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Klüber, Johann Ludwig: Europäisches Völkerrecht. Bd. 1. Stuttgart, 1821.

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II. Th. I. Tit. Unbedingte Rechte d. europ. Staaten.
b) z. B. Rüge des Fehlers, etwa in einem eigenen Schreiben,
Postscript oder CanzleiNote, Protestation, Verzögerung oder.
Verweigerung der Antwort, Erwiederung des Fehlers, Rück-
sendung des Schreibens, u. d. F. C. Moser von Ahndung
fehlerhafter Schreiben. Frankf. 1750. 8. Ebenders. von Canz-
leifehlern; in s. kleinen Schriften, V. 229. J. J. Moser von
Schreib- u. Druckfehlern; in s. Rechtsmaterien, Th. I, Num. 5.
C. F. v. Moser über das Prädicat "allerhöchst"; in s. histor.
u. jurist. Schriften, Th. I, S. 484.
c) v. Martens Einl. in das europ. VR. §. 174--181.
d) Davon s. Rousset, Beck u. Sneedorf a. a. O. Pütter
a. a. O. I. 37. 50. 53. 54. II. 87. v. Martens a. a. O. §.
174--176. Beispiele, in des Gr. v. Hertzberg's Recueil des
deductions, manifestes, declarations, traites, etc. a Berlin
1788--1795. T. I--III. 8.
e) Von diesen s. man F. C. v. Moser's kl. Schriften, I. 75.
Eine interessante Sammlung ist die StaatsCorrespondenz von
1778, zwischen den Souverainen von Oestreich und Preussen,
in den Oeuvres posthumes de Frederic II. T. III. (a Hamb.
1790. 8.), p. 365--407.
f) Von dem Gebrauch der ProMemoria, s. Moser's Rechts-
materien, VIII. 668 ff.
§. 113.
Sprache der Staaten.

Das Recht der Gleichheit erstreckt sich auch
auf die Sprache, welcher die Staaten in ihren ge-
genseitigen Verhandlungen sich bedienen a). Oh-
ne Zweifel ist jeder Staat berechtigt zu ausschlies-
sendem, activem und passivem Gebrauch der sei-
nigen
, und jeder andern Sprache, nicht nur in
dem mündlichen b), sondern auch in dem schrift-
lichen Verkehr mit andern Staaten. Wollen, in
dem Fall einer Verschiedenheit der Sprachen, die
interessirten Staaten über den gemeinschaftlichen

II. Th. I. Tit. Unbedingte Rechte d. europ. Staaten.
b) z. B. Rüge des Fehlers, etwa in einem eigenen Schreiben,
Postscript oder CanzleiNote, Protestation, Verzögerung oder.
Verweigerung der Antwort, Erwiederung des Fehlers, Rück-
sendung des Schreibens, u. d. F. C. Moser von Ahndung
fehlerhafter Schreiben. Frankf. 1750. 8. Ebenders. von Canz-
leifehlern; in s. kleinen Schriften, V. 229. J. J. Moser von
Schreib- u. Druckfehlern; in s. Rechtsmaterien, Th. I, Num. 5.
C. F. v. Moser über das Prädicat „allerhöchst“; in s. histor.
u. jurist. Schriften, Th. I, S. 484.
c) v. Martens Einl. in das europ. VR. §. 174—181.
d) Davon s. Rousset, Beck u. Sneedorf a. a. O. Pütter
a. a. O. I. 37. 50. 53. 54. II. 87. v. Martens a. a. O. §.
174—176. Beispiele, in des Gr. v. Hertzberg’s Recueil des
déductions, manifestes, déclarations, traités, etc. à Berlin
1788—1795. T. I—III. 8.
e) Von diesen s. man F. C. v. Moser’s kl. Schriften, I. 75.
Eine interessante Sammlung ist die StaatsCorrespondenz von
1778, zwischen den Souverainen von Oestreich und Preussen,
in den Oeuvres posthumes de Frédéric II. T. III. (à Hamb.
1790. 8.), p. 365—407.
f) Von dem Gebrauch der ProMemoria, s. Moser’s Rechts-
materien, VIII. 668 ff.
§. 113.
Sprache der Staaten.

Das Recht der Gleichheit erstreckt sich auch
auf die Sprache, welcher die Staaten in ihren ge-
genseitigen Verhandlungen sich bedienen a). Oh-
ne Zweifel ist jeder Staat berechtigt zu ausschlies-
sendem, activem und passivem Gebrauch der sei-
nigen
, und jeder andern Sprache, nicht nur in
dem mündlichen b), sondern auch in dem schrift-
lichen Verkehr mit andern Staaten. Wollen, in
dem Fall einer Verschiedenheit der Sprachen, die
interessirten Staaten über den gemeinschaftlichen

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[180/0186] II. Th. I. Tit. Unbedingte Rechte d. europ. Staaten. b⁾ z. B. Rüge des Fehlers, etwa in einem eigenen Schreiben, Postscript oder CanzleiNote, Protestation, Verzögerung oder. Verweigerung der Antwort, Erwiederung des Fehlers, Rück- sendung des Schreibens, u. d. F. C. Moser von Ahndung fehlerhafter Schreiben. Frankf. 1750. 8. Ebenders. von Canz- leifehlern; in s. kleinen Schriften, V. 229. J. J. Moser von Schreib- u. Druckfehlern; in s. Rechtsmaterien, Th. I, Num. 5. C. F. v. Moser über das Prädicat „allerhöchst“; in s. histor. u. jurist. Schriften, Th. I, S. 484. c⁾ v. Martens Einl. in das europ. VR. §. 174—181. d⁾ Davon s. Rousset, Beck u. Sneedorf a. a. O. Pütter a. a. O. I. 37. 50. 53. 54. II. 87. v. Martens a. a. O. §. 174—176. Beispiele, in des Gr. v. Hertzberg’s Recueil des déductions, manifestes, déclarations, traités, etc. à Berlin 1788—1795. T. I—III. 8. e⁾ Von diesen s. man F. C. v. Moser’s kl. Schriften, I. 75. Eine interessante Sammlung ist die StaatsCorrespondenz von 1778, zwischen den Souverainen von Oestreich und Preussen, in den Oeuvres posthumes de Frédéric II. T. III. (à Hamb. 1790. 8.), p. 365—407. f⁾ Von dem Gebrauch der ProMemoria, s. Moser’s Rechts- materien, VIII. 668 ff. §. 113. Sprache der Staaten. Das Recht der Gleichheit erstreckt sich auch auf die Sprache, welcher die Staaten in ihren ge- genseitigen Verhandlungen sich bedienen a). Oh- ne Zweifel ist jeder Staat berechtigt zu ausschlies- sendem, activem und passivem Gebrauch der sei- nigen, und jeder andern Sprache, nicht nur in dem mündlichen b), sondern auch in dem schrift- lichen Verkehr mit andern Staaten. Wollen, in dem Fall einer Verschiedenheit der Sprachen, die interessirten Staaten über den gemeinschaftlichen

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Zitationshilfe: Klüber, Johann Ludwig: Europäisches Völkerrecht. Bd. 1. Stuttgart, 1821, S. 180. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/klueber_voelkerrecht01_1821/186>, abgerufen am 26.03.2019.