Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Müllner, Adolph: Der Kaliber. Leipzig, 1829.

Bild:
<< vorherige Seite
XVII.
Die lange Bank.


Wer will denn alles gleich ergründen,
Sobald der Schnee schmilzt, wird sich's finden.
Göthe.



Das Gerücht hatte nicht gesäumt, das Todesurtheil vor Marianens Ohren zu bringen. Es würde mich beruhiget haben, wenn ich sie in lautem Jammer gefunden hätte. Aber die Last ihres Leides schien sich so tief in den Grund ihrer Seele hinabgesenkt zu haben, daß

XVII.
Die lange Bank.


Wer will denn alles gleich ergründen,
Sobald der Schnee schmilzt, wird sich’s finden.
Göthe.



Das Gerücht hatte nicht gesäumt, das Todesurtheil vor Marianens Ohren zu bringen. Es würde mich beruhiget haben, wenn ich sie in lautem Jammer gefunden hätte. Aber die Last ihres Leides schien sich so tief in den Grund ihrer Seele hinabgesenkt zu haben, daß

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <pb facs="#f0176" n="156"/>
        <div n="2">
          <head>XVII.<lb/><hi rendition="#g">Die lange Bank</hi>.</head><lb/>
          <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
          <cit>
            <quote>
              <lg type="poem">
                <l>Wer will denn alles gleich ergründen,</l><lb/>
                <l>Sobald der Schnee schmilzt, wird sich&#x2019;s finden.</l><lb/>
              </lg>
            </quote>
            <bibl> <hi rendition="#right"><hi rendition="#g">Göthe</hi>.</hi> </bibl>
          </cit><lb/>
          <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
          <p>Das Gerücht hatte nicht gesäumt, das Todesurtheil vor Marianens Ohren zu bringen. Es würde mich beruhiget haben, wenn ich sie in lautem Jammer gefunden hätte. Aber die Last ihres Leides schien sich so tief in den Grund ihrer Seele hinabgesenkt zu haben, daß
</p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[156/0176] XVII. Die lange Bank. Wer will denn alles gleich ergründen, Sobald der Schnee schmilzt, wird sich’s finden. Göthe. Das Gerücht hatte nicht gesäumt, das Todesurtheil vor Marianens Ohren zu bringen. Es würde mich beruhiget haben, wenn ich sie in lautem Jammer gefunden hätte. Aber die Last ihres Leides schien sich so tief in den Grund ihrer Seele hinabgesenkt zu haben, daß

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Wikisource: Bereitstellung der Texttranskription und Auszeichnung in Wikisource-Syntax. (2013-01-02T10:45:31Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme aus Wikisource entsprechen muss.
GDZ Göttingen: Bereitstellung der Bilddigitalisate (2013-01-02T10:45:31Z)
UB Leipzig: Bereitstellung der Bilddigitalisate (Sign. 38-0-637:15785; Bilder 0107 bis 0110) (2013-01-02T10:45:31Z)
Frank Wiegand: Konvertierung von Wikisource-Markup nach XML/TEI gemäß DTA-Basisformat. (2013-01-02T10:45:31Z)

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Transkription:




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/muellner_kaliber_1829
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/muellner_kaliber_1829/176
Zitationshilfe: Müllner, Adolph: Der Kaliber. Leipzig, 1829, S. 156. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/muellner_kaliber_1829/176>, abgerufen am 20.04.2019.