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Klüber, Johann Ludwig: Europäisches Völkerrecht. Bd. 1. Stuttgart, 1821.

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II. Th. I. Tit. Unbedingte Rechte d. europ. Staaten.
Verbote des Holzverkaufs ausser Landes, in Ab-
sicht auf Brenn- und Nutzholz, namentlich zu
dem Schiffbau. Die Wildfolge, die Verfolgung
des angeschossenen Wildes in fremdes Gebiet oder
Jagdrevier, kann nur durch Verträge gerechtfertigt
werden d),

a) Von dem Gebiet der Salzbergwerke von Wieliczka, s. den
wiener Fr. 1809, Art. IV. n. 4.
b) Das Königreich Sachsen hat das BergRegal in der Herr-
schaft Schwarzenberg böhmischen Antheils. v. Römer's kur-
sächs. Staatsr. II. 673. Auch erstreckte sich das kursäch-
sische BergRegal in der Grafschaft Mannsfeld über die kur-
sächsische Landesgrenze hinaus, in den magdeburgischen An-
theil der Grafschaft. v. Römer a. a. O. II. 46. Es ward
an das Königreich Westphalen abgetreten, durch die leip-
ziger Convention v. 19. März 1808. Rhein. Bund, XL. 151.
c) J. C. Bonhöfer diss. de jure venandi per modum servitutis
juris publici in territorio alieno. Alt. 1748.
d) J. A. Nieper diss. de sequela venatoria. Goett. 1789. Reichs-
anzeiger 1794, Num. 76 u. 78. v. Römer a. a. O. II. 758.
Strube's rechtl. Bedenken, Th. II, Bed. 140. Pütter's Lit.
des t. Staatsr. III. §. 1610.
§. 76.
i) Wasser Regal.

Ganz vorzüglich bewährt sich die Unabhän-
gigkeit der Staaten in dem freien, ausschliessen-
den Gebrauch des WasserRegals; nach seinem
ganzen Umfang a), in dem eigenen See- und Fluss-
gebiet (§. 129 f.), so fern nicht durch Vertrag ei-
nem andern Staat ein Recht auf dessen völligen
oder theilweisen Nichtgebrauch b), ausschliessen-
den Gebrauch oder Mitgebrarch c) eingeräumt

ist.

II. Th. I. Tit. Unbedingte Rechte d. europ. Staaten.
Verbote des Holzverkaufs ausser Landes, in Ab-
sicht auf Brenn- und Nutzholz, namentlich zu
dem Schiffbau. Die Wildfolge, die Verfolgung
des angeschossenen Wildes in fremdes Gebiet oder
Jagdrevier, kann nur durch Verträge gerechtfertigt
werden d),

a) Von dem Gebiet der Salzbergwerke von Wieliczka, s. den
wiener Fr. 1809, Art. IV. n. 4.
b) Das Königreich Sachsen hat das BergRegal in der Herr-
schaft Schwarzenberg böhmischen Antheils. v. Römer’s kur-
sächs. Staatsr. II. 673. Auch erstreckte sich das kursäch-
sische BergRegal in der Grafschaft Mannsfeld über die kur-
sächsische Landesgrenze hinaus, in den magdeburgischen An-
theil der Grafschaft. v. Römer a. a. O. II. 46. Es ward
an das Königreich Westphalen abgetreten, durch die leip-
ziger Convention v. 19. März 1808. Rhein. Bund, XL. 151.
c) J. C. Bonhöfer diss. de jure venandi per modum servitutis
juris publici in territorio alieno. Alt. 1748.
d) J. A. Nieper diss. de sequela venatoria. Goett. 1789. Reichs-
anzeiger 1794, Num. 76 u. 78. v. Römer a. a. O. II. 758.
Strube’s rechtl. Bedenken, Th. II, Bed. 140. Pütter’s Lit.
des t. Staatsr. III. §. 1610.
§. 76.
i) Wasser Regal.

Ganz vorzüglich bewährt sich die Unabhän-
gigkeit der Staaten in dem freien, ausschliessen-
den Gebrauch des WasserRegals; nach seinem
ganzen Umfang a), in dem eigenen See- und Fluſs-
gebiet (§. 129 f.), so fern nicht durch Vertrag ei-
nem andern Staat ein Recht auf dessen völligen
oder theilweisen Nichtgebrauch b), ausschliessen-
den Gebrauch oder Mitgebrarch c) eingeräumt

ist.
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[128/0134] II. Th. I. Tit. Unbedingte Rechte d. europ. Staaten. Verbote des Holzverkaufs ausser Landes, in Ab- sicht auf Brenn- und Nutzholz, namentlich zu dem Schiffbau. Die Wildfolge, die Verfolgung des angeschossenen Wildes in fremdes Gebiet oder Jagdrevier, kann nur durch Verträge gerechtfertigt werden d), a⁾ Von dem Gebiet der Salzbergwerke von Wieliczka, s. den wiener Fr. 1809, Art. IV. n. 4. b⁾ Das Königreich Sachsen hat das BergRegal in der Herr- schaft Schwarzenberg böhmischen Antheils. v. Römer’s kur- sächs. Staatsr. II. 673. Auch erstreckte sich das kursäch- sische BergRegal in der Grafschaft Mannsfeld über die kur- sächsische Landesgrenze hinaus, in den magdeburgischen An- theil der Grafschaft. v. Römer a. a. O. II. 46. Es ward an das Königreich Westphalen abgetreten, durch die leip- ziger Convention v. 19. März 1808. Rhein. Bund, XL. 151. c⁾ J. C. Bonhöfer diss. de jure venandi per modum servitutis juris publici in territorio alieno. Alt. 1748. d⁾ J. A. Nieper diss. de sequela venatoria. Goett. 1789. Reichs- anzeiger 1794, Num. 76 u. 78. v. Römer a. a. O. II. 758. Strube’s rechtl. Bedenken, Th. II, Bed. 140. Pütter’s Lit. des t. Staatsr. III. §. 1610. §. 76. i) Wasser Regal. Ganz vorzüglich bewährt sich die Unabhän- gigkeit der Staaten in dem freien, ausschliessen- den Gebrauch des WasserRegals; nach seinem ganzen Umfang a), in dem eigenen See- und Fluſs- gebiet (§. 129 f.), so fern nicht durch Vertrag ei- nem andern Staat ein Recht auf dessen völligen oder theilweisen Nichtgebrauch b), ausschliessen- den Gebrauch oder Mitgebrarch c) eingeräumt ist.

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Zitationshilfe: Klüber, Johann Ludwig: Europäisches Völkerrecht. Bd. 1. Stuttgart, 1821, S. 128. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/klueber_voelkerrecht01_1821/134>, abgerufen am 21.03.2019.