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Libelt, Karol: Wykłady Humboldta na uniwersytecie Berlińskim: notaty prelekcyj tych po uczniu Jego Karolu Libelcie. [s. l.], [1828]. [= Nachschrift der ‚Kosmos-Vorträge‛ Alexander von Humboldts in der Berliner Universität, 3.11.1827–26.4.1828.]

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diese Flecke für Eis nahm. Kunowski
hat sich bei diesen Beobachtungen große
Verdienste erworben. Lacallie hat auf dem
Cap bon Esperance, die Paralaxe des Mars be-
stimt, und Kepler seine große Excentri-
citaet
angegeben.

Die alte Vermuthung bei Democrit undAsteroiden

Artemidor, daß es mehr Planeten geben müsse
die ihrer geringen Größe wegen, nicht
sichtbar sind, hat sich in neueren Zeiten
bewiesen. Zwischen Mars und Juppiter
wurde die Leere durch 4 neue Planeten
erfüllt, alle zusammen haben vielleicht
die Größe des Mondes, Vesta die kleinste
hat nur 45 Meilen Durchmesser. Herszell
nannte sie aus Verachtung Asteroiden, so
wie man die alcalischen Metalle in den Erd-
arten Metalloiden nennt. Sie wurden
in umgekehrter Ordnung ihrer Entfernung
von der Erde, entdeckt. Vesta die um am nähsten
ist wurde durch Olber erst 1807 entdeckt in
Bremen, den Namen hat ihr der Astronom Gaus
gegeben. Ihr folgt Juno entdeckt von
Harding in Lilienthal 1804. Dann Pallas von
Olbers 1802. Endlich Ceres von Piazzi 1801.

dieſe Flecke für Eis nahm. Kunowſki
hat ſich bei dieſen Beobachtungen große
Verdienste erworben. Lacallie hat auf dem
Cap bon Esperance, die Paralaxe des Marſ be-
ſtimt, und Kepler ſeine große Excentri-
citaet
angegeben.

Die alte Vermuthung bei Democrit undAsteroiden

Artemidor, daß es mehr Planeten geben müſſe
die ihrer geringen Größe wegen, nicht
ſichtbar ſind, hat ſich in neueren Zeiten
bewiesen. Zwiſchen Mars und Juppiter
wurde die Leere durch 4 neue Planeten
erfüllt, alle zuſam̃en haben vielleicht
die Größe des Mondes, Vesta die kleinſte
hat nur 45 Meilen Durchmeſſer. Herszell
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wie man die alcaliſchen Metalle in den Erd-
arten Metalloiden nennt. Sie wurden
in umgekehrter Ordnung ihrer Entfernung
von der Erde, entdeckt. Vesta die um am nähſten
iſt wurde durch Olber erſt 1807 entdeckt in
Bremen, den Namen hat ihr der Astronom Gaus
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Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Christian Thomas: Herausgeber
Sandra Balck, Benjamin Fiechter, Christian Thomas: Bearbeiter
Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle der BBAW: Finanzierung der Bilddigitalisierung

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Anmerkungen zur Edition: Bei dem vorliegenden Manuskript handelt es sich um ein Fragment. Es setzt in der 23. Vorlesung (23.01.1828) ein und endet mit der letzten Vorlesung am 26.04.1828.

Mehrere Blätter sind falsch gebunden: Zwei Blätter sind an einer ganz falschen Stelle, zwei weitere vertauscht und außerdem kopfstehend (Reihenfolge der Seiten im Manuskript: 141–156, 137–140, 157–414, 418, 417, 416, 415, 419–434). Die Reihenfolge der Biddigitalisate und der Transkription wurde korrigiert.




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Zitationshilfe: Libelt, Karol: Wykłady Humboldta na uniwersytecie Berlińskim: notaty prelekcyj tych po uczniu Jego Karolu Libelcie. [s. l.], [1828]. [= Nachschrift der ‚Kosmos-Vorträge‛ Alexander von Humboldts in der Berliner Universität, 3.11.1827–26.4.1828.], S. 139. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/libelt_hs6623ii_1828/4>, abgerufen am 25.03.2019.