Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Marx, Karl: Das Kapital. Bd. 2. Buch II: Der Cirkulationsprocess des Kapitals. Hamburg, 1885.

Bild:
<< vorherige Seite
Dritter Abschnitt.
Die Reproduktion und Cirkulation des gesell-
schaftlichen Gesammtkapitals.


Achtzehntes Kapitel.34)
Einleitung.
I. Gegenstand der Untersuchung.

Der unmittelbare Produktionsprocess des Kapitals ist sein Arbeits-
und Verwerthungsprocess, der Process, dessen Resultat das Waarenprodukt,
und dessen bestimmendes Motiv die Produktion von Mehrwerth.

Der Reproduktionsprocess des Kapitals umfasst ebensowohl diesen
unmittelbaren Produktionsprocess, wie die beiden Phasen des eigentlichen
Cirkulationsprocesses, d. h. den gesammten Kreislauf, der als periodischer
Process -- Process, der sich in bestimmten Perioden stets von neuem
wiederholt -- den Umschlag des Kapitals bildet.

Ob wir nun den Kreislauf in der Form G ... G' oder in der Form
P ... P betrachten, der unmittelbare Produktionsprocess P bildet stets
selbst nur ein Glied dieses Kreislaufs. In der einen Form erscheint er
als Vermittlung des Cirkulationsprocesses, in der andren Form erscheint
der Cirkulationsprocess als seine Vermittlung. Seine beständige Erneue-
rung, die beständige Wieder-Darstellung des Kapitals als produktives Ka-
pital ist beidemal bedingt durch seine Verwandlungen im Cirkulations-
process. Andrerseits ist der beständig erneuerte Produktionsprocess die
Bedingung der Verwandlungen, die das Kapital in der Cirkulationssphäre
stets von neuem durchmacht, seiner abwechselnden Darstellung als Geld-
kapital und Waarenkapital.


34) Aus Manuskript II.
Dritter Abschnitt.
Die Reproduktion und Cirkulation des gesell-
schaftlichen Gesammtkapitals.


Achtzehntes Kapitel.34)
Einleitung.
I. Gegenstand der Untersuchung.

Der unmittelbare Produktionsprocess des Kapitals ist sein Arbeits-
und Verwerthungsprocess, der Process, dessen Resultat das Waarenprodukt,
und dessen bestimmendes Motiv die Produktion von Mehrwerth.

Der Reproduktionsprocess des Kapitals umfasst ebensowohl diesen
unmittelbaren Produktionsprocess, wie die beiden Phasen des eigentlichen
Cirkulationsprocesses, d. h. den gesammten Kreislauf, der als periodischer
Process — Process, der sich in bestimmten Perioden stets von neuem
wiederholt — den Umschlag des Kapitals bildet.

Ob wir nun den Kreislauf in der Form G … G' oder in der Form
P … P betrachten, der unmittelbare Produktionsprocess P bildet stets
selbst nur ein Glied dieses Kreislaufs. In der einen Form erscheint er
als Vermittlung des Cirkulationsprocesses, in der andren Form erscheint
der Cirkulationsprocess als seine Vermittlung. Seine beständige Erneue-
rung, die beständige Wieder-Darstellung des Kapitals als produktives Ka-
pital ist beidemal bedingt durch seine Verwandlungen im Cirkulations-
process. Andrerseits ist der beständig erneuerte Produktionsprocess die
Bedingung der Verwandlungen, die das Kapital in der Cirkulationssphäre
stets von neuem durchmacht, seiner abwechselnden Darstellung als Geld-
kapital und Waarenkapital.


34) Aus Manuskript II.
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <pb facs="#f0375" n="341"/>
        <div n="2">
          <head><hi rendition="#g">Dritter Abschnitt</hi>.<lb/><hi rendition="#b">Die Reproduktion und Cirkulation des gesell-<lb/>
schaftlichen Gesammtkapitals.</hi></head><lb/>
          <milestone rendition="#hr" unit="section"/>
          <div n="3">
            <head><hi rendition="#g">Achtzehntes Kapitel</hi>.<note place="foot" n="34)">Aus Manuskript II.</note><lb/><hi rendition="#g">Einleitung</hi>.</head><lb/>
            <div n="4">
              <head> <hi rendition="#b">I. Gegenstand der Untersuchung.</hi> </head><lb/>
              <p>Der unmittelbare Produktionsprocess des Kapitals ist sein Arbeits-<lb/>
und Verwerthungsprocess, der Process, dessen Resultat das Waarenprodukt,<lb/>
und dessen bestimmendes Motiv die Produktion von Mehrwerth.</p><lb/>
              <p>Der Reproduktionsprocess des Kapitals umfasst ebensowohl diesen<lb/>
unmittelbaren Produktionsprocess, wie die beiden Phasen des eigentlichen<lb/>
Cirkulationsprocesses, d. h. den gesammten Kreislauf, der als periodischer<lb/>
Process &#x2014; Process, der sich in bestimmten Perioden stets von neuem<lb/>
wiederholt &#x2014; den Umschlag des Kapitals bildet.</p><lb/>
              <p>Ob wir nun den Kreislauf in der Form G &#x2026; G' oder in der Form<lb/>
P &#x2026; P betrachten, der unmittelbare Produktionsprocess P bildet stets<lb/>
selbst nur ein Glied dieses Kreislaufs. In der einen Form erscheint er<lb/>
als Vermittlung des Cirkulationsprocesses, in der andren Form erscheint<lb/>
der Cirkulationsprocess als seine Vermittlung. Seine beständige Erneue-<lb/>
rung, die beständige Wieder-Darstellung des Kapitals als produktives Ka-<lb/>
pital ist beidemal bedingt durch seine Verwandlungen im Cirkulations-<lb/>
process. Andrerseits ist der beständig erneuerte Produktionsprocess die<lb/>
Bedingung der Verwandlungen, die das Kapital in der Cirkulationssphäre<lb/>
stets von neuem durchmacht, seiner abwechselnden Darstellung als Geld-<lb/>
kapital und Waarenkapital.</p><lb/>
            </div>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[341/0375] Dritter Abschnitt. Die Reproduktion und Cirkulation des gesell- schaftlichen Gesammtkapitals. Achtzehntes Kapitel. 34) Einleitung. I. Gegenstand der Untersuchung. Der unmittelbare Produktionsprocess des Kapitals ist sein Arbeits- und Verwerthungsprocess, der Process, dessen Resultat das Waarenprodukt, und dessen bestimmendes Motiv die Produktion von Mehrwerth. Der Reproduktionsprocess des Kapitals umfasst ebensowohl diesen unmittelbaren Produktionsprocess, wie die beiden Phasen des eigentlichen Cirkulationsprocesses, d. h. den gesammten Kreislauf, der als periodischer Process — Process, der sich in bestimmten Perioden stets von neuem wiederholt — den Umschlag des Kapitals bildet. Ob wir nun den Kreislauf in der Form G … G' oder in der Form P … P betrachten, der unmittelbare Produktionsprocess P bildet stets selbst nur ein Glied dieses Kreislaufs. In der einen Form erscheint er als Vermittlung des Cirkulationsprocesses, in der andren Form erscheint der Cirkulationsprocess als seine Vermittlung. Seine beständige Erneue- rung, die beständige Wieder-Darstellung des Kapitals als produktives Ka- pital ist beidemal bedingt durch seine Verwandlungen im Cirkulations- process. Andrerseits ist der beständig erneuerte Produktionsprocess die Bedingung der Verwandlungen, die das Kapital in der Cirkulationssphäre stets von neuem durchmacht, seiner abwechselnden Darstellung als Geld- kapital und Waarenkapital. 34) Aus Manuskript II.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/marx_kapital02_1885
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/marx_kapital02_1885/375
Zitationshilfe: Marx, Karl: Das Kapital. Bd. 2. Buch II: Der Cirkulationsprocess des Kapitals. Hamburg, 1885, S. 341. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/marx_kapital02_1885/375>, abgerufen am 23.04.2019.