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Kerl, Bruno: Metallurgische Probirkunst. Leipzig, 1866.

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§ 34. Beispiele.
den Oeffnungen g angebracht und emaillirt sind. h Schiefertafel
zur Notirung der Zeit des Kochens. i Porzellangefäss mit Sal-
petersäure von 1,3 spec. Gewicht. k Porzellangefäss mit destil-
lirtem Wasser. l Nische mit den 3 Porzellantrichtern m, welche
die Aufschriften "Salpeters. Silberoxyd, Salpetersäure und Wasch-
wasser" führen und mit Platinsieben (Taf. VIII. Fig. 168) zur Auf-
nahme der Silberlösung und der Waschwasser von den Gold-
röllchen versehen sind, welche die Kohlenstückchen zurückhalten.
Die Flüssigkeiten gelangen durch die Steinzeugröhren n in die
Flaschen o. p Schale zum Auffangen der aus i und k fliessen-
den Tropfen. q Oeffnungen, in die Esse des Probirofens (Taf. I.
Fig. 12--14) mündend. Man verbraucht für jeden Brenner in
der Stunde etwa 15 Liter Gas zu 1/2 Centimen und das Kochen
jeder Probe dauert im Ganzen 30 Minuten.



III. Abschnitt.
Probirgefässe.

§. 35. Allgemeines. Es unterscheiden sich die ProbirgefässeGefässe
für nasse
und trockne
Proben.

für trockne und nasse Proben. Das Material für erstere,
sowie deren Grösse und Gestalt variiren hauptsächlich nach den
darin vorzunehmenden Reactionen, und zwar kommen haupt-
sächlich zur Verwendung: Gefässe von Thon (Scherben, Tuten,
Tiegel, Röhren, Retorten, Muffeln), Knochenmehl oder Aescher
(Capellen), Kohle (Kokscapellen, Kohlentiegel), Eisen (Tiegel,
Röhren, Retorten), Porzellan (Tiegel, Retorten, Röhren), Glas
(Röhren, Retorten), Kalkerde oder Thonerde.

Für gewichtsanalytische nasse Proben dienen theils
dieselben Gefässe, wie für massanalytische; ausserdem er-
fordern letztere aber noch besondere Gefässe.



1. Kapitel.
Probirgefässe für trockne Proben.
A. Probirgefässe von Thon.

§. 36. Allgemeines. An Probirgefässe aus Thon, dessen we-Erfordernisse
für Thon-
gefässe.

sentliche Bestandtheile Kieselsäure, Thonerde und Wasser sind,
lassen sich unter Umständen nachstehende Erfordernisse stellen:


§ 34. Beispiele.
den Oeffnungen g angebracht und emaillirt sind. h Schiefertafel
zur Notirung der Zeit des Kochens. i Porzellangefäss mit Sal-
petersäure von 1,3 spec. Gewicht. k Porzellangefäss mit destil-
lirtem Wasser. l Nische mit den 3 Porzellantrichtern m, welche
die Aufschriften „Salpeters. Silberoxyd, Salpetersäure und Wasch-
wasser“ führen und mit Platinsieben (Taf. VIII. Fig. 168) zur Auf-
nahme der Silberlösung und der Waschwasser von den Gold-
röllchen versehen sind, welche die Kohlenstückchen zurückhalten.
Die Flüssigkeiten gelangen durch die Steinzeugröhren n in die
Flaschen o. p Schale zum Auffangen der aus i und k fliessen-
den Tropfen. q Oeffnungen, in die Esse des Probirofens (Taf. I.
Fig. 12—14) mündend. Man verbraucht für jeden Brenner in
der Stunde etwa 15 Liter Gas zu ½ Centimen und das Kochen
jeder Probe dauert im Ganzen 30 Minuten.



III. Abschnitt.
Probirgefässe.

§. 35. Allgemeines. Es unterscheiden sich die ProbirgefässeGefässe
für nasse
und trockne
Proben.

für trockne und nasse Proben. Das Material für erstere,
sowie deren Grösse und Gestalt variiren hauptsächlich nach den
darin vorzunehmenden Reactionen, und zwar kommen haupt-
sächlich zur Verwendung: Gefässe von Thon (Scherben, Tuten,
Tiegel, Röhren, Retorten, Muffeln), Knochenmehl oder Aescher
(Capellen), Kohle (Kokscapellen, Kohlentiegel), Eisen (Tiegel,
Röhren, Retorten), Porzellan (Tiegel, Retorten, Röhren), Glas
(Röhren, Retorten), Kalkerde oder Thonerde.

Für gewichtsanalytische nasse Proben dienen theils
dieselben Gefässe, wie für massanalytische; ausserdem er-
fordern letztere aber noch besondere Gefässe.



1. Kapitel.
Probirgefässe für trockne Proben.
A. Probirgefässe von Thon.

§. 36. Allgemeines. An Probirgefässe aus Thon, dessen we-Erfordernisse
für Thon-
gefässe.

sentliche Bestandtheile Kieselsäure, Thonerde und Wasser sind,
lassen sich unter Umständen nachstehende Erfordernisse stellen:


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[75/0113] § 34. Beispiele. den Oeffnungen g angebracht und emaillirt sind. h Schiefertafel zur Notirung der Zeit des Kochens. i Porzellangefäss mit Sal- petersäure von 1,3 spec. Gewicht. k Porzellangefäss mit destil- lirtem Wasser. l Nische mit den 3 Porzellantrichtern m, welche die Aufschriften „Salpeters. Silberoxyd, Salpetersäure und Wasch- wasser“ führen und mit Platinsieben (Taf. VIII. Fig. 168) zur Auf- nahme der Silberlösung und der Waschwasser von den Gold- röllchen versehen sind, welche die Kohlenstückchen zurückhalten. Die Flüssigkeiten gelangen durch die Steinzeugröhren n in die Flaschen o. p Schale zum Auffangen der aus i und k fliessen- den Tropfen. q Oeffnungen, in die Esse des Probirofens (Taf. I. Fig. 12—14) mündend. Man verbraucht für jeden Brenner in der Stunde etwa 15 Liter Gas zu ½ Centimen und das Kochen jeder Probe dauert im Ganzen 30 Minuten. III. Abschnitt. Probirgefässe. §. 35. Allgemeines. Es unterscheiden sich die Probirgefässe für trockne und nasse Proben. Das Material für erstere, sowie deren Grösse und Gestalt variiren hauptsächlich nach den darin vorzunehmenden Reactionen, und zwar kommen haupt- sächlich zur Verwendung: Gefässe von Thon (Scherben, Tuten, Tiegel, Röhren, Retorten, Muffeln), Knochenmehl oder Aescher (Capellen), Kohle (Kokscapellen, Kohlentiegel), Eisen (Tiegel, Röhren, Retorten), Porzellan (Tiegel, Retorten, Röhren), Glas (Röhren, Retorten), Kalkerde oder Thonerde. Gefässe für nasse und trockne Proben. Für gewichtsanalytische nasse Proben dienen theils dieselben Gefässe, wie für massanalytische; ausserdem er- fordern letztere aber noch besondere Gefässe. 1. Kapitel. Probirgefässe für trockne Proben. A. Probirgefässe von Thon. §. 36. Allgemeines. An Probirgefässe aus Thon, dessen we- sentliche Bestandtheile Kieselsäure, Thonerde und Wasser sind, lassen sich unter Umständen nachstehende Erfordernisse stellen: Erfordernisse für Thon- gefässe.

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Zitationshilfe: Kerl, Bruno: Metallurgische Probirkunst. Leipzig, 1866, S. 75. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/kerl_metallurgische_1866/113>, abgerufen am 22.04.2019.