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Jahn, Friedrich L.; Eiselen, Ernst W. B.: Die deutsche Turnkunst, zur Einrichtung der Turnplätze dargestellt. Berlin, 1816.

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mehr durch die Nase, als durch den
Mund geschehen.

Vorsichtsregeln:
1. Ausdauer im Laufen suche man nicht mit einem
Male, sondern nur allmälig zu erlangen; man übe
sich oft, und immer etwas länger.
2. Man übe sich besonders an kühlen, windstillen
Tagen.
3. Man laufe in der ersten Übezeit nur mit dem
Wind, nicht gegen den Wind.
4. Bei starker Erhitzung, oder kurzem Athemholen
höre man auf.
5. Nach dem Laufen kühle man sich durch Herumge-
hen ab, nie durch Stillstehen; am wenigsten aber
durch Niederlegen auf den Boden. Ist man sehr
erhitzt, und das Wetter mehr kalt als kühl, so ziehe
man gleich einen Rock an.
Laufveränderungen.
A. schnurrecht, ohne alle Krümmen: das Rennen.
B. schlängelnd, in Bogen und Kreislinien: der
Schlängellauf
.
C. zickzackend, in geraden Linien und Winkeln:
der Zickzacklauf.

Diese drei Laufveränderungen können nun
ausgeführt werden

1.

mehr durch die Naſe, als durch den
Mund geſchehen.

Vorſichtsregeln:
1. Ausdauer im Laufen ſuche man nicht mit einem
Male, ſondern nur allmälig zu erlangen; man übe
ſich oft, und immer etwas länger.
2. Man übe ſich beſonders an kühlen, windſtillen
Tagen.
3. Man laufe in der erſten Übezeit nur mit dem
Wind, nicht gegen den Wind.
4. Bei ſtarker Erhitzung, oder kurzem Athemholen
höre man auf.
5. Nach dem Laufen kühle man ſich durch Herumge-
hen ab, nie durch Stillſtehen; am wenigſten aber
durch Niederlegen auf den Boden. Iſt man ſehr
erhitzt, und das Wetter mehr kalt als kühl, ſo ziehe
man gleich einen Rock an.
Laufveränderungen.
A. ſchnurrecht, ohne alle Krümmen: das Rennen.
B. ſchlängelnd, in Bogen und Kreislinien: der
Schlängellauf
.
C. zickzackend, in geraden Linien und Winkeln:
der Zickzacklauf.

Dieſe drei Laufveränderungen können nun
ausgeführt werden

1.
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[9/0079] mehr durch die Naſe, als durch den Mund geſchehen. Vorſichtsregeln: 1. Ausdauer im Laufen ſuche man nicht mit einem Male, ſondern nur allmälig zu erlangen; man übe ſich oft, und immer etwas länger. 2. Man übe ſich beſonders an kühlen, windſtillen Tagen. 3. Man laufe in der erſten Übezeit nur mit dem Wind, nicht gegen den Wind. 4. Bei ſtarker Erhitzung, oder kurzem Athemholen höre man auf. 5. Nach dem Laufen kühle man ſich durch Herumge- hen ab, nie durch Stillſtehen; am wenigſten aber durch Niederlegen auf den Boden. Iſt man ſehr erhitzt, und das Wetter mehr kalt als kühl, ſo ziehe man gleich einen Rock an. Laufveränderungen. A. ſchnurrecht, ohne alle Krümmen: das Rennen. B. ſchlängelnd, in Bogen und Kreislinien: der Schlängellauf. C. zickzackend, in geraden Linien und Winkeln: der Zickzacklauf. Dieſe drei Laufveränderungen können nun ausgeführt werden 1.

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Zitationshilfe: Jahn, Friedrich L.; Eiselen, Ernst W. B.: Die deutsche Turnkunst, zur Einrichtung der Turnplätze dargestellt. Berlin, 1816, S. 9. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/jahn_turnkunst_1816/79>, abgerufen am 22.04.2019.