Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Moser, Johann Jacob: Erste Grundlehren des jezigen Europäischen Völcker-Rechts, in Fridens- und Kriegs-Zeiten. Nürnberg, 1778.

Bild:
<< vorherige Seite
Von Bedienten und Unterthanen.


Eigene Unterthanen.
§. 28.

Kein Unterthan kan sich gegen einen dritten
Souverain weiter verpflichten, als ihme nach
seines Vaterlandes Verfassung erlaubt ist.

*) Schweiz.
§. 29.

Ob und wie ferne ein Unterthan sich, ohne
seines Souverains Vorwissen und Bewilligung,
in eines anderen Staats civil- oder militar-
Dienste begeben könne? kommt auf jeden Staats
Verfassung an.

§. 30.

Absonderlich kan ein Souverain gewissen
Gattungen von Personen verbieten, andere
Dienste anzunehmen.

§. 31.

Ein Souverain kan das Reisen seiner Un-
terthanen in fremde Lande einschräncken.

§. 32.

So auch das heurathen auswärtiger Per-
sonen.

*) Vattel 2, 135.
§. 33.

Ein Souverain kan seinen Unterthanen den
Umgang mit gewissen Personen an dritten Or-
ten verbieten.

*) Prätendent.
§. 34.
Von Bedienten und Unterthanen.


Eigene Unterthanen.
§. 28.

Kein Unterthan kan ſich gegen einen dritten
Souverain weiter verpflichten, als ihme nach
ſeines Vaterlandes Verfaſſung erlaubt iſt.

*) Schweiz.
§. 29.

Ob und wie ferne ein Unterthan ſich, ohne
ſeines Souverains Vorwiſſen und Bewilligung,
in eines anderen Staats civil- oder militar-
Dienſte begeben koͤnne? kommt auf jeden Staats
Verfaſſung an.

§. 30.

Abſonderlich kan ein Souverain gewiſſen
Gattungen von Perſonen verbieten, andere
Dienſte anzunehmen.

§. 31.

Ein Souverain kan das Reiſen ſeiner Un-
terthanen in fremde Lande einſchraͤncken.

§. 32.

So auch das heurathen auswaͤrtiger Per-
ſonen.

*) Vattel 2, 135.
§. 33.

Ein Souverain kan ſeinen Unterthanen den
Umgang mit gewiſſen Perſonen an dritten Or-
ten verbieten.

*) Praͤtendent.
§. 34.
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <pb facs="#f0155" n="143"/>
        <fw place="top" type="header"> <hi rendition="#b">Von Bedienten und Unterthanen.</hi> </fw><lb/>
        <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
        <div n="2">
          <head> <hi rendition="#fr">Eigene Unterthanen.</hi> </head><lb/>
          <div n="3">
            <head>§. 28.</head><lb/>
            <p>Kein Unterthan kan &#x017F;ich gegen einen dritten<lb/>
Souverain weiter verpflichten, als ihme nach<lb/>
&#x017F;eines Vaterlandes Verfa&#x017F;&#x017F;ung erlaubt i&#x017F;t.</p><lb/>
            <note place="end" n="*)">Schweiz.</note>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head>§. 29.</head><lb/>
            <p>Ob und wie ferne ein Unterthan &#x017F;ich, ohne<lb/>
&#x017F;eines Souverains Vorwi&#x017F;&#x017F;en und Bewilligung,<lb/>
in eines anderen Staats civil- oder militar-<lb/>
Dien&#x017F;te begeben ko&#x0364;nne? kommt auf jeden Staats<lb/>
Verfa&#x017F;&#x017F;ung an.</p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head>§. 30.</head><lb/>
            <p>Ab&#x017F;onderlich kan ein Souverain gewi&#x017F;&#x017F;en<lb/>
Gattungen von Per&#x017F;onen verbieten, andere<lb/>
Dien&#x017F;te anzunehmen.</p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head>§. 31.</head><lb/>
            <p>Ein Souverain kan das Rei&#x017F;en &#x017F;einer Un-<lb/>
terthanen in fremde Lande ein&#x017F;chra&#x0364;ncken.</p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head>§. 32.</head><lb/>
            <p>So auch das heurathen auswa&#x0364;rtiger Per-<lb/>
&#x017F;onen.</p><lb/>
            <note place="end" n="*)"><hi rendition="#aq"><hi rendition="#k">Vattel</hi></hi> 2, 135.</note>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head>§. 33.</head><lb/>
            <p>Ein Souverain kan &#x017F;einen Unterthanen den<lb/>
Umgang mit gewi&#x017F;&#x017F;en Per&#x017F;onen an dritten Or-<lb/>
ten verbieten.</p><lb/>
            <note place="end" n="*)">Pra&#x0364;tendent.</note>
          </div><lb/>
          <fw place="bottom" type="catch">§. 34.</fw><lb/>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[143/0155] Von Bedienten und Unterthanen. Eigene Unterthanen. §. 28. Kein Unterthan kan ſich gegen einen dritten Souverain weiter verpflichten, als ihme nach ſeines Vaterlandes Verfaſſung erlaubt iſt. *⁾ Schweiz. §. 29. Ob und wie ferne ein Unterthan ſich, ohne ſeines Souverains Vorwiſſen und Bewilligung, in eines anderen Staats civil- oder militar- Dienſte begeben koͤnne? kommt auf jeden Staats Verfaſſung an. §. 30. Abſonderlich kan ein Souverain gewiſſen Gattungen von Perſonen verbieten, andere Dienſte anzunehmen. §. 31. Ein Souverain kan das Reiſen ſeiner Un- terthanen in fremde Lande einſchraͤncken. §. 32. So auch das heurathen auswaͤrtiger Per- ſonen. *⁾ Vattel 2, 135. §. 33. Ein Souverain kan ſeinen Unterthanen den Umgang mit gewiſſen Perſonen an dritten Or- ten verbieten. *⁾ Praͤtendent. §. 34.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/moser_grundlehren_1778
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/moser_grundlehren_1778/155
Zitationshilfe: Moser, Johann Jacob: Erste Grundlehren des jezigen Europäischen Völcker-Rechts, in Fridens- und Kriegs-Zeiten. Nürnberg, 1778, S. 143. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/moser_grundlehren_1778/155>, abgerufen am 14.10.2019.