Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Herders Conversations-Lexikon. Bd. 5. Freiburg im Breisgau, 1857.

Bild:
<< vorherige Seite

Teutonicarum", Ulm 1727 (von Scherz herausgegeben).


Schimmel. der bekannte flockige Ueberzug, der sich besonders gern auf organischen Stoffen bildet, die in Zersetzung übergehen, s. Pilze.


Schimmelmann, Heinrich Karl, Graf von, geb. 1724 zu Demmin in Pommern, Kaufmann, später Bankier in Hamburg, endlich Schatzmeister des Königs von Dänemark, leitete verschiedene große Finanzoperationen, wurde 1779 Graf, st. 1782. - Sein Sohn Ernst Heinrich, geb. 1747, gest. 1831 zu Kopenhagen, war von 1784-1814 dän. Finanzminister und bewährte sich unter den schwierigsten Verhältnissen.


Schimmelpenninck, Rütger Jan, geb. 1761 zu Deventer, Advokat, gehörte vor 1794 zur antioranischen Partei, saß dann in der batav. Nationalversammlung, war Gesander in Paris, London, zu Amiens bei den Friedensverhandlungen. 1805 als Rathspensionär an der Spitze der Regierung, ein rechtlicher u. verständiger Holländer, der aber wider die verderbliche Politik Napoleons I. gegen Holland nichts auszurichten vermochte. Er zog sich nach Louis Bonapartes Thronbesteigung zurück, wurde zum Senator u. Grafen ernannt, 1810 bis 1814 für die innere Regierung Hollands verwendet, lebte nachher zurückgezogen und starb 1825.


Schimpanse, s. Orangutang.


Schimper, Wilh., Naturforscher u. Reisender, geb. 1804 zu Mannheim, studierte zu München Naturwissenschaften, machte 1829 eine Reise nach Algier, 1834 im Auftrag des württemb. Reisevereins nach Aegypten u. Arabien, von wo er während seines mehrjährigen Aufenthalts reichhaltige naturhistorische Sammlungen nach Europa schickte und begab sich hierauf nach Abyssinien, wo er sich zuletzt niederließ und vom Fürsten Ubie eine Statthalterschaft erhielt, fortwährend mit naturhistorischen Forschungen und Sammlungen beschäftigt. Seitdem er seine Statthalterschaft wieder verloren und der württemb. Reiseverein sich aufgelöst hat, genießt er Unterstützung von Frankreich und sendet seine Sammlungen nach Paris. - S., Karl Friedr., Bruder des Vorigen, verdienter Botaniker, geb. 1803. lebte zu München, später in Schwetzingen u. machte sich besonders verdient um die Morphologie der Pflanzen und durch seine Entdeckung der Gesetze der Blattstellung. Auch gab er "Gedichte", Erlangen 1840 u. Mannh. 1847, heraus, - S., Wilh. Phil., ebenfalls Naturforscher, Geschwisterkind der Vorigen, geb. 1808 zu Dosenheim. seit 1838 Conservator, 1839 Director des naturhistorischen Museums zu Straßburg, bereiste fast ganz Europa. "Plantes fossiles des Vosges", Leipzig 1844; "Bryologia Europaea", 6 Bde., Stuttg. 1836-54; mit 640 Tafeln; "Stirpes normales bryologiae Europaeae", Straßb. 1844-54; "Palaeontologia Alsatica", Straßb. 1854.


Schinderhannes, s. Bückler.


Schink, Joh. Friedrich, geb. 1755 zu Magdeburg. war an mehren Orten Dramaturg. seit 1822 Bibliothekar der Herzogin von Sagan, st. 1835, ein sehr fruchtbarer dramatischer, kritischer und erzählender Schriftsteller.


Schinkel, Karl Friedrich, einer der berühmtesten Architekten der neuern Zeit, geb. 1781 zu Neuruppin, bildete sich zu Berlin unter Professor Gilly, besuchte 1803-5 Italien, ward 1810 Assessor der neuerrichteten Baudeputation, 1811 Mitglied der Kunstakademie, 1815 Geh. Oberbaurath. 1820 Professor an der Akademie, 1839 Oberlandesbaudirector. u. starb 1841. Von zahlreichen Bauwerken die bekanntesten: das neue Schauspielhaus in Berlin, das Denkmal auf dem Kreuzberge, die Anlage des neuen Potsdamer Thores, die Ingenieur- und Artillerieschule, das neue Museum, die Bauschule, die Werdersche Kirche in Berlin, die Nikolaikirche in Potsdam. Auch als Landschaftsmaler lieferte er Ausgezeichnetes, außerdem "Sammlung architektonischer Entwürfe", 26 Hefte, neue Aufl. Potsdam 1841 bis 1845; "Werke der höhern Baukunst", Potsd. 1845-46.


Schinseng, s. Ginseng.


Schipp, schleswig. Flächenmaß von 24 Quadratruthen; in Dänemark Getreide- u. Salzmaß = 874 Par. Kub.-Zoll.

Teutonicarum“, Ulm 1727 (von Scherz herausgegeben).


Schimmel. der bekannte flockige Ueberzug, der sich besonders gern auf organischen Stoffen bildet, die in Zersetzung übergehen, s. Pilze.


Schimmelmann, Heinrich Karl, Graf von, geb. 1724 zu Demmin in Pommern, Kaufmann, später Bankier in Hamburg, endlich Schatzmeister des Königs von Dänemark, leitete verschiedene große Finanzoperationen, wurde 1779 Graf, st. 1782. – Sein Sohn Ernst Heinrich, geb. 1747, gest. 1831 zu Kopenhagen, war von 1784–1814 dän. Finanzminister und bewährte sich unter den schwierigsten Verhältnissen.


Schimmelpenninck, Rütger Jan, geb. 1761 zu Deventer, Advokat, gehörte vor 1794 zur antioranischen Partei, saß dann in der batav. Nationalversammlung, war Gesander in Paris, London, zu Amiens bei den Friedensverhandlungen. 1805 als Rathspensionär an der Spitze der Regierung, ein rechtlicher u. verständiger Holländer, der aber wider die verderbliche Politik Napoleons I. gegen Holland nichts auszurichten vermochte. Er zog sich nach Louis Bonapartes Thronbesteigung zurück, wurde zum Senator u. Grafen ernannt, 1810 bis 1814 für die innere Regierung Hollands verwendet, lebte nachher zurückgezogen und starb 1825.


Schimpanse, s. Orangutang.


Schimper, Wilh., Naturforscher u. Reisender, geb. 1804 zu Mannheim, studierte zu München Naturwissenschaften, machte 1829 eine Reise nach Algier, 1834 im Auftrag des württemb. Reisevereins nach Aegypten u. Arabien, von wo er während seines mehrjährigen Aufenthalts reichhaltige naturhistorische Sammlungen nach Europa schickte und begab sich hierauf nach Abyssinien, wo er sich zuletzt niederließ und vom Fürsten Ubie eine Statthalterschaft erhielt, fortwährend mit naturhistorischen Forschungen und Sammlungen beschäftigt. Seitdem er seine Statthalterschaft wieder verloren und der württemb. Reiseverein sich aufgelöst hat, genießt er Unterstützung von Frankreich und sendet seine Sammlungen nach Paris. – S., Karl Friedr., Bruder des Vorigen, verdienter Botaniker, geb. 1803. lebte zu München, später in Schwetzingen u. machte sich besonders verdient um die Morphologie der Pflanzen und durch seine Entdeckung der Gesetze der Blattstellung. Auch gab er „Gedichte“, Erlangen 1840 u. Mannh. 1847, heraus, – S., Wilh. Phil., ebenfalls Naturforscher, Geschwisterkind der Vorigen, geb. 1808 zu Dosenheim. seit 1838 Conservator, 1839 Director des naturhistorischen Museums zu Straßburg, bereiste fast ganz Europa. „Plantes fossiles des Vosges“, Leipzig 1844; „Bryologia Europaea“, 6 Bde., Stuttg. 1836–54; mit 640 Tafeln; „Stirpes normales bryologiae Europaeae“, Straßb. 1844–54; „Palaeontologia Alsatica“, Straßb. 1854.


Schinderhannes, s. Bückler.


Schink, Joh. Friedrich, geb. 1755 zu Magdeburg. war an mehren Orten Dramaturg. seit 1822 Bibliothekar der Herzogin von Sagan, st. 1835, ein sehr fruchtbarer dramatischer, kritischer und erzählender Schriftsteller.


Schinkel, Karl Friedrich, einer der berühmtesten Architekten der neuern Zeit, geb. 1781 zu Neuruppin, bildete sich zu Berlin unter Professor Gilly, besuchte 1803–5 Italien, ward 1810 Assessor der neuerrichteten Baudeputation, 1811 Mitglied der Kunstakademie, 1815 Geh. Oberbaurath. 1820 Professor an der Akademie, 1839 Oberlandesbaudirector. u. starb 1841. Von zahlreichen Bauwerken die bekanntesten: das neue Schauspielhaus in Berlin, das Denkmal auf dem Kreuzberge, die Anlage des neuen Potsdamer Thores, die Ingenieur- und Artillerieschule, das neue Museum, die Bauschule, die Werdersche Kirche in Berlin, die Nikolaikirche in Potsdam. Auch als Landschaftsmaler lieferte er Ausgezeichnetes, außerdem „Sammlung architektonischer Entwürfe“, 26 Hefte, neue Aufl. Potsdam 1841 bis 1845; „Werke der höhern Baukunst“, Potsd. 1845–46.


Schinseng, s. Ginseng.


Schipp, schleswig. Flächenmaß von 24 Quadratruthen; in Dänemark Getreide- u. Salzmaß = 874 Par. Kub.-Zoll.

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <p><hi rendition="#i"><pb facs="#f0085" n="84"/>
Teutonicarum</hi>&#x201C;, Ulm 1727 (von Scherz herausgegeben).</p><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <p><hi rendition="#b">Schimmel</hi>. der bekannte flockige Ueberzug, der sich besonders gern auf organischen Stoffen bildet, die in Zersetzung übergehen, s. Pilze.</p><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <p><hi rendition="#b">Schimmelmann</hi>, Heinrich Karl, Graf von, geb. 1724 zu Demmin in Pommern, Kaufmann, später Bankier in Hamburg, endlich Schatzmeister des Königs von Dänemark, leitete verschiedene große Finanzoperationen, wurde 1779 Graf, st. 1782. &#x2013; Sein Sohn <hi rendition="#g">Ernst Heinrich</hi>, geb. 1747, gest. 1831 zu Kopenhagen, war von 1784&#x2013;1814 dän. Finanzminister und bewährte sich unter den schwierigsten Verhältnissen.</p><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <p><hi rendition="#b">Schimmelpenninck</hi>, Rütger Jan, geb. 1761 zu Deventer, Advokat, gehörte vor 1794 zur antioranischen Partei, saß dann in der batav. Nationalversammlung, war Gesander in Paris, London, zu Amiens bei den Friedensverhandlungen. 1805 als Rathspensionär an der Spitze der Regierung, ein rechtlicher u. verständiger Holländer, der aber wider die verderbliche Politik Napoleons I. gegen Holland nichts auszurichten vermochte. Er zog sich nach Louis Bonapartes Thronbesteigung zurück, wurde zum Senator u. Grafen ernannt, 1810 bis 1814 für die innere Regierung Hollands verwendet, lebte nachher zurückgezogen und starb 1825.</p><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <p><hi rendition="#b">Schimpanse</hi>, s. Orangutang.</p><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <p><hi rendition="#b">Schimper</hi>, Wilh., Naturforscher u. Reisender, geb. 1804 zu Mannheim, studierte zu München Naturwissenschaften, machte 1829 eine Reise nach Algier, 1834 im Auftrag des württemb. Reisevereins nach Aegypten u. Arabien, von wo er während seines mehrjährigen Aufenthalts reichhaltige naturhistorische Sammlungen nach Europa schickte und begab sich hierauf nach Abyssinien, wo er sich zuletzt niederließ und vom Fürsten Ubie eine Statthalterschaft erhielt, fortwährend mit naturhistorischen Forschungen und Sammlungen beschäftigt. Seitdem er seine Statthalterschaft wieder verloren und der württemb. Reiseverein sich aufgelöst hat, genießt er Unterstützung von Frankreich und sendet seine Sammlungen nach Paris. &#x2013; S., <hi rendition="#g">Karl Friedr.</hi>, Bruder des Vorigen, verdienter Botaniker, geb. 1803. lebte zu München, später in Schwetzingen u. machte sich besonders verdient um die Morphologie der Pflanzen und durch seine Entdeckung der Gesetze der Blattstellung. Auch gab er &#x201E;Gedichte&#x201C;, Erlangen 1840 u. Mannh. 1847, heraus, &#x2013; S., <hi rendition="#g">Wilh. Phil.</hi>, ebenfalls Naturforscher, Geschwisterkind der Vorigen, geb. 1808 zu Dosenheim. seit 1838 Conservator, 1839 Director des naturhistorischen Museums zu Straßburg, bereiste fast ganz Europa. &#x201E;<hi rendition="#i">Plantes fossiles des Vosges</hi>&#x201C;, Leipzig 1844; &#x201E;<hi rendition="#i">Bryologia Europaea</hi>&#x201C;, 6 Bde., Stuttg. 1836&#x2013;54; mit 640 Tafeln; &#x201E;<hi rendition="#i">Stirpes normales bryologiae Europaeae</hi>&#x201C;, Straßb. 1844&#x2013;54; &#x201E;<hi rendition="#i">Palaeontologia Alsatica</hi>&#x201C;, Straßb. 1854.</p><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <p><hi rendition="#b">Schinderhannes</hi>, s. Bückler.</p><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <p><hi rendition="#b">Schink</hi>, Joh. Friedrich, geb. 1755 zu Magdeburg. war an mehren Orten Dramaturg. seit 1822 Bibliothekar der Herzogin von Sagan, st. 1835, ein sehr fruchtbarer dramatischer, kritischer und erzählender Schriftsteller.</p><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <p><hi rendition="#b">Schinkel</hi>, Karl Friedrich, einer der berühmtesten Architekten der neuern Zeit, geb. 1781 zu Neuruppin, bildete sich zu Berlin unter Professor Gilly, besuchte 1803&#x2013;5 Italien, ward 1810 Assessor der neuerrichteten Baudeputation, 1811 Mitglied der Kunstakademie, 1815 Geh. Oberbaurath. 1820 Professor an der Akademie, 1839 Oberlandesbaudirector. u. starb 1841. Von zahlreichen Bauwerken die bekanntesten: das neue Schauspielhaus in Berlin, das Denkmal auf dem Kreuzberge, die Anlage des neuen Potsdamer Thores, die Ingenieur- und Artillerieschule, das neue Museum, die Bauschule, die Werdersche Kirche in Berlin, die Nikolaikirche in Potsdam. Auch als Landschaftsmaler lieferte er Ausgezeichnetes, außerdem &#x201E;Sammlung architektonischer Entwürfe&#x201C;, 26 Hefte, neue Aufl. Potsdam 1841 bis 1845; &#x201E;Werke der höhern Baukunst&#x201C;, Potsd. 1845&#x2013;46.</p><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <p><hi rendition="#b">Schinseng</hi>, s. Ginseng.</p><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <p><hi rendition="#b">Schipp</hi>, schleswig. Flächenmaß von 24 Quadratruthen; in Dänemark Getreide- u. Salzmaß = 874 Par. Kub.-Zoll.
</p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[84/0085] Teutonicarum“, Ulm 1727 (von Scherz herausgegeben). Schimmel. der bekannte flockige Ueberzug, der sich besonders gern auf organischen Stoffen bildet, die in Zersetzung übergehen, s. Pilze. Schimmelmann, Heinrich Karl, Graf von, geb. 1724 zu Demmin in Pommern, Kaufmann, später Bankier in Hamburg, endlich Schatzmeister des Königs von Dänemark, leitete verschiedene große Finanzoperationen, wurde 1779 Graf, st. 1782. – Sein Sohn Ernst Heinrich, geb. 1747, gest. 1831 zu Kopenhagen, war von 1784–1814 dän. Finanzminister und bewährte sich unter den schwierigsten Verhältnissen. Schimmelpenninck, Rütger Jan, geb. 1761 zu Deventer, Advokat, gehörte vor 1794 zur antioranischen Partei, saß dann in der batav. Nationalversammlung, war Gesander in Paris, London, zu Amiens bei den Friedensverhandlungen. 1805 als Rathspensionär an der Spitze der Regierung, ein rechtlicher u. verständiger Holländer, der aber wider die verderbliche Politik Napoleons I. gegen Holland nichts auszurichten vermochte. Er zog sich nach Louis Bonapartes Thronbesteigung zurück, wurde zum Senator u. Grafen ernannt, 1810 bis 1814 für die innere Regierung Hollands verwendet, lebte nachher zurückgezogen und starb 1825. Schimpanse, s. Orangutang. Schimper, Wilh., Naturforscher u. Reisender, geb. 1804 zu Mannheim, studierte zu München Naturwissenschaften, machte 1829 eine Reise nach Algier, 1834 im Auftrag des württemb. Reisevereins nach Aegypten u. Arabien, von wo er während seines mehrjährigen Aufenthalts reichhaltige naturhistorische Sammlungen nach Europa schickte und begab sich hierauf nach Abyssinien, wo er sich zuletzt niederließ und vom Fürsten Ubie eine Statthalterschaft erhielt, fortwährend mit naturhistorischen Forschungen und Sammlungen beschäftigt. Seitdem er seine Statthalterschaft wieder verloren und der württemb. Reiseverein sich aufgelöst hat, genießt er Unterstützung von Frankreich und sendet seine Sammlungen nach Paris. – S., Karl Friedr., Bruder des Vorigen, verdienter Botaniker, geb. 1803. lebte zu München, später in Schwetzingen u. machte sich besonders verdient um die Morphologie der Pflanzen und durch seine Entdeckung der Gesetze der Blattstellung. Auch gab er „Gedichte“, Erlangen 1840 u. Mannh. 1847, heraus, – S., Wilh. Phil., ebenfalls Naturforscher, Geschwisterkind der Vorigen, geb. 1808 zu Dosenheim. seit 1838 Conservator, 1839 Director des naturhistorischen Museums zu Straßburg, bereiste fast ganz Europa. „Plantes fossiles des Vosges“, Leipzig 1844; „Bryologia Europaea“, 6 Bde., Stuttg. 1836–54; mit 640 Tafeln; „Stirpes normales bryologiae Europaeae“, Straßb. 1844–54; „Palaeontologia Alsatica“, Straßb. 1854. Schinderhannes, s. Bückler. Schink, Joh. Friedrich, geb. 1755 zu Magdeburg. war an mehren Orten Dramaturg. seit 1822 Bibliothekar der Herzogin von Sagan, st. 1835, ein sehr fruchtbarer dramatischer, kritischer und erzählender Schriftsteller. Schinkel, Karl Friedrich, einer der berühmtesten Architekten der neuern Zeit, geb. 1781 zu Neuruppin, bildete sich zu Berlin unter Professor Gilly, besuchte 1803–5 Italien, ward 1810 Assessor der neuerrichteten Baudeputation, 1811 Mitglied der Kunstakademie, 1815 Geh. Oberbaurath. 1820 Professor an der Akademie, 1839 Oberlandesbaudirector. u. starb 1841. Von zahlreichen Bauwerken die bekanntesten: das neue Schauspielhaus in Berlin, das Denkmal auf dem Kreuzberge, die Anlage des neuen Potsdamer Thores, die Ingenieur- und Artillerieschule, das neue Museum, die Bauschule, die Werdersche Kirche in Berlin, die Nikolaikirche in Potsdam. Auch als Landschaftsmaler lieferte er Ausgezeichnetes, außerdem „Sammlung architektonischer Entwürfe“, 26 Hefte, neue Aufl. Potsdam 1841 bis 1845; „Werke der höhern Baukunst“, Potsd. 1845–46. Schinseng, s. Ginseng. Schipp, schleswig. Flächenmaß von 24 Quadratruthen; in Dänemark Getreide- u. Salzmaß = 874 Par. Kub.-Zoll.

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

zeno.org – Contumax GmbH & Co. KG: Bereitstellung der Texttranskription. (2020-08-19T11:47:14Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.
Andreas Nolda: Bearbeitung der digitalen Edition. (2020-08-19T11:47:14Z)

Weitere Informationen:

Bogensignaturen: nicht übernommen; Druckfehler: keine Angabe; fremdsprachliches Material: keine Angabe; Geminations-/Abkürzungsstriche: keine Angabe; Hervorhebungen (Antiqua, Sperrschrift, Kursive etc.): gekennzeichnet; Hervorhebungen I/J in Fraktur: keine Angabe; i/j in Fraktur: keine Angabe; Kolumnentitel: nicht übernommen; Kustoden: keine Angabe; langes s (ſ): als s transkribiert; Normalisierungen: keine Angabe; rundes r (ꝛ): keine Angabe; Seitenumbrüche markiert: ja; Silbentrennung: aufgelöst; u/v bzw. U/V: keine Angabe; Vokale mit übergest. e: keine Angabe; Vollständigkeit: keine Angabe; Zeichensetzung: keine Angabe; Zeilenumbrüche markiert: nein;




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/nn_conversationslexikon05_1857
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/nn_conversationslexikon05_1857/85
Zitationshilfe: Herders Conversations-Lexikon. Bd. 5. Freiburg im Breisgau, 1857, S. 84. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/nn_conversationslexikon05_1857/85>, abgerufen am 24.11.2020.