Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Laukhard, Friedrich Christian: F. C. Laukhards Leben und Schicksale. Bd. 3. Leipzig, 1796.

Bild:
<< vorherige Seite

Genugthuung für alle ausgestandene Mißhandlun-
gen und Ungerechtigkeiten werden erhalten haben.

Feste Petersberg bei Erfurt,
den 18ten Jul, 1794.

Lever.
Metternich.
Rompel.

An
Hn. Coadjutor, Freyherrn von Dahlberg
in Erfurt.

Wenn wir Unterschriebene uns die Freyheit neh-
men, Ew. -- die anliegende, der hiesigen Regie-
rung übergebene Denk- und Beschwerde-Schrift zu
überreichen: so haben wir dabey den einzigen Zweck,
die Sache zu Dero hohem Wissen gelangen zu
lassen.

Wenn die französ. Republik ihre Existenz be-
hauptet: so ist nichts gewisser, als daß unsere in
Teutschland erlittene Mißhandlungen einst zur
Sprache und zur endlichen Genugthuung kommen
werden: und in dieser Rücksicht schein: es allerdings
nöthig, daß unsere Lage auch den respektiven hohen
Stellen dahier fördersamst bekannt werde. Wir
sind weit entfernt, Hoch-Ihnen mit irgend einer
Bitte beschwerlich zu fallen. Was auch Hochden-
selben Menschen- und Gerechtigkeits-Liebe in der

Genugthuung fuͤr alle ausgeſtandene Mißhandlun-
gen und Ungerechtigkeiten werden erhalten haben.

Feſte Petersberg bei Erfurt,
den 18ten Jul, 1794.

Lever.
Metternich.
Rompel.

An
Hn. Coadjutor, Freyherrn von Dahlberg
in Erfurt.

Wenn wir Unterſchriebene uns die Freyheit neh-
men, Ew. — die anliegende, der hieſigen Regie-
rung uͤbergebene Denk- und Beſchwerde-Schrift zu
uͤberreichen: ſo haben wir dabey den einzigen Zweck,
die Sache zu Dero hohem Wiſſen gelangen zu
laſſen.

Wenn die franzoͤſ. Republik ihre Exiſtenz be-
hauptet: ſo iſt nichts gewiſſer, als daß unſere in
Teutſchland erlittene Mißhandlungen einſt zur
Sprache und zur endlichen Genugthuung kommen
werden: und in dieſer Ruͤckſicht ſchein: es allerdings
noͤthig, daß unſere Lage auch den reſpektiven hohen
Stellen dahier foͤrderſamſt bekannt werde. Wir
ſind weit entfernt, Hoch-Ihnen mit irgend einer
Bitte beſchwerlich zu fallen. Was auch Hochden-
ſelben Menſchen- und Gerechtigkeits-Liebe in der

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <p><pb facs="#f0425" n="413"/>
Genugthuung fu&#x0364;r alle ausge&#x017F;tandene Mißhandlun-<lb/>
gen und Ungerechtigkeiten werden erhalten haben.</p><lb/>
          <p>Fe&#x017F;te Petersberg bei Erfurt,<lb/>
den 18ten Jul, 1794.</p><lb/>
          <p> <hi rendition="#et"><hi rendition="#g">Lever</hi>.<lb/><hi rendition="#g">Metternich</hi>.<lb/><hi rendition="#g">Rompel</hi>.</hi> </p>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <head>An<lb/>
Hn. Coadjutor, Freyherrn von Dahlberg<lb/>
in Erfurt.</head><lb/>
          <p>Wenn wir Unter&#x017F;chriebene uns die Freyheit neh-<lb/>
men, Ew. &#x2014; die anliegende, der hie&#x017F;igen Regie-<lb/>
rung u&#x0364;bergebene Denk- und Be&#x017F;chwerde-Schrift zu<lb/>
u&#x0364;berreichen: &#x017F;o haben wir dabey den einzigen Zweck,<lb/>
die Sache zu Dero hohem Wi&#x017F;&#x017F;en gelangen zu<lb/>
la&#x017F;&#x017F;en.</p><lb/>
          <p>Wenn die franzo&#x0364;&#x017F;. Republik ihre Exi&#x017F;tenz be-<lb/>
hauptet: &#x017F;o i&#x017F;t nichts gewi&#x017F;&#x017F;er, als daß un&#x017F;ere in<lb/>
Teut&#x017F;chland erlittene Mißhandlungen ein&#x017F;t zur<lb/>
Sprache und zur endlichen Genugthuung kommen<lb/>
werden: und in die&#x017F;er Ru&#x0364;ck&#x017F;icht &#x017F;chein: es allerdings<lb/>
no&#x0364;thig, daß un&#x017F;ere Lage auch den re&#x017F;pektiven hohen<lb/>
Stellen dahier fo&#x0364;rder&#x017F;am&#x017F;t bekannt werde. Wir<lb/>
&#x017F;ind weit entfernt, Hoch-Ihnen mit irgend einer<lb/>
Bitte be&#x017F;chwerlich zu fallen. Was auch Hochden-<lb/>
&#x017F;elben Men&#x017F;chen- und Gerechtigkeits-Liebe in der<lb/></p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[413/0425] Genugthuung fuͤr alle ausgeſtandene Mißhandlun- gen und Ungerechtigkeiten werden erhalten haben. Feſte Petersberg bei Erfurt, den 18ten Jul, 1794. Lever. Metternich. Rompel. An Hn. Coadjutor, Freyherrn von Dahlberg in Erfurt. Wenn wir Unterſchriebene uns die Freyheit neh- men, Ew. — die anliegende, der hieſigen Regie- rung uͤbergebene Denk- und Beſchwerde-Schrift zu uͤberreichen: ſo haben wir dabey den einzigen Zweck, die Sache zu Dero hohem Wiſſen gelangen zu laſſen. Wenn die franzoͤſ. Republik ihre Exiſtenz be- hauptet: ſo iſt nichts gewiſſer, als daß unſere in Teutſchland erlittene Mißhandlungen einſt zur Sprache und zur endlichen Genugthuung kommen werden: und in dieſer Ruͤckſicht ſchein: es allerdings noͤthig, daß unſere Lage auch den reſpektiven hohen Stellen dahier foͤrderſamſt bekannt werde. Wir ſind weit entfernt, Hoch-Ihnen mit irgend einer Bitte beſchwerlich zu fallen. Was auch Hochden- ſelben Menſchen- und Gerechtigkeits-Liebe in der

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/laukhard_leben03_1796
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/laukhard_leben03_1796/425
Zitationshilfe: Laukhard, Friedrich Christian: F. C. Laukhards Leben und Schicksale. Bd. 3. Leipzig, 1796, S. 413. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/laukhard_leben03_1796/425>, abgerufen am 26.05.2019.