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Herders Conversations-Lexikon. Bd. 5. Freiburg im Breisgau, 1857.

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und Schirmpflanzen, sind so fest mit der S. haut verwachsen, daß man im gemeinen Leben die ganze Frucht für den S. ansieht z. B.: die Frucht des Reises, der Gerste, des Hafers, des Lattichs, der Astern, der Sonnenblume, des Fenchels, Kümmels, Anis etc. Oft ist die S. haut von ganz eigenthümlicher Beschaffenheit, nicht glatt wie gewöhnlich, sondern höckerig, stachelicht, behaart. Die Haare von vielen Arten von Gossypium (der Baumwollstaude) sind Gegenstand des Welthandels geworden. Manche S. sind durch eigene Gefäßbündel, Nabelstränge an die Fruchthülle angeheftet z. B. Bohne, Erbse, Magnolien. Der wesentliche Theil des S.kerns ist der Keim (embryo). Bei vielen S. besteht der Kern blos aus dem Keim; bei andern enthält er noch einen Eiweißkörper (albumen). Im ersten Fall enthält der Keim in seinen dicken S.lappen (cotyledones) die erste Nahrung der jungen Pflanze selbst, im andern Fall nährt sich der Keim bei seiner ersten Entwicklung aus dem Eiweiß. Die Theile des Keims sind: 1) die S. lappen, 2) die Keimknospe (plumula), 3) das Würzelchen. Bei keinem Pflanzentheile sind die Verhältnisse: Lage, Größe, Richtung etc. so beständig wie bei dem S. u. insbesondere bei dem Keim. Man hat deßwegen auch in der Systematik die Verhältnisse dieser zu Unterscheidungszeichen für die Abtheilungen der höchsten Ordnungen benützt. Diesem nach hat man die gesammte Pflanzenwelt in erster Reihe getheilt in plantae embryonatae und pl. exembryonatae; letztere entsprechen den Cryptogamen, welche sich nicht durch S., sondern durch Sporen fortpflanzen; die pl. embryonatae theilen sich wieder in pl. polycotyledones, dicotyledones und monocotyledones. Erstere Abtheilung bilden die Coniferen u. andere mit mehr blätterigem S.lappen. Die Dicotyledonen entsprechen den exogenen Pflanzen, wozu der größte Theil unserer Flora, namentlich unsere Bäume gehören, den Monocotyledonen aber entsprechen die endogenen Pflanzen (die Gräser, Palmen, Lilien, Orchideen etc.). Außer diesen großen Gruppen kommen noch bei Bildung von Unterabtheilungen innerhalb der Pflanzenfamilie selbst die häufigsten Anwendungen von den Verhältnissen des S.s vor z. B.: bei den Umbelliferae, Cruciferae, Compositae etc. Die Benutzung der Pflanzen-S. ist bekanntlich von der ausgedehntesten Anwendung; neben den nährenden Bestandtheilen: Amylum, Pflanzeneiweiß, Kleber, fettem Oele, Zucker, Gummi, welche in größter Menge in den verschiedensten Pflanzen-S. vorkommen, sind es gar häufig auch die sehr heftig auf den Organismus einwirkenden und eine bestimmte Pflanze vorzugsweise charakterisirenden Pflanzenstoffe, welche ihren Lieblingssitz in den S. der Pflanzen haben z. B.: die ätherischen Oele, die Alkaloide, scharfen Harze. Als Beispiele mögen gelten: die ätherischen Oele der Kreuzblüten, Senf, Rettich, Kohlarten, die Alkaloide der Nachtschatten, Atropine, Hyosciamine, Solanine, das scharfe Harz des Pfeffers und mancher Euphorbien, Ricinus etc.


Samenlohden, Laubholz, aus zufällig angeflogenem Samen aufgegangen.


Samhara, Küstenland von Habesch, am rothen Meere, von der Straße Babelmandeb bis zur Insel Dhalak, schmal, von dem abyssin. Hochlande begränzt, heiß und dürr, unfruchtbar, wo es nicht bewässert werden kann. Die E. sind mohammedan. Gallas; der bedeutendste Ort ist Massowah, ein Stapelplatz mit Habesch; anderer Hafenplatz ist Artiko.


Samland, ehemals Provinz von Ostpreußen, zwischen Pregel, Frischem Haff, Ostsee, Kurischem Haff und Deine.


Sammet, dichte, seine Seidenzeuge, auf deren Oberfläche seine Haare (poils) in die Höhe stehen; der Grund ist glatt oder geköpert. Der Poil (Flor) wird durch eine 2. Kette (Florkette) erzeugt, deren Schleifen oder Schlingen aufgeschnitten (gerissener S.) oder nicht aufgeschnitten werden (ungerissener S.). Zur S.weberei gehört ein besonders eingerichteter Stuhl, weil 2 Ketten nothwendig sind. Man hat auch Baumwollen-S. oder Manchester, der wie der Seiden-S. gewoben wird.


Samniter (Samnites), mittelital. Volk, sabellischen Stamms, bewohnte Samnium (das Land zwischen Lucanien, Apulien, Latium und dem adriatischen Meere),

und Schirmpflanzen, sind so fest mit der S. haut verwachsen, daß man im gemeinen Leben die ganze Frucht für den S. ansieht z. B.: die Frucht des Reises, der Gerste, des Hafers, des Lattichs, der Astern, der Sonnenblume, des Fenchels, Kümmels, Anis etc. Oft ist die S. haut von ganz eigenthümlicher Beschaffenheit, nicht glatt wie gewöhnlich, sondern höckerig, stachelicht, behaart. Die Haare von vielen Arten von Gossypium (der Baumwollstaude) sind Gegenstand des Welthandels geworden. Manche S. sind durch eigene Gefäßbündel, Nabelstränge an die Fruchthülle angeheftet z. B. Bohne, Erbse, Magnolien. Der wesentliche Theil des S.kerns ist der Keim (embryo). Bei vielen S. besteht der Kern blos aus dem Keim; bei andern enthält er noch einen Eiweißkörper (albumen). Im ersten Fall enthält der Keim in seinen dicken S.lappen (cotyledones) die erste Nahrung der jungen Pflanze selbst, im andern Fall nährt sich der Keim bei seiner ersten Entwicklung aus dem Eiweiß. Die Theile des Keims sind: 1) die S. lappen, 2) die Keimknospe (plumula), 3) das Würzelchen. Bei keinem Pflanzentheile sind die Verhältnisse: Lage, Größe, Richtung etc. so beständig wie bei dem S. u. insbesondere bei dem Keim. Man hat deßwegen auch in der Systematik die Verhältnisse dieser zu Unterscheidungszeichen für die Abtheilungen der höchsten Ordnungen benützt. Diesem nach hat man die gesammte Pflanzenwelt in erster Reihe getheilt in plantae embryonatae und pl. exembryonatae; letztere entsprechen den Cryptogamen, welche sich nicht durch S., sondern durch Sporen fortpflanzen; die pl. embryonatae theilen sich wieder in pl. polycotyledones, dicotyledones und monocotyledones. Erstere Abtheilung bilden die Coniferen u. andere mit mehr blätterigem S.lappen. Die Dicotyledonen entsprechen den exogenen Pflanzen, wozu der größte Theil unserer Flora, namentlich unsere Bäume gehören, den Monocotyledonen aber entsprechen die endogenen Pflanzen (die Gräser, Palmen, Lilien, Orchideen etc.). Außer diesen großen Gruppen kommen noch bei Bildung von Unterabtheilungen innerhalb der Pflanzenfamilie selbst die häufigsten Anwendungen von den Verhältnissen des S.s vor z. B.: bei den Umbelliferae, Cruciferae, Compositae etc. Die Benutzung der Pflanzen-S. ist bekanntlich von der ausgedehntesten Anwendung; neben den nährenden Bestandtheilen: Amylum, Pflanzeneiweiß, Kleber, fettem Oele, Zucker, Gummi, welche in größter Menge in den verschiedensten Pflanzen-S. vorkommen, sind es gar häufig auch die sehr heftig auf den Organismus einwirkenden und eine bestimmte Pflanze vorzugsweise charakterisirenden Pflanzenstoffe, welche ihren Lieblingssitz in den S. der Pflanzen haben z. B.: die ätherischen Oele, die Alkaloide, scharfen Harze. Als Beispiele mögen gelten: die ätherischen Oele der Kreuzblüten, Senf, Rettich, Kohlarten, die Alkaloide der Nachtschatten, Atropine, Hyosciamine, Solanine, das scharfe Harz des Pfeffers und mancher Euphorbien, Ricinus etc.


Samenlohden, Laubholz, aus zufällig angeflogenem Samen aufgegangen.


Samhara, Küstenland von Habesch, am rothen Meere, von der Straße Babelmandeb bis zur Insel Dhalak, schmal, von dem abyssin. Hochlande begränzt, heiß und dürr, unfruchtbar, wo es nicht bewässert werden kann. Die E. sind mohammedan. Gallas; der bedeutendste Ort ist Massowah, ein Stapelplatz mit Habesch; anderer Hafenplatz ist Artiko.


Samland, ehemals Provinz von Ostpreußen, zwischen Pregel, Frischem Haff, Ostsee, Kurischem Haff und Deine.


Sammet, dichte, seine Seidenzeuge, auf deren Oberfläche seine Haare (poils) in die Höhe stehen; der Grund ist glatt oder geköpert. Der Poil (Flor) wird durch eine 2. Kette (Florkette) erzeugt, deren Schleifen oder Schlingen aufgeschnitten (gerissener S.) oder nicht aufgeschnitten werden (ungerissener S.). Zur S.weberei gehört ein besonders eingerichteter Stuhl, weil 2 Ketten nothwendig sind. Man hat auch Baumwollen-S. oder Manchester, der wie der Seiden-S. gewoben wird.


Samniter (Samnites), mittelital. Volk, sabellischen Stamms, bewohnte Samnium (das Land zwischen Lucanien, Apulien, Latium und dem adriatischen Meere),

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[36/0037] und Schirmpflanzen, sind so fest mit der S. haut verwachsen, daß man im gemeinen Leben die ganze Frucht für den S. ansieht z. B.: die Frucht des Reises, der Gerste, des Hafers, des Lattichs, der Astern, der Sonnenblume, des Fenchels, Kümmels, Anis etc. Oft ist die S. haut von ganz eigenthümlicher Beschaffenheit, nicht glatt wie gewöhnlich, sondern höckerig, stachelicht, behaart. Die Haare von vielen Arten von Gossypium (der Baumwollstaude) sind Gegenstand des Welthandels geworden. Manche S. sind durch eigene Gefäßbündel, Nabelstränge an die Fruchthülle angeheftet z. B. Bohne, Erbse, Magnolien. Der wesentliche Theil des S.kerns ist der Keim (embryo). Bei vielen S. besteht der Kern blos aus dem Keim; bei andern enthält er noch einen Eiweißkörper (albumen). Im ersten Fall enthält der Keim in seinen dicken S.lappen (cotyledones) die erste Nahrung der jungen Pflanze selbst, im andern Fall nährt sich der Keim bei seiner ersten Entwicklung aus dem Eiweiß. Die Theile des Keims sind: 1) die S. lappen, 2) die Keimknospe (plumula), 3) das Würzelchen. Bei keinem Pflanzentheile sind die Verhältnisse: Lage, Größe, Richtung etc. so beständig wie bei dem S. u. insbesondere bei dem Keim. Man hat deßwegen auch in der Systematik die Verhältnisse dieser zu Unterscheidungszeichen für die Abtheilungen der höchsten Ordnungen benützt. Diesem nach hat man die gesammte Pflanzenwelt in erster Reihe getheilt in plantae embryonatae und pl. exembryonatae; letztere entsprechen den Cryptogamen, welche sich nicht durch S., sondern durch Sporen fortpflanzen; die pl. embryonatae theilen sich wieder in pl. polycotyledones, dicotyledones und monocotyledones. Erstere Abtheilung bilden die Coniferen u. andere mit mehr blätterigem S.lappen. Die Dicotyledonen entsprechen den exogenen Pflanzen, wozu der größte Theil unserer Flora, namentlich unsere Bäume gehören, den Monocotyledonen aber entsprechen die endogenen Pflanzen (die Gräser, Palmen, Lilien, Orchideen etc.). Außer diesen großen Gruppen kommen noch bei Bildung von Unterabtheilungen innerhalb der Pflanzenfamilie selbst die häufigsten Anwendungen von den Verhältnissen des S.s vor z. B.: bei den Umbelliferae, Cruciferae, Compositae etc. Die Benutzung der Pflanzen-S. ist bekanntlich von der ausgedehntesten Anwendung; neben den nährenden Bestandtheilen: Amylum, Pflanzeneiweiß, Kleber, fettem Oele, Zucker, Gummi, welche in größter Menge in den verschiedensten Pflanzen-S. vorkommen, sind es gar häufig auch die sehr heftig auf den Organismus einwirkenden und eine bestimmte Pflanze vorzugsweise charakterisirenden Pflanzenstoffe, welche ihren Lieblingssitz in den S. der Pflanzen haben z. B.: die ätherischen Oele, die Alkaloide, scharfen Harze. Als Beispiele mögen gelten: die ätherischen Oele der Kreuzblüten, Senf, Rettich, Kohlarten, die Alkaloide der Nachtschatten, Atropine, Hyosciamine, Solanine, das scharfe Harz des Pfeffers und mancher Euphorbien, Ricinus etc. Samenlohden, Laubholz, aus zufällig angeflogenem Samen aufgegangen. Samhara, Küstenland von Habesch, am rothen Meere, von der Straße Babelmandeb bis zur Insel Dhalak, schmal, von dem abyssin. Hochlande begränzt, heiß und dürr, unfruchtbar, wo es nicht bewässert werden kann. Die E. sind mohammedan. Gallas; der bedeutendste Ort ist Massowah, ein Stapelplatz mit Habesch; anderer Hafenplatz ist Artiko. Samland, ehemals Provinz von Ostpreußen, zwischen Pregel, Frischem Haff, Ostsee, Kurischem Haff und Deine. Sammet, dichte, seine Seidenzeuge, auf deren Oberfläche seine Haare (poils) in die Höhe stehen; der Grund ist glatt oder geköpert. Der Poil (Flor) wird durch eine 2. Kette (Florkette) erzeugt, deren Schleifen oder Schlingen aufgeschnitten (gerissener S.) oder nicht aufgeschnitten werden (ungerissener S.). Zur S.weberei gehört ein besonders eingerichteter Stuhl, weil 2 Ketten nothwendig sind. Man hat auch Baumwollen-S. oder Manchester, der wie der Seiden-S. gewoben wird. Samniter (Samnites), mittelital. Volk, sabellischen Stamms, bewohnte Samnium (das Land zwischen Lucanien, Apulien, Latium und dem adriatischen Meere),

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Zitationshilfe: Herders Conversations-Lexikon. Bd. 5. Freiburg im Breisgau, 1857, S. 36. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/nn_conversationslexikon05_1857/37>, abgerufen am 27.11.2020.