Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Laukhard, Friedrich Christian: F. C. Laukhards Leben und Schicksale. Bd. 3. Leipzig, 1796.

Bild:
<< vorherige Seite

B. Freilich: aber Laukhard hätte von dem Ge-
neralwindsack noch mehr sagen sollen: der Kerl hätt'
es verdient. Es ist doch ein Generalwindbeutel
und des heiligen römischen Reichs Obermährchen-
träger. -- Die Herren gingen weiter, und un-
terhielten sich wahrscheinlich noch von den Wind-
beuteleien des Magisters Weitmaul.

Wenn meine Leser sich aus dem ersten Theile
dieses Werkchens noch erinnern, daß Wagner,
Pfarrer zu Udenheim, ohnweit Maynz, sonst Ma-
gister Weitmaul im ganzen Lande zubenahmt,
mein Hauptantagonist ehedem war, so können sie
leicht denken, daß dieser kurze Dialog mich nicht
wenig ergözt habe. -- In der Pfalz hat von mei-
ner ganzen Geschichte nichts mehr gefallen, als
das, was sich von und über Magister Weitmaul
darin befindet. So war er: und so sind einmal
die -- Pfälzer! --



B. Freilich: aber Laukhard haͤtte von dem Ge-
neralwindſack noch mehr ſagen ſollen: der Kerl haͤtt'
es verdient. Es iſt doch ein Generalwindbeutel
und des heiligen roͤmiſchen Reichs Obermaͤhrchen-
traͤger. — Die Herren gingen weiter, und un-
terhielten ſich wahrſcheinlich noch von den Wind-
beuteleien des Magiſters Weitmaul.

Wenn meine Leſer ſich aus dem erſten Theile
dieſes Werkchens noch erinnern, daß Wagner,
Pfarrer zu Udenheim, ohnweit Maynz, ſonſt Ma-
giſter Weitmaul im ganzen Lande zubenahmt,
mein Hauptantagoniſt ehedem war, ſo koͤnnen ſie
leicht denken, daß dieſer kurze Dialog mich nicht
wenig ergoͤzt habe. — In der Pfalz hat von mei-
ner ganzen Geſchichte nichts mehr gefallen, als
das, was ſich von und uͤber Magiſter Weitmaul
darin befindet. So war er: und ſo ſind einmal
die — Pfaͤlzer! —



<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <pb facs="#f0348" n="336"/>
        <p>B. Freilich: aber Laukhard ha&#x0364;tte von dem Ge-<lb/>
neralwind&#x017F;ack noch mehr &#x017F;agen &#x017F;ollen: der Kerl ha&#x0364;tt'<lb/>
es verdient. Es i&#x017F;t doch ein Generalwindbeutel<lb/>
und des heiligen ro&#x0364;mi&#x017F;chen Reichs Oberma&#x0364;hrchen-<lb/>
tra&#x0364;ger. &#x2014; Die Herren gingen weiter, und un-<lb/>
terhielten &#x017F;ich wahr&#x017F;cheinlich noch von den Wind-<lb/>
beuteleien des Magi&#x017F;ters Weitmaul.</p><lb/>
        <p>Wenn meine Le&#x017F;er &#x017F;ich aus dem er&#x017F;ten Theile<lb/>
die&#x017F;es Werkchens noch erinnern, daß <hi rendition="#g">Wagner</hi>,<lb/>
Pfarrer zu Udenheim, ohnweit Maynz, &#x017F;on&#x017F;t Ma-<lb/>
gi&#x017F;ter Weitmaul im ganzen Lande zubenahmt,<lb/>
mein Hauptantagoni&#x017F;t ehedem war, &#x017F;o ko&#x0364;nnen &#x017F;ie<lb/>
leicht denken, daß die&#x017F;er kurze Dialog mich nicht<lb/>
wenig ergo&#x0364;zt habe. &#x2014; In der Pfalz hat von mei-<lb/>
ner ganzen Ge&#x017F;chichte nichts mehr gefallen, als<lb/>
das, was &#x017F;ich von und u&#x0364;ber Magi&#x017F;ter Weitmaul<lb/>
darin befindet. So war er: und &#x017F;o &#x017F;ind einmal<lb/>
die &#x2014; Pfa&#x0364;lzer! &#x2014;</p>
      </div><lb/>
      <milestone rendition="#hr" unit="section"/>
    </body>
  </text>
</TEI>
[336/0348] B. Freilich: aber Laukhard haͤtte von dem Ge- neralwindſack noch mehr ſagen ſollen: der Kerl haͤtt' es verdient. Es iſt doch ein Generalwindbeutel und des heiligen roͤmiſchen Reichs Obermaͤhrchen- traͤger. — Die Herren gingen weiter, und un- terhielten ſich wahrſcheinlich noch von den Wind- beuteleien des Magiſters Weitmaul. Wenn meine Leſer ſich aus dem erſten Theile dieſes Werkchens noch erinnern, daß Wagner, Pfarrer zu Udenheim, ohnweit Maynz, ſonſt Ma- giſter Weitmaul im ganzen Lande zubenahmt, mein Hauptantagoniſt ehedem war, ſo koͤnnen ſie leicht denken, daß dieſer kurze Dialog mich nicht wenig ergoͤzt habe. — In der Pfalz hat von mei- ner ganzen Geſchichte nichts mehr gefallen, als das, was ſich von und uͤber Magiſter Weitmaul darin befindet. So war er: und ſo ſind einmal die — Pfaͤlzer! —

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/laukhard_leben03_1796
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/laukhard_leben03_1796/348
Zitationshilfe: Laukhard, Friedrich Christian: F. C. Laukhards Leben und Schicksale. Bd. 3. Leipzig, 1796, S. 336. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/laukhard_leben03_1796/348>, abgerufen am 26.06.2019.