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Jahn, Friedrich L.; Eiselen, Ernst W. B.: Die deutsche Turnkunst, zur Einrichtung der Turnplätze dargestellt. Berlin, 1816.

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XII. Heben.

Alles Heben von großen Lasten, vorzüglich mit
gespreizten Beinen und gestreckten Armen, welches so sehr
auf den Unterleib wirkt, ist nicht für den Turnplatz.
Hieher gehört nur das Heben mit wagerecht ge-
streckten Armen
, welches für diese so außerordentlich
stärkend ist.

1. Das Heben des Kraftmessers (Platte
1, Zeichn. P.). Ein 4 -- 5 F. langer Stab wird
von Zoll zu Zoll mit Einschnitten versehen, in
welche Gewichte von 1 -- 2 Pfd. gehängt wer-
den, das obere Ende von 6 Z. bleibt rund zum
Handgriffe.

Haltung des Kraftmessers. Die Hand umfaßt
den Griff fest, so daß die Öffnung zwischen Dau-
men und Zeigefinger nach oben, die Öffnung der
Finger nach inwendig steht. Arm und Kraftmes-
ser sind in gerader Linie; das Ende von diesem
ruht auf der Erde.

Das Heben geschieht immer mit 2 Kraftmessern, in

jeder
XII. Heben.

Alles Heben von großen Laſten, vorzüglich mit
geſpreizten Beinen und geſtreckten Armen, welches ſo ſehr
auf den Unterleib wirkt, iſt nicht für den Turnplatz.
Hieher gehört nur das Heben mit wagerecht ge-
ſtreckten Armen
, welches für dieſe ſo außerordentlich
ſtärkend iſt.

1. Das Heben des Kraftmeſſers (Platte
1, Zeichn. P.). Ein 4 — 5 F. langer Stab wird
von Zoll zu Zoll mit Einſchnitten verſehen, in
welche Gewichte von 1 — 2 Pfd. gehängt wer-
den, das obere Ende von 6 Z. bleibt rund zum
Handgriffe.

Haltung des Kraftmeſſers. Die Hand umfaßt
den Griff feſt, ſo daß die Öffnung zwiſchen Dau-
men und Zeigefinger nach oben, die Öffnung der
Finger nach inwendig ſteht. Arm und Kraftmeſ-
ſer ſind in gerader Linie; das Ende von dieſem
ruht auf der Erde.

Das Heben geſchieht immer mit 2 Kraftmeſſern, in

jeder
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[132/0202] XII. Heben. Alles Heben von großen Laſten, vorzüglich mit geſpreizten Beinen und geſtreckten Armen, welches ſo ſehr auf den Unterleib wirkt, iſt nicht für den Turnplatz. Hieher gehört nur das Heben mit wagerecht ge- ſtreckten Armen, welches für dieſe ſo außerordentlich ſtärkend iſt. 1. Das Heben des Kraftmeſſers (Platte 1, Zeichn. P.). Ein 4 — 5 F. langer Stab wird von Zoll zu Zoll mit Einſchnitten verſehen, in welche Gewichte von 1 — 2 Pfd. gehängt wer- den, das obere Ende von 6 Z. bleibt rund zum Handgriffe. Haltung des Kraftmeſſers. Die Hand umfaßt den Griff feſt, ſo daß die Öffnung zwiſchen Dau- men und Zeigefinger nach oben, die Öffnung der Finger nach inwendig ſteht. Arm und Kraftmeſ- ſer ſind in gerader Linie; das Ende von dieſem ruht auf der Erde. Das Heben geſchieht immer mit 2 Kraftmeſſern, in jeder

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Zitationshilfe: Jahn, Friedrich L.; Eiselen, Ernst W. B.: Die deutsche Turnkunst, zur Einrichtung der Turnplätze dargestellt. Berlin, 1816, S. 132. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/jahn_turnkunst_1816/202>, abgerufen am 20.04.2019.