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Czernowitzer Allgemeine Zeitung. Nr. 2800, Czernowitz, 20.01.1913.

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Ringplatz 4, 2. Stock.




Telephon-Nummer 161.
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Für Czernowitz
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monatl. K 1·80, vierteljähr. K 5·40,
halbj. K 10·80, ganzjähr. K 21·60,
(mit täglicher Postversendung):
monatlich K 2, vierteljähr. K 6,
halbjähr. K 12, ganzjähr. K. 24.

Für Deutschland:
vierteljährig .... 7 Mark.

für Rumänien und den Balkan:
vierteljährig .... 10 Lei.




Telegramme "Allgemeine" Czernowitz


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Mittagsausgabe
Czernowitzer
Allgemeine Zeitung

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Es kostet im gewöhnlichen Inse-
ratenteil 12 h die 6mal gespaltene
Petitzeile bei einmaliger, 9 h bei
mehrmaliger Einschaltung, für Re-
klame 40 h die Petitzeile. Inserate
nehmen alle in- und ausländischen
Inseratenbureaus sowie die Ad-
ministration entgegen. -- Einzel-
exemplare sind in allen Zeitungs-
verschleißen, Trafiken, der k. k. Uni-
versitätsbuchhandlung H. Pardini
und in der Administration (Ring-
platz 4, 2. St.) erhältlich. In Wien
im Zeitungsbureau Goldschmied,
Wollzeile 11.

Einzelexemplare
10 Heller für Czernowitz.

Manuskripte werden in keinem Falle
zurückgesendet unfrankierte Briefe nicht
angenommen.




Nr. 2800. Czernowitz, Montag, den 20. Jänner 1913.



Die ausweichende Antwort der Pforte immerhin Grundlage weiterer
Verhandlungen der Großmächte. -- Unbestimmte Aussichten der rumä-
nisch-bulgarischen Verhandlungen. -- Rußland scheint in den Fragen
der Grenzen Albaniens und der Fortsetzung des Krieges initiativ ein-
greifen zu wollen.

[Spaltenumbruch]
Nachträgliches vom Sonntag.

Folgende Nachrichten haben wir unsern Czernowitzer
Lesern durch Extraausgabe schon gestern mitgeteilt:

Die Antwort der Pforte an die Mächte.

(Priv.-Tel. der "Cz. Allg. Ztg.")

Der türkische Minister des Aeußern Noradunghian
entwarf die Antwortnote der Pforte, die nach einer Mel-
dung heute den türkischen Botschaftern zugeht. Der Ent-
wurf
wiederholt die bekannten Gründe gegen eine Ab-
tretung Adrianopels, nimmt Kenntnis davon, daß die
Großmächte die Wichtigkeit des Archipels für die Türkei
durch das Angebot der Lösung anerkennen und spricht die
Hoffnung aus, daß die Lösung für die Türkei günstig sein
werde und schließt mit friedlichen Versicherungen der
Pforte.

Es verlautet, daß die Großmächte für den Fall einer
Ablehnung der Note durch die Pforte eine neue, ener-
gischere
Note an die Türkei richten werden.

Kein Besuch Take Jonescu's bei
Berchtold.

(Priv.-Tel. der "Cz. Allg. Ztg.")

Take Jonescu bedauert, der Einladung des Grafen
Berchtold, ihn auf der Durchreise in Wien zu besu-
chen, wegen Mangels an Zeit nicht Folge leisten zu
können.




Die ruthenische Universitätsfrage.

(Priv.-Tel. der "Cz. Allg. Ztg.")

Die Sitzung des Polenklubs wurde gestern plötzlich abge-
sagt, da die Konservativen sich nicht einigen konnten. Die
Situation für die endgiltige Bereinigung der Uni-
versitätsfrage ist daher sehr ungünstig.




Die Antwort der Pforte.
Keine kategorische Ablehnung. -- Eine Basis zu weiteren
Verhandlungen.

KB. (Tel. der "Cz. Allg.
Ztg.")

Der gestrige Ministerrat soll sich für den Frieden
ausgesprochen haben; nur einige Minister stimmten für
den Krieg, blieben aber in der Minderheit. Man glaubt,
die Antwort der Pforte werde, ohne eine kategorische Ab-
lehnung zu enthalten, Anlaß zu einem schriftlichen Verkehr
mit den Mächten bieten.

Der Großvezier ist leicht erkältet. -- Heute fand kein
Ministerrat statt.

Ein Ultimatum des Balkanbundes mit
russischer Assistenz?

(Priv.-Tel. der "Cz.
Allg. Ztg.")

Wie verlautet, werden die Verbünde-
[Spaltenumbruch] ten
zugleich mit dem russischen Botschafter in Kon-
stantinopel der Pforte in den nächsten Tagen ein Ulti-
matum
überreichen, in dem die Pforte aufgefordert
wird, sich innerhalb vier Tagen über Krieg oder Frie-
den zu erklären.

Rußland und die Grenzen Albaniens.

(Priv.-Tel. der "Cz. Allg. Ztg.")

Der "Lokalanzeiger" meldet aus Belgrad: In hiesigen po-
litischen Kreisen verlautet, die russische Regierung habe
ihren Londoner Botschafter betreffs der Abgrenzung
Albaniens dahin instruiert, daß Prtzrend und
Ochrida unbedingt für Serbien erhalten bleiben
müssen.

Zum letzten Seekampf.
Offizielle türkische Darstellung.

KB. (Tel. der "Cz. Allg.
Ztg.")

Die über den letzten Seekampf veröffentlichte offi-
zielle Mitteilung besagt: Gestern früh lief die Flotte aus
und ließ sich bei Lemnos in einen Kampf mit der grie-
chischen Eskadre ein, der drei Stunden dauerte. Die
feindliche Flotte wurde von zahlreichen Geschossen ge-
troffen und beschädigt. Die türkische Flotte kehrte siegreich
zurück.

Ein türkischer Kreuzer nach Port-Said geflüchtet.

KB. (Tel. der "Cz. Allg. Ztg.")

Der türkische Dampfer "Medschidie", der nach gestrigem
Seegefecht entkommen ist, flüchtete nachts nach Port-
Said. Der griechische diplomatische Agent verlangt die
Desarmierung oder die Umkehr des Kreuzers binnen
24 Stunden.

Keine vorzügliche Haltung der griechischen
Truppen.
Fahnenflucht und Gehorsamverweigerung.

(Priv.-Tel. der "Cz. Allg.
Ztg.")

Infolge der ungünstigen Nachrichten über die letz-
ten erfolglosen Stürme der Griechen auf Visani herrscht
unter den griechischen Truppen eine gedrückte Stim-
mung.
Die Fälle von Fahnenflucht häufen sich in
letzter Zeit immer mehr und mehr. Die Soldaten ver-
weigern
oft den Gehorsam. Es wurden erst letzt-
hin 35 Verhaftungen unter ihnen vorgenommen.

Rumänien und Bulgarien.
Take Jonescu's Aeußerungen. -- Unbestimmte Aussichten
der Verhandlungen.

(Priv.-Tel. der "Cz. Allg.
Ztg.")

Ein Redakteur des "Pester Lloyd" hatte mit dem
rumänischen Minister Take Jonescu eine Unterredung,
in deren Verlauf Jonescu sagte: "Die Verhandlungen mit
Bulgarien sind nicht aufgehoben, wohl aber unterbrochen.
Sie haben bis jetzt zu keinem Ergebnis geführt." -- Der
[Spaltenumbruch] Redakteur: "Wird die Fortsetzung der Verhandlungen in
London erfolgen?" -- "Das weiß man noch nicht. Viel-
leicht in Sofia, vielleicht in Bukarest." -- "Ist zu er-
warten, daß die Fortsetzung der Verhandlungen ein gün-
stiges Resultat ergeben wird?" -- "Darauf könnte Ihnen
nur ein Prophet antworten. Ich bin aber kein Prophet."
"Begeben sich Eure Exzellenz nach Bukarest, um neue In-
struktionen einzuholen?" -- "Nein. Ich fahre nicht nach
London zurück, sondern bleibe in Bukarest. In London
haben wir doch den Herrn Mischu." -- Wie ist die Stim-
mung unter den Mächten?" -- "Die Stimmung in den
Kreisen der Diplomatie der Mächte ist durchwegs und
ausgesprochen friedlich. Man wünscht in diesen Kreisen
brennend die Erhaltung des Friedens. Dazu ist das Ver-
hältnis zwischen Deutschland und England gegenwärtig so
gut, wie es seit Jahren nicht der Fall gewesen ist."




Stürgkh und Georgi in Audienz.

(Priv.-Tel. der "Cz. Allg. Ztg.")

Der Kaiser empfing gestern den Ministerpräsidenten Gra-
fen Stürgkh und den Landesverteidigungsminister
Georgi in längerer besonderer Audienz.




Die Gesamtstärke des deutschen Heeres.

Die Gesamtstärke des deutschen Heeres, einschließlich
der bayrischen und sächsischen, beträgt gegenwärtig 655.914
Mann. Darunter befinden sich 27.037 Offiziere (413 Ge-
nerale, 695 Regimentskommandeure, 2659 Stabsoffiziere,
7109 Hauptleute und Rittmeister, 16.161 Oberleutnants
und Leutnants). Dann zählt das Heer 2367 Militärärzte,
810 Veterinäroffiziere, 1154 Zahlmeister, 2 Armee-
Musikinspektoren, 1193 Waffenmeister usw.

Ferner gibt es 92.347 Unteroffiziere und 531.044
Soldaten ohne Chargengrad. Von den Soldaten ohne
Chargengrad gehören 412.346 dem preußischen, 39.834
dem sächsischen, 20.244 dem württembergischen und 58.580
dem bayerischen Heere an. Die Zahl der Dienstpferde be-
trägt 126.480.




Mord- und Selbstmordversuch.

(Priv.-Tel. der "Cz. Allg. Ztg.")

Die 35jährige Kaffeehausbesitzerin Janowski wurde
von ihrem Kellner, mit dem sie seit längerer Zeit ein in-
times Liebesverhältnis hatte, durch zwei Revolverschüsse
schwer verletzt. Sodann brachte sich der Kellner durch einen
Schuß gegen seine Schläfe gleichfalls eine lebensgefähr-
liche Verletzung bei.




Zusammenstoß von Straßenbahn und
Omnibus.

(Priv.-Tel. der "Cz. Allg. Ztg.")

Gestern nachmittags kam es in der Alserstraße zu einem
Zusammenstoß zwischen der Straßenbahn und




[]
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‒ 4 h.

Redaktion und Adminiſiration
Ringplatz 4, 2. Stock.




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Für Deutſchland:
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Telegramme „Allgemeine“ Czernowitz


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Mittagsausgabe
Czernowitzer
Allgemeine Zeitung

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‒ 4 h.

Ankündigungen
Es koſtet im gewöhnlichen Inſe-
ratenteil 12 h die 6mal geſpaltene
Petitzeile bei einmaliger, 9 h bei
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klame 40 h die Petitzeile. Inſerate
nehmen alle in- und ausländiſchen
Inſeratenbureaus ſowie die Ad-
miniſtration entgegen. — Einzel-
exemplare ſind in allen Zeitungs-
verſchleißen, Trafiken, der k. k. Uni-
verſitätsbuchhandlung H. Pardini
und in der Adminiſtration (Ring-
platz 4, 2. St.) erhältlich. In Wien
im Zeitungsbureau Goldſchmied,
Wollzeile 11.

Einzelexemplare
10 Heller für Czernowitz.

Manuſkripte werden in keinem Falle
zurückgeſendet unfrankierte Briefe nicht
angenommen.




Nr. 2800. Czernowitz, Montag, den 20. Jänner 1913.



Die ausweichende Antwort der Pforte immerhin Grundlage weiterer
Verhandlungen der Großmächte. — Unbeſtimmte Ausſichten der rumä-
niſch-bulgariſchen Verhandlungen. — Rußland ſcheint in den Fragen
der Grenzen Albaniens und der Fortſetzung des Krieges initiativ ein-
greifen zu wollen.

[Spaltenumbruch]
Nachträgliches vom Sonntag.

Folgende Nachrichten haben wir unſern Czernowitzer
Leſern durch Extraausgabe ſchon geſtern mitgeteilt:

Die Antwort der Pforte an die Mächte.

(Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“)

Der türkiſche Miniſter des Aeußern Noradunghian
entwarf die Antwortnote der Pforte, die nach einer Mel-
dung heute den türkiſchen Botſchaftern zugeht. Der Ent-
wurf
wiederholt die bekannten Gründe gegen eine Ab-
tretung Adrianopels, nimmt Kenntnis davon, daß die
Großmächte die Wichtigkeit des Archipels für die Türkei
durch das Angebot der Löſung anerkennen und ſpricht die
Hoffnung aus, daß die Löſung für die Türkei günſtig ſein
werde und ſchließt mit friedlichen Verſicherungen der
Pforte.

Es verlautet, daß die Großmächte für den Fall einer
Ablehnung der Note durch die Pforte eine neue, ener-
giſchere
Note an die Türkei richten werden.

Kein Beſuch Take Jonescu’s bei
Berchtold.

(Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“)

Take Jonescu bedauert, der Einladung des Grafen
Berchtold, ihn auf der Durchreiſe in Wien zu beſu-
chen, wegen Mangels an Zeit nicht Folge leiſten zu
können.




Die rutheniſche Univerſitätsfrage.

(Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“)

Die Sitzung des Polenklubs wurde geſtern plötzlich abge-
ſagt, da die Konſervativen ſich nicht einigen konnten. Die
Situation für die endgiltige Bereinigung der Uni-
verſitätsfrage iſt daher ſehr ungünſtig.




Die Antwort der Pforte.
Keine kategoriſche Ablehnung. — Eine Baſis zu weiteren
Verhandlungen.

KB. (Tel. der „Cz. Allg.
Ztg.“)

Der geſtrige Miniſterrat ſoll ſich für den Frieden
ausgeſprochen haben; nur einige Miniſter ſtimmten für
den Krieg, blieben aber in der Minderheit. Man glaubt,
die Antwort der Pforte werde, ohne eine kategoriſche Ab-
lehnung zu enthalten, Anlaß zu einem ſchriftlichen Verkehr
mit den Mächten bieten.

Der Großvezier iſt leicht erkältet. — Heute fand kein
Miniſterrat ſtatt.

Ein Ultimatum des Balkanbundes mit
ruſſiſcher Aſſiſtenz?

(Priv.-Tel. der „Cz.
Allg. Ztg.“)

Wie verlautet, werden die Verbünde-
[Spaltenumbruch] ten
zugleich mit dem ruſſiſchen Botſchafter in Kon-
ſtantinopel der Pforte in den nächſten Tagen ein Ulti-
matum
überreichen, in dem die Pforte aufgefordert
wird, ſich innerhalb vier Tagen über Krieg oder Frie-
den zu erklären.

Rußland und die Grenzen Albaniens.

(Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“)

Der „Lokalanzeiger“ meldet aus Belgrad: In hieſigen po-
litiſchen Kreiſen verlautet, die ruſſiſche Regierung habe
ihren Londoner Botſchafter betreffs der Abgrenzung
Albaniens dahin inſtruiert, daß Prtzrend und
Ochrida unbedingt für Serbien erhalten bleiben
müſſen.

Zum letzten Seekampf.
Offizielle türkiſche Darſtellung.

KB. (Tel. der „Cz. Allg.
Ztg.“)

Die über den letzten Seekampf veröffentlichte offi-
zielle Mitteilung beſagt: Geſtern früh lief die Flotte aus
und ließ ſich bei Lemnos in einen Kampf mit der grie-
chiſchen Eskadre ein, der drei Stunden dauerte. Die
feindliche Flotte wurde von zahlreichen Geſchoſſen ge-
troffen und beſchädigt. Die türkiſche Flotte kehrte ſiegreich
zurück.

Ein türkiſcher Kreuzer nach Port-Said geflüchtet.

KB. (Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“)

Der türkiſche Dampfer „Medſchidie“, der nach geſtrigem
Seegefecht entkommen iſt, flüchtete nachts nach Port-
Said. Der griechiſche diplomatiſche Agent verlangt die
Desarmierung oder die Umkehr des Kreuzers binnen
24 Stunden.

Keine vorzügliche Haltung der griechiſchen
Truppen.
Fahnenflucht und Gehorſamverweigerung.

(Priv.-Tel. der „Cz. Allg.
Ztg.“)

Infolge der ungünſtigen Nachrichten über die letz-
ten erfolgloſen Stürme der Griechen auf Viſani herrſcht
unter den griechiſchen Truppen eine gedrückte Stim-
mung.
Die Fälle von Fahnenflucht häufen ſich in
letzter Zeit immer mehr und mehr. Die Soldaten ver-
weigern
oft den Gehorſam. Es wurden erſt letzt-
hin 35 Verhaftungen unter ihnen vorgenommen.

Rumänien und Bulgarien.
Take Jonescu’s Aeußerungen. — Unbeſtimmte Ausſichten
der Verhandlungen.

(Priv.-Tel. der „Cz. Allg.
Ztg.“)

Ein Redakteur des „Peſter Lloyd“ hatte mit dem
rumäniſchen Miniſter Take Jonescu eine Unterredung,
in deren Verlauf Jonescu ſagte: „Die Verhandlungen mit
Bulgarien ſind nicht aufgehoben, wohl aber unterbrochen.
Sie haben bis jetzt zu keinem Ergebnis geführt.“ — Der
[Spaltenumbruch] Redakteur: „Wird die Fortſetzung der Verhandlungen in
London erfolgen?“ — „Das weiß man noch nicht. Viel-
leicht in Sofia, vielleicht in Bukareſt.“ — „Iſt zu er-
warten, daß die Fortſetzung der Verhandlungen ein gün-
ſtiges Reſultat ergeben wird?“ — „Darauf könnte Ihnen
nur ein Prophet antworten. Ich bin aber kein Prophet.“
„Begeben ſich Eure Exzellenz nach Bukareſt, um neue In-
ſtruktionen einzuholen?“ — „Nein. Ich fahre nicht nach
London zurück, ſondern bleibe in Bukareſt. In London
haben wir doch den Herrn Miſchu.“ — Wie iſt die Stim-
mung unter den Mächten?“ — „Die Stimmung in den
Kreiſen der Diplomatie der Mächte iſt durchwegs und
ausgeſprochen friedlich. Man wünſcht in dieſen Kreiſen
brennend die Erhaltung des Friedens. Dazu iſt das Ver-
hältnis zwiſchen Deutſchland und England gegenwärtig ſo
gut, wie es ſeit Jahren nicht der Fall geweſen iſt.“




Stürgkh und Georgi in Audienz.

(Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“)

Der Kaiſer empfing geſtern den Miniſterpräſidenten Gra-
fen Stürgkh und den Landesverteidigungsminiſter
Georgi in längerer beſonderer Audienz.




Die Geſamtſtärke des deutſchen Heeres.

Die Geſamtſtärke des deutſchen Heeres, einſchließlich
der bayriſchen und ſächſiſchen, beträgt gegenwärtig 655.914
Mann. Darunter befinden ſich 27.037 Offiziere (413 Ge-
nerale, 695 Regimentskommandeure, 2659 Stabsoffiziere,
7109 Hauptleute und Rittmeiſter, 16.161 Oberleutnants
und Leutnants). Dann zählt das Heer 2367 Militärärzte,
810 Veterinäroffiziere, 1154 Zahlmeiſter, 2 Armee-
Muſikinſpektoren, 1193 Waffenmeiſter uſw.

Ferner gibt es 92.347 Unteroffiziere und 531.044
Soldaten ohne Chargengrad. Von den Soldaten ohne
Chargengrad gehören 412.346 dem preußiſchen, 39.834
dem ſächſiſchen, 20.244 dem württembergiſchen und 58.580
dem bayeriſchen Heere an. Die Zahl der Dienſtpferde be-
trägt 126.480.




Mord- und Selbſtmordverſuch.

(Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“)

Die 35jährige Kaffeehausbeſitzerin Janowski wurde
von ihrem Kellner, mit dem ſie ſeit längerer Zeit ein in-
times Liebesverhältnis hatte, durch zwei Revolverſchüſſe
ſchwer verletzt. Sodann brachte ſich der Kellner durch einen
Schuß gegen ſeine Schläfe gleichfalls eine lebensgefähr-
liche Verletzung bei.




Zuſammenſtoß von Straßenbahn und
Omnibus.

(Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“)

Geſtern nachmittags kam es in der Alſerſtraße zu einem
Zuſammenſtoß zwiſchen der Straßenbahn und




[]
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In Wien im Zeitungsbureau Goldſchmied, Wollzeile 11. Einzelexemplare 10 Heller für Czernowitz. Manuſkripte werden in keinem Falle zurückgeſendet unfrankierte Briefe nicht angenommen. Nr. 2800. Czernowitz, Montag, den 20. Jänner 1913. Die ausweichende Antwort der Pforte immerhin Grundlage weiterer Verhandlungen der Großmächte. — Unbeſtimmte Ausſichten der rumä- niſch-bulgariſchen Verhandlungen. — Rußland ſcheint in den Fragen der Grenzen Albaniens und der Fortſetzung des Krieges initiativ ein- greifen zu wollen. Nachträgliches vom Sonntag. Folgende Nachrichten haben wir unſern Czernowitzer Leſern durch Extraausgabe ſchon geſtern mitgeteilt: Die Antwort der Pforte an die Mächte. Wien, 18. Jänner. (Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“) Der türkiſche Miniſter des Aeußern Noradunghian entwarf die Antwortnote der Pforte, die nach einer Mel- dung heute den türkiſchen Botſchaftern zugeht. Der Ent- wurf wiederholt die bekannten Gründe gegen eine Ab- tretung Adrianopels, nimmt Kenntnis davon, daß die Großmächte die Wichtigkeit des Archipels für die Türkei durch das Angebot der Löſung anerkennen und ſpricht die Hoffnung aus, daß die Löſung für die Türkei günſtig ſein werde und ſchließt mit friedlichen Verſicherungen der Pforte. Es verlautet, daß die Großmächte für den Fall einer Ablehnung der Note durch die Pforte eine neue, ener- giſchere Note an die Türkei richten werden. Kein Beſuch Take Jonescu’s bei Berchtold. Wien, 18. Jänner. (Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“) Take Jonescu bedauert, der Einladung des Grafen Berchtold, ihn auf der Durchreiſe in Wien zu beſu- chen, wegen Mangels an Zeit nicht Folge leiſten zu können. Die rutheniſche Univerſitätsfrage. Wien, 18. Jänner. (Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“) Die Sitzung des Polenklubs wurde geſtern plötzlich abge- ſagt, da die Konſervativen ſich nicht einigen konnten. Die Situation für die endgiltige Bereinigung der Uni- verſitätsfrage iſt daher ſehr ungünſtig. Die Antwort der Pforte. Keine kategoriſche Ablehnung. — Eine Baſis zu weiteren Verhandlungen. KB. Konſtantinopel, 19. Jänner. (Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“) Der geſtrige Miniſterrat ſoll ſich für den Frieden ausgeſprochen haben; nur einige Miniſter ſtimmten für den Krieg, blieben aber in der Minderheit. Man glaubt, die Antwort der Pforte werde, ohne eine kategoriſche Ab- lehnung zu enthalten, Anlaß zu einem ſchriftlichen Verkehr mit den Mächten bieten. Der Großvezier iſt leicht erkältet. — Heute fand kein Miniſterrat ſtatt. Ein Ultimatum des Balkanbundes mit ruſſiſcher Aſſiſtenz? Konſtantinopel, 20. Jänner. (Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“) Wie verlautet, werden die Verbünde- ten zugleich mit dem ruſſiſchen Botſchafter in Kon- ſtantinopel der Pforte in den nächſten Tagen ein Ulti- matum überreichen, in dem die Pforte aufgefordert wird, ſich innerhalb vier Tagen über Krieg oder Frie- den zu erklären. Rußland und die Grenzen Albaniens. Berlin, 20. Jänner. (Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“) Der „Lokalanzeiger“ meldet aus Belgrad: In hieſigen po- litiſchen Kreiſen verlautet, die ruſſiſche Regierung habe ihren Londoner Botſchafter betreffs der Abgrenzung Albaniens dahin inſtruiert, daß Prtzrend und Ochrida unbedingt für Serbien erhalten bleiben müſſen. Zum letzten Seekampf. Offizielle türkiſche Darſtellung. KB. Konſtantinopel, 19. Jänner. (Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“) Die über den letzten Seekampf veröffentlichte offi- zielle Mitteilung beſagt: Geſtern früh lief die Flotte aus und ließ ſich bei Lemnos in einen Kampf mit der grie- chiſchen Eskadre ein, der drei Stunden dauerte. Die feindliche Flotte wurde von zahlreichen Geſchoſſen ge- troffen und beſchädigt. Die türkiſche Flotte kehrte ſiegreich zurück. Ein türkiſcher Kreuzer nach Port-Said geflüchtet. KB. Kairo, 19. Jänner. (Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“) Der türkiſche Dampfer „Medſchidie“, der nach geſtrigem Seegefecht entkommen iſt, flüchtete nachts nach Port- Said. Der griechiſche diplomatiſche Agent verlangt die Desarmierung oder die Umkehr des Kreuzers binnen 24 Stunden. Keine vorzügliche Haltung der griechiſchen Truppen. Fahnenflucht und Gehorſamverweigerung. Saloniki, 20. Jänner. (Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“) Infolge der ungünſtigen Nachrichten über die letz- ten erfolgloſen Stürme der Griechen auf Viſani herrſcht unter den griechiſchen Truppen eine gedrückte Stim- mung. Die Fälle von Fahnenflucht häufen ſich in letzter Zeit immer mehr und mehr. Die Soldaten ver- weigern oft den Gehorſam. Es wurden erſt letzt- hin 35 Verhaftungen unter ihnen vorgenommen. Rumänien und Bulgarien. Take Jonescu’s Aeußerungen. — Unbeſtimmte Ausſichten der Verhandlungen. Budapeſt, 20. Jänner. (Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“) Ein Redakteur des „Peſter Lloyd“ hatte mit dem rumäniſchen Miniſter Take Jonescu eine Unterredung, in deren Verlauf Jonescu ſagte: „Die Verhandlungen mit Bulgarien ſind nicht aufgehoben, wohl aber unterbrochen. Sie haben bis jetzt zu keinem Ergebnis geführt.“ — Der Redakteur: „Wird die Fortſetzung der Verhandlungen in London erfolgen?“ — „Das weiß man noch nicht. Viel- leicht in Sofia, vielleicht in Bukareſt.“ — „Iſt zu er- warten, daß die Fortſetzung der Verhandlungen ein gün- ſtiges Reſultat ergeben wird?“ — „Darauf könnte Ihnen nur ein Prophet antworten. Ich bin aber kein Prophet.“ „Begeben ſich Eure Exzellenz nach Bukareſt, um neue In- ſtruktionen einzuholen?“ — „Nein. Ich fahre nicht nach London zurück, ſondern bleibe in Bukareſt. In London haben wir doch den Herrn Miſchu.“ — Wie iſt die Stim- mung unter den Mächten?“ — „Die Stimmung in den Kreiſen der Diplomatie der Mächte iſt durchwegs und ausgeſprochen friedlich. Man wünſcht in dieſen Kreiſen brennend die Erhaltung des Friedens. Dazu iſt das Ver- hältnis zwiſchen Deutſchland und England gegenwärtig ſo gut, wie es ſeit Jahren nicht der Fall geweſen iſt.“ Stürgkh und Georgi in Audienz. Wien, 20. Jänner. (Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“) Der Kaiſer empfing geſtern den Miniſterpräſidenten Gra- fen Stürgkh und den Landesverteidigungsminiſter Georgi in längerer beſonderer Audienz. Die Geſamtſtärke des deutſchen Heeres. Die Geſamtſtärke des deutſchen Heeres, einſchließlich der bayriſchen und ſächſiſchen, beträgt gegenwärtig 655.914 Mann. Darunter befinden ſich 27.037 Offiziere (413 Ge- nerale, 695 Regimentskommandeure, 2659 Stabsoffiziere, 7109 Hauptleute und Rittmeiſter, 16.161 Oberleutnants und Leutnants). Dann zählt das Heer 2367 Militärärzte, 810 Veterinäroffiziere, 1154 Zahlmeiſter, 2 Armee- Muſikinſpektoren, 1193 Waffenmeiſter uſw. Ferner gibt es 92.347 Unteroffiziere und 531.044 Soldaten ohne Chargengrad. Von den Soldaten ohne Chargengrad gehören 412.346 dem preußiſchen, 39.834 dem ſächſiſchen, 20.244 dem württembergiſchen und 58.580 dem bayeriſchen Heere an. Die Zahl der Dienſtpferde be- trägt 126.480. Mord- und Selbſtmordverſuch. Wien, 20. Jänner. (Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“) Die 35jährige Kaffeehausbeſitzerin Janowski wurde von ihrem Kellner, mit dem ſie ſeit längerer Zeit ein in- times Liebesverhältnis hatte, durch zwei Revolverſchüſſe ſchwer verletzt. Sodann brachte ſich der Kellner durch einen Schuß gegen ſeine Schläfe gleichfalls eine lebensgefähr- liche Verletzung bei. Zuſammenſtoß von Straßenbahn und Omnibus. Wien, 20. Jänner. (Priv.-Tel. der „Cz. Allg. Ztg.“) Geſtern nachmittags kam es in der Alſerſtraße zu einem Zuſammenſtoß zwiſchen der Straßenbahn und _

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Benjamin Fiechter, Susanne Haaf: Bereitstellung der digitalen Textausgabe (Konvertierung in das DTA-Basisformat). (2018-01-26T13:38:42Z)
grepect GmbH: Bereitstellung der Texttranskription und Textauszeichnung. (2018-01-26T13:38:42Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.
Amelie Meister: Vorbereitung der Texttranskription und Textauszeichnung. (2018-01-26T13:38:42Z)

Weitere Informationen:

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




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Zitationshilfe: Czernowitzer Allgemeine Zeitung. Nr. 2800, Czernowitz, 20.01.1913, S. [1]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/nn_czernowitzer2800_1913/1>, abgerufen am 24.11.2020.