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[La Roche, Sophie von]: Geschichte des Fräuleins von Sternheim. Bd. 1. Hrsg. v. Christoph Martin Wieland. Leipzig, 1771.

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Geschichte
des

Fräuleins von Sternheim.


Sie sollen mir nicht danken, meine
Freundinn, daß ich so viel für
Sie abschreibe. Sie wissen, daß ich
das Glück hatte, mit der vortrefflichen
Dame erzogen zu werden, aus deren Le-
bensbeschreibung ich Jhnen Auszüge und
Abschriften von den Briefen mittheile,
welche Mylord Seymour von seinen en-
glischen Freunden und meiner Emilia sam-
melte. Glauben Sie, es ist ein Vergnü-
gen für mein Herz, wenn ich mich mit
etwas beschäfftigen kann, wodurch das

gehei-
A


Geſchichte
des

Fraͤuleins von Sternheim.


Sie ſollen mir nicht danken, meine
Freundinn, daß ich ſo viel fuͤr
Sie abſchreibe. Sie wiſſen, daß ich
das Gluͤck hatte, mit der vortrefflichen
Dame erzogen zu werden, aus deren Le-
bensbeſchreibung ich Jhnen Auszuͤge und
Abſchriften von den Briefen mittheile,
welche Mylord Seymour von ſeinen en-
gliſchen Freunden und meiner Emilia ſam-
melte. Glauben Sie, es iſt ein Vergnuͤ-
gen fuͤr mein Herz, wenn ich mich mit
etwas beſchaͤfftigen kann, wodurch das

gehei-
A
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[[1]/0027] Geſchichte des Fraͤuleins von Sternheim. Sie ſollen mir nicht danken, meine Freundinn, daß ich ſo viel fuͤr Sie abſchreibe. Sie wiſſen, daß ich das Gluͤck hatte, mit der vortrefflichen Dame erzogen zu werden, aus deren Le- bensbeſchreibung ich Jhnen Auszuͤge und Abſchriften von den Briefen mittheile, welche Mylord Seymour von ſeinen en- gliſchen Freunden und meiner Emilia ſam- melte. Glauben Sie, es iſt ein Vergnuͤ- gen fuͤr mein Herz, wenn ich mich mit etwas beſchaͤfftigen kann, wodurch das gehei- A

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Zitationshilfe: [La Roche, Sophie von]: Geschichte des Fräuleins von Sternheim. Bd. 1. Hrsg. v. Christoph Martin Wieland. Leipzig, 1771, S. [1]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/laroche_geschichte01_1771/27>, abgerufen am 13.08.2020.