Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Libelt, Karol: Wykłady Humboldta na uniwersytecie Berlińskim: notaty prelekcyj tych po uczniu Jego Karolu Libelcie. [s. l.], [1828]. [= Nachschrift der ‚Kosmos-Vorträge‛ Alexander von Humboldts in der Berliner Universität, 3.11.1827–26.4.1828.]

Bild:
<< vorherige Seite

als die der Luft. Die Quellen welche bis
zum Siedepunkte hinreichen sind meist
niedergeschlagene Dämpfe 60-70° R.
Die wärmste ist in Nord Mexico bei Gualatalo
die aus Basaltconglomeraten hervorsprudelt
77° R. an der Oberfläche, tiefer über 80°.
In Frankreich in Auvergne ist eine Quelle von
70° R. Alle diese Quellen sprudeln aus
Urgebürgen heraus. Sie sind meist rei-
nes distillirtes Wasser. Nach Beobachtung
Links auf seiner Reise nach Portugal, und
Humboldts in Venezoeda, haben sie keinen
Niederschlag, keine Gasart, reine Dämpfe.
Ob Stickgas in Quellen sich vorfände ist
[...] ungewiß, bei Feuer entwickelt er sich
freilich. Aber freie Schwefelsäure
findet sich oft. Der davon benannte Essigflus
hat zwei Wasserfalle, bei dem einen
bei Topaga sterben die Fische 2-3 Meilen
umher, was für die Einwohner ein Uebel ist.
In den Craterseen in Java entwickelt
in Verbindung mit Vulcanen
sich auch freie Schwefel und Salzsäure.
Vulcane scheinen mit den heißen
Quellen in Verbindung zu stehen.

als die der Luft. Die Quellen welche bis
zum Siedepunkte hinreichen ſind meist
niedergeſchlagene Dämpfe 60–70° R.
Die wärmste iſt in Nord Mexico bei Gualatalo
die aus Baſaltconglomeraten hervorsprudelt
77° R. an der Oberfläche, tiefer über 80°.
In Frankreich in Auvergne iſt eine Quelle von
70° R. Alle dieſe Quellen sprudeln aus
Urgebürgen heraus. Sie ſind meist rei-
nes diſtillirtes Waſſer. Nach Beobachtung
Links auf ſeiner Reiſe nach Portugal, und
Humboldts in Venezoeda, haben ſie keinen
Niederſchlag, keine Gasart, reine Dämpfe.
Ob Stickgas in Quellen ſich vorfände iſt
[…] ungewiß, bei Feuer entwickelt er ſich
freilich. Aber freie Schwefelsäure
findet ſich oft. Der davon benañte Esſigflus
hat zwei Waſſerfalle, bei dem einen
bei Topaga sterben die Fiſche 2–3 Meilen
umher, was für die Einwohner ein Uebel iſt.
In den Craterseen in Java entwickelt
in Verbindung mit Vulcanen
ſich auch freie Schwefel und Salzsäure.
Vulcane ſcheinen mit den heißen
Quellen in Verbindung zu ſtehen.

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="session" n="33">
        <div n="1">
          <div n="2">
            <p><pb facs="#f0069" n="204"/>
als die <choice><abbr>dr</abbr><expan resp="#SB">der</expan></choice> Luft. Die Quellen welche bis<lb/>
zum Siedepunkte hinreichen &#x017F;ind meist<lb/>
niederge&#x017F;chlagene Dämpfe 60&#x2013;70° <hi rendition="#aq">R</hi>.<lb/>
Die wärmste i&#x017F;t in <hi rendition="#aq">Nord Mexico</hi> bei <hi rendition="#aq">Gualatalo</hi><lb/>
die aus <hi rendition="#aq">Ba&#x017F;altconglomeraten</hi> hervorsprudelt<lb/>
77° R. an der Oberfläche, tiefer über 80°<choice><sic/><corr resp="#textloop">.</corr></choice><lb/>
In <hi rendition="#aq">Frankreich</hi> in <hi rendition="#aq">Auvergne</hi> i&#x017F;t eine Quelle von<lb/>
70° R. Alle die&#x017F;e Quellen sprudeln aus<lb/>
Urgebürgen heraus. Sie &#x017F;ind meist rei-<lb/>
nes di&#x017F;tillirtes Wa&#x017F;&#x017F;er. Nach <choice><abbr>Beobachtug</abbr><expan resp="#SB">Beobachtung</expan></choice><lb/><hi rendition="#aq"><persName resp="#BF" ref="http://d-nb.info/gnd/104268190">Link</persName>s</hi> auf <choice><abbr>&#x017F;nr</abbr><expan resp="#SB">&#x017F;einer</expan></choice> <choice><abbr>R&#x017F;e</abbr><expan resp="#SB">Rei&#x017F;e</expan></choice> nach <hi rendition="#aq">Portugal</hi>,<note resp="#BF" type="editorial">Vgl. <bibl>Link, Heinrich Friedrich: Beyträge zur Naturgeschichte. Bd. 2. Stiller, Rostock u. Leipzig 1801. S. 20&#x2013;22. (= Geologische und mineralogische Bemerkungen auf einer Reise durch das südwestliche Europa, besonders Portugal.)</bibl> Online verfügbar: <ref target="http://resolver.sub.uni-goettingen.de/purl?PPN577799649">GDZ Göttingen, abgerufen am 11.07.2016</ref>.</note> <choice><abbr>ud</abbr><expan resp="#SB">und</expan></choice><lb/><hi rendition="#aq"><persName resp="#SB" ref="http://d-nb.info/gnd/118554700">Humboldts</persName></hi> in <hi rendition="#aq">Venezoeda</hi>, haben &#x017F;ie keinen<lb/>
Nieder&#x017F;chlag, keine Gasart, reine Dämpfe.<lb/>
Ob Stickgas in Quellen &#x017F;ich vorfände i&#x017F;t<lb/><unclear reason="illegible" resp="#SB"><choice><sic>es</sic><corr resp="#SB"/></choice></unclear> ungewiß, bei Feuer entwickelt er &#x017F;ich<lb/>
freilich. Aber freie Schwefelsäure<lb/>
findet &#x017F;ich oft. Der davon benan&#x0303;te <hi rendition="#aq">Es&#x017F;igflus</hi><lb/>
hat zwei Wa&#x017F;&#x017F;erfalle, bei dem einen<lb/>
bei <hi rendition="#aq">Topaga</hi> sterben die Fi&#x017F;che 2&#x2013;3 <choice><abbr>Mlen</abbr><expan resp="#SB">Meilen</expan></choice><lb/>
umher, was für <choice><abbr>di</abbr><expan resp="#SB">die</expan></choice> Einwohner ein Uebel i&#x017F;t.<lb/>
In den <hi rendition="#aq">Crater</hi>seen in <hi rendition="#aq">Java</hi> entwickelt<lb/><note place="left">in <choice><abbr>Verbindug</abbr><expan resp="#SB">Verbindung</expan></choice> mit <hi rendition="#aq">Vulcanen</hi><lb/></note>&#x017F;ich auch freie Schwefel <choice><abbr>ud</abbr><expan resp="#SB">und</expan></choice> Salzsäure<choice><sic/><corr resp="#SB">.</corr></choice><lb/><hi rendition="#aq">Vulcane</hi> &#x017F;cheinen mit den heißen<lb/>
Quellen in Verbindung zu &#x017F;tehen.</p><lb/>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[204/0069] als die dr Luft. Die Quellen welche bis zum Siedepunkte hinreichen ſind meist niedergeſchlagene Dämpfe 60–70° R. Die wärmste iſt in Nord Mexico bei Gualatalo die aus Baſaltconglomeraten hervorsprudelt 77° R. an der Oberfläche, tiefer über 80°. In Frankreich in Auvergne iſt eine Quelle von 70° R. Alle dieſe Quellen sprudeln aus Urgebürgen heraus. Sie ſind meist rei- nes diſtillirtes Waſſer. Nach Beobachtug Links auf ſnr Rſe nach Portugal, ud Humboldts in Venezoeda, haben ſie keinen Niederſchlag, keine Gasart, reine Dämpfe. Ob Stickgas in Quellen ſich vorfände iſt ungewiß, bei Feuer entwickelt er ſich freilich. Aber freie Schwefelsäure findet ſich oft. Der davon benañte Esſigflus hat zwei Waſſerfalle, bei dem einen bei Topaga sterben die Fiſche 2–3 Mlen umher, was für di Einwohner ein Uebel iſt. In den Craterseen in Java entwickelt ſich auch freie Schwefel ud Salzsäure. Vulcane ſcheinen mit den heißen Quellen in Verbindung zu ſtehen. in Verbindug mit Vulcanen

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Christian Thomas: Herausgeber
Sandra Balck, Benjamin Fiechter, Christian Thomas: Bearbeiter
Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle der BBAW: Finanzierung der Bilddigitalisierung

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Edition: Bei dem vorliegenden Manuskript handelt es sich um ein Fragment. Es setzt in der 23. Vorlesung (23.01.1828) ein und endet mit der letzten Vorlesung am 26.04.1828.

Mehrere Blätter sind falsch gebunden: Zwei Blätter sind an einer ganz falschen Stelle, zwei weitere vertauscht und außerdem kopfstehend (Reihenfolge der Seiten im Manuskript: 141–156, 137–140, 157–414, 418, 417, 416, 415, 419–434). Die Reihenfolge der Biddigitalisate und der Transkription wurde korrigiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/libelt_hs6623ii_1828
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/libelt_hs6623ii_1828/69
Zitationshilfe: Libelt, Karol: Wykłady Humboldta na uniwersytecie Berlińskim: notaty prelekcyj tych po uczniu Jego Karolu Libelcie. [s. l.], [1828]. [= Nachschrift der ‚Kosmos-Vorträge‛ Alexander von Humboldts in der Berliner Universität, 3.11.1827–26.4.1828.], S. 204. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/libelt_hs6623ii_1828/69>, abgerufen am 21.03.2019.