Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Herders Conversations-Lexikon. Bd. 5. Freiburg im Breisgau, 1857.

Bild:
<< vorherige Seite

eine bedeutende Menge von Gasen entwickelt, Stickgas und kohlensaures Gas, welche durch ihre starke Ausdehnung die bekannte heftig explodirende Wirkung des S.s hervorbringen. Als Rückstand bei der Verbrennung des Pulvers bleibt Schwefelkalium, das durch eingemengte nicht verbrannte Kohlentheilchen gewöhnlich schwarz erscheint, meist auch etwas schwefelsaures Kali. Das Volumen der entwickelten Gase ist nach Gay-Lussac das 450fache von dem Volumen des verbrannten Pulvers. Die Ausdehnung dieser Gase wird aber durch die bei der Verbrennung entwickelte Hitze, die bis auf 1200° steigen kann, noch bedeutend erhöht, so daß die Kraft der Ausdehnung nach den verschiedenen Angaben das 1000-2000fache des atmosphärischen Drucks beträgt. - Bei Bereitung des S.s nimmt man Kohle von solchen Hölzern, die eine schnell und möglichst ganz verbrennende Kohle liefern, namentlich Pappeln-, Erlen-, Linden- und Weidenholz. Das geeignetste Mischungsverhältniß ist das schon nach den ältesten Vorschriften gegebene, nämlich 3/4 Salpeter, 1/8 Schwefel und 1/8 Kohle (75, 121/2, 121/2%). Diese Stoffe werden zuerst sein gemahlen, dann innig gemengt. wozu Anfeuchtung nöthig ist. Hierauf folgt das Körnen der Masse, was durch Siebe mit runden Löchern geschieht. Als Hauptsorten von S. unterscheidet man Jagdpulver. Kriegspulver und Sprengpulver. - Die Zeit der Erfindung des S.s ist unbekannt. Am frühesten kannten es die Chinesen. Von diesen kam es zu den Arabern und Byzantinern; das griech. Feuer soll eine pulverähnliche Masse gewesen sein. Im westl. Europa wurde es zuerst von den Arabern in Spanien angewendet, welche schon in der zweiten Hälfte des 13. Jahrh. sich der Geschütze bedienten. Die Angabe der Wiedererfindung des S.s durch den Franziskanermönch Berthold Schwarz (s. d.) aus Freiburg i. Br. um 1330 ist unsicher.


Schießscharten, Einschnitte in die Brustwehr eines Werks. um durch dieselben zu feuern; werden zu diesem Zwecke gemauerte od. hölzerne durchbrochen, so entstehen Schießlöcher (doch werden beide Ausdrücke auch gleichbedeutend gebraucht).


Schiff, heißt im Allgemeinen jedes mit hohlem Körper und auf einem Kiel erbaute. zum Fahren auf dem Wasser bestimmte Fahrzeug, im engern Sinn aber bloß ein größeres See-S. Man unterscheidet Kauffahrtei-S. e und Kriegs-S.e. - In der Baukunst heißt S. der mittlere und größere Theil einer Kirche, vom hintern Theil derselben bis vorwärts zum Chor.


Schiffahrtskunde, Nautik. der Inbegriff aller zur Schiffahrt nöthigen Wissenschaften, also: Kenntniß des Schiffbaues u. dessen Mechanismus; der Küsten, Inseln, Klippen, Strömungen etc.; der Seekarten, der physikalischen und astronomischen Instrumente, durch welche das Einhalten einer bestimmten Richtung möglich wird (Bestimmung der Länge und Breite, unter welcher das Schiff fährt).


Schiffahrtsverträge, eine Art Handelsverträge, durch welche einzelne Staaten den Schiffen ihrer Flagge gewisse Begünstigungen vor anderen einräumen.


Schiffbrücken, s. Brücken.


Schifferinseln (Navigator-, Samoainseln), austral. Gruppe von 4 größeren und 6 kleinen Inseln, nordöstl. von den Freundschaftsinseln, gebirgig. vulkanischen Ursprungs, 54 #M. groß mit 160000 E. malayischen Stamms u. schöner Bildung, größtentheils civilisirt. Die S. wurden frühe von Mendana u. Lemaire entdeckt. 1722 von Roggeveen, der sie Baumannsinseln, 1767 von Bougainville besucht. der sie Navigatorinseln nannte.


Schiffsbaukunst. Das Schiff beginnt mit dem Kiel als Basis, auf welche die Rippen befestigt sind, die durch lange, schmale, aufgenagelte Balken (Bänder) an ihrer Stelle festgehalten werden; dann werden die Planken zwischen den Bändern eingenagelt, hierauf die Querbalken eingezogen, welche die Grundlage des aus Planken bestehenden Verdecks bilden. Bisher lag das Schiff auf der Werfte auf einer Unterlage von Balken und Klötzen (dem Stapel); diese wird weggeschlagen, so daß der Schiffsrumpf auf der hölzernen

eine bedeutende Menge von Gasen entwickelt, Stickgas und kohlensaures Gas, welche durch ihre starke Ausdehnung die bekannte heftig explodirende Wirkung des S.s hervorbringen. Als Rückstand bei der Verbrennung des Pulvers bleibt Schwefelkalium, das durch eingemengte nicht verbrannte Kohlentheilchen gewöhnlich schwarz erscheint, meist auch etwas schwefelsaures Kali. Das Volumen der entwickelten Gase ist nach Gay-Lussac das 450fache von dem Volumen des verbrannten Pulvers. Die Ausdehnung dieser Gase wird aber durch die bei der Verbrennung entwickelte Hitze, die bis auf 1200° steigen kann, noch bedeutend erhöht, so daß die Kraft der Ausdehnung nach den verschiedenen Angaben das 1000–2000fache des atmosphärischen Drucks beträgt. – Bei Bereitung des S.s nimmt man Kohle von solchen Hölzern, die eine schnell und möglichst ganz verbrennende Kohle liefern, namentlich Pappeln-, Erlen-, Linden- und Weidenholz. Das geeignetste Mischungsverhältniß ist das schon nach den ältesten Vorschriften gegebene, nämlich 3/4 Salpeter, 1/8 Schwefel und 1/8 Kohle (75, 121/2, 121/2%). Diese Stoffe werden zuerst sein gemahlen, dann innig gemengt. wozu Anfeuchtung nöthig ist. Hierauf folgt das Körnen der Masse, was durch Siebe mit runden Löchern geschieht. Als Hauptsorten von S. unterscheidet man Jagdpulver. Kriegspulver und Sprengpulver. – Die Zeit der Erfindung des S.s ist unbekannt. Am frühesten kannten es die Chinesen. Von diesen kam es zu den Arabern und Byzantinern; das griech. Feuer soll eine pulverähnliche Masse gewesen sein. Im westl. Europa wurde es zuerst von den Arabern in Spanien angewendet, welche schon in der zweiten Hälfte des 13. Jahrh. sich der Geschütze bedienten. Die Angabe der Wiedererfindung des S.s durch den Franziskanermönch Berthold Schwarz (s. d.) aus Freiburg i. Br. um 1330 ist unsicher.


Schießscharten, Einschnitte in die Brustwehr eines Werks. um durch dieselben zu feuern; werden zu diesem Zwecke gemauerte od. hölzerne durchbrochen, so entstehen Schießlöcher (doch werden beide Ausdrücke auch gleichbedeutend gebraucht).


Schiff, heißt im Allgemeinen jedes mit hohlem Körper und auf einem Kiel erbaute. zum Fahren auf dem Wasser bestimmte Fahrzeug, im engern Sinn aber bloß ein größeres See-S. Man unterscheidet Kauffahrtei-S. e und Kriegs-S.e. – In der Baukunst heißt S. der mittlere und größere Theil einer Kirche, vom hintern Theil derselben bis vorwärts zum Chor.


Schiffahrtskunde, Nautik. der Inbegriff aller zur Schiffahrt nöthigen Wissenschaften, also: Kenntniß des Schiffbaues u. dessen Mechanismus; der Küsten, Inseln, Klippen, Strömungen etc.; der Seekarten, der physikalischen und astronomischen Instrumente, durch welche das Einhalten einer bestimmten Richtung möglich wird (Bestimmung der Länge und Breite, unter welcher das Schiff fährt).


Schiffahrtsverträge, eine Art Handelsverträge, durch welche einzelne Staaten den Schiffen ihrer Flagge gewisse Begünstigungen vor anderen einräumen.


Schiffbrücken, s. Brücken.


Schifferinseln (Navigator-, Samoainseln), austral. Gruppe von 4 größeren und 6 kleinen Inseln, nordöstl. von den Freundschaftsinseln, gebirgig. vulkanischen Ursprungs, 54 □M. groß mit 160000 E. malayischen Stamms u. schöner Bildung, größtentheils civilisirt. Die S. wurden frühe von Mendana u. Lemaire entdeckt. 1722 von Roggeveen, der sie Baumannsinseln, 1767 von Bougainville besucht. der sie Navigatorinseln nannte.


Schiffsbaukunst. Das Schiff beginnt mit dem Kiel als Basis, auf welche die Rippen befestigt sind, die durch lange, schmale, aufgenagelte Balken (Bänder) an ihrer Stelle festgehalten werden; dann werden die Planken zwischen den Bändern eingenagelt, hierauf die Querbalken eingezogen, welche die Grundlage des aus Planken bestehenden Verdecks bilden. Bisher lag das Schiff auf der Werfte auf einer Unterlage von Balken und Klötzen (dem Stapel); diese wird weggeschlagen, so daß der Schiffsrumpf auf der hölzernen

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <p><pb facs="#f0078" n="77"/>
eine bedeutende Menge von Gasen entwickelt, Stickgas und kohlensaures Gas, welche durch ihre starke Ausdehnung die bekannte heftig explodirende Wirkung des S.s hervorbringen. Als Rückstand bei der Verbrennung des Pulvers bleibt Schwefelkalium, das durch eingemengte nicht verbrannte Kohlentheilchen gewöhnlich schwarz erscheint, meist auch etwas schwefelsaures Kali. Das Volumen der entwickelten Gase ist nach Gay-Lussac das 450fache von dem Volumen des verbrannten Pulvers. Die Ausdehnung dieser Gase wird aber durch die bei der Verbrennung entwickelte Hitze, die bis auf 1200° steigen kann, noch bedeutend erhöht, so daß die Kraft der Ausdehnung nach den verschiedenen Angaben das 1000&#x2013;2000fache des atmosphärischen Drucks beträgt. &#x2013; Bei Bereitung des S.s nimmt man Kohle von solchen Hölzern, die eine schnell und möglichst ganz verbrennende Kohle liefern, namentlich Pappeln-, Erlen-, Linden- und Weidenholz. Das geeignetste Mischungsverhältniß ist das schon nach den ältesten Vorschriften gegebene, nämlich <hi rendition="#sup">3</hi>/<hi rendition="#sub">4</hi> Salpeter, <hi rendition="#sup">1</hi>/<hi rendition="#sub">8</hi> Schwefel und <hi rendition="#sup">1</hi>/<hi rendition="#sub">8</hi> Kohle (75, 12<hi rendition="#sup">1</hi>/<hi rendition="#sub">2</hi>, 12<hi rendition="#sup">1</hi>/<hi rendition="#sub">2</hi>%). Diese Stoffe werden zuerst sein gemahlen, dann innig gemengt. wozu Anfeuchtung nöthig ist. Hierauf folgt das Körnen der Masse, was durch Siebe mit runden Löchern geschieht. Als Hauptsorten von S. unterscheidet man <hi rendition="#g">Jagdpulver. Kriegspulver und Sprengpulver.</hi> &#x2013; Die Zeit der Erfindung des S.s ist unbekannt. Am frühesten kannten es die Chinesen. Von diesen kam es zu den Arabern und Byzantinern; das griech. Feuer soll eine pulverähnliche Masse gewesen sein. Im westl. Europa wurde es zuerst von den Arabern in Spanien angewendet, welche schon in der zweiten Hälfte des 13. Jahrh. sich der Geschütze bedienten. Die Angabe der Wiedererfindung des S.s durch den Franziskanermönch Berthold Schwarz (s. d.) aus Freiburg i. Br. um 1330 ist unsicher.</p><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <p><hi rendition="#b">Schießscharten</hi>, Einschnitte in die Brustwehr eines Werks. um durch dieselben zu feuern; werden zu diesem Zwecke gemauerte od. hölzerne durchbrochen, so entstehen <hi rendition="#g">Schießlöcher</hi> (doch werden beide Ausdrücke auch gleichbedeutend gebraucht).</p><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <p><hi rendition="#b">Schiff</hi>, heißt im Allgemeinen jedes mit hohlem Körper und auf einem Kiel erbaute. zum Fahren auf dem Wasser bestimmte Fahrzeug, im engern Sinn aber bloß ein größeres See-S. Man unterscheidet <hi rendition="#g">Kauffahrtei-S.</hi> e und <hi rendition="#g">Kriegs-S.</hi>e. &#x2013; In der Baukunst heißt S. der mittlere und größere Theil einer Kirche, vom hintern Theil derselben bis vorwärts zum Chor.</p><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <p><hi rendition="#b">Schiffahrtskunde</hi>, <hi rendition="#g">Nautik.</hi> der Inbegriff aller zur Schiffahrt nöthigen Wissenschaften, also: Kenntniß des Schiffbaues u. dessen Mechanismus; der Küsten, Inseln, Klippen, Strömungen etc.; der Seekarten, der physikalischen und astronomischen Instrumente, durch welche das Einhalten einer bestimmten Richtung möglich wird (Bestimmung der Länge und Breite, unter welcher das Schiff fährt).</p><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <p><hi rendition="#b">Schiffahrtsverträge</hi>, eine Art Handelsverträge, durch welche einzelne Staaten den Schiffen ihrer Flagge gewisse Begünstigungen vor anderen einräumen.</p><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <p><hi rendition="#b">Schiffbrücken</hi>, s. Brücken.</p><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <p><hi rendition="#b">Schifferinseln</hi> (Navigator-, Samoainseln), austral. Gruppe von 4 größeren und 6 kleinen Inseln, nordöstl. von den Freundschaftsinseln, gebirgig. vulkanischen Ursprungs, 54 &#x25A1;M. groß mit 160000 E. malayischen Stamms u. schöner Bildung, größtentheils civilisirt. Die S. wurden frühe von Mendana u. Lemaire entdeckt. 1722 von Roggeveen, der sie Baumannsinseln, 1767 von Bougainville besucht. der sie Navigatorinseln nannte.</p><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <p><hi rendition="#b">Schiffsbaukunst</hi>. Das Schiff beginnt mit dem Kiel als Basis, auf welche die Rippen befestigt sind, die durch lange, schmale, aufgenagelte Balken (Bänder) an ihrer Stelle festgehalten werden; dann werden die Planken zwischen den Bändern eingenagelt, hierauf die Querbalken eingezogen, welche die Grundlage des aus Planken bestehenden Verdecks bilden. Bisher lag das Schiff auf der Werfte auf einer Unterlage von Balken und Klötzen (dem Stapel); diese wird weggeschlagen, so daß der Schiffsrumpf auf der hölzernen
</p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[77/0078] eine bedeutende Menge von Gasen entwickelt, Stickgas und kohlensaures Gas, welche durch ihre starke Ausdehnung die bekannte heftig explodirende Wirkung des S.s hervorbringen. Als Rückstand bei der Verbrennung des Pulvers bleibt Schwefelkalium, das durch eingemengte nicht verbrannte Kohlentheilchen gewöhnlich schwarz erscheint, meist auch etwas schwefelsaures Kali. Das Volumen der entwickelten Gase ist nach Gay-Lussac das 450fache von dem Volumen des verbrannten Pulvers. Die Ausdehnung dieser Gase wird aber durch die bei der Verbrennung entwickelte Hitze, die bis auf 1200° steigen kann, noch bedeutend erhöht, so daß die Kraft der Ausdehnung nach den verschiedenen Angaben das 1000–2000fache des atmosphärischen Drucks beträgt. – Bei Bereitung des S.s nimmt man Kohle von solchen Hölzern, die eine schnell und möglichst ganz verbrennende Kohle liefern, namentlich Pappeln-, Erlen-, Linden- und Weidenholz. Das geeignetste Mischungsverhältniß ist das schon nach den ältesten Vorschriften gegebene, nämlich 3/4 Salpeter, 1/8 Schwefel und 1/8 Kohle (75, 121/2, 121/2%). Diese Stoffe werden zuerst sein gemahlen, dann innig gemengt. wozu Anfeuchtung nöthig ist. Hierauf folgt das Körnen der Masse, was durch Siebe mit runden Löchern geschieht. Als Hauptsorten von S. unterscheidet man Jagdpulver. Kriegspulver und Sprengpulver. – Die Zeit der Erfindung des S.s ist unbekannt. Am frühesten kannten es die Chinesen. Von diesen kam es zu den Arabern und Byzantinern; das griech. Feuer soll eine pulverähnliche Masse gewesen sein. Im westl. Europa wurde es zuerst von den Arabern in Spanien angewendet, welche schon in der zweiten Hälfte des 13. Jahrh. sich der Geschütze bedienten. Die Angabe der Wiedererfindung des S.s durch den Franziskanermönch Berthold Schwarz (s. d.) aus Freiburg i. Br. um 1330 ist unsicher. Schießscharten, Einschnitte in die Brustwehr eines Werks. um durch dieselben zu feuern; werden zu diesem Zwecke gemauerte od. hölzerne durchbrochen, so entstehen Schießlöcher (doch werden beide Ausdrücke auch gleichbedeutend gebraucht). Schiff, heißt im Allgemeinen jedes mit hohlem Körper und auf einem Kiel erbaute. zum Fahren auf dem Wasser bestimmte Fahrzeug, im engern Sinn aber bloß ein größeres See-S. Man unterscheidet Kauffahrtei-S. e und Kriegs-S.e. – In der Baukunst heißt S. der mittlere und größere Theil einer Kirche, vom hintern Theil derselben bis vorwärts zum Chor. Schiffahrtskunde, Nautik. der Inbegriff aller zur Schiffahrt nöthigen Wissenschaften, also: Kenntniß des Schiffbaues u. dessen Mechanismus; der Küsten, Inseln, Klippen, Strömungen etc.; der Seekarten, der physikalischen und astronomischen Instrumente, durch welche das Einhalten einer bestimmten Richtung möglich wird (Bestimmung der Länge und Breite, unter welcher das Schiff fährt). Schiffahrtsverträge, eine Art Handelsverträge, durch welche einzelne Staaten den Schiffen ihrer Flagge gewisse Begünstigungen vor anderen einräumen. Schiffbrücken, s. Brücken. Schifferinseln (Navigator-, Samoainseln), austral. Gruppe von 4 größeren und 6 kleinen Inseln, nordöstl. von den Freundschaftsinseln, gebirgig. vulkanischen Ursprungs, 54 □M. groß mit 160000 E. malayischen Stamms u. schöner Bildung, größtentheils civilisirt. Die S. wurden frühe von Mendana u. Lemaire entdeckt. 1722 von Roggeveen, der sie Baumannsinseln, 1767 von Bougainville besucht. der sie Navigatorinseln nannte. Schiffsbaukunst. Das Schiff beginnt mit dem Kiel als Basis, auf welche die Rippen befestigt sind, die durch lange, schmale, aufgenagelte Balken (Bänder) an ihrer Stelle festgehalten werden; dann werden die Planken zwischen den Bändern eingenagelt, hierauf die Querbalken eingezogen, welche die Grundlage des aus Planken bestehenden Verdecks bilden. Bisher lag das Schiff auf der Werfte auf einer Unterlage von Balken und Klötzen (dem Stapel); diese wird weggeschlagen, so daß der Schiffsrumpf auf der hölzernen

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

zeno.org – Contumax GmbH & Co. KG: Bereitstellung der Texttranskription. (2020-08-19T11:47:14Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.
Andreas Nolda: Bearbeitung der digitalen Edition. (2020-08-19T11:47:14Z)

Weitere Informationen:

Bogensignaturen: nicht übernommen; Druckfehler: keine Angabe; fremdsprachliches Material: keine Angabe; Geminations-/Abkürzungsstriche: keine Angabe; Hervorhebungen (Antiqua, Sperrschrift, Kursive etc.): gekennzeichnet; Hervorhebungen I/J in Fraktur: keine Angabe; i/j in Fraktur: keine Angabe; Kolumnentitel: nicht übernommen; Kustoden: keine Angabe; langes s (ſ): als s transkribiert; Normalisierungen: keine Angabe; rundes r (ꝛ): keine Angabe; Seitenumbrüche markiert: ja; Silbentrennung: aufgelöst; u/v bzw. U/V: keine Angabe; Vokale mit übergest. e: keine Angabe; Vollständigkeit: keine Angabe; Zeichensetzung: keine Angabe; Zeilenumbrüche markiert: nein;




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/nn_conversationslexikon05_1857
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/nn_conversationslexikon05_1857/78
Zitationshilfe: Herders Conversations-Lexikon. Bd. 5. Freiburg im Breisgau, 1857, S. 77. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/nn_conversationslexikon05_1857/78>, abgerufen am 20.10.2020.