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Lenau, Nikolaus: Gedichte. Stuttgart, 1832.

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Nach Süden.

Dort nach Süden zieht der Regen,
Winde brausen südenwärts,
Nach des Donners fernen Schlägen,
Dort nach Süden will mein Herz.
Dort im fernen Ungerlande
Freundlich schmuck ein Dörfchen steht,
Rings umrauscht von Waldesrande,
Mild von Segen rings umweht.
An des Dörfchens stillem Saume
Ist ein Hüttlein hingestellt,
Das in seinem engen Raume
Wahret meine Herzenswelt.
Bäume halten es umschlungen
Mit den Zweigen inniglich,
Bäume, die dem Wald entsprungen,
Sehnend nach dem Hüttlein sich.
Nach Süden.

Dort nach Suͤden zieht der Regen,
Winde brauſen ſuͤdenwaͤrts,
Nach des Donners fernen Schlaͤgen,
Dort nach Suͤden will mein Herz.
Dort im fernen Ungerlande
Freundlich ſchmuck ein Doͤrfchen ſteht,
Rings umrauſcht von Waldesrande,
Mild von Segen rings umweht.
An des Doͤrfchens ſtillem Saume
Iſt ein Huͤttlein hingeſtellt,
Das in ſeinem engen Raume
Wahret meine Herzenswelt.
Baͤume halten es umſchlungen
Mit den Zweigen inniglich,
Baͤume, die dem Wald entſprungen,
Sehnend nach dem Huͤttlein ſich.
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[44/0058] Nach Süden. Dort nach Suͤden zieht der Regen, Winde brauſen ſuͤdenwaͤrts, Nach des Donners fernen Schlaͤgen, Dort nach Suͤden will mein Herz. Dort im fernen Ungerlande Freundlich ſchmuck ein Doͤrfchen ſteht, Rings umrauſcht von Waldesrande, Mild von Segen rings umweht. An des Doͤrfchens ſtillem Saume Iſt ein Huͤttlein hingeſtellt, Das in ſeinem engen Raume Wahret meine Herzenswelt. Baͤume halten es umſchlungen Mit den Zweigen inniglich, Baͤume, die dem Wald entſprungen, Sehnend nach dem Huͤttlein ſich.

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Zitationshilfe: Lenau, Nikolaus: Gedichte. Stuttgart, 1832. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/lenau_gedichte_1832/58>, S. 44, abgerufen am 17.08.2017.