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Koch, Konrad: Deutsche Kunstausdrücke des Fußballspieles. In: Oskar Streicher (Hg.): Zeitschrift des allgemeinen deutschen Sprachvereins. XVIII. Jahrgang Nr. 6. Berlin, 1903. Sp. 169-172.

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der Partei nach altbraunschweigischer Sitte "Spielkaiser", abgekürzt
"Kaiser", zu nennen, in der Meinung, daß dieses Kraftwort allein
das unangenehme Fremdwort "captain", sprich Käpt'n, zu ver-
drängen imstande ist und den Spielenden nicht mehr auffallend sein
wird, wenn sie schon auf der Schule daran gewöhnt sind. Der
turnerisch gefärbte Ausdruck "Spielwart" wird jedenfalls der
Poesie des Fußballkampfes weniger gerecht.

Besondere Rücksicht ist auf passende Abkürzungen zu nehmen;
man sagt z. B. allgemein abgekürzt "Ecke" statt "Eckstoß", "Schluß"
statt "Schlußspieler" usw. Der wenig geschmackvolle Ausdruck
Hinterspieler, um den wir leider nicht herumkommen können, ist
so abzukürzen, daß z. B. statt "Er spielt als rechter Hinterspieler"
gesagt wird: "Er spielt rechts hinten".

Endlich müssen diejenigen Ausdrücke, die inmitten den Spieles
als Zurufe gebraucht werden sollen, sich insofern dazu eignen,
daß sie sich bequem auch während des eiligen Laufens aussprechen
lassen und durch helle Vokale besser vernehmbar sind. An Stelle
des undeutschen "Zentrens" soll allgemein der Zuruf lauten:
"Mitte!", der verständlich genug den Spieler dazu auffordert, den
Ball nach der Mitte hin zu spielen. Und zweckmäßiger als das
meistgebräuchliche "Passen" mahnt der Ruf "Abgeben!" den, der
selbstsüchtig den Ball zu lange für sich behält, ihn einem Mit-
spieler zuzuspielen; das kurz gehaltene "Abgeben" ertönt schnell,
scharf, das gedehnte "Ab-ge-ben" gibt dem Spieler, der immer
noch zaudert, nachdrücklichen Unwillen kund.

Dem Betriebe des Fußballspieles in Deutschland wird es in
hohem Grade zu gute kommen, wenn jeder Fußball-Verein,
Verband und Bund mit aller Entschiedenheit die englischen Kunst-
Kunstausdrücke von den Spielplätzen verbannt und auch in den Spiel-
berichten überall streng auf richtiges Deutsch hält. Bei der ersten
Einübung des Spieles mit der Schuljugend muß selbstverständlich
gleich der Anfang damit gemacht werden; doch sind die jüngeren
Spieler immer geneigter, dem Vorbilde der Erwachsenen zu folgen,
als der Vorschrift ihrer Lehrer. Darum richtet der Zentral-
ausschuß zur Förderung der Volks- und Jugendspiele
in Deutschland
an alle vaterländisch gesinnten Freunde des
Spieles die dringende Bitte, ihn in seinem Bestreben, das in
den Spielregeln seines Unterausschusses (erschienen bei R. Voigt-
länder, Leipzig) zu Tage tritt, kräftig zu unterstützen und jedes
Fremdwort aus dem Spielbetriebe zu tilgen.
Hoffentlich
gelingt es, für meine Zusammenstellung der Kunstausdrücke über-
all die notwendige Einmütigkeit zu erzielen. So wird unser
Spiel, das schon auf Tausenden von deutschen Spielplätzen
feste Wurzeln geschlagen hat, im vollen Sinne des Worts ein
echt deutsches Spiel werden.

[Beginn Spaltensatz] to allow = bewilligen, zu-
sprechen. appeal = Einspruch
Association Football = Fuß-
ball (einfacher Fußball, ohne Aufnehmen des Balles).
backs = Hinterspieler.
to back up = aufrücken, unter-
stützen.
captain = Spielwart (Spiel-
kaiser).
to caution = verwarnen.
to centre = nach der Mitte stoßen.
centre! = (Zuruf) Mitte!
centre - forward = Mittel-
stürmer.
to charge = anrennen, vor-
laufen.
[Spaltenumbruch] to collar = festhalten.
combination = Zusammenspiel.
corner = Ecke.
corner - kick = Eckball, Eckstoß.
crossbar = Querstange.
dead-ball-line = Spielgrenze.
to disallow the charge = den
Vorlauf verbieten.
drawn = unentschieden.
to dribble = treiben.
to drop = einen Sprungstoß
(Prellstoß) ausführen.
drop-kick = Sprungstoß (Prell-
stoß).
drop-out = Abstoß (im gem-
ischten Spiel).
fair = anständig, ehrlich.
fair-catch = Freifang.
fairly held = festgehalten.
[Spaltenumbruch] forwards = Stürmer.
foul = ungehörig, unehrlich.
free-kick = Freistoß.
fullback = Schlußspieler (im
gemischten Spiele).
goal = Tor, Mal.
goal-keeper = Torwächter.
goal-kick = 1. (im einfachen
Spiel) Abstoß (vom Tore).
2. (im gemischten Spiele)
Torstoß (auf das Tor.)
goal-line = Mallinie (Torlinie).
goal-post = Torpfosten, Mal-
stange.
half-back = Halbspieler, Mark-
mann.
half time = Halbzeit.
halves = Plural von half-back.
hands! = Hand!
to heel out = herauswerfen.
in-goal = im Mal, Malfeld.
to kick = stoßen.
kick-off = Anstoß.
to knock on = vorschlagen.
linesmen = Linienrichter.
mark = Kerbe.
match = Wettspiel.
no side = Schluß.
to obstruct = stören, im Wege
stehen.
off side = abseits.
on side = im Spiel.
out! = aus!
out of play = aus dem Spiele, tot.
Braunschweig. [Spaltenumbruch] to pass = abgeben, zuspielen.
penalty-goal = Straftor.
penalty-kick = Strafstoß.
place-kick = Platzstoß.
punt = Fallstoß.
referee = Schiedsrichter.
Rugby Football = gemischter
Fußball (mit Aufnehmen des
Balles).
rush = Vorstoß.
to rush = einen Vorstoß machen.
score = Spielergebnis.
to score a goal = ein Tor ge-
winnen, zählen.
scrummage = Gedränge (Men-
gen).
shoot = Schuß (Stoß) aufs Tor.
to shoot = schießen.
to tackle = fassen, halten.
team = Mannschaft, Riege.
three-quarter back = Drei-
viertelspieler, Hinterspieler.
to throw forward = vorwerfen.
to throw out = hereinwerfen.
touch = Mark, Seitenlinie.
touch down = Handauf.
to touch down = anhalten
(die Hand auflegen).
touch-in-goal = Malmark.
touch-judges = Linienrichter,
Seitenrichter.
touch-line = Marklinie, Seiten-
grenze.
tripping = Beinstellen.
try = Versuch.
unfair = ungehörig, unfein.
Konrad Koch.

[Ende Spaltensatz]

der Partei nach altbraunschweigischer Sitte »Spielkaiser«, abgekürzt
»Kaiser«, zu nennen, in der Meinung, daß dieses Kraftwort allein
das unangenehme Fremdwort »captain«, sprich Käpt'n, zu ver-
drängen imstande ist und den Spielenden nicht mehr auffallend sein
wird, wenn sie schon auf der Schule daran gewöhnt sind. Der
turnerisch gefärbte Ausdruck »Spielwart« wird jedenfalls der
Poesie des Fußballkampfes weniger gerecht.

Besondere Rücksicht ist auf passende Abkürzungen zu nehmen;
man sagt z. B. allgemein abgekürzt »Ecke« statt »Eckstoß«, »Schluß«
statt »Schlußspieler« usw. Der wenig geschmackvolle Ausdruck
Hinterspieler, um den wir leider nicht herumkommen können, ist
so abzukürzen, daß z. B. statt »Er spielt als rechter Hinterspieler«
gesagt wird: »Er spielt rechts hinten«.

Endlich müssen diejenigen Ausdrücke, die inmitten den Spieles
als Zurufe gebraucht werden sollen, sich insofern dazu eignen,
daß sie sich bequem auch während des eiligen Laufens aussprechen
lassen und durch helle Vokale besser vernehmbar sind. An Stelle
des undeutschen »Zentrens« soll allgemein der Zuruf lauten:
»Mitte!«, der verständlich genug den Spieler dazu auffordert, den
Ball nach der Mitte hin zu spielen. Und zweckmäßiger als das
meistgebräuchliche »Passen« mahnt der Ruf »Abgeben!« den, der
selbstsüchtig den Ball zu lange für sich behält, ihn einem Mit-
spieler zuzuspielen; das kurz gehaltene »Ábgeben« ertönt schnell,
scharf, das gedehnte »Áb-gé-bén« gibt dem Spieler, der immer
noch zaudert, nachdrücklichen Unwillen kund.

Dem Betriebe des Fußballspieles in Deutschland wird es in
hohem Grade zu gute kommen, wenn jeder Fußball-Verein,
Verband und Bund mit aller Entschiedenheit die englischen Kunst-
Kunstausdrücke von den Spielplätzen verbannt und auch in den Spiel-
berichten überall streng auf richtiges Deutsch hält. Bei der ersten
Einübung des Spieles mit der Schuljugend muß selbstverständlich
gleich der Anfang damit gemacht werden; doch sind die jüngeren
Spieler immer geneigter, dem Vorbilde der Erwachsenen zu folgen,
als der Vorschrift ihrer Lehrer. Darum richtet der Zentral-
ausschuß zur Förderung der Volks- und Jugendspiele
in Deutschland
an alle vaterländisch gesinnten Freunde des
Spieles die dringende Bitte, ihn in seinem Bestreben, das in
den Spielregeln seines Unterausschusses (erschienen bei R. Voigt-
länder, Leipzig) zu Tage tritt, kräftig zu unterstützen und jedes
Fremdwort aus dem Spielbetriebe zu tilgen.
Hoffentlich
gelingt es, für meine Zusammenstellung der Kunstausdrücke über-
all die notwendige Einmütigkeit zu erzielen. So wird unser
Spiel, das schon auf Tausenden von deutschen Spielplätzen
feste Wurzeln geschlagen hat, im vollen Sinne des Worts ein
echt deutsches Spiel werden.

[Beginn Spaltensatz] to allow = bewilligen, zu-
sprechen. appeal = Einspruch
Association Football = Fuß-
ball (einfacher Fußball, ohne Aufnehmen des Balles).
backs = Hinterspieler.
to back up = aufrücken, unter-
stützen.
captain = Spielwart (Spiel-
kaiser).
to caution = verwarnen.
to centre = nach der Mitte stoßen.
centre! = (Zuruf) Mitte!
centre - forward = Mittel-
stürmer.
to charge = anrennen, vor-
laufen.
[Spaltenumbruch] to collar = festhalten.
combination = Zusammenspiel.
corner = Ecke.
corner - kick = Eckball, Eckstoß.
crossbar = Querstange.
dead-ball-line = Spielgrenze.
to disallow the charge = den
Vorlauf verbieten.
drawn = unentschieden.
to dribble = treiben.
to drop = einen Sprungstoß
(Prellstoß) ausführen.
drop-kick = Sprungstoß (Prell-
stoß).
drop-out = Abstoß (im gem-
ischten Spiel).
fair = anständig, ehrlich.
fair-catch = Freifang.
fairly held = festgehalten.
[Spaltenumbruch] forwards = Stürmer.
foul = ungehörig, unehrlich.
free-kick = Freistoß.
fullback = Schlußspieler (im
gemischten Spiele).
goal = Tor, Mal.
goal-keeper = Torwächter.
goal-kick = 1. (im einfachen
Spiel) Abstoß (vom Tore).
2. (im gemischten Spiele)
Torstoß (auf das Tor.)
goal-line = Mallinie (Torlinie).
goal-post = Torpfosten, Mal-
stange.
half-back = Halbspieler, Mark-
mann.
half time = Halbzeit.
halves = Plural von half-back.
hands! = Hand!
to heel out = herauswerfen.
in-goal = im Mal, Malfeld.
to kick = stoßen.
kick-off = Anstoß.
to knock on = vorschlagen.
linesmen = Linienrichter.
mark = Kerbe.
match = Wettspiel.
no side = Schluß.
to obstruct = stören, im Wege
stehen.
off side = abseits.
on side = im Spiel.
out! = aus!
out of play = aus dem Spiele, tot.
Braunschweig. [Spaltenumbruch] to pass = abgeben, zuspielen.
penalty-goal = Straftor.
penalty-kick = Strafstoß.
place-kick = Platzstoß.
punt = Fallstoß.
referee = Schiedsrichter.
Rugby Football = gemischter
Fußball (mit Aufnehmen des
Balles).
rush = Vorstoß.
to rush = einen Vorstoß machen.
score = Spielergebnis.
to score a goal = ein Tor ge-
winnen, zählen.
scrummage = Gedränge (Men-
gen).
shoot = Schuß (Stoß) aufs Tor.
to shoot = schießen.
to tackle = fassen, halten.
team = Mannschaft, Riege.
three-quarter back = Drei-
viertelspieler, Hinterspieler.
to throw forward = vorwerfen.
to throw out = hereinwerfen.
touch = Mark, Seitenlinie.
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to touch down = anhalten
(die Hand auflegen).
touch-in-goal = Malmark.
touch-judges = Linienrichter,
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Dem Betriebe des Fußballspieles in Deutschland wird es in hohem Grade zu gute kommen, wenn jeder Fußball-Verein, Verband und Bund mit aller Entschiedenheit die englischen Kunst- Kunstausdrücke von den Spielplätzen verbannt und auch in den Spiel- berichten überall streng auf richtiges Deutsch hält. Bei der ersten Einübung des Spieles mit der Schuljugend muß selbstverständlich gleich der Anfang damit gemacht werden; doch sind die jüngeren Spieler immer geneigter, dem Vorbilde der Erwachsenen zu folgen, als der Vorschrift ihrer Lehrer. Darum richtet der Zentral- ausschuß zur Förderung der Volks- und Jugendspiele in Deutschland an alle vaterländisch gesinnten Freunde des Spieles die dringende Bitte, ihn in seinem Bestreben, das in den Spielregeln seines Unterausschusses (erschienen bei R. Voigt- länder, Leipzig) zu Tage tritt, kräftig zu unterstützen und jedes Fremdwort aus dem Spielbetriebe zu tilgen. Hoffentlich gelingt es, für meine Zusammenstellung der Kunstausdrücke über- all die notwendige Einmütigkeit zu erzielen. So wird unser Spiel, das schon auf Tausenden von deutschen Spielplätzen feste Wurzeln geschlagen hat, im vollen Sinne des Worts ein echt deutsches Spiel werden. to allow = bewilligen, zu- sprechen. appeal = Einspruch Association Football = Fuß- ball (einfacher Fußball, ohne Aufnehmen des Balles). backs = Hinterspieler. to back up = aufrücken, unter- stützen. captain = Spielwart (Spiel- kaiser). to caution = verwarnen. to centre = nach der Mitte stoßen. centre! = (Zuruf) Mitte! centre - forward = Mittel- stürmer. to charge = anrennen, vor- laufen. to collar = festhalten. combination = Zusammenspiel. corner = Ecke. corner - kick = Eckball, Eckstoß. crossbar = Querstange. dead-ball-line = Spielgrenze. to disallow the charge = den Vorlauf verbieten. drawn = unentschieden. to dribble = treiben. to drop = einen Sprungstoß (Prellstoß) ausführen. drop-kick = Sprungstoß (Prell- stoß). drop-out = Abstoß (im gem- ischten Spiel). fair = anständig, ehrlich. fair-catch = Freifang. fairly held = festgehalten. forwards = Stürmer. foul = ungehörig, unehrlich. free-kick = Freistoß. fullback = Schlußspieler (im gemischten Spiele). goal = Tor, Mal. goal-keeper = Torwächter. goal-kick = 1. (im einfachen Spiel) Abstoß (vom Tore). 2. (im gemischten Spiele) Torstoß (auf das Tor.) goal-line = Mallinie (Torlinie). goal-post = Torpfosten, Mal- stange. half-back = Halbspieler, Mark- mann. half time = Halbzeit. halves = Plural von half-back. hands! = Hand! to heel out = herauswerfen. in-goal = im Mal, Malfeld. to kick = stoßen. kick-off = Anstoß. to knock on = vorschlagen. linesmen = Linienrichter. mark = Kerbe. match = Wettspiel. no side = Schluß. to obstruct = stören, im Wege stehen. off side = abseits. on side = im Spiel. out! = aus! out of play = aus dem Spiele, tot. Braunschweig. to pass = abgeben, zuspielen. penalty-goal = Straftor. penalty-kick = Strafstoß. place-kick = Platzstoß. punt = Fallstoß. referee = Schiedsrichter. Rugby Football = gemischter Fußball (mit Aufnehmen des Balles). rush = Vorstoß. to rush = einen Vorstoß machen. score = Spielergebnis. to score a goal = ein Tor ge- winnen, zählen. scrummage = Gedränge (Men- gen). shoot = Schuß (Stoß) aufs Tor. to shoot = schießen. to tackle = fassen, halten. team = Mannschaft, Riege. three-quarter back = Drei- viertelspieler, Hinterspieler. to throw forward = vorwerfen. to throw out = hereinwerfen. touch = Mark, Seitenlinie. touch down = Handauf. to touch down = anhalten (die Hand auflegen). touch-in-goal = Malmark. touch-judges = Linienrichter, Seitenrichter. touch-line = Marklinie, Seiten- grenze. tripping = Beinstellen. try = Versuch. unfair = ungehörig, unfein. Konrad Koch.

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Jurgita Baranauskaite, Thomas Gloning, Heike Müller, Justus-Liebig-Universität: Erstellung der Transkription nach DTA-Richtlinien, Konvertierung nach DTA-Basisformat (2013-05-14T11:00:00Z)
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Zitationshilfe: Koch, Konrad: Deutsche Kunstausdrücke des Fußballspieles. In: Oskar Streicher (Hg.): Zeitschrift des allgemeinen deutschen Sprachvereins. XVIII. Jahrgang Nr. 6. Berlin, 1903. Sp. 169-172, S. 172. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/koch_kunstausdruecke_1903/3>, abgerufen am 04.06.2020.