#x017F;elb&#x017F;t warten die Fu&#x0364;rka&#x0364;uffler von<lb/>
Rom/ die geben um 100 Wachteln funffzehen <hi rendition="#aq">Julier,</hi><lb/>
das i&#x017F;t anderthalb Gold-Cronen.</p><lb/>
            <p><hi rendition="#aq">Signor Ago&#x017F;tino Gallo</hi> erzehlt in &#x017F;einer 19 <hi rendition="#aq">Gior-<lb/>
nata dell&#x2019; Agricoltora &amp; de Piaceri della villa,</hi> daß zu<lb/><hi rendition="#aq">Napoli</hi> im April und Majo &#x017F;ich viel Per&#x017F;onen finden/<lb/>
die gro&#x017F;&#x017F;e Herren und <hi rendition="#aq">Cavallieri</hi> einladen/ dem Kampff<lb/>
ihrer Wachteln/ die &#x017F;ie <hi rendition="#aq">expreßè</hi> deßwegen halten/ zuzu-<lb/>
&#x017F;ehen/ da wird nun eine Tafel zum Kampffplatz zuge-<lb/>
richtet/ und werden die zwo Wachteln jede an das Ende<lb/>
des Ti&#x017F;ches ge&#x017F;etzt/ und jedwedern ein wenig Hirsbrey<lb/>
vorgegeben/ in der mittlern Tafel aber auch etliche Hirs-<lb/>
ko&#x0364;rnlein ge&#x017F;treuet; die um die Tafel &#x017F;tehende Zu&#x017F;eher<lb/>
mu&#x0364;&#x017F;&#x017F;en gantz &#x017F;till und &#x017F;tumm bleiben/ &#x017F;on&#x017F;t wu&#x0364;rde der<lb/>
Kampff nicht angehen; wann nun die auf der Tafel<lb/>
gegeneinander u&#x0364;ber ge&#x017F;etzten Wachteln ihre Gegenblick<lb/>
verrichten/ und eine der andern gewahr wird/ geben &#x017F;ie<lb/>
&#x017F;tracks Zornzeichen von &#x017F;ich/ und lauffen &#x017F;chnell zu&#x017F;am-<lb/>
men/ wie zween Ritter im Turnier/ und &#x017F;o bald &#x017F;ie den<lb/>
in der Mitten ge&#x017F;a&#x0364;eten Hirs erreichen/ fangen &#x017F;ie al&#x017F;o<lb/>
bi&#x017F;&#x017F;ig einander anzufallen/ daß es Federn und Blut giebt/<lb/>
und das wa&#x0364;hret &#x017F;o lang/ biß eine die Wahl&#x017F;tatt verla&#x017F;-<lb/>
&#x017F;ende die Flucht giebt/ dardurch der Her&#xA75B; der u&#x0364;berwin-<lb/>
denden Wachtel die Ehr und das Gewette gewinnt/<lb/>
und offt eine &#x017F;olche brave Helden-Wachtel/ wann &#x017F;ie<lb/>
ihm anders feil i&#x017F;t/ um 10/ 15/ 20 und mehr Cronen<lb/>
verkauffen kan.</p><lb/>
            <p>Die&#x017F;es Weidwerck nun/ wa&#x0364;hret biß ohngefehr acht<lb/>
Tage nach S. Michaelis.</p><lb/>
            <p>Etliche machen den Richtacker etwas kleiner/<lb/>
und bauen ihn mit Hirs oder Habern/ hingegen aber<lb/>
wird der vo&#x0364;llige Acker mit einem gro&#x017F;&#x017F;en Deckgarn u&#x0364;ber-<lb/>
zogen; Wann die ums Netz herum gefallene Wach-<lb/>
teln vorhero (die man nach angebrochnem Tage/ und<lb/>
wann de&#x017F;&#x017F;elben Tages der Strich vorbey/ in der Na&#x0364;he<lb/>
herum mit Spißruthen fein gemach in den angebaueten<lb/>
Richtacker eintreiben und zu&#x017F;amm bringen kan/) hof-<lb/><cb/>
fentlich genug&#x017F;am bey&#x017F;ammen &#x017F;ind/ folgends werden<lb/>
die darunter begriffene Wachteln in die Steckgarn/ o-<lb/>
der ohne Steckgarn in ein Eck hinaus getrieben/ deß-<lb/>
halben bleiben auch 2 oder 3 Per&#x017F;onen unter dem Deck-<lb/>
netze verborgen/ das Decknetze aber muß &#x017F;ehr groß<lb/>
&#x017F;eyn/ unten am Boden allenthalben wol aufgehen/ auch<lb/>
oben lu&#x0364;cker aufliegen/ und wie eine Tennwand eingefan-<lb/>
gen und des Nachts u&#x0364;ber/ auf der Erden zuruck gelegt/<lb/>
und allerer&#x017F;t nach vollendtem Strich/ und viel zu&#x017F;am-<lb/>
men in den Aeckern getriebene Wachteln/ heru&#x0364;ber gezo-<lb/>
gen werden.</p><lb/>
            <p>Bey die&#x017F;er Manier die <hi rendition="#aq">Stangada</hi> zu richten/ hat<lb/>
man die Wachtel&#x017F;tangen na&#x0364;ch&#x017F;t an dem Acker/ oder<lb/>
gleich vorher/ aber nicht in die Mitten hinein zu &#x017F;tellen/<lb/>
damit &#x017F;ie gelegen&#x017F;am ko&#x0364;nnen/ ohne Auf&#x017F;to&#x0364;berung der<lb/>
darinn liegenden Wachteln/ niedergela&#x017F;&#x017F;en werden/ da-<lb/>
mit &#x017F;ie in der Uberziehung der Netze nicht verhinterlich<lb/>
&#x017F;eyen. Will man auf die&#x017F;e Wei&#x017F;e auch <hi rendition="#aq">Panther</hi>en<lb/>
au&#x017F;&#x017F;enherum &#x017F;etzen/ wird es de&#x017F;to be&#x017F;&#x017F;er &#x017F;eyn.</p><lb/>
            <p><hi rendition="#aq">D. Olina</hi> &#x017F;chreibt/ man &#x017F;telle bey die&#x017F;en <hi rendition="#aq">Stangad</hi>en<lb/>
auch etwas enger ge&#x017F;trickte Hu&#x0364;nerbeeren mit Wa&#x0364;nden<lb/>
oder Steckga&#x0364;rnlein/ und treibe &#x017F;ie al&#x017F;o gemach fort/ daß<lb/>
&#x017F;ie endlich alle in dem Beeren gefangen werden/ die mu&#x0364;&#x017F;-<lb/>
&#x017F;en aber obenher mit Gras und Ae&#x017F;ten bedeckt &#x017F;eyn;<lb/>
wann man trocken Sand und Staub in einem Sa&#x0364;cklein<lb/>
hat/ und &#x017F;ie u&#x0364;ber das noch &#x017F;tehende Getrayd nach und<lb/>
nach aus&#x017F;treuet/ giebt es ein groß Gera&#x0364;u&#x017F;che/ als wann<lb/>
es regnete/ und lauffen die Wachteln gern davon/ wie<lb/>
Joh. Conrad Aitinger <hi rendition="#aq">fol.</hi> 54. bezeuget.</p><lb/>
            <p>Die <hi rendition="#aq">Roccoli</hi> aber zu den Fincken und kleinen Vo&#x0364;-<lb/>
geln werden eben auf die&#x017F;e Wei&#x017F;e eingerichtet/ wie im<lb/>
vorhergehendem Capitel be&#x017F;chrieben worden/ die Gar-<lb/>
nen &#x017F;ind in gleicher Ho&#x0364;he/ aber viel kleiner im Um-<lb/>
krays; die Fallba&#x0364;ume mu&#x0364;&#x017F;&#x017F;en nicht in der <hi rendition="#aq">Panthera</hi><lb/>
drinnen/ &#x017F;ondern au&#x017F;&#x017F;erhalb der&#x017F;elben/ neben dem<lb/>
Garn/ eine Klaffter weit davon ge&#x017F;etzt werden/ und muß<lb/>
der Gang/ wo die Garn in der Mitte &#x017F;tehen/ oben/ wie<lb/>
ein abge&#x017F;cho&#x017F;&#x017F;enes Dach von Latten gemacht/ und dar-<lb/>
auf eine Bedeckung mit Tannengras haben/ denn &#x017F;on-<lb/>
&#x017F;ten die Fincken/ wann &#x017F;ie nahe an das Garn kommen/<lb/>
u&#x0364;ber die Garnen wu&#x0364;rden auf&#x017F;teigen; muß al&#x017F;o an der<lb/>
Fincken <hi rendition="#aq">Panthera</hi> das Garn gegen der Hu&#x0364;tten u&#x0364;ber mit<lb/>
800 Ma&#x0364;&#x017F;chen/ und die zwey la&#x0364;ngern/ biß zu der Hu&#x0364;tten/<lb/>
mit 1200 angefangen werden; die Ho&#x0364;he i&#x017F;t/ wie bey<lb/>
der gro&#x017F;&#x017F;en <hi rendition="#aq">Panthera,</hi> mu&#x0364;&#x017F;&#x017F;en die Garn auch 5 Klaffter<lb/>
und einen Schuhe hoch ge&#x017F;trickt werden. Die gro&#x017F;&#x017F;en<lb/>
Spiegel-Ma&#x0364;&#x017F;chen mu&#x0364;&#x017F;&#x017F;en gegen der Hu&#x0364;tten u&#x0364;ber mit 80/<lb/>
und die Seiten-<hi rendition="#aq">Panthera</hi> mit 120 Spiegeln angefan-<lb/>
gen &#x017F;eyn/ und jede zehendehalb Spiegel hoch werden.</p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#aq"><hi rendition="#g"><hi rendition="#k">Cap.</hi> CXV</hi>.</hi><lb/> <hi rendition="#fr">Von der</hi> <hi rendition="#aq">Te&#x017F;a.</hi> </head><lb/>
            <cb/>
            <p><hi rendition="#in">J</hi>ST nicht &#x017F;o ko&#x017F;tbar als die <hi rendition="#aq">Panthera</hi> oder <hi rendition="#aq">Roc-<lb/>
colo,</hi> und hat einen Herb&#x017F;t genug an 6 oder 8<lb/>
Pfund Vogelleim/ &#x017F;on&#x017F;t darff man weder Netze<lb/>
noch Ruhrvo&#x0364;gel oder Heerdlauffer/ &#x017F;ondern allein ver-<lb/>
haltene Lockvo&#x0364;gel/ die man hin und wieder oben in den<lb/>
Richtba&#x0364;umlein unter die dicken Ae&#x017F;te verbirget und be-<lb/>
decket. Die&#x017F;e Art i&#x017F;t aus Jtalia in Friaul (daher &#x017F;ie<lb/>
auch von etlichen <hi rendition="#aq">Te&#x017F;a Forulana</hi> genannt wird) und in<lb/>
das Go&#x0364;rtzi&#x017F;che/ Trie&#x017F;ti&#x017F;che/ von dannen auch in Crayn<lb/><cb/>
und Steyermarck kommen/ wie dann zu Gra&#x0364;tz eine &#x017F;ehr<lb/>
an&#x017F;ehnliche <hi rendition="#aq">Te&#x017F;a</hi> zu finden/ &#x017F;o die Hof-Kammer da&#x017F;elb&#x017F;t<lb/>
richten la&#x0364;&#x017F;&#x017F;et.</p><lb/>
            <p>Jn den Go&#x0364;rtzi&#x017F;chen i&#x017F;t beru&#x0364;hmt die <hi rendition="#aq">Te&#x017F;a</hi> der Frey-<lb/>
herren <hi rendition="#aq">Buceleni,</hi> und in dem Trie&#x017F;ti&#x017F;chen; die zwey von<lb/>
dem Meerport hinauf zu <hi rendition="#aq">Montebello,</hi> denen Herren von<lb/><hi rendition="#aq">Locatell</hi> zugeho&#x0364;rig. Jch will &#x017F;ie dem gu&#x0364;n&#x017F;tigen Le&#x017F;er<lb/>
vor&#x017F;tellen/ wie ich &#x017F;olche aus Ho&#x0364;flichkeit Herrn Wilhelm<lb/>
Baltha&#x017F;ars zu Lo&#x0364;wenfeld/ der Ro&#x0364;m Kay&#x017F;erl. Maje&#x017F;ta&#x0364;t<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">Ober-</fw><lb/></p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[696/0714] Des Adelichen Land- und Feld-Lebens ter ihnen in einer Wachtel Kroͤpflein Baſilien-Saamen gefunden/ der ſey/ als er angebauet worden/ bald auf- gangen/ welches eine Proba iſt einer ſchnell-verrichteten Wanderſchafft/ weil der Saamen nicht hat koͤnnen ver- kocht werden. Als der Verwalter dieſes Orts befragt worden/ wie viel Voͤgel ſie denſelbigen Morgen gefan- gen/ hat er/ durch der Weidleute Beſtaͤttigung/ geant- wortet/ uͤber zehen tauſend/ welches wir auch wahr zu ſeyn/ des folgenden Tages befunden/ da doch die Jaͤger ſich beklagten/ der groſſe Wind verhindere ihren Fang/ welcher auch warhafftig groß und ungeſtuͤmm war/ ſonſt iſt ihr Fang noch beſſer. Jn die Stadt werden dieſe Voͤgel hingebracht/ daſelbſt warten die Fuͤrkaͤuffler von Rom/ die geben um 100 Wachteln funffzehen Julier, das iſt anderthalb Gold-Cronen. Signor Agoſtino Gallo erzehlt in ſeiner 19 Gior- nata dell’ Agricoltora & de Piaceri della villa, daß zu Napoli im April und Majo ſich viel Perſonen finden/ die groſſe Herren und Cavallieri einladen/ dem Kampff ihrer Wachteln/ die ſie expreßè deßwegen halten/ zuzu- ſehen/ da wird nun eine Tafel zum Kampffplatz zuge- richtet/ und werden die zwo Wachteln jede an das Ende des Tiſches geſetzt/ und jedwedern ein wenig Hirsbrey vorgegeben/ in der mittlern Tafel aber auch etliche Hirs- koͤrnlein geſtreuet; die um die Tafel ſtehende Zuſeher muͤſſen gantz ſtill und ſtumm bleiben/ ſonſt wuͤrde der Kampff nicht angehen; wann nun die auf der Tafel gegeneinander uͤber geſetzten Wachteln ihre Gegenblick verrichten/ und eine der andern gewahr wird/ geben ſie ſtracks Zornzeichen von ſich/ und lauffen ſchnell zuſam- men/ wie zween Ritter im Turnier/ und ſo bald ſie den in der Mitten geſaͤeten Hirs erreichen/ fangen ſie alſo biſſig einander anzufallen/ daß es Federn und Blut giebt/ und das waͤhret ſo lang/ biß eine die Wahlſtatt verlaſ- ſende die Flucht giebt/ dardurch der Herꝛ der uͤberwin- denden Wachtel die Ehr und das Gewette gewinnt/ und offt eine ſolche brave Helden-Wachtel/ wann ſie ihm anders feil iſt/ um 10/ 15/ 20 und mehr Cronen verkauffen kan. Dieſes Weidwerck nun/ waͤhret biß ohngefehr acht Tage nach S. Michaelis. Etliche machen den Richtacker etwas kleiner/ und bauen ihn mit Hirs oder Habern/ hingegen aber wird der voͤllige Acker mit einem groſſen Deckgarn uͤber- zogen; Wann die ums Netz herum gefallene Wach- teln vorhero (die man nach angebrochnem Tage/ und wann deſſelben Tages der Strich vorbey/ in der Naͤhe herum mit Spißruthen fein gemach in den angebaueten Richtacker eintreiben und zuſamm bringen kan/) hof- fentlich genugſam beyſammen ſind/ folgends werden die darunter begriffene Wachteln in die Steckgarn/ o- der ohne Steckgarn in ein Eck hinaus getrieben/ deß- halben bleiben auch 2 oder 3 Perſonen unter dem Deck- netze verborgen/ das Decknetze aber muß ſehr groß ſeyn/ unten am Boden allenthalben wol aufgehen/ auch oben luͤcker aufliegen/ und wie eine Tennwand eingefan- gen und des Nachts uͤber/ auf der Erden zuruck gelegt/ und allererſt nach vollendtem Strich/ und viel zuſam- men in den Aeckern getriebene Wachteln/ heruͤber gezo- gen werden. Bey dieſer Manier die Stangada zu richten/ hat man die Wachtelſtangen naͤchſt an dem Acker/ oder gleich vorher/ aber nicht in die Mitten hinein zu ſtellen/ damit ſie gelegenſam koͤnnen/ ohne Aufſtoͤberung der darinn liegenden Wachteln/ niedergelaſſen werden/ da- mit ſie in der Uberziehung der Netze nicht verhinterlich ſeyen. Will man auf dieſe Weiſe auch Pantheren auſſenherum ſetzen/ wird es deſto beſſer ſeyn. D. Olina ſchreibt/ man ſtelle bey dieſen Stangaden auch etwas enger geſtrickte Huͤnerbeeren mit Waͤnden oder Steckgaͤrnlein/ und treibe ſie alſo gemach fort/ daß ſie endlich alle in dem Beeren gefangen werden/ die muͤſ- ſen aber obenher mit Gras und Aeſten bedeckt ſeyn; wann man trocken Sand und Staub in einem Saͤcklein hat/ und ſie uͤber das noch ſtehende Getrayd nach und nach ausſtreuet/ giebt es ein groß Geraͤuſche/ als wann es regnete/ und lauffen die Wachteln gern davon/ wie Joh. Conrad Aitinger fol. 54. bezeuget. Die Roccoli aber zu den Fincken und kleinen Voͤ- geln werden eben auf dieſe Weiſe eingerichtet/ wie im vorhergehendem Capitel beſchrieben worden/ die Gar- nen ſind in gleicher Hoͤhe/ aber viel kleiner im Um- krays; die Fallbaͤume muͤſſen nicht in der Panthera drinnen/ ſondern auſſerhalb derſelben/ neben dem Garn/ eine Klaffter weit davon geſetzt werden/ und muß der Gang/ wo die Garn in der Mitte ſtehen/ oben/ wie ein abgeſchoſſenes Dach von Latten gemacht/ und dar- auf eine Bedeckung mit Tannengras haben/ denn ſon- ſten die Fincken/ wann ſie nahe an das Garn kommen/ uͤber die Garnen wuͤrden aufſteigen; muß alſo an der Fincken Panthera das Garn gegen der Huͤtten uͤber mit 800 Maͤſchen/ und die zwey laͤngern/ biß zu der Huͤtten/ mit 1200 angefangen werden; die Hoͤhe iſt/ wie bey der groſſen Panthera, muͤſſen die Garn auch 5 Klaffter und einen Schuhe hoch geſtrickt werden. Die groſſen Spiegel-Maͤſchen muͤſſen gegen der Huͤtten uͤber mit 80/ und die Seiten-Panthera mit 120 Spiegeln angefan- gen ſeyn/ und jede zehendehalb Spiegel hoch werden. Cap. CXV. Von der Teſa. JST nicht ſo koſtbar als die Panthera oder Roc- colo, und hat einen Herbſt genug an 6 oder 8 Pfund Vogelleim/ ſonſt darff man weder Netze noch Ruhrvoͤgel oder Heerdlauffer/ ſondern allein ver- haltene Lockvoͤgel/ die man hin und wieder oben in den Richtbaͤumlein unter die dicken Aeſte verbirget und be- decket. Dieſe Art iſt aus Jtalia in Friaul (daher ſie auch von etlichen Teſa Forulana genannt wird) und in das Goͤrtziſche/ Trieſtiſche/ von dannen auch in Crayn und Steyermarck kommen/ wie dann zu Graͤtz eine ſehr anſehnliche Teſa zu finden/ ſo die Hof-Kammer daſelbſt richten laͤſſet. Jn den Goͤrtziſchen iſt beruͤhmt die Teſa der Frey- herren Buceleni, und in dem Trieſtiſchen; die zwey von dem Meerport hinauf zu Montebello, denen Herren von Locatell zugehoͤrig. Jch will ſie dem guͤnſtigen Leſer vorſtellen/ wie ich ſolche aus Hoͤflichkeit Herrn Wilhelm Balthaſars zu Loͤwenfeld/ der Roͤm Kayſerl. Majeſtaͤt Ober-

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/hohberg_georgica02_1682
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/hohberg_georgica02_1682/714
Zitationshilfe: Hohberg, Wolf Helmhard von: Georgica Curiosa. Bd. 2. Nürnberg, 1682, S. 696. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/hohberg_georgica02_1682/714>, abgerufen am 27.01.2020.