Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Libelt, Karol: Wykłady Humboldta na uniwersytecie Berlińskim: notaty prelekcyj tych po uczniu Jego Karolu Libelcie. [s. l.], [1828]. [= Nachschrift der ‚Kosmos-Vorträge‛ Alexander von Humboldts in der Berliner Universität, 3.11.1827–26.4.1828.]

Bild:
<< vorherige Seite

herrührte; die verschiedenen Resultate
verhielten sich wie 12 : 13. Eine Abweichung
fand La Condamine an dem Berge Czimboraso,
und da sie nicht so groß war, als es die
ungeheuere Masse des Berges vermu-
then ließ, so glaubte er der Berg sei
inwendig hol. Es wurden darüber Beobach-
tungen angestellt von Carlini aus
Mayland von Oziot in Bourdeaux, und von
Zach in Marseille. - Kewentisz der das
Wasser in seine Bestandtheile zersetzt
hat erfand eine Drehwage, wo am an-
gehängten hölzernen Stabe, der von
beyden Seiten mit Blei zugeht, dessen
Autlationen beobachtet vermöge eines
Fernrohrs. Die Schwierigkeit dabei
ist die, daß bei jeder Näherung der
Körper ein Electromagnetismus erregt
wird, welcher auf die Autlationen
Einfluß hat (Arageau). Aber auch die
erste Art die Schwere der Erde zu maessen
vermöge der Anziehung der Berge, ist sehr
unsicher, weil die Berge nicht aus
einerlei Masse bestehen[...] und um die
mitlere Dichtigkeit zu bestimmen

herrührte; die verſchiedenen Resultate
verhielten ſich wie 12 : 13. Eine Abweichung
fand La Condamine an dem Berge Czimboraſo,
und da ſie nicht ſo groß war, als es die
ungeheuere Maſſe des Berges vermu-
then ließ, ſo glaubte er der Berg ſei
inwendig hol. Es wurden darüber Beobach-
tungen angeſtellt von Carlini aus
Mayland von Oziot in Bourdeaux, und von
Zach in Marseille. – Kewentisz der das
Waſſer in ſeine Beſtandtheile zerſetzt
hat erfand eine Drehwage, wo am an-
gehängten hölzernen Stabe, der von
beyden Seiten mit Blei zugeht, deſſen
Autlationen beobachtet vermöge eines
Fernrohrs. Die Schwierigkeit dabei
iſt die, daß bei jeder Näherung der
Körper ein Electromagnetismus erregt
wird, welcher auf die Autlationen
Einfluß hat (Arageau). Aber auch die
erſte Art die Schwere der Erde zu maessen
vermöge der Anziehung der Berge, iſt ſehr
unſicher, weil die Berge nicht aus
einerlei Maſſe beſtehen[…] und um die
mitlere Dichtigkeit zu beſtim̃en

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="session" n="27">
        <div n="1">
          <div n="2">
            <p><pb facs="#f0037" n="172"/>
herrührte; die <choice><abbr>ver&#x017F;chied:</abbr><expan resp="#SB">ver&#x017F;chiedenen</expan></choice> Resultate<lb/>
verhielten &#x017F;ich wie 12 : 13. Eine <choice><abbr>Abweichg</abbr><expan resp="#BF">Abweichung</expan></choice><lb/>
fand <hi rendition="#aq"><persName resp="#SB" ref="http://d-nb.info/gnd/118778390">La Condamine</persName></hi> an dem Berge <hi rendition="#aq">Czimbora&#x017F;o</hi>,<lb/>
und da &#x017F;ie nicht &#x017F;o groß war, als es die<lb/>
ungeheuere Ma&#x017F;&#x017F;e <choice><abbr>ds</abbr><expan resp="#BF">des</expan></choice> Berges vermu-<lb/>
then ließ, &#x017F;o glaubte er <choice><abbr>dr</abbr><expan resp="#BF">der</expan></choice> Berg &#x017F;ei<lb/>
inwendig hol. Es wurden darüber Beobach-<lb/>
tungen ange&#x017F;tellt von <hi rendition="#aq"><persName resp="#SB" ref="http://d-nb.info/gnd/117673072">Carlini</persName></hi> aus<lb/><hi rendition="#aq">Mayland</hi> von <hi rendition="#aq"><persName resp="#SB" ref="http://d-nb.info/gnd/11618860X">Oziot</persName></hi> in <hi rendition="#aq">Bourdeaux</hi>, <choice><abbr>ud</abbr><expan resp="#BF">und</expan></choice> von<lb/><hi rendition="#aq"><persName resp="#SB" ref="http://d-nb.info/gnd/119151456">Zach</persName></hi> in <hi rendition="#aq">Marseille</hi>. &#x2013; <hi rendition="#aq"><persName resp="#SB" ref="http://d-nb.info/gnd/118668889">Kewentisz</persName></hi> der das<lb/>
Wa&#x017F;&#x017F;er in &#x017F;eine Be&#x017F;tandtheile zer&#x017F;etzt<lb/>
hat erfand eine Drehwage, wo am an-<lb/>
gehängten hölzernen Stabe, der von<lb/>
beyden Seiten mit Blei zugeht, de&#x017F;&#x017F;en<lb/><hi rendition="#aq">Autlationen</hi> beobachtet vermöge eines<lb/>
Fernrohrs. Die Schwierigkeit dabei<lb/>
i&#x017F;t die, <choice><abbr></abbr><expan resp="#BF">daß</expan></choice> bei jeder Näherung der<lb/>
Körper ein <hi rendition="#aq">Electromagnetismus</hi> erregt<lb/>
wird, welcher auf die <hi rendition="#aq">Autlationen</hi><lb/>
Einfluß hat (<hi rendition="#aq"><persName resp="#SB" ref="http://d-nb.info/gnd/118847767">Arageau</persName></hi>). Aber auch die<lb/>
er&#x017F;te Art die Schwere <choice><abbr>dr</abbr><expan resp="#BF">der</expan></choice> Erde zu m<subst><del rendition="#s">a</del><add place="superlinear">e</add></subst>ssen<lb/>
vermöge der <choice><abbr>Anziehug</abbr><expan resp="#BF">Anziehung</expan></choice> <choice><abbr>dr</abbr><expan resp="#BF">der</expan></choice> Berge, i&#x017F;t &#x017F;ehr<lb/>
un&#x017F;icher, weil die Berge nicht aus<lb/>
einerlei Ma&#x017F;&#x017F;e be&#x017F;tehen<choice><sic>.</sic><corr resp="#SB"/></choice> und um die<lb/>
mitlere Dichtigkeit zu be&#x017F;tim&#x0303;en<lb/></p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[172/0037] herrührte; die verſchied: Resultate verhielten ſich wie 12 : 13. Eine Abweichg fand La Condamine an dem Berge Czimboraſo, und da ſie nicht ſo groß war, als es die ungeheuere Maſſe ds Berges vermu- then ließ, ſo glaubte er dr Berg ſei inwendig hol. Es wurden darüber Beobach- tungen angeſtellt von Carlini aus Mayland von Oziot in Bourdeaux, ud von Zach in Marseille. – Kewentisz der das Waſſer in ſeine Beſtandtheile zerſetzt hat erfand eine Drehwage, wo am an- gehängten hölzernen Stabe, der von beyden Seiten mit Blei zugeht, deſſen Autlationen beobachtet vermöge eines Fernrohrs. Die Schwierigkeit dabei iſt die, dß bei jeder Näherung der Körper ein Electromagnetismus erregt wird, welcher auf die Autlationen Einfluß hat (Arageau). Aber auch die erſte Art die Schwere dr Erde zu messen vermöge der Anziehug dr Berge, iſt ſehr unſicher, weil die Berge nicht aus einerlei Maſſe beſtehen und um die mitlere Dichtigkeit zu beſtim̃en

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Christian Thomas: Herausgeber
Sandra Balck, Benjamin Fiechter, Christian Thomas: Bearbeiter
Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle der BBAW: Finanzierung der Bilddigitalisierung

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Edition: Bei dem vorliegenden Manuskript handelt es sich um ein Fragment. Es setzt in der 23. Vorlesung (23.01.1828) ein und endet mit der letzten Vorlesung am 26.04.1828.

Mehrere Blätter sind falsch gebunden: Zwei Blätter sind an einer ganz falschen Stelle, zwei weitere vertauscht und außerdem kopfstehend (Reihenfolge der Seiten im Manuskript: 141–156, 137–140, 157–414, 418, 417, 416, 415, 419–434). Die Reihenfolge der Biddigitalisate und der Transkription wurde korrigiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/libelt_hs6623ii_1828
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/libelt_hs6623ii_1828/37
Zitationshilfe: Libelt, Karol: Wykłady Humboldta na uniwersytecie Berlińskim: notaty prelekcyj tych po uczniu Jego Karolu Libelcie. [s. l.], [1828]. [= Nachschrift der ‚Kosmos-Vorträge‛ Alexander von Humboldts in der Berliner Universität, 3.11.1827–26.4.1828.], S. 172. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/libelt_hs6623ii_1828/37>, abgerufen am 25.03.2019.