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Knigge, Adolph von: Ueber den Umgang mit Menschen. Bd. 1. Hannover, 1788.

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1) Ob Anhänglichkeit an Familie und
Vaterland Vorurtheil sey. Etwas über Welt¬
bürger-Geist. 2) Ueber das Betragen der
Eltern gegen ihre Kinder. 3) Der Kinder
gegen ihre Eltern. 4) Ueber den Umgang un¬
ter Verwandten. Etwas von alten Oheimen
und Baasen.

Viertes Capittel. Von dem Umgange
unter Eheleuten.

1) Gute Wahl des Gatten ist das sicher¬
ste Mittel zu künftigem Eheglücke, und das
Gegentheil hat traurige Folgen. 2) Warum
so manche in der Jugend mit sehr wenig Ueber¬
legung geschlossene Ehen dennoch glücklich aus¬
fallen. 3) Ob vollkommene Gleichheit in
Temperamenten und Denkungsart zu einer
glücklichen Ehe nothwendig sey? 4) Vorschrift¬
ten, welche man beobachten soll, um sich ein¬
ander immer neu, angenehm und werth zu
bleiben. 5) Haupt-Regel: Erfülle sorgsam
jede Deiner Pflichten! 6) Wie wir uns zu
verhalten haben, wenn die liebenswürdigen
Eigenschaften fremder Personen zu lebhafte
Eindrücke auf unsre Ehegenossen machen. 7)
Wie man sich selbst gegen solche Eindrücke waf¬
nen solle, besonders gegen die feinern Coketten;
in der Jugend; im reifern Alter. 8) Eheliche
Pflicht schliesst aber nicht alle zärtlichen Em¬
pfindungen für andere Personen aus. 9) Man
soll von einander auch nicht Aufopferung alles
eigenen Geschmacks, aller andern unschuldi¬
gen Neigungen verlangen, sich aber nach und
nach in gleiche Stimmung zu setzen suchen. 10)

Wie

1) Ob Anhaͤnglichkeit an Familie und
Vaterland Vorurtheil ſey. Etwas uͤber Welt¬
buͤrger-Geiſt. 2) Ueber das Betragen der
Eltern gegen ihre Kinder. 3) Der Kinder
gegen ihre Eltern. 4) Ueber den Umgang un¬
ter Verwandten. Etwas von alten Oheimen
und Baaſen.

Viertes Capittel. Von dem Umgange
unter Eheleuten.

1) Gute Wahl des Gatten iſt das ſicher¬
ſte Mittel zu kuͤnftigem Ehegluͤcke, und das
Gegentheil hat traurige Folgen. 2) Warum
ſo manche in der Jugend mit ſehr wenig Ueber¬
legung geſchloſſene Ehen dennoch gluͤcklich aus¬
fallen. 3) Ob vollkommene Gleichheit in
Temperamenten und Denkungsart zu einer
gluͤcklichen Ehe nothwendig ſey? 4) Vorſchrift¬
ten, welche man beobachten ſoll, um ſich ein¬
ander immer neu, angenehm und werth zu
bleiben. 5) Haupt-Regel: Erfuͤlle ſorgſam
jede Deiner Pflichten! 6) Wie wir uns zu
verhalten haben, wenn die liebenswuͤrdigen
Eigenſchaften fremder Perſonen zu lebhafte
Eindruͤcke auf unſre Ehegenoſſen machen. 7)
Wie man ſich ſelbſt gegen ſolche Eindruͤcke waf¬
nen ſolle, beſonders gegen die feinern Coketten;
in der Jugend; im reifern Alter. 8) Eheliche
Pflicht ſchlieſſt aber nicht alle zaͤrtlichen Em¬
pfindungen fuͤr andere Perſonen aus. 9) Man
ſoll von einander auch nicht Aufopferung alles
eigenen Geſchmacks, aller andern unſchuldi¬
gen Neigungen verlangen, ſich aber nach und
nach in gleiche Stimmung zu ſetzen ſuchen. 10)

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[0024] 1) Ob Anhaͤnglichkeit an Familie und Vaterland Vorurtheil ſey. Etwas uͤber Welt¬ buͤrger-Geiſt. 2) Ueber das Betragen der Eltern gegen ihre Kinder. 3) Der Kinder gegen ihre Eltern. 4) Ueber den Umgang un¬ ter Verwandten. Etwas von alten Oheimen und Baaſen. Viertes Capittel. Von dem Umgange unter Eheleuten. 1) Gute Wahl des Gatten iſt das ſicher¬ ſte Mittel zu kuͤnftigem Ehegluͤcke, und das Gegentheil hat traurige Folgen. 2) Warum ſo manche in der Jugend mit ſehr wenig Ueber¬ legung geſchloſſene Ehen dennoch gluͤcklich aus¬ fallen. 3) Ob vollkommene Gleichheit in Temperamenten und Denkungsart zu einer gluͤcklichen Ehe nothwendig ſey? 4) Vorſchrift¬ ten, welche man beobachten ſoll, um ſich ein¬ ander immer neu, angenehm und werth zu bleiben. 5) Haupt-Regel: Erfuͤlle ſorgſam jede Deiner Pflichten! 6) Wie wir uns zu verhalten haben, wenn die liebenswuͤrdigen Eigenſchaften fremder Perſonen zu lebhafte Eindruͤcke auf unſre Ehegenoſſen machen. 7) Wie man ſich ſelbſt gegen ſolche Eindruͤcke waf¬ nen ſolle, beſonders gegen die feinern Coketten; in der Jugend; im reifern Alter. 8) Eheliche Pflicht ſchlieſſt aber nicht alle zaͤrtlichen Em¬ pfindungen fuͤr andere Perſonen aus. 9) Man ſoll von einander auch nicht Aufopferung alles eigenen Geſchmacks, aller andern unſchuldi¬ gen Neigungen verlangen, ſich aber nach und nach in gleiche Stimmung zu ſetzen ſuchen. 10) Wie

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Zitationshilfe: Knigge, Adolph von: Ueber den Umgang mit Menschen. Bd. 1. Hannover, 1788, S. . In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/knigge_umgang01_1788/24>, abgerufen am 22.10.2018.