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Herders Conversations-Lexikon. Bd. 5. Freiburg im Breisgau, 1857.

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nachhaltig für das Christenthum, hatte mit der Parteinahme für Unterdrückte u. Nothleidende u. Schlichtung von Streitigkeiten vollauf zu thun, verrichtete viele Wunder und übte bedeutenden Einfluß sogar auf den Entwicklungsgang der kirchlichen Angelegenheiten. Er st. am 2. Sept. 459. Seinem Beispiele folgten nach die Säulenheiligen Daniel aus Maratha bei Samosata (gest. 489 zu Konstantinopel), S. der jüngere (gest. um 596 bei Antiochien), ein Julian, ein Josul in Syrien und manch anderer bis herauf ins 8. Jahrh. Bei den jakobitischen Mönchen in Syrien sollen Säulensteher noch in unserer Zeit keineswegs unerhörte Erscheinungen sein. Um zu begreifen, welche Oberflächlichkeit darin liegt, die Styliten kurzweg als Narren od. düstere Fanatiker zu charakterisiren, bedarf es lediglich einerseits einer Hinweisung auf die große Wirksamkeit ihres Stifters und manches Nachfolgers, anderseits auf die Thatsache, daß phantastische Orientalen vielfach durch andere Mittel für das Gute gewonnen werden wollen als verstandesdürre Bewohner von Mittel- und Nordeuropa.


Simferopol, türk. Akmetschet d. h. weiße Moschee, Hauptstadt des russ. Gouvern. Taurien im Süden der Krim, am Salghir, besteht aus der tatarischen Altstadt u. der russ. Neustadt, mit schönen öffentlichen Gebäuden; 14000 E., darunter etwa 5000 Tataren.


Similis, lat., ähnlich; simile, etwas Aehnliches; similia similibus cognoscuntur, Aehnliches wird durch Aehnliches erkannt; similia similibus curantur, Aehnliches wird durch Aehnliches geheilt (s. Homöopathie); similis simili gaudet, Gleich und Gleich gesellt sich gern.


Simmen, Kleine u. Große, 2 Bäche im Berner Oberland, ergießen sich mit der Kander in den Thuner See; das S.thal (Ober- u. Nieder-S.) ist stark bevölkert, hat einen schönen Schlag Rindvieh.


Simmer, Simri, Fruchtmaß in Oberdeutschland; das württemberg. = 11164/5, das rheinbayer. = 6301/6, das darmstädt. = 16131/4, das koburg. für Korn = 4424, für Haber = 5530, das frankfurt. = 1446, das hanauische = 1540 Par. Kubikzoll.


Simmering, Dorf südöstl. von Wien mit 3000 E.; Laboratorium der Artillerie, Arsenal; auf der S. er Haide die Schießübungen der k. k. Artillerie.


Simmern, preuß. Stadt im Reg.-Bez. Koblenz, auf dem Hundsrück, mit 3100 E., ehemals Hauptstadt des kurpfälz. Fürstenthums S., das 1801 an Frankreich. 1815 an Preußen kam.


Simms, William Gilmore, amerik. Advokat u. Dichter, geb. 1807 zu Charleston in Südcarolina, ist Lyriker und Epiker, auch Verfasser mehrer Romane.


Simoda, japan. Stadt auf der Insel Nipon, mit 7000 E, gutem Hafen, seit 1854 den Nordamerika nern geöffnet.


Simois, Fluß bei Troja, mündet in den Skamander.


Simolin, adelige Familie in Rußland und Preußen, von den siebenbürg. Bathory abstammend, von denen mehre als Diplomaten oder Generale thätig waren. - Joh. Matthias, Freiherr von S., versuchte als russ. Gesandter zu Paris vergeblich, der Königin Antoinette 5. Juni 1791 durch einen auf eine Frau von Korff ausgestellten Paß die Flucht möglich zu machen; st. 1799 zu Wien. - Alexander Heinr. Ulrich, geb. 1800, preuß. Kammerherr, ist lyrischer Dichter und Heraldiker.


Simon, St., der Apostel, wird nur in den Verzeichnissen der Apostel genannt und zwar mit dem Beinamen Eiferer (für das Gesetz). Er soll nachgehends in Aegypten, Nordafrika und Britannien, laut andern in Persien und Babylonien das Evangelium verkündiget haben u. zuletzt gekreuziget worden sein (Gedächtnißtag 28. Oct.) So ungewiß dies alles ist, so gewiß bleibt, daß dieser Apostel häufig mit dem gleichnamigen 2. Bischof von Jerusalem verwechselt wurde. Dieser war ein Sohn des Kleophas, wird bei Matth. 13,55. und Mark. 6,3. unter den "Brüdern (d. h. Verwandten) des Herrn" genannt u. wurde 63 n. Chr. einmüthig zum Bischof erwählt als Nachfolger des Apostels Jakobus. Während der Belagerung und Eroberung Jerusalems durch die Römer hielt er sich zweifelsohne in

nachhaltig für das Christenthum, hatte mit der Parteinahme für Unterdrückte u. Nothleidende u. Schlichtung von Streitigkeiten vollauf zu thun, verrichtete viele Wunder und übte bedeutenden Einfluß sogar auf den Entwicklungsgang der kirchlichen Angelegenheiten. Er st. am 2. Sept. 459. Seinem Beispiele folgten nach die Säulenheiligen Daniel aus Maratha bei Samosata (gest. 489 zu Konstantinopel), S. der jüngere (gest. um 596 bei Antiochien), ein Julian, ein Josul in Syrien und manch anderer bis herauf ins 8. Jahrh. Bei den jakobitischen Mönchen in Syrien sollen Säulensteher noch in unserer Zeit keineswegs unerhörte Erscheinungen sein. Um zu begreifen, welche Oberflächlichkeit darin liegt, die Styliten kurzweg als Narren od. düstere Fanatiker zu charakterisiren, bedarf es lediglich einerseits einer Hinweisung auf die große Wirksamkeit ihres Stifters und manches Nachfolgers, anderseits auf die Thatsache, daß phantastische Orientalen vielfach durch andere Mittel für das Gute gewonnen werden wollen als verstandesdürre Bewohner von Mittel- und Nordeuropa.


Simferópol, türk. Akmetschet d. h. weiße Moschee, Hauptstadt des russ. Gouvern. Taurien im Süden der Krim, am Salghir, besteht aus der tatarischen Altstadt u. der russ. Neustadt, mit schönen öffentlichen Gebäuden; 14000 E., darunter etwa 5000 Tataren.


Similis, lat., ähnlich; simile, etwas Aehnliches; similia similibus cognoscuntur, Aehnliches wird durch Aehnliches erkannt; similia similibus curantur, Aehnliches wird durch Aehnliches geheilt (s. Homöopathie); similis simili gaudet, Gleich und Gleich gesellt sich gern.


Simmen, Kleine u. Große, 2 Bäche im Berner Oberland, ergießen sich mit der Kander in den Thuner See; das S.thal (Ober- u. Nieder-S.) ist stark bevölkert, hat einen schönen Schlag Rindvieh.


Simmer, Simri, Fruchtmaß in Oberdeutschland; das württemberg. = 11164/5, das rheinbayer. = 6301/6, das darmstädt. = 16131/4, das koburg. für Korn = 4424, für Haber = 5530, das frankfurt. = 1446, das hanauische = 1540 Par. Kubikzoll.


Simmering, Dorf südöstl. von Wien mit 3000 E.; Laboratorium der Artillerie, Arsenal; auf der S. er Haide die Schießübungen der k. k. Artillerie.


Simmern, preuß. Stadt im Reg.-Bez. Koblenz, auf dem Hundsrück, mit 3100 E., ehemals Hauptstadt des kurpfälz. Fürstenthums S., das 1801 an Frankreich. 1815 an Preußen kam.


Simms, William Gilmore, amerik. Advokat u. Dichter, geb. 1807 zu Charleston in Südcarolina, ist Lyriker und Epiker, auch Verfasser mehrer Romane.


Simoda, japan. Stadt auf der Insel Nipon, mit 7000 E, gutem Hafen, seit 1854 den Nordamerika nern geöffnet.


Simois, Fluß bei Troja, mündet in den Skamander.


Simolin, adelige Familie in Rußland und Preußen, von den siebenbürg. Bathory abstammend, von denen mehre als Diplomaten oder Generale thätig waren. – Joh. Matthias, Freiherr von S., versuchte als russ. Gesandter zu Paris vergeblich, der Königin Antoinette 5. Juni 1791 durch einen auf eine Frau von Korff ausgestellten Paß die Flucht möglich zu machen; st. 1799 zu Wien. – Alexander Heinr. Ulrich, geb. 1800, preuß. Kammerherr, ist lyrischer Dichter und Heraldiker.


Simon, St., der Apostel, wird nur in den Verzeichnissen der Apostel genannt und zwar mit dem Beinamen Eiferer (für das Gesetz). Er soll nachgehends in Aegypten, Nordafrika und Britannien, laut andern in Persien und Babylonien das Evangelium verkündiget haben u. zuletzt gekreuziget worden sein (Gedächtnißtag 28. Oct.) So ungewiß dies alles ist, so gewiß bleibt, daß dieser Apostel häufig mit dem gleichnamigen 2. Bischof von Jerusalem verwechselt wurde. Dieser war ein Sohn des Kleophas, wird bei Matth. 13,55. und Mark. 6,3. unter den „Brüdern (d. h. Verwandten) des Herrn“ genannt u. wurde 63 n. Chr. einmüthig zum Bischof erwählt als Nachfolger des Apostels Jakobus. Während der Belagerung und Eroberung Jerusalems durch die Römer hielt er sich zweifelsohne in

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Zitationshilfe: Herders Conversations-Lexikon. Bd. 5. Freiburg im Breisgau, 1857, S. 219. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/nn_conversationslexikon05_1857/220>, abgerufen am 25.10.2020.