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[Lettus, Henricus]: Der Liefländischen Chronik Andrer Theil. Halle (Saale), 1753.

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der Ordens- und andrer geistlichen Personen.
Mo-
dulus.

6.

Sigillum Commendatoris de Windau. Ein Eichenzweig, zwischen zwey rückwerts gesetzten
Vögeln, die sich nach einander umsehen. 1347.

Das Siegel der Comture von Mitau war ausgefallen.

O

Sigillum Ducatus Livoniae. Ein silberner Grelf mit dem Schwerdt im rothen Felde, auf
dessen Brust der gekrönte güldene Namenszug des gesalbten Oberhaupts zu sehen ist.
Sigismund August ertheilte dem Lande dieses Wapen in dem Privilegio von 26sten
Septemb. 1566. Aus dem Kajolawitz ist erweislich, daß die Liefländer den Greif
aus Gefälligkeit gegen den ersten pohlnischen Generaladministrator und Freiherrn Joh.
Chotkiewitz,
der ihn auch führte, ins Wapen genommen. Der Herr Landrath von
Ceumern hat das Wapen von Liefland vor seinem Theatridio, mit diesem Disticho:

In campo erigitur rubro Gryps ensifer albus;

Cor Regis titulos et diadema gerit.

Jm Siegeln ist das Wapen mit einer Krone gedeckt. Jn der liefländischen Fahne
aber ists dem rußischen Reichsadler auf die Brust gesetzt.

2.

Sigillum Ludovici Marchionis Brandenburg. Ein Adler im deutschen Schilde, so mit
Laubwerk gezieret ist. Es findet sich dasselbe unter den Verkaufbriefen von Estland.

O

S. Walther von Cronenberg Administrator des Hochmeisteramts und Maister Teut-
sches Ordens in Teutschen und Welschen Landen.
Ein sehr grosses Siegel,
dessen Umschrift in der Runde 2 Zeilen einnimt. Ein Schild mit zierlicher Einfassung,
welches durch das Ordenskreuz in 4 Felder getheilet wird, darin das deutsche Ordens-
wapen mit dem Geschlechtswapen abwechselt. Das Mittelschild hat den Adler.

Sigille der Ordensvögte.
3.

Sigillum Aduocati de Oberpahlen. Ein Lilienkreuz. 1347.

3.

Sigillum Aduocati de Karkus. Eine besaamte Rose. 1347.

3.

Sigillum Aduocati de Wesenberg. Ein Ordensbruder im Harnisch, der in der Rechten eine
Fahne, und in der Linken das deutsche Ordensschild hält.

3.

Sigillum Aduocati de Ierwen. Die Mandelruthe Aarons. 1438. Ein älteres von 1364
gleicht einer Lilienstaude.

6.

Sigillum Aduocati de Sackala. Ein Kreuz im deutschen Schilde. 1347.

Sigillum Aduocati de Sünneburg. Ein ganz kleines Siegel. Zwey ins Andreaskreuz gesetzte
Schwerdter, mit zur Erde gesenkten Spitzen. 1438.

2 und
3.

Sigillum Aduocati de Kokenhusen. Ein Prälatenstab und Schwerdt im Andreaskreuz.
1417.

Die Siegel der Vögte von Ermis und Rositen waren ausgefallen.

2.

Sigillum fratrum militiae Christi in Livonia. Zwey Heilige, die aber ganz verblichen.
1256.

Sigillum Capitanei Peregrinorum. Ganz klein und rund. Ein blosses Kreuz. 1298.

2.

Sigillum Hospitalis S. Mariae. Das Marienbild in gelbem Wachs. Auf der andern Sei-
te der Heiland, der Petro die Füsse wäschet: Domus Teutonicorum fratrum. 1451.

Siegel der Erz- und Bischöfe des alten Lieflandes.

Die päpstlichen Bullen haben alle die 2 bleiernen Siegel von der Grösse 3. Sie zeigen 2
Gesichter mit der Aufschrift S. P A. S. P E. und auf der andern Seite den Namen
des Papsts.

1.

S. Alberti D. G. Livoniensis Episcopi. Ein Bischof im Pontificalhabit, hinter welchem ei-
nige Spitzen wie Stralen hervorragen. 1224.

5.

S. Alberti Archiep. Bapt. O. gentes e. abluentes. Ein in der Höhe eines prächtigen Altars
sitzender Erzbischof, an dessen rechtem Fus in einer Kapelle ein andrer Bischof stehet, mit
der Unterschrift Pruss. Am linken Fus ist ebenfals ein Bischof mit der Unterschrift Livon.
unten aber eine Menge Täuflinge, mit der Unterschrift Estonie. 1255.

3.

Sigill. Ioh. Dei Gr. Sanctae Rigensis Eccles. Archi-Episcop. Ein sitzender Bischof mit dem
Stabe, mit der rechten Hand segnend. Rev. Secretum Iohannis Archiep. Rig. Die
Krönung der Jungfr. Mariä, unter ihr ein Bischof, welcher sie mit gebognen Knien
anbetet. Aus einen Transsumt beschrieben 1277. So steht auch des damaligen ösel-
schen
Bischof Hermanns Secret bezeichnet.

3.

Secret. Henningi Archiep. Rig. Ein im Chor betender Bischof mit gebogenen Knien. Un-
ter ihm zwey zusammen gesetzte Schilde, in deren einem der Patriarchenstab und Bi-
schofsstab quer über einander liegen, in dem andern aber die Lilie als das Kapitelswapen
zu sehen ist. 1426.

Sigill.
H h h h 2
der Ordens- und andrer geiſtlichen Perſonen.
Mo-
dulus.

6.

Sigillum Commendatoris de Windau. Ein Eichenzweig, zwiſchen zwey ruͤckwerts geſetzten
Voͤgeln, die ſich nach einander umſehen. 1347.

Das Siegel der Comture von Mitau war ausgefallen.

O

Sigillum Ducatus Livoniae. Ein ſilberner Grelf mit dem Schwerdt im rothen Felde, auf
deſſen Bruſt der gekroͤnte guͤldene Namenszug des geſalbten Oberhaupts zu ſehen iſt.
Sigismund Auguſt ertheilte dem Lande dieſes Wapen in dem Privilegio von 26ſten
Septemb. 1566. Aus dem Kajolawitz iſt erweislich, daß die Lieflaͤnder den Greif
aus Gefaͤlligkeit gegen den erſten pohlniſchen Generaladminiſtrator und Freiherrn Joh.
Chotkiewitz,
der ihn auch fuͤhrte, ins Wapen genommen. Der Herr Landrath von
Ceumern hat das Wapen von Liefland vor ſeinem Theatridio, mit dieſem Diſticho:

In campo erigitur rubro Gryps enſifer albus;

Cor Regis titulos et diadema gerit.

Jm Siegeln iſt das Wapen mit einer Krone gedeckt. Jn der lieflaͤndiſchen Fahne
aber iſts dem rußiſchen Reichsadler auf die Bruſt geſetzt.

2.

Sigillum Ludovici Marchionis Brandenburg. Ein Adler im deutſchen Schilde, ſo mit
Laubwerk gezieret iſt. Es findet ſich daſſelbe unter den Verkaufbriefen von Eſtland.

O

S. Walther von Cronenberg Adminiſtrator des Hochmeiſteramts und Maiſter Teut-
ſches Ordens in Teutſchen und Welſchen Landen.
Ein ſehr groſſes Siegel,
deſſen Umſchrift in der Runde 2 Zeilen einnimt. Ein Schild mit zierlicher Einfaſſung,
welches durch das Ordenskreuz in 4 Felder getheilet wird, darin das deutſche Ordens-
wapen mit dem Geſchlechtswapen abwechſelt. Das Mittelſchild hat den Adler.

Sigille der Ordensvoͤgte.
3.

Sigillum Aduocati de Oberpahlen. Ein Lilienkreuz. 1347.

3.

Sigillum Aduocati de Karkus. Eine beſaamte Roſe. 1347.

3.

Sigillum Aduocati de Weſenberg. Ein Ordensbruder im Harniſch, der in der Rechten eine
Fahne, und in der Linken das deutſche Ordensſchild haͤlt.

3.

Sigillum Aduocati de Ierwen. Die Mandelruthe Aarons. 1438. Ein aͤlteres von 1364
gleicht einer Lilienſtaude.

6.

Sigillum Aduocati de Sackala. Ein Kreuz im deutſchen Schilde. 1347.

Sigillum Aduocati de Sünneburg. Ein ganz kleines Siegel. Zwey ins Andreaskreuz geſetzte
Schwerdter, mit zur Erde geſenkten Spitzen. 1438.

2 und
3.

Sigillum Aduocati de Kokenhuſen. Ein Praͤlatenſtab und Schwerdt im Andreaskreuz.
1417.

Die Siegel der Voͤgte von Ermis und Roſiten waren ausgefallen.

2.

Sigillum fratrum militiae Chriſti in Livonia. Zwey Heilige, die aber ganz verblichen.
1256.

Sigillum Capitanei Peregrinorum. Ganz klein und rund. Ein bloſſes Kreuz. 1298.

2.

Sigillum Hoſpitalis S. Mariae. Das Marienbild in gelbem Wachs. Auf der andern Sei-
te der Heiland, der Petro die Fuͤſſe waͤſchet: Domus Teutonicorum fratrum. 1451.

Siegel der Erz- und Biſchoͤfe des alten Lieflandes.

Die paͤpſtlichen Bullen haben alle die 2 bleiernen Siegel von der Groͤſſe 3. Sie zeigen 2
Geſichter mit der Aufſchrift S. P A. S. P E. und auf der andern Seite den Namen
des Papſts.

1.

S. Alberti D. G. Livonienſis Epiſcopi. Ein Biſchof im Pontificalhabit, hinter welchem ei-
nige Spitzen wie Stralen hervorragen. 1224.

5.

S. Alberti Archiep. Bapt. O. gentes e. abluentes. Ein in der Hoͤhe eines praͤchtigen Altars
ſitzender Erzbiſchof, an deſſen rechtem Fus in einer Kapelle ein andrer Biſchof ſtehet, mit
der Unterſchrift Pruſſ. Am linken Fus iſt ebenfals ein Biſchof mit der Unterſchrift Livon.
unten aber eine Menge Taͤuflinge, mit der Unterſchrift Eſtonie. 1255.

3.

Sigill. Ioh. Dei Gr. Sanctae Rigenſis Eccleſ. Archi-Epiſcop. Ein ſitzender Biſchof mit dem
Stabe, mit der rechten Hand ſegnend. Rev. Secretum Iohannis Archiep. Rig. Die
Kroͤnung der Jungfr. Mariaͤ, unter ihr ein Biſchof, welcher ſie mit gebognen Knien
anbetet. Aus einen Tranſſumt beſchrieben 1277. So ſteht auch des damaligen oͤſel-
ſchen
Biſchof Hermanns Secret bezeichnet.

3.

Secret. Henningi Archiep. Rig. Ein im Chor betender Biſchof mit gebogenen Knien. Un-
ter ihm zwey zuſammen geſetzte Schilde, in deren einem der Patriarchenſtab und Bi-
ſchofsſtab quer uͤber einander liegen, in dem andern aber die Lilie als das Kapitelswapen
zu ſehen iſt. 1426.

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[305/0323] der Ordens- und andrer geiſtlichen Perſonen. Sigillum Commendatoris de Windau. Ein Eichenzweig, zwiſchen zwey ruͤckwerts geſetzten Voͤgeln, die ſich nach einander umſehen. 1347. Das Siegel der Comture von Mitau war ausgefallen. Sigillum Ducatus Livoniae. Ein ſilberner Grelf mit dem Schwerdt im rothen Felde, auf deſſen Bruſt der gekroͤnte guͤldene Namenszug des geſalbten Oberhaupts zu ſehen iſt. Sigismund Auguſt ertheilte dem Lande dieſes Wapen in dem Privilegio von 26ſten Septemb. 1566. Aus dem Kajolawitz iſt erweislich, daß die Lieflaͤnder den Greif aus Gefaͤlligkeit gegen den erſten pohlniſchen Generaladminiſtrator und Freiherrn Joh. Chotkiewitz, der ihn auch fuͤhrte, ins Wapen genommen. Der Herr Landrath von Ceumern hat das Wapen von Liefland vor ſeinem Theatridio, mit dieſem Diſticho: In campo erigitur rubro Gryps enſifer albus; Cor Regis titulos et diadema gerit. Jm Siegeln iſt das Wapen mit einer Krone gedeckt. Jn der lieflaͤndiſchen Fahne aber iſts dem rußiſchen Reichsadler auf die Bruſt geſetzt. Sigillum Ludovici Marchionis Brandenburg. Ein Adler im deutſchen Schilde, ſo mit Laubwerk gezieret iſt. Es findet ſich daſſelbe unter den Verkaufbriefen von Eſtland. S. Walther von Cronenberg Adminiſtrator des Hochmeiſteramts und Maiſter Teut- ſches Ordens in Teutſchen und Welſchen Landen. Ein ſehr groſſes Siegel, deſſen Umſchrift in der Runde 2 Zeilen einnimt. Ein Schild mit zierlicher Einfaſſung, welches durch das Ordenskreuz in 4 Felder getheilet wird, darin das deutſche Ordens- wapen mit dem Geſchlechtswapen abwechſelt. Das Mittelſchild hat den Adler. Sigille der Ordensvoͤgte. Sigillum Aduocati de Oberpahlen. Ein Lilienkreuz. 1347. Sigillum Aduocati de Karkus. Eine beſaamte Roſe. 1347. Sigillum Aduocati de Weſenberg. Ein Ordensbruder im Harniſch, der in der Rechten eine Fahne, und in der Linken das deutſche Ordensſchild haͤlt. Sigillum Aduocati de Ierwen. Die Mandelruthe Aarons. 1438. Ein aͤlteres von 1364 gleicht einer Lilienſtaude. Sigillum Aduocati de Sackala. Ein Kreuz im deutſchen Schilde. 1347. Sigillum Aduocati de Sünneburg. Ein ganz kleines Siegel. Zwey ins Andreaskreuz geſetzte Schwerdter, mit zur Erde geſenkten Spitzen. 1438. Sigillum Aduocati de Kokenhuſen. Ein Praͤlatenſtab und Schwerdt im Andreaskreuz. 1417. Die Siegel der Voͤgte von Ermis und Roſiten waren ausgefallen. Sigillum fratrum militiae Chriſti in Livonia. Zwey Heilige, die aber ganz verblichen. 1256. Sigillum Capitanei Peregrinorum. Ganz klein und rund. Ein bloſſes Kreuz. 1298. Sigillum Hoſpitalis S. Mariae. Das Marienbild in gelbem Wachs. Auf der andern Sei- te der Heiland, der Petro die Fuͤſſe waͤſchet: Domus Teutonicorum fratrum. 1451. Siegel der Erz- und Biſchoͤfe des alten Lieflandes. Die paͤpſtlichen Bullen haben alle die 2 bleiernen Siegel von der Groͤſſe 3. Sie zeigen 2 Geſichter mit der Aufſchrift S. P A. S. P E. und auf der andern Seite den Namen des Papſts. S. Alberti D. G. Livonienſis Epiſcopi. Ein Biſchof im Pontificalhabit, hinter welchem ei- nige Spitzen wie Stralen hervorragen. 1224. S. Alberti Archiep. Bapt. O. gentes e. abluentes. Ein in der Hoͤhe eines praͤchtigen Altars ſitzender Erzbiſchof, an deſſen rechtem Fus in einer Kapelle ein andrer Biſchof ſtehet, mit der Unterſchrift Pruſſ. Am linken Fus iſt ebenfals ein Biſchof mit der Unterſchrift Livon. unten aber eine Menge Taͤuflinge, mit der Unterſchrift Eſtonie. 1255. Sigill. Ioh. Dei Gr. Sanctae Rigenſis Eccleſ. Archi-Epiſcop. Ein ſitzender Biſchof mit dem Stabe, mit der rechten Hand ſegnend. Rev. Secretum Iohannis Archiep. Rig. Die Kroͤnung der Jungfr. Mariaͤ, unter ihr ein Biſchof, welcher ſie mit gebognen Knien anbetet. Aus einen Tranſſumt beſchrieben 1277. So ſteht auch des damaligen oͤſel- ſchen Biſchof Hermanns Secret bezeichnet. Secret. Henningi Archiep. Rig. Ein im Chor betender Biſchof mit gebogenen Knien. Un- ter ihm zwey zuſammen geſetzte Schilde, in deren einem der Patriarchenſtab und Bi- ſchofsſtab quer uͤber einander liegen, in dem andern aber die Lilie als das Kapitelswapen zu ſehen iſt. 1426. Sigill. H h h h 2

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Zitationshilfe: [Lettus, Henricus]: Der Liefländischen Chronik Andrer Theil. Halle (Saale), 1753, S. 305. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/lettus_chronik02_1753/323>, abgerufen am 24.05.2019.