Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Jahn, Friedrich L.; Eiselen, Ernst W. B.: Die deutsche Turnkunst, zur Einrichtung der Turnplätze dargestellt. Berlin, 1816.

Bild:
<< vorherige Seite

b. der Wurfarm holt hinten tief aus,

c. die Wurfhand liegt anfangs mit dem Rist
gegen den Rücken.

Man wirft mit kleinen Steinen, Bällen und dergl.,
die nicht über 1/2 Pfund schwer sind:

in die Weitevom Stande,
mit Anlauf.
in die Höhe
nach dem Ziele

2. Schleudern mit eignen Werkzeugen: als
Schleuder, Wurfstock, Wurfriemen, Wurfschnur und
dergleichen.

Alles Schleudern gehört, wie schon oben gesagt,
nicht auf den Turnplatz. Eben so:

E. Das Gellen.

Werfen mit Prall auf feste Erde, kann wegen des
An- und Abgellens, was nicht bahnmäßig zu berech-
nen ist, nicht auf dem Turnplatze getrieben werden. Das
Brummerwerfen gehört mit dazu.

F. Das Schirken.

Werfen mit einem flachen Stein, Schiefer oder
Scherben schief auf die Wasserfläche, so daß das Gewor-
fene (Schirkel) mehrmals in die Höhe prallend, hü-
pfend darüber hinweg gleitet (Schirke macht) -- ist
keine Übung für den Turnplatz.

In allen Wassergegenden ist das Schirken eine

Be-

b. der Wurfarm holt hinten tief aus,

c. die Wurfhand liegt anfangs mit dem Riſt
gegen den Rücken.

Man wirft mit kleinen Steinen, Bällen und dergl.,
die nicht über ½ Pfund ſchwer ſind:

in die Weitevom Stande,
mit Anlauf.
in die Höhe
nach dem Ziele

2. Schleudern mit eignen Werkzeugen: als
Schleuder, Wurfſtock, Wurfriemen, Wurfſchnur und
dergleichen.

Alles Schleudern gehört, wie ſchon oben geſagt,
nicht auf den Turnplatz. Eben ſo:

E. Das Gellen.

Werfen mit Prall auf feſte Erde, kann wegen des
An- und Abgellens, was nicht bahnmäßig zu berech-
nen iſt, nicht auf dem Turnplatze getrieben werden. Das
Brummerwerfen gehört mit dazu.

F. Das Schirken.

Werfen mit einem flachen Stein, Schiefer oder
Scherben ſchief auf die Waſſerfläche, ſo daß das Gewor-
fene (Schirkel) mehrmals in die Höhe prallend, hü-
pfend darüber hinweg gleitet (Schirke macht) — iſt
keine Übung für den Turnplatz.

In allen Waſſergegenden iſt das Schirken eine

Be-
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <pb facs="#f0195" n="125"/>
            <p>b. der Wurfarm holt hinten tief aus,</p><lb/>
            <p>c. die Wurfhand liegt anfangs mit dem Ri&#x017F;t<lb/>
gegen den Rücken.</p><lb/>
            <p>Man wirft mit kleinen Steinen, Bällen und dergl.,<lb/>
die nicht über ½ Pfund &#x017F;chwer &#x017F;ind:<lb/><list rend="braced"><item>in die Weite</item><lb/><item>in die Höhe</item><lb/><item>nach dem Ziele</item><trailer>vom Stande,<lb/>
mit Anlauf.</trailer></list></p><lb/>
            <p>2. <hi rendition="#g">Schleudern mit eignen Werkzeugen</hi>: als<lb/>
Schleuder, Wurf&#x017F;tock, Wurfriemen, Wurf&#x017F;chnur und<lb/>
dergleichen.</p><lb/>
            <p>Alles Schleudern gehört, wie &#x017F;chon oben ge&#x017F;agt,<lb/>
nicht auf den Turnplatz. Eben &#x017F;o:</p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#b">E. <hi rendition="#g">Das Gellen</hi>.</hi> </head><lb/>
            <p>Werfen mit Prall auf fe&#x017F;te Erde, kann wegen des<lb/><hi rendition="#g">An</hi>- und <hi rendition="#g">Abgellens</hi>, was nicht bahnmäßig zu berech-<lb/>
nen i&#x017F;t, nicht auf dem Turnplatze getrieben werden. Das<lb/>
Brummerwerfen gehört mit dazu.</p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#b">F. <hi rendition="#g">Das Schirken</hi>.</hi> </head><lb/>
            <p>Werfen mit einem flachen Stein, Schiefer oder<lb/>
Scherben &#x017F;chief auf die Wa&#x017F;&#x017F;erfläche, &#x017F;o daß das Gewor-<lb/>
fene (<hi rendition="#g">Schirkel</hi>) mehrmals in die Höhe prallend, hü-<lb/>
pfend darüber hinweg gleitet (<hi rendition="#g">Schirke</hi> macht) &#x2014; i&#x017F;t<lb/>
keine Übung für den Turnplatz.</p><lb/>
            <p>In allen Wa&#x017F;&#x017F;ergegenden i&#x017F;t das Schirken eine<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">Be-</fw><lb/></p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[125/0195] b. der Wurfarm holt hinten tief aus, c. die Wurfhand liegt anfangs mit dem Riſt gegen den Rücken. Man wirft mit kleinen Steinen, Bällen und dergl., die nicht über ½ Pfund ſchwer ſind: in die Weite in die Höhe nach dem Zielevom Stande, mit Anlauf. 2. Schleudern mit eignen Werkzeugen: als Schleuder, Wurfſtock, Wurfriemen, Wurfſchnur und dergleichen. Alles Schleudern gehört, wie ſchon oben geſagt, nicht auf den Turnplatz. Eben ſo: E. Das Gellen. Werfen mit Prall auf feſte Erde, kann wegen des An- und Abgellens, was nicht bahnmäßig zu berech- nen iſt, nicht auf dem Turnplatze getrieben werden. Das Brummerwerfen gehört mit dazu. F. Das Schirken. Werfen mit einem flachen Stein, Schiefer oder Scherben ſchief auf die Waſſerfläche, ſo daß das Gewor- fene (Schirkel) mehrmals in die Höhe prallend, hü- pfend darüber hinweg gleitet (Schirke macht) — iſt keine Übung für den Turnplatz. In allen Waſſergegenden iſt das Schirken eine Be-

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/jahn_turnkunst_1816
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/jahn_turnkunst_1816/195
Zitationshilfe: Jahn, Friedrich L.; Eiselen, Ernst W. B.: Die deutsche Turnkunst, zur Einrichtung der Turnplätze dargestellt. Berlin, 1816, S. 125. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/jahn_turnkunst_1816/195>, abgerufen am 25.04.2019.