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Marperger, Paul Jacob: Der allzeit-fertige Handels-Correspondent. 4. Aufl. Hamburg, 1717.

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Von Ehe-Contracten, Testamenten
bedächtlich solches einmühtig bejahet/ ist hierauf dieser
Theilungs-Actus geschlossen/ alles von mir aus mei-
nem Protocoll, ordentlich in dieses Instrument ge-
bracht/ wohl collationirt/ und beyden Partheyen je-
den ein von ihnen allerseits/ wie auch von mir unter-
schriebenes/ und mit meinem Siegel bestättigtes
Exemplar zugestellet worden. So geschehen Anno
indictione mense & die ut supra, praesentibus
testibus

N. N. & N. N. &c.
Was einem Kaufsmann von Testa-
menten zu wissen nöhtig.
Obwol der Unterricht hievon eigentlich nicht zu un-
sern Handels-Correspondenten gehöret/ sondern
in denen Notariat-Büchern hin und wieder gnug-
sam zu finden/ so ereugnet sichs doch vielmahls/ daß
auch ein Kauffmann/ insonderheit der sich seiner
Sterblichkeit und seines Handels Weitläufftigkeit
erinnert/ noch bey seinen Lebzeiten die Feder in die
Hand nimmt/ und eine Disposition machet/ wie es
nach seinem Tode mit seiner Verlassenschafft soll
gehalten werden. Daß nun solches Testament
oder letzter Wille kräfftig sey/ so ist nohtwendig/ daß
die Solennitäten und Zierden/ welche die Rechten
zu einem Testament erfordern/ dabey observiret
werden; Solche seynd die Einsetzung und aus-
drückliche Benennung eines gewissen Erbens/ und
zwar eines solchen/ der des Erbes oder was ihm
sonst vermacht worden/ fähig sey: Dann auch/ daß
die Zahl der Zeugen dabey genommen werden/ wel-
che die Rechte erfordern.

Es seynd aber die Testamenta/ oder Beschrei-

bun-

Von Ehe-Contracten, Teſtamenten
bedaͤchtlich ſolches einmuͤhtig bejahet/ iſt hierauf dieſer
Theilungs-Actus geſchloſſen/ alles von mir aus mei-
nem Protocoll, ordentlich in dieſes Inſtrument ge-
bracht/ wohl collationirt/ und beyden Partheyen je-
den ein von ihnen allerſeits/ wie auch von mir unter-
ſchriebenes/ und mit meinem Siegel beſtaͤttigtes
Exemplar zugeſtellet worden. So geſchehen Anno
indictione menſe & die ut ſupra, præſentibus
teſtibus

N. N. & N. N. &c.
Was einem Kaufſmann von Teſta-
menten zu wiſſen noͤhtig.
Obwol der Unterricht hievon eigentlich nicht zu un-
ſern Handels-Correſpondenten gehoͤret/ ſondern
in denen Notariat-Buͤchern hin und wieder gnug-
ſam zu finden/ ſo ereugnet ſichs doch vielmahls/ daß
auch ein Kauffmann/ inſonderheit der ſich ſeiner
Sterblichkeit und ſeines Handels Weitlaͤufftigkeit
erinnert/ noch bey ſeinen Lebzeiten die Feder in die
Hand nimmt/ und eine Diſpoſition machet/ wie es
nach ſeinem Tode mit ſeiner Verlaſſenſchafft ſoll
gehalten werden. Daß nun ſolches Teſtament
oder letzter Wille kraͤfftig ſey/ ſo iſt nohtwendig/ daß
die Solennitaͤten und Zierden/ welche die Rechten
zu einem Teſtament erfordern/ dabey obſerviret
werden; Solche ſeynd die Einſetzung und aus-
druͤckliche Benennung eines gewiſſen Erbens/ und
zwar eines ſolchen/ der des Erbes oder was ihm
ſonſt vermacht worden/ faͤhig ſey: Dann auch/ daß
die Zahl der Zeugen dabey genommen werden/ wel-
che die Rechte erfordern.

Es ſeynd aber die Teſtamenta/ oder Beſchrei-

bun-
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[976/0992] Von Ehe-Contracten, Teſtamenten bedaͤchtlich ſolches einmuͤhtig bejahet/ iſt hierauf dieſer Theilungs-Actus geſchloſſen/ alles von mir aus mei- nem Protocoll, ordentlich in dieſes Inſtrument ge- bracht/ wohl collationirt/ und beyden Partheyen je- den ein von ihnen allerſeits/ wie auch von mir unter- ſchriebenes/ und mit meinem Siegel beſtaͤttigtes Exemplar zugeſtellet worden. So geſchehen Anno indictione menſe & die ut ſupra, præſentibus teſtibus N. N. & N. N. &c. Was einem Kaufſmann von Teſta- menten zu wiſſen noͤhtig. Obwol der Unterricht hievon eigentlich nicht zu un- ſern Handels-Correſpondenten gehoͤret/ ſondern in denen Notariat-Buͤchern hin und wieder gnug- ſam zu finden/ ſo ereugnet ſichs doch vielmahls/ daß auch ein Kauffmann/ inſonderheit der ſich ſeiner Sterblichkeit und ſeines Handels Weitlaͤufftigkeit erinnert/ noch bey ſeinen Lebzeiten die Feder in die Hand nimmt/ und eine Diſpoſition machet/ wie es nach ſeinem Tode mit ſeiner Verlaſſenſchafft ſoll gehalten werden. Daß nun ſolches Teſtament oder letzter Wille kraͤfftig ſey/ ſo iſt nohtwendig/ daß die Solennitaͤten und Zierden/ welche die Rechten zu einem Teſtament erfordern/ dabey obſerviret werden; Solche ſeynd die Einſetzung und aus- druͤckliche Benennung eines gewiſſen Erbens/ und zwar eines ſolchen/ der des Erbes oder was ihm ſonſt vermacht worden/ faͤhig ſey: Dann auch/ daß die Zahl der Zeugen dabey genommen werden/ wel- che die Rechte erfordern. Es ſeynd aber die Teſtamenta/ oder Beſchrei- bun-

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Zitationshilfe: Marperger, Paul Jacob: Der allzeit-fertige Handels-Correspondent. 4. Aufl. Hamburg, 1717, S. 976. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/marperger_correspondent_1717/992>, abgerufen am 18.11.2019.