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Libelt, Karol: Wykłady Humboldta na uniwersytecie Berlińskim: notaty prelekcyj tych po uczniu Jego Karolu Libelcie. [s. l.], [1828]. [= Nachschrift der ‚Kosmos-Vorträge‛ Alexander von Humboldts in der Berliner Universität, 3.11.1827–26.4.1828.]

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in der Abweichung der Magnetnadel
nun legte er dem Compas auf dem
Lande eine Eisenplatte unter, siund näherte
sie demselben so lange, bis die Abweichung
der Nadel vom Lande aus, eben so groß
war, wie die vom Schiffe aus. Solcher
kCompas nun auf das Schiff gebracht,
hebt den Einfluß, der ganzen Eisen-
masse des Schiffes. Im Jahr 1538 wurde
von Petro Nunees die AbweichungslinieDie Abweichungslinien

entdeckt, und in die Charten übertragen.
Die frühesten Charten der Art wurden
gezeichnet von Alonzo de Santa Cruz 1530
Lehrer Carls V. Cf. Talasa in der Geschichte
der Spanischen Navigation. Im Jahr 1580 war
die Abweichungslinie in London und wich
auf 11°50' ab. Im Jahr 1657 war keine Ab-
weichung
. Im Jahr 1665 war sie 1°22' westlich.
Im Jahr 1818 hat wiederum die Abweichungs-
linie ihr Maximum erreicht, und nun
nähert sich die Nadel wieder dem wahren
Pole. Im 17ten Jahrhundert, hat man mehrere
Linien gefunden die gar keine Ab-
weichung zeigen. Es entstanden nur

in der Abweichung der Magnetnadel
nun legte er dem Compas auf dem
Lande eine Eisenplatte unter, ſiund näherte
ſie demſelben ſo lange, bis die Abweichung
der Nadel vom Lande aus, eben ſo groß
war, wie die vom Schiffe aus. Solcher
kCompas nun auf das Schiff gebracht,
hebt den Einfluß, der ganzen Eisen-
maſſe des Schiffes. Im Jahr 1538 wurde
von Petro Nunees die AbweichungslinieDie Abweichungslinien

entdeckt, und in die Charten übertragen.
Die früheſten Charten der Art wurden
gezeichnet von Alonzo de Santa Cruz 1530
Lehrer Carls V. Cf. Talasa in der Geſchichte
der Spaniſchen Navigation. Im Jahr 1580 war
die Abweichungslinie in London und wich
auf 11°50′ ab. Im Jahr 1657 war keine Ab-
weichung
. Im Jahr 1665 war ſie 1°22′ weſtlich.
Im Jahr 1818 hat wiederum die Abweichungs-
linie ihr Maximum erreicht, und nun
nähert ſich die Nadel wieder dem wahren
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[187/0052] in der Abweichug der Magnetnadel nun legte er dem Compas auf dem Lande eine Eisenplatte unter, und näherte ſie demſelben ſo lange, bis die Abweichug dr Nadel vom Lande aus, eben ſo groß war, wie die vom Schiffe aus. Solcher Compas nun auf das Schiff gebracht, hebt den Einfluß, der ganzen Eisen- maſſe des Schiffes. Im J. 1538 wurde von Petro Nunees die Abweichungslinie entdeckt, und in die Charten übertragen. Die früheſten Charten der Art wurden gezeichnet von Alonzo de Santa Cruz 1530 Lehrer Carls V. Cf. Talasa in der Geſchichte der Spaniſchen Navigation. Im J. 1580 war die Abweichungslinie in London und wich auf 11°50′ ab. Im J. 1657 war keine Ab- weichug. Im J. 1665 war ſie 1°22′ weſtlich. Im J. 1818 hat wiederum die Abweichungs- linie ihr Maximum erreicht, und nun nähert ſich die Nadel wieder dem wahren Pole. Im 17tn Jhrhndrt, hat man mehrere Linien gefunden die gar keine Ab- weichung zeigen. Es entſtanden nur Die Abweichungslinien

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Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Christian Thomas: Herausgeber
Sandra Balck, Benjamin Fiechter, Christian Thomas: Bearbeiter
Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle der BBAW: Finanzierung der Bilddigitalisierung

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Anmerkungen zur Edition: Bei dem vorliegenden Manuskript handelt es sich um ein Fragment. Es setzt in der 23. Vorlesung (23.01.1828) ein und endet mit der letzten Vorlesung am 26.04.1828.

Mehrere Blätter sind falsch gebunden: Zwei Blätter sind an einer ganz falschen Stelle, zwei weitere vertauscht und außerdem kopfstehend (Reihenfolge der Seiten im Manuskript: 141–156, 137–140, 157–414, 418, 417, 416, 415, 419–434). Die Reihenfolge der Biddigitalisate und der Transkription wurde korrigiert.




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Zitationshilfe: Libelt, Karol: Wykłady Humboldta na uniwersytecie Berlińskim: notaty prelekcyj tych po uczniu Jego Karolu Libelcie. [s. l.], [1828]. [= Nachschrift der ‚Kosmos-Vorträge‛ Alexander von Humboldts in der Berliner Universität, 3.11.1827–26.4.1828.], S. 187. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/libelt_hs6623ii_1828/52>, abgerufen am 25.03.2019.