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Neue Rheinische Zeitung. Nr. 1. Köln, 1. Juni 1848.

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weisen, womit die so feierlich und gewissenhaft sich gebahrende deutsche Presse große historische Gestalten und Bewegungen in ihren eignen Schmutz herabzieht. Dann aber spiegelt die Sitzung des Hauses der Gemeinen vom 22. Mai das Verhältniß selbst der radikal und philantropisch thuenden englischen Bourgeoisie zur englischen Arbeiterklasse auf's treuste wieder. Und endlich hat diese Sitzung das Loos geworfen. Die Chartisten, d. h. die Masse des englischen Volks, haben sich noch einmal entschieden losgesagt von jedem gemeinschaftlichen Zusammenwirken mit der radikalen Bourgeoisie.

"Eine Woche früher" erklären die Chartisten in London "waren wir der neuen Agitation günstiger, aber die Scene vom letzten Dienstag muß die Leichtgläubigsten über die wirklichen Plane der Bourgeoisie aufklären. Nach dieser Schaustellung wüthenden Hasses von Seiten der Leiter der wirklichen Mittelklasse ist jeder Vergleich unmöglich, es sei denn, daß die Mittelklassen Cobden desavouiren und ihre bonne foi dadurch beweisen, daß sie vollständig und bedingungslos die Principien der Charte acceptiren. Wir verhindern die Shopkeeper nicht, ihre Meetings ungeschoren zu halten. Geben sie aber ihre Beschlüsse für Volksbeschlüsse aus und verlangen sie unsre Unterstützung, so müssen sie wissen, daß diese nur unter einer Bedingung zu erhalten ist: Die Volkscharte, die ganze Volkscharte und nichts als die Volkscharte.

Dublin, 27. Mai.

Mitchell ist so eben zu vierzehn Jahren Transportation verurtheilt worden. Die Reaktion siegt auch in Irland.

[Leserbrief]
(Vom Niederrhein.)

Keine Beamtenklasse des Staates hat die kaum ins Leben getretene Preßfreiheit schneller als öffentliches Anklagemittel gegen schweren bureaukratischen Druck gebraucht, als die der Postbeamten. Es war dies eine Folge langjähriger, ungerechter Behandlung; die Wahl der Presse aber ein Beweis des Mißtrauens in die Unparteilichkeit der Verwaltungsbehörde. Fast die gesammten öffentlichen Organe brachten schwere Anschuldigungen gegen die höchste Postbehörde. Während die Köln. Zeit. in Nro. 103 v. 12. Apr. erzählt, daß nach dem Tode des Herrn v. Nagler eine Partei alle Macht im General-Postamte an sich gezogen habe, daß durch sie cassirte Beamte, Männer hingebender Weiber, Lieferanten und Vettern zum Nachtheile braver Staatsdiener, die am besten fundirten Stellen erhalten hätten, lesen wir kurz darauf, daß viele hunderte von Postbeamten aus allen Provinzen der Monarchie die Entfernung des General-Post-Direktors Schmückert von dem Minister Camphausen erbitten, indem sie gegen jenen einflußreichen Beamten das größte Mißtrauen in allen Beziehungen an den Tag legen. Neuerdings bringt aber eins der gelesensten Organe Preußens, die Vossische Zeitung, einen Aufsatz betittelt "wie man Post-Inspector wird" der, wenn er sich bewahrheitet, die Corruption im General-Postamte auf erschreckende Weise zeigt. Gegenüber diesen schweren und vielfachen Beschuldigungen erschien anstatt einer öffentlichen nothwendigen Rechtfertigung von Seiten der höchsten Postbehörde bis jetzt nur auf dienstlichem Wege eine gemüthliche Aufforderung des General-Postmeisters v. Schaper, ihm zu vertrauen und bei Klagen die Presse unbenutzt zu lassen. - In andern constitutionellen Staaten leitet das verantwortliche Ministerium auf solche Denunziationen hin, entweder Preß-Prozesse, oder Untersuchungen ein und berichtigt darnach die öffentliche Meinung. Es hat sich bereits gegen das General-Postamt ein schwerer Argwohn verbreitet, immermehr schwindet das Vertrauen zu dieser Behörde. Sollte das verantwortliche Ministerium aus diesen öffentlichen, schweren Anklagen nicht bald Veranlassung nehmen die nothwendigen Schritte zu thun, so wäre es wohl an der Zeit, daß die Abgeordneten des Volkes sich der Sache, mit aller Energie annehmen, damit die angegriffene Ehre der Verwalter eines Institutes, welches vorzugsweise das Vertrauen des Volkes und der Regierung bedarf, wieder hergestellt werde.

Getraide- und Oelhandel.
Köln, 31. Mai 1848.

Seit den politischen Umwälzungen des Frühjahres hat der in den letzten Jahren sehr emporgekommene Getraidehandel unserer Stadt große Beschränkungen erlitten. Die Vollendung des verwichenen Mai Termins und die Nähe der künftigen Erndte werden für die nächste Zukunft vollends fast alles Leben aus demselben verbannen. In Folgendem geben wir eine kurze Uebersicht seiner gegenwärtigen Lage.

Von Waizen besitzt unser Platz verhältnißmäßig ansehnliche Vorräthe; ansehnlich insofern, als uns nirgendwo ein rentirender Ausweg für diesen Artikel offen steht und die hier lagernden circa 10,000 Malter neben den auf den Böden der Produzenten der Umgegend ruhenden Quantitäten einen ehr bedeutenden Ueberschuß über den inländischen Bedarf lassen. Der laufende Preis von Thlr. 52/3 ist der niedrigste den wir seit langen Jahren gehabt haben, aber bei den gegenwärtigen glänzenden Aussichten für die künftige Erndte ist dennoch eine fernere Erniedrigung möglich.

Ro gen findet sich verhältnißmäßig nicht in so großer Masse vor, wir werden aber bis zur Roggenerndte, die bei fortdauerndem fruchtbaren Wetter schon in 6 Wochen Statt finden wird, ausreichen. Auch der Preis dieser Getraide-Sorte ist billig (Thlr. 4 per Malter), dürfte aber, besonders wenn die Qualität des diesjährigen Gewächses gut ausfällt, (wozu alle Hoffnung vorhanden,) einer weiteren bedeutenden Erniedrigung weniger unterworfen sein, indem Roggen ohnehin ein viel gebrauchter Artikel, wahrscheinlich gleich zur Proviantirung der Magazine in Anspruch genommen werden wird.

Für Gerste, namentlich oberländische, ist in der letzten Zeit für den Verbrauch noch einmal einige Frage a Thlr. 31/2 per Malter aufgetaucht. Der Handel in diesem Artikel so wie in Hafer, dessen Preis Thlr; 2 1/2 ist, kann indessen bis zur neuen Erndte fast als geschlossen betrachtet werden. Wir erwarten darin am wenigsten Fluktuationen von Bedeutung, besonders da die Aussichten für das zu Felde stehende Gewächs für Gerste vortrefflich und für Hafer ebenfalls gut sind.

Rüböl. Die Rapspflanze hatte trotz der strengen Kälte und dem wenigen Schnee, den die Felder diesen Winter bedeckten, zwar einige Beschädigung erlitten, ließ aber doch immer noch eine mittelmäßige Erndte erwarten. Indessen stellte sich mit dem Frühjahre trockene und heiße Witterung ein und brachte in ihrem Gefolge ein Heer von Insekten mit, welche dieselben so sehr beschädigten, daß wenig mehr als etwa 1/3 bis 1/2 einer gewöhnlichen Erndte in unserer Gegend zu erwarten ist Hierdurch fanden sich einige Besitzer von alten Lager von Rüböl, trotz den mißlichen Geldverhältnissen veranlaßt, ihre nicht unbedeutenden Vorräthe zurückzuhalten, statt solche in diesem Monate zur Ablieferung zu bringen. Durch diese und andere Spekulationen auf eine bevorstehende schlechte Erndte werden die Preise allmählig bis an Thlr. 281/4 per Mai und Thlr. 293/4 per Oktober gesteigert. Indessen würden bei ruhigern Zeiten die Preise noch weit höher stehen, und da die jetzigen Umstände eben eine dauernde Festigkeit der Preise bezweifeln lassen, so könnten sie sogar noch Veranlassung zu einem Rückgang des Artikels geben.

Nach der Börse. Der Termin schloß für Rüböl flauend, Thlr. 27 3/4 a 5/8, per Oktober Thlr. 29 1/2 a 3/8

[Anzeigen]

Civilstand der Stadt Köln. - 27. Mai 1848.

Geburten. Heinr. Joh. Jos., S. v Heinr. Adolph Kellerhoven, ohne Gew, Johannstr. - Gertr., T. v. Joh. Pillig, Maurer, Katharinengr. - Maria Sophia Anton., T. v. Theod. Herm. Vagedes, Advokat, Blaubach. - Heinr., S. v. Andr. Bilstein, Gärtner, Entenpf. - Kathar., T. v. Jokob Koch, Zimmermann, Entenpf. - Karl Viktor, S. v. Aug. Risse, Beamter des Gewerbevereines, unter Goldschm. - Helena Wilh., T. v. Sam. Wolff, Kaufm, Brüderstr.

Sterbefälle. Gottfr. Schutt, 1 J 3 W. alt, unter Kalenh. - Franz Tietz, Schreiner, 27 J. alt, verheir., Katharinengr. - Anton Hub. Schanz, 2 1/2 J. Liskirchen. - Odilia Froitzheim, 1 J. 4 M. alt, kl. Spitzeng. - Anna Kleinnagel, 4 M. alt, unter Kranenb - Isab. Schonen, 18 T. alt, gr. Neug.

Heirathen. (26.) Fr. Wilh. Berndorff, Kaufm, und Maria Huberta Barb. Franc. Baum, beide v. hier.

(27.) Sebast. Friedr. Westerholz, Schuster, v. Fürth, und Sophia Franc. Temme, v. Rüthen. - Peter Wilh. Kops, Schreiner, v. hier, und Anna Elis. Sinzig, v. Himmelsgeist. - Jos. Doerfler, Tagl., v. hier, und Anna Maria Neumann, v. Frechen.

Schiffahrts-Anzeige.

Köln, 31. Mai 1848.

In Ladung: Nach Ruhrort bis Emmerich Wtwe. Jak. Schaaff; Nach Düsseldorf bis Mühlheim an der Ruhr L. Ducoffre; nach Andernach und Neuwied J. Krämer und M. Wiebel; nach Koblenz an der Mosel und Saar G. Weidner; nach der Mosel, nach Trier und der Saar R. Bayer; nach Bingen H. Leinweber; nach Mainz J. Hirschmann; nach dem Niedermain Fr. Schulz; nach dem Mittel- und Obermain C. W. Müller; nach Heilbronn Fr. Müssig; nach Kannstadt und Stuttgard H. Huber (Roedel); nach Worms und Mannheim H. F. Buschhammer.
Ferner : Nach Rotterdam Kapt. Singendonk, Köln Nr. 10.
Ferner : Nach Amsterdam Kapt. Kaefs, Köln Nr 2.

Wasserstand.

Köln, am 31. Mai. Rheinhöhe 7' 2"

Kunstausstellung

bei

G. Tonger , Pauluswache in Köln.

Entree 21/2 Sgr.
Abonnement per Monat 71/2 Sgr. Vierteljahr 15 Sgr.

Halbjahr 1 Thlr.

Eine große schöne Sammlung von hunderten Gemälden alter und neuerer Zeit. Darunter Originale von Van Oyk, Palamedes, Caracci, Diederici, Cranach, Frank, Kleinenbroich, Jansen, Vianden, Themer, Lange, Rausch, Willems, Wauters, Tavenraat, Dietzler, v. Eyk, Lotz, Teniers, Schult und vielen Andern in steter Abwechselung.

Auch werden Kunstgegenstände aller Art zum Mitaufstellen angenommen, ohne daß den Eigenthümern daraus Kosten erwachsen, da nur dann, wenn ein Artikel wirklich verkauft ist, eine mäßige Provision berechnet wird. Bei den zahlreichen Besuchen dieser Ausstellung von Fremden und Einheimischen ist für schöne und nicht zu theuer eingesetzte Artikel wohl Absatz zu erwarten.

In der Ausstellung befinden sich mehrere schöne neue Gemälde , die wegen Verhältnisse sehr wohlfeil abgegeben werden.

Den Besuchern kann auch eine sehr bedeutende Partie alter Kupferstiche etc. vorgelegt werden.

Gerichtlicher Verkauf.

Am Freitag den 2. Juni 1848 , Morgens 10 Uhr , sollen auf dem Altenmarkte zu Köln verschiedene wohlerhaltene Mobilar-Gegenstände , bestehend in 1 Tische , 1 Sopha , Stühlen, 1 Spiegel, 1 Ofen, 1 Ladengestelle, 1 Theke, 1 Fournaise etc. etc. gegen gleich baare Zahlung öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden.

Fr. Happel, Gerichtsvollzieher.

Gerichtlicher Verkauf.

Am Freitag den 2. Juni 1846 , Mittags 12 Uhr sollen an der ehemaligen Börse auf dem Heumarkte zu Köln verschiedene Mobilar-Gegenstände , bestehend in Tischen, Stühlen, Kommoden, Oefen, Kupferstichen, Schränken , 1 Bohrmaschine , 1 Trockentrommel , 1 Ladengestelle, 1 Sopha , Küchengeräthen , Bürsten etc. etc. gegen gleich baare Zahlung öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden.

Fr. Happel, Gerichtsvollzieher.

Gerichtlicher Verkauf.

Am Freitag den 2. Juni 1848 , Mittags 12 Uhr sollen an der ehemaligen Börse auf dem Heumarkte zu Köln einige Mobilar-Gegenstände , als : 1 Tisch, Stühle, 1 Ofen, 1 Kommode, Bettstellen, 1 Kleiderschrank etc. öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden.

Fr. Happel, Gerichtsvollzieher.

Gerichtlicher Verkauf.

Am Samstag den 3. Juni 1848, Vormittags 1/2 12 Uhr, sollen auf dem Marktplatze in der Aposteln-Straße zu Köln 2 Pianino's in Magahonikasten gegen gleich baare Zahlung öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden.

Fr. Happel, Gerichtsvollzieher.

Gerichtlicher Verkauf.

Am Montag den 5. Juni 1848, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Altenmarkt zu Köln verschiedene Hausmobilien als: 1 Tisch, 1 Sopha, Stühle, 1 Spiegel, u. s. w. öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung durch den Unterzeichneten versteigert werden.

Der Gerichtsvollzieher Hey.

Den Steuerempfang
im Kreise Waldbroel betreffend.

Ist dem Steuerempfänger Steiniger in Waldbroel allein gestattet, nachdem er den Steuerpflichtigen bereits einen General-Auszug über sämmtliche Steuern zugestellt hat, denselben später auch noch über jede einzelne Steuergattung extra einen Auszug a 4 bis 5 Pf. per Stück zuzustellen?

Der aus dieser Privatzustellung für die Privattasche des Herrn Steiniger und nicht für die Steuerkasse erwachsende Gewinn mag jährlich wohl circa 250 bis 300 Thlr. auswerfen, da bekanntlich der Steuerdiener die Zustellung amtlich vornehmen muß - eine große Summe, welche gerade die armen Leute dem bekanntlich bereits reich gewordenen Steuerempfänger gegen Recht und Billigkeit contribuiren müssen. Da dieses Verfahren schon vor längeren Jahren dem Steuerempfänger Joesten durch den Landrath Sonore aufs strengste untersagt worden ist, dieser desselben sich auch seitdem nicht mehr bedient : so muß dasselbe wohl ungesetzlich seyn - und würde die Königl. Regierung den armen Leuten des Steuerempfangsbezirks Denklingen eine große Wohlthat erweisen , wenn dieselbe hiervon Veranlassung nehmen wollte , diesem Volksschacher Einhalt zu thun , resp. die auf diese Art erpreßten Gelder an die Betreffenden zurückzahlen zu lassen.

Ein Steuerpflichtiger für Viele.

Gas-Angelegenheit.

Es ist einer Kommission des Gemeinderaths der Auftrag geworden, bei der hiesigen Gas-Erleuchtungs-Anstalt billigere Preise für Gas, wie eine verhältnißmäßige Miethe für den Gasmesser zu erwirken.

Wir erwarten, daß diese gerechte Forderung, unter deren Druck wir seit 1840 leben, endlich geordnet wird; namentlich erwarten wir, daß die Gasmesser-Miethe ganz fallen und der Preis des Gases kein höherer sein wird, als der der Stadtbehörde berechnet wird.

Köln , den 31. Mai 1848.

Anfrage !

Gleichen sich die Stellen eines Regierungspräsidenten und eines Commandanten der Bürgergarde so sehr , daß eine und dieselbe Person beide Stellen im Interesse der betreffenden Parteien verwalten kann??!

Carl Engels.

J. J. Burbach , daguerreotypiste de S. M. le Roi des Belges

et de S. A. R. le Prince Frederic de Prusse : execute des portraits dont la ressemblance est de la

plus grande fidelite.
Son atelier est situe Pützgasse Nro. 9 et 11 a Cologne.

J. J. Burbach , Daguerrotypist Sr. Maj. des Königs der Belgier und Sr. Hoheit des Prinzen Friedr. von Preußen verfertigt Portraits von größter Aehnlichkeit und Treue.

Sein Atelier ist Pützgasse Nro. 9 und 11 in Köln.

Zwei durch einander gehende geräumige Zimmer (belle etage) nebst Speicherzimmer und Kellerabschluß zu vermiethen. Kl. Telegraphenstraße Nr. 6.

Demokratische Gesellschaft.

Versammlung

heute Donnerstag den 1. Juni, 8 Uhr Abends, im Saale bei
Stollwerk, Schildergasse Nr. 49, zur Besprechung des preußischen
Verfassungsentwurfs.

Mitglieder können ihre Karten im Damen-Salon zwischen 6 und 8 Uhr Abends abnehmen, woselbst auch die neuen Einzeichnungen stattfinden.

Journal-Lesezirkel
von
J. & W. Boisseree.

Der Prospektus hierüber ist bei uns gratis zu haben.

Köln. Jahrgang 1848.

Neue wichtige Erfindung ! !

Das Schleifen der stumpfen Feinschneide-Instrumente auf Steinen ist von nun an unnöthig durch

F. Zares königl. preußischen patentisirter

Metall-Schärf-Apparate.

Sogar die gewaltsam abgestumpften Rasir- und Federmesser, sowie alle feinschneidenden Messer für Tuchscherer, Rothgerber , Buchbinder u. s. w., erhalten ohne Mithülfe eines Steines sofort den höchsten Grad von Schärfe und Feinheit. Die Vollkommenheit der Schneide wird in einer solchen Schnelligkeit erzielt, daß ein paarmaliges Auf- und Abstreichen genügt, um auf dem zartfühlendsten Bart kaum ein Messer zu verspüren. Der unabänderliche Preis ist a Stück 1 Thlr.

Dresden, den 11. März 1848.

F. Zares, Erfinder der Schärf-Apparate.

Die einzige und alleinige Hauptniederlage der wirklichen ächten Schärf-Apparate ist nur bei Sachs, St. Agatha-Ecke & Schildergasse 29.

Gleichzeitig empfehle ich ein sehr assortirtes Lager von Regen- und Sonnenschirmen , Taschentücher-Herren-Cravatten, Schlipse, Schawls, Reisetaschen und andre Bijouterie Waaren in billigsten Preisen.

Engl. Metall- u. Stahlfedern.

zu noch nie dagewesenen billigen Preisen.

Schulfedern das Gros von 144 Stück von 71/2 Sgr. an,

Korrespondenz-, Riesen- u. überhaupt alle nur existirende Stahlfedern von 71/2, 10, 15 Sgr. an, sowie alle Sorten Federhalter.

Heute Donnerstag den 1. Juni, Nachmittags 3 Uhr,

Große Harmonie von dem wohllöblichen Musikkorps des

8. Husaren-Regiments in dem unmittelbar am städtischen Garten gelegenen

Kölner Zelte.

Durch die große Auswahl ganz vorzüglicher, der Saison angemessener Speisen und Getränke werde ich das Zutrauen , welches mir in so hohem Grade in meinem großen Geschäfte zum "Deutschen Kaffehause" zu Theil wurde, dankend zu würdigen wissen , und darf mir dadurch, wie durch die schöne Lage des Zeltes mit der angenehmen Hoffnung schmeicheln, auf einen zahlreichen Besuch der geehrten Kölner rechnen zu dürfen.

Täglich frische Meiwein und frische Kionerbsen.

Franz Stollwerk.

Die so beliebten

Kirschen-Torten sind täglich frisch zu 10 und 1 Sgr. das Stück zu haben, Schildergasse Nr. 49 und in meinen Nebengeschäften, Blindgasse und Cattenbug Nr. 12.

Franz Stollwerck, Hoflieferant.

Eis täglich in und außer dem Hause a Portion 4 Sgr. bei

Franz Stollwerck, Hoflieferant.

St. Marien Kirmeß.
Heute Abend Harmonie in der

Börse bei Halin.

Trommeln, Signalhörner und Trommelflöten für die Bürgergarden sind vorräthig , wo auch vor selbige garantirt wird , bei D. Welter-Bleissem, Kupferschläger, Breitstraße 100.

Unser jüngst eröffnetes Branntwein- , Liqueur- und Wein-Geschäft halten wir angelegentlich empfohlen.

Köln.

L. & D. Löwenwarter.

Blaubach 26.

Johann Heininger, Sohn,

Ecke der Trankgasse Nro. 27,

empfiehlt sein großes Möbel & Spiegel-Lager

aus der Fabrik von

Johann Heininger in Mainz.

Dasselbe bietet die größte Auswahl aller Gattungen von Möbel in neuestem und modernsten Geschmacke , und übernimmt Aufträge für sämmtliche Ausmöblirung ganzer Gebäude , sowie alle Bestellungen unter Garantie für deren Güte unter Zusicherung der billigsten und reellsten Bedienung.

Mehrere aber nur ganz gewandte Schriftsetzer finden sofort Condition bei W. Clouth.

Verantwortlicher Gerant Korff.
Druck von W. Clouth, St. Agatha Nro. 12.

weisen, womit die so feierlich und gewissenhaft sich gebahrende deutsche Presse große historische Gestalten und Bewegungen in ihren eignen Schmutz herabzieht. Dann aber spiegelt die Sitzung des Hauses der Gemeinen vom 22. Mai das Verhältniß selbst der radikal und philantropisch thuenden englischen Bourgeoisie zur englischen Arbeiterklasse auf's treuste wieder. Und endlich hat diese Sitzung das Loos geworfen. Die Chartisten, d. h. die Masse des englischen Volks, haben sich noch einmal entschieden losgesagt von jedem gemeinschaftlichen Zusammenwirken mit der radikalen Bourgeoisie.

„Eine Woche früher“ erklären die Chartisten in London „waren wir der neuen Agitation günstiger, aber die Scene vom letzten Dienstag muß die Leichtgläubigsten über die wirklichen Plane der Bourgeoisie aufklären. Nach dieser Schaustellung wüthenden Hasses von Seiten der Leiter der wirklichen Mittelklasse ist jeder Vergleich unmöglich, es sei denn, daß die Mittelklassen Cobden desavouiren und ihre bonne foi dadurch beweisen, daß sie vollständig und bedingungslos die Principien der Charte acceptiren. Wir verhindern die Shopkeeper nicht, ihre Meetings ungeschoren zu halten. Geben sie aber ihre Beschlüsse für Volksbeschlüsse aus und verlangen sie unsre Unterstützung, so müssen sie wissen, daß diese nur unter einer Bedingung zu erhalten ist: Die Volkscharte, die ganze Volkscharte und nichts als die Volkscharte.

Dublin, 27. Mai.

Mitchell ist so eben zu vierzehn Jahren Transportation verurtheilt worden. Die Reaktion siegt auch in Irland.

[Leserbrief]
(Vom Niederrhein.)

Keine Beamtenklasse des Staates hat die kaum ins Leben getretene Preßfreiheit schneller als öffentliches Anklagemittel gegen schweren bureaukratischen Druck gebraucht, als die der Postbeamten. Es war dies eine Folge langjähriger, ungerechter Behandlung; die Wahl der Presse aber ein Beweis des Mißtrauens in die Unparteilichkeit der Verwaltungsbehörde. Fast die gesammten öffentlichen Organe brachten schwere Anschuldigungen gegen die höchste Postbehörde. Während die Köln. Zeit. in Nro. 103 v. 12. Apr. erzählt, daß nach dem Tode des Herrn v. Nagler eine Partei alle Macht im General-Postamte an sich gezogen habe, daß durch sie cassirte Beamte, Männer hingebender Weiber, Lieferanten und Vettern zum Nachtheile braver Staatsdiener, die am besten fundirten Stellen erhalten hätten, lesen wir kurz darauf, daß viele hunderte von Postbeamten aus allen Provinzen der Monarchie die Entfernung des General-Post-Direktors Schmückert von dem Minister Camphausen erbitten, indem sie gegen jenen einflußreichen Beamten das größte Mißtrauen in allen Beziehungen an den Tag legen. Neuerdings bringt aber eins der gelesensten Organe Preußens, die Vossische Zeitung, einen Aufsatz betittelt „wie man Post-Inspector wird“ der, wenn er sich bewahrheitet, die Corruption im General-Postamte auf erschreckende Weise zeigt. Gegenüber diesen schweren und vielfachen Beschuldigungen erschien anstatt einer öffentlichen nothwendigen Rechtfertigung von Seiten der höchsten Postbehörde bis jetzt nur auf dienstlichem Wege eine gemüthliche Aufforderung des General-Postmeisters v. Schaper, ihm zu vertrauen und bei Klagen die Presse unbenutzt zu lassen. ‒ In andern constitutionellen Staaten leitet das verantwortliche Ministerium auf solche Denunziationen hin, entweder Preß-Prozesse, oder Untersuchungen ein und berichtigt darnach die öffentliche Meinung. Es hat sich bereits gegen das General-Postamt ein schwerer Argwohn verbreitet, immermehr schwindet das Vertrauen zu dieser Behörde. Sollte das verantwortliche Ministerium aus diesen öffentlichen, schweren Anklagen nicht bald Veranlassung nehmen die nothwendigen Schritte zu thun, so wäre es wohl an der Zeit, daß die Abgeordneten des Volkes sich der Sache, mit aller Energie annehmen, damit die angegriffene Ehre der Verwalter eines Institutes, welches vorzugsweise das Vertrauen des Volkes und der Regierung bedarf, wieder hergestellt werde.

Getraide- und Oelhandel.
Köln, 31. Mai 1848.

Seit den politischen Umwälzungen des Frühjahres hat der in den letzten Jahren sehr emporgekommene Getraidehandel unserer Stadt große Beschränkungen erlitten. Die Vollendung des verwichenen Mai Termins und die Nähe der künftigen Erndte werden für die nächste Zukunft vollends fast alles Leben aus demselben verbannen. In Folgendem geben wir eine kurze Uebersicht seiner gegenwärtigen Lage.

Von Waizen besitzt unser Platz verhältnißmäßig ansehnliche Vorräthe; ansehnlich insofern, als uns nirgendwo ein rentirender Ausweg für diesen Artikel offen steht und die hier lagernden circa 10,000 Malter neben den auf den Böden der Produzenten der Umgegend ruhenden Quantitäten einen ehr bedeutenden Ueberschuß über den inländischen Bedarf lassen. Der laufende Preis von Thlr. 52/3 ist der niedrigste den wir seit langen Jahren gehabt haben, aber bei den gegenwärtigen glänzenden Aussichten für die künftige Erndte ist dennoch eine fernere Erniedrigung möglich.

Ro gen findet sich verhältnißmäßig nicht in so großer Masse vor, wir werden aber bis zur Roggenerndte, die bei fortdauerndem fruchtbaren Wetter schon in 6 Wochen Statt finden wird, ausreichen. Auch der Preis dieser Getraide-Sorte ist billig (Thlr. 4 per Malter), dürfte aber, besonders wenn die Qualität des diesjährigen Gewächses gut ausfällt, (wozu alle Hoffnung vorhanden,) einer weiteren bedeutenden Erniedrigung weniger unterworfen sein, indem Roggen ohnehin ein viel gebrauchter Artikel, wahrscheinlich gleich zur Proviantirung der Magazine in Anspruch genommen werden wird.

Für Gerste, namentlich oberländische, ist in der letzten Zeit für den Verbrauch noch einmal einige Frage à Thlr. 31/2 per Malter aufgetaucht. Der Handel in diesem Artikel so wie in Hafer, dessen Preis Thlr; 2 1/2 ist, kann indessen bis zur neuen Erndte fast als geschlossen betrachtet werden. Wir erwarten darin am wenigsten Fluktuationen von Bedeutung, besonders da die Aussichten für das zu Felde stehende Gewächs für Gerste vortrefflich und für Hafer ebenfalls gut sind.

Rüböl. Die Rapspflanze hatte trotz der strengen Kälte und dem wenigen Schnee, den die Felder diesen Winter bedeckten, zwar einige Beschädigung erlitten, ließ aber doch immer noch eine mittelmäßige Erndte erwarten. Indessen stellte sich mit dem Frühjahre trockene und heiße Witterung ein und brachte in ihrem Gefolge ein Heer von Insekten mit, welche dieselben so sehr beschädigten, daß wenig mehr als etwa 1/3 bis 1/2 einer gewöhnlichen Erndte in unserer Gegend zu erwarten ist Hierdurch fanden sich einige Besitzer von alten Lager von Rüböl, trotz den mißlichen Geldverhältnissen veranlaßt, ihre nicht unbedeutenden Vorräthe zurückzuhalten, statt solche in diesem Monate zur Ablieferung zu bringen. Durch diese und andere Spekulationen auf eine bevorstehende schlechte Erndte werden die Preise allmählig bis an Thlr. 281/4 per Mai und Thlr. 293/4 per Oktober gesteigert. Indessen würden bei ruhigern Zeiten die Preise noch weit höher stehen, und da die jetzigen Umstände eben eine dauernde Festigkeit der Preise bezweifeln lassen, so könnten sie sogar noch Veranlassung zu einem Rückgang des Artikels geben.

Nach der Börse. Der Termin schloß für Rüböl flauend, Thlr. 27 3/4 à 5/8, per Oktober Thlr. 29 1/2 à 3/8

[Anzeigen]

Civilstand der Stadt Köln. ‒ 27. Mai 1848.

Geburten. Heinr. Joh. Jos., S. v Heinr. Adolph Kellerhoven, ohne Gew, Johannstr. ‒ Gertr., T. v. Joh. Pillig, Maurer, Katharinengr. ‒ Maria Sophia Anton., T. v. Theod. Herm. Vagedes, Advokat, Blaubach. ‒ Heinr., S. v. Andr. Bilstein, Gärtner, Entenpf. ‒ Kathar., T. v. Jokob Koch, Zimmermann, Entenpf. ‒ Karl Viktor, S. v. Aug. Risse, Beamter des Gewerbevereines, unter Goldschm. ‒ Helena Wilh., T. v. Sam. Wolff, Kaufm, Brüderstr.

Sterbefälle. Gottfr. Schutt, 1 J 3 W. alt, unter Kalenh. ‒ Franz Tietz, Schreiner, 27 J. alt, verheir., Katharinengr. ‒ Anton Hub. Schanz, 2 1/2 J. Liskirchen. ‒ Odilia Froitzheim, 1 J. 4 M. alt, kl. Spitzeng. ‒ Anna Kleinnagel, 4 M. alt, unter Kranenb ‒ Isab. Schonen, 18 T. alt, gr. Neug.

Heirathen. (26.) Fr. Wilh. Berndorff, Kaufm, und Maria Huberta Barb. Franc. Baum, beide v. hier.

(27.) Sebast. Friedr. Westerholz, Schuster, v. Fürth, und Sophia Franc. Temme, v. Rüthen. ‒ Peter Wilh. Kops, Schreiner, v. hier, und Anna Elis. Sinzig, v. Himmelsgeist. ‒ Jos. Doerfler, Tagl., v. hier, und Anna Maria Neumann, v. Frechen.

Schiffahrts-Anzeige.

Köln, 31. Mai 1848.

In Ladung: Nach Ruhrort bis Emmerich Wtwe. Jak. Schaaff; Nach Düsseldorf bis Mühlheim an der Ruhr L. Ducoffre; nach Andernach und Neuwied J. Krämer und M. Wiebel; nach Koblenz an der Mosel und Saar G. Weidner; nach der Mosel, nach Trier und der Saar R. Bayer; nach Bingen H. Leinweber; nach Mainz J. Hirschmann; nach dem Niedermain Fr. Schulz; nach dem Mittel- und Obermain C. W. Müller; nach Heilbronn Fr. Müssig; nach Kannstadt und Stuttgard H. Huber (Roedel); nach Worms und Mannheim H. F. Buschhammer.
Ferner : Nach Rotterdam Kapt. Singendonk, Köln Nr. 10.
Ferner : Nach Amsterdam Kapt. Kaefs, Köln Nr 2.

Wasserstand.

Köln, am 31. Mai. Rheinhöhe 7′ 2″

Kunstausstellung

bei

G. Tonger , Pauluswache in Köln.

Entrée 21/2 Sgr.
Abonnement per Monat 71/2 Sgr. Vierteljahr 15 Sgr.

Halbjahr 1 Thlr.

Eine große schöne Sammlung von hunderten Gemälden alter und neuerer Zeit. Darunter Originale von Van Oyk, Palamedes, Caracci, Diederici, Cranach, Frank, Kleinenbroich, Jansen, Vianden, Themer, Lange, Rausch, Willems, Wauters, Tavenraat, Dietzler, v. Eyk, Lotz, Teniers, Schult und vielen Andern in steter Abwechselung.

Auch werden Kunstgegenstände aller Art zum Mitaufstellen angenommen, ohne daß den Eigenthümern daraus Kosten erwachsen, da nur dann, wenn ein Artikel wirklich verkauft ist, eine mäßige Provision berechnet wird. Bei den zahlreichen Besuchen dieser Ausstellung von Fremden und Einheimischen ist für schöne und nicht zu theuer eingesetzte Artikel wohl Absatz zu erwarten.

In der Ausstellung befinden sich mehrere schöne neue Gemälde , die wegen Verhältnisse sehr wohlfeil abgegeben werden.

Den Besuchern kann auch eine sehr bedeutende Partie alter Kupferstiche etc. vorgelegt werden.

Gerichtlicher Verkauf.

Am Freitag den 2. Juni 1848 , Morgens 10 Uhr , sollen auf dem Altenmarkte zu Köln verschiedene wohlerhaltene Mobilar-Gegenstände , bestehend in 1 Tische , 1 Sopha , Stühlen, 1 Spiegel, 1 Ofen, 1 Ladengestelle, 1 Theke, 1 Fournaise etc. etc. gegen gleich baare Zahlung öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden.

Fr. Happel, Gerichtsvollzieher.

Gerichtlicher Verkauf.

Am Freitag den 2. Juni 1846 , Mittags 12 Uhr sollen an der ehemaligen Börse auf dem Heumarkte zu Köln verschiedene Mobilar-Gegenstände , bestehend in Tischen, Stühlen, Kommoden, Oefen, Kupferstichen, Schränken , 1 Bohrmaschine , 1 Trockentrommel , 1 Ladengestelle, 1 Sopha , Küchengeräthen , Bürsten etc. etc. gegen gleich baare Zahlung öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden.

Fr. Happel, Gerichtsvollzieher.

Gerichtlicher Verkauf.

Am Freitag den 2. Juni 1848 , Mittags 12 Uhr sollen an der ehemaligen Börse auf dem Heumarkte zu Köln einige Mobilar-Gegenstände , als : 1 Tisch, Stühle, 1 Ofen, 1 Kommode, Bettstellen, 1 Kleiderschrank etc. öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden.

Fr. Happel, Gerichtsvollzieher.

Gerichtlicher Verkauf.

Am Samstag den 3. Juni 1848, Vormittags 1/2 12 Uhr, sollen auf dem Marktplatze in der Aposteln-Straße zu Köln 2 Pianino's in Magahonikasten gegen gleich baare Zahlung öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden.

Fr. Happel, Gerichtsvollzieher.

Gerichtlicher Verkauf.

Am Montag den 5. Juni 1848, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Altenmarkt zu Köln verschiedene Hausmobilien als: 1 Tisch, 1 Sopha, Stühle, 1 Spiegel, u. s. w. öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung durch den Unterzeichneten versteigert werden.

Der Gerichtsvollzieher Hey.

Den Steuerempfang
im Kreise Waldbroel betreffend.

Ist dem Steuerempfänger Steiniger in Waldbroel allein gestattet, nachdem er den Steuerpflichtigen bereits einen General-Auszug über sämmtliche Steuern zugestellt hat, denselben später auch noch über jede einzelne Steuergattung extra einen Auszug à 4 bis 5 Pf. per Stück zuzustellen?

Der aus dieser Privatzustellung für die Privattasche des Herrn Steiniger und nicht für die Steuerkasse erwachsende Gewinn mag jährlich wohl circa 250 bis 300 Thlr. auswerfen, da bekanntlich der Steuerdiener die Zustellung amtlich vornehmen muß ‒ eine große Summe, welche gerade die armen Leute dem bekanntlich bereits reich gewordenen Steuerempfänger gegen Recht und Billigkeit contribuiren müssen. Da dieses Verfahren schon vor längeren Jahren dem Steuerempfänger Joesten durch den Landrath Sonorè aufs strengste untersagt worden ist, dieser desselben sich auch seitdem nicht mehr bedient : so muß dasselbe wohl ungesetzlich seyn ‒ und würde die Königl. Regierung den armen Leuten des Steuerempfangsbezirks Denklingen eine große Wohlthat erweisen , wenn dieselbe hiervon Veranlassung nehmen wollte , diesem Volksschacher Einhalt zu thun , resp. die auf diese Art erpreßten Gelder an die Betreffenden zurückzahlen zu lassen.

Ein Steuerpflichtiger für Viele.

Gas-Angelegenheit.

Es ist einer Kommission des Gemeinderaths der Auftrag geworden, bei der hiesigen Gas-Erleuchtungs-Anstalt billigere Preise für Gas, wie eine verhältnißmäßige Miethe für den Gasmesser zu erwirken.

Wir erwarten, daß diese gerechte Forderung, unter deren Druck wir seit 1840 leben, endlich geordnet wird; namentlich erwarten wir, daß die Gasmesser-Miethe ganz fallen und der Preis des Gases kein höherer sein wird, als der der Stadtbehörde berechnet wird.

Köln , den 31. Mai 1848.

Anfrage !

Gleichen sich die Stellen eines Regierungspräsidenten und eines Commandanten der Bürgergarde so sehr , daß eine und dieselbe Person beide Stellen im Interesse der betreffenden Parteien verwalten kann??!

Carl Engels.

J. J. Burbach , daguerréotypiste de S. M. le Roi des Belges

et de S. A. R. le Prince Frédéric de Prusse : exécute des portraits dont la ressemblance est de la

plus grande fidèlité.
Son atelier est situé Pützgasse Nro. 9 et 11 à Cologne.

J. J. Burbach , Daguerrotypist Sr. Maj. des Königs der Belgier und Sr. Hoheit des Prinzen Friedr. von Preußen verfertigt Portraits von größter Aehnlichkeit und Treue.

Sein Atelier ist Pützgasse Nro. 9 und 11 in Köln.

Zwei durch einander gehende geräumige Zimmer (belle étage) nebst Speicherzimmer und Kellerabschluß zu vermiethen. Kl. Telegraphenstraße Nr. 6.

Demokratische Gesellschaft.

Versammlung

heute Donnerstag den 1. Juni, 8 Uhr Abends, im Saale bei
Stollwerk, Schildergasse Nr. 49, zur Besprechung des preußischen
Verfassungsentwurfs.

Mitglieder können ihre Karten im Damen-Salon zwischen 6 und 8 Uhr Abends abnehmen, woselbst auch die neuen Einzeichnungen stattfinden.

Journal-Lesezirkel
von
J. & W. Boisserée.

Der Prospektus hierüber ist bei uns gratis zu haben.

Köln. Jahrgang 1848.

Neue wichtige Erfindung ! !

Das Schleifen der stumpfen Feinschneide-Instrumente auf Steinen ist von nun an unnöthig durch

F. Zares königl. preußischen patentisirter

Metall-Schärf-Apparate.

Sogar die gewaltsam abgestumpften Rasir- und Federmesser, sowie alle feinschneidenden Messer für Tuchscherer, Rothgerber , Buchbinder u. s. w., erhalten ohne Mithülfe eines Steines sofort den höchsten Grad von Schärfe und Feinheit. Die Vollkommenheit der Schneide wird in einer solchen Schnelligkeit erzielt, daß ein paarmaliges Auf- und Abstreichen genügt, um auf dem zartfühlendsten Bart kaum ein Messer zu verspüren. Der unabänderliche Preis ist à Stück 1 Thlr.

Dresden, den 11. März 1848.

F. Zares, Erfinder der Schärf-Apparate.

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Heute Donnerstag den 1. Juni, Nachmittags 3 Uhr,

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8. Husaren-Regiments in dem unmittelbar am städtischen Garten gelegenen

Kölner Zelte.

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Eis täglich in und außer dem Hause à Portion 4 Sgr. bei

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<TEI>
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        <div xml:id="ar001_020" type="jArticle">
          <p><pb facs="#f0004" n="0004"/>
weisen, womit                         die so feierlich und gewissenhaft sich gebahrende deutsche Presse große                         historische Gestalten und Bewegungen in ihren eignen Schmutz herabzieht.                         Dann aber spiegelt die Sitzung des Hauses der Gemeinen vom 22. Mai das                         Verhältniß selbst der radikal und philantropisch thuenden englischen                         Bourgeoisie zur englischen Arbeiterklasse auf's treuste wieder. Und endlich                         hat diese Sitzung das Loos geworfen. Die Chartisten, d. h. die Masse des                         englischen Volks, haben sich noch einmal entschieden losgesagt von jedem                         gemeinschaftlichen Zusammenwirken mit der radikalen Bourgeoisie.</p>
          <p>&#x201E;Eine Woche früher&#x201C; erklären die Chartisten in London &#x201E;waren wir der neuen                         Agitation günstiger, aber die Scene vom letzten Dienstag muß die                         Leichtgläubigsten über die wirklichen Plane der Bourgeoisie aufklären. Nach                         dieser Schaustellung wüthenden Hasses von Seiten der Leiter der wirklichen                         Mittelklasse ist jeder Vergleich unmöglich, es sei denn, daß die                         Mittelklassen Cobden desavouiren und ihre bonne foi dadurch beweisen, daß                         sie vollständig und bedingungslos die Principien der Charte acceptiren. Wir                         verhindern die Shopkeeper nicht, ihre Meetings ungeschoren zu halten. Geben                         sie aber ihre Beschlüsse für Volksbeschlüsse aus und verlangen sie unsre                         Unterstützung, so müssen sie wissen, daß diese nur unter einer Bedingung zu                         erhalten ist: <hi rendition="#g">Die Volkscharte, die ganze Volkscharte und                             nichts als die Volkscharte.</hi></p>
        </div>
        <div xml:id="ar001_021" type="jArticle">
          <head><hi rendition="#g">Dublin,</hi> 27. Mai.</head>
          <p>Mitchell ist so eben zu vierzehn Jahren Transportation verurtheilt worden.                         Die Reaktion siegt auch in Irland.</p>
        </div>
      </div>
      <div n="1">
        <head>[Leserbrief]</head>
        <div xml:id="ar001_022" type="jArticle">
          <head>(<hi rendition="#g">Vom Niederrhein</hi>.)</head>
          <p>Keine Beamtenklasse des Staates hat die kaum ins Leben getretene Preßfreiheit                         schneller als öffentliches Anklagemittel gegen schweren bureaukratischen                         Druck gebraucht, als die der Postbeamten. Es war dies eine Folge                         langjähriger, ungerechter Behandlung; die Wahl der Presse aber ein Beweis                         des Mißtrauens in die Unparteilichkeit der Verwaltungsbehörde. Fast die                         gesammten öffentlichen Organe brachten schwere Anschuldigungen gegen die                         höchste Postbehörde. Während die Köln. Zeit. in Nro. 103 v. 12. Apr.                         erzählt, daß nach dem Tode des Herrn v. Nagler eine Partei alle Macht im                         General-Postamte an sich gezogen habe, daß durch sie cassirte Beamte, Männer                         hingebender Weiber, Lieferanten und Vettern zum Nachtheile braver                         Staatsdiener, die am besten fundirten Stellen erhalten hätten, lesen wir                         kurz darauf, daß viele hunderte von Postbeamten aus allen Provinzen der                         Monarchie die Entfernung des General-Post-Direktors Schmückert von dem                         Minister Camphausen erbitten, indem sie gegen jenen einflußreichen Beamten                         das größte Mißtrauen in allen Beziehungen an den Tag legen. Neuerdings                         bringt aber eins der gelesensten Organe Preußens, die Vossische Zeitung,                         einen Aufsatz betittelt &#x201E;wie man Post-Inspector wird&#x201C; der, wenn er sich                         bewahrheitet, die Corruption im General-Postamte auf erschreckende Weise                         zeigt. Gegenüber diesen schweren und vielfachen Beschuldigungen erschien                         anstatt einer öffentlichen nothwendigen Rechtfertigung von Seiten der                         höchsten Postbehörde bis jetzt nur auf dienstlichem Wege eine gemüthliche                         Aufforderung des General-Postmeisters v. Schaper, ihm zu <hi rendition="#g">vertrauen</hi> und bei Klagen die Presse unbenutzt zu lassen. &#x2012; In                         andern constitutionellen Staaten leitet das verantwortliche Ministerium auf                         solche Denunziationen hin, entweder Preß-Prozesse, oder Untersuchungen ein                         und berichtigt darnach die öffentliche Meinung. Es hat sich bereits gegen                         das General-Postamt ein schwerer Argwohn verbreitet, immermehr schwindet das                         Vertrauen zu dieser Behörde. Sollte das verantwortliche Ministerium aus                         diesen öffentlichen, schweren Anklagen nicht bald Veranlassung nehmen die                         nothwendigen Schritte zu thun, so wäre es wohl an der Zeit, daß die                         Abgeordneten des Volkes sich der Sache, mit aller Energie annehmen, damit                         die angegriffene Ehre der Verwalter eines Institutes, welches vorzugsweise                         das Vertrauen des Volkes und der Regierung bedarf, wieder hergestellt                         werde.</p>
        </div>
      </div>
      <div n="1">
        <head>Getraide- und Oelhandel.</head>
        <div xml:id="ar001_023" type="jArticle">
          <head>Köln, 31. Mai 1848.</head>
          <p>Seit den politischen Umwälzungen des Frühjahres hat der in den letzten Jahren                         sehr emporgekommene Getraidehandel unserer Stadt große Beschränkungen                         erlitten. Die Vollendung des verwichenen Mai Termins und die Nähe der                         künftigen Erndte werden für die nächste Zukunft vollends fast alles Leben                         aus demselben verbannen. In Folgendem geben wir eine kurze Uebersicht seiner                         gegenwärtigen Lage.</p>
          <p>Von <hi rendition="#b">Waizen</hi> besitzt unser Platz verhältnißmäßig                         ansehnliche Vorräthe; ansehnlich insofern, als uns nirgendwo ein rentirender                         Ausweg für diesen Artikel offen steht und die hier lagernden circa 10,000                         Malter neben den auf den Böden der Produzenten der Umgegend ruhenden                         Quantitäten einen ehr bedeutenden Ueberschuß über den inländischen Bedarf                         lassen. Der laufende Preis von Thlr. 52/3 ist der niedrigste den wir seit                         langen Jahren gehabt haben, aber bei den gegenwärtigen glänzenden Aussichten                         für die künftige Erndte ist dennoch eine fernere Erniedrigung möglich.</p>
          <p><hi rendition="#b">Ro gen</hi> findet sich verhältnißmäßig nicht in so großer                         Masse vor, wir werden aber bis zur Roggenerndte, die bei fortdauerndem                         fruchtbaren Wetter schon in 6 Wochen Statt finden wird, ausreichen. Auch der                         Preis dieser Getraide-Sorte ist billig (Thlr. 4 per Malter), dürfte aber,                         besonders wenn die Qualität des diesjährigen Gewächses gut ausfällt, (wozu                         alle Hoffnung vorhanden,) einer weiteren bedeutenden Erniedrigung weniger                         unterworfen sein, indem Roggen ohnehin ein viel gebrauchter Artikel,                         wahrscheinlich gleich zur Proviantirung der Magazine in Anspruch genommen                         werden wird.</p>
          <p>Für <hi rendition="#b">Gerste,</hi> namentlich oberländische, ist in der                         letzten Zeit für den Verbrauch noch einmal einige Frage à Thlr. 31/2 per                         Malter aufgetaucht. Der Handel in diesem Artikel so wie in <hi rendition="#b">Hafer,</hi> dessen Preis Thlr; 2 1/2 ist, kann indessen                         bis zur neuen Erndte fast als geschlossen betrachtet werden. Wir erwarten                         darin am wenigsten Fluktuationen von Bedeutung, besonders da die Aussichten                         für das zu Felde stehende Gewächs für Gerste vortrefflich und für Hafer                         ebenfalls gut sind.</p>
          <p><hi rendition="#b">Rüböl.</hi> Die Rapspflanze hatte trotz der strengen Kälte                         und dem wenigen Schnee, den die Felder diesen Winter bedeckten, zwar einige                         Beschädigung erlitten, ließ aber doch immer noch eine mittelmäßige Erndte                         erwarten. Indessen stellte sich mit dem Frühjahre trockene und heiße                         Witterung ein und brachte in ihrem Gefolge ein Heer von Insekten mit, welche                         dieselben so sehr beschädigten, daß wenig mehr als etwa 1/3 bis 1/2 einer                         gewöhnlichen Erndte in unserer Gegend zu erwarten ist Hierdurch fanden sich                         einige Besitzer von alten Lager von Rüböl, trotz den mißlichen                         Geldverhältnissen veranlaßt, ihre nicht unbedeutenden Vorräthe                         zurückzuhalten, statt solche in diesem Monate zur Ablieferung zu bringen.                         Durch diese und andere Spekulationen auf eine bevorstehende schlechte Erndte                         werden die Preise allmählig bis an Thlr. 281/4 per Mai und Thlr. 293/4 per                         Oktober gesteigert. Indessen würden bei ruhigern Zeiten die Preise noch weit                         höher stehen, und da die jetzigen Umstände eben eine dauernde Festigkeit der                         Preise bezweifeln lassen, so könnten sie sogar noch Veranlassung zu einem                         Rückgang des Artikels geben.</p>
          <p><hi rendition="#g">Nach der Börse.</hi> Der Termin schloß für Rüböl flauend,                         Thlr. 27 3/4 à 5/8, per Oktober Thlr. 29 1/2 à 3/8</p>
        </div>
      </div>
      <div n="1">
        <head>[Anzeigen]</head>
        <div type="jAn">
          <p><hi rendition="#b">Civilstand der Stadt Köln.</hi> &#x2012; 27. Mai 1848.</p>
          <p><hi rendition="#g">Geburten.</hi> Heinr. Joh. Jos., S. v Heinr. Adolph                         Kellerhoven, ohne Gew, Johannstr. &#x2012; Gertr., T. v. Joh. Pillig, Maurer,                         Katharinengr. &#x2012; Maria Sophia Anton., T. v. Theod. Herm. Vagedes, Advokat,                         Blaubach. &#x2012; Heinr., S. v. Andr. Bilstein, Gärtner, Entenpf. &#x2012; Kathar., T. v.                         Jokob Koch, Zimmermann, Entenpf. &#x2012; Karl Viktor, S. v. Aug. Risse, Beamter                         des Gewerbevereines, unter Goldschm. &#x2012; Helena Wilh., T. v. Sam. Wolff,                         Kaufm, Brüderstr.</p>
          <p><hi rendition="#g">Sterbefälle.</hi> Gottfr. Schutt, 1 J 3 W. alt, unter                         Kalenh. &#x2012; Franz Tietz, Schreiner, 27 J. alt, verheir., Katharinengr. &#x2012; Anton                         Hub. Schanz, 2 1/2 J. Liskirchen. &#x2012; Odilia Froitzheim, 1 J. 4 M. alt, kl.                         Spitzeng. &#x2012; Anna Kleinnagel, 4 M. alt, unter Kranenb &#x2012; Isab. Schonen, 18 T.                         alt, gr. Neug.</p>
          <p><hi rendition="#g">Heirathen.</hi> (26.) Fr. Wilh. Berndorff, Kaufm, und                         Maria Huberta Barb. Franc. Baum, beide v. hier.</p>
          <p>(27.) Sebast. Friedr. Westerholz, Schuster, v. Fürth, und Sophia Franc.                         Temme, v. Rüthen. &#x2012; Peter Wilh. Kops, Schreiner, v. hier, und Anna Elis.                         Sinzig, v. Himmelsgeist. &#x2012; Jos. Doerfler, Tagl., v. hier, und Anna Maria                         Neumann, v. Frechen.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p> <hi rendition="#b">Schiffahrts-Anzeige.</hi> </p>
          <p>Köln, 31. Mai 1848.</p>
          <p><hi rendition="#g">In Ladung</hi>: Nach Ruhrort bis Emmerich Wtwe. Jak.                         Schaaff; Nach Düsseldorf bis Mühlheim an der Ruhr L. Ducoffre; nach                         Andernach und Neuwied J. Krämer und M. Wiebel; nach Koblenz an der Mosel und                         Saar G. Weidner; nach der Mosel, nach Trier und der Saar R. Bayer; nach                         Bingen H. Leinweber; nach Mainz J. Hirschmann; nach dem Niedermain Fr.                         Schulz; nach dem Mittel- und Obermain C. W. Müller; nach Heilbronn Fr.                         Müssig; nach Kannstadt und Stuttgard H. Huber (Roedel); nach Worms und                         Mannheim H. F. Buschhammer.<lb/>
Ferner : Nach Rotterdam Kapt. Singendonk,                         Köln Nr. 10.<lb/>
Ferner : Nach Amsterdam Kapt. Kaefs, Köln Nr 2.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p><hi rendition="#g">Wasserstand</hi>.</p>
          <p><hi rendition="#g">Köln</hi>, am 31. Mai. Rheinhöhe 7&#x2032; 2&#x2033;</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p> <hi rendition="#b"> <hi rendition="#g">Kunstausstellung</hi> </hi> </p>
          <p>bei</p>
          <p><hi rendition="#b">G. Tonger ,</hi> Pauluswache in Köln.</p>
          <p>Entrée 21/2 Sgr.<lb/>
Abonnement per Monat 71/2 Sgr. Vierteljahr 15 Sgr.</p>
          <p>Halbjahr 1 Thlr.</p>
          <p>Eine große schöne Sammlung von hunderten Gemälden alter und neuerer Zeit.                         Darunter Originale von Van Oyk, Palamedes, Caracci, Diederici, Cranach,                         Frank, Kleinenbroich, Jansen, Vianden, Themer, Lange, Rausch, Willems,                         Wauters, Tavenraat, Dietzler, v. Eyk, Lotz, Teniers, Schult und vielen                         Andern in steter Abwechselung.</p>
          <p>Auch werden Kunstgegenstände aller Art zum Mitaufstellen angenommen, ohne daß                         den Eigenthümern daraus Kosten erwachsen, da nur dann, wenn ein Artikel                         wirklich verkauft ist, eine mäßige Provision berechnet wird. Bei den                         zahlreichen Besuchen dieser Ausstellung von Fremden und Einheimischen ist                         für schöne und nicht zu theuer eingesetzte Artikel wohl Absatz zu                         erwarten.</p>
          <p>In der Ausstellung befinden sich mehrere schöne neue Gemälde , die wegen                         Verhältnisse sehr wohlfeil abgegeben werden.</p>
          <p>Den Besuchern kann auch eine sehr bedeutende Partie alter Kupferstiche etc.                         vorgelegt werden.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p><hi rendition="#g">Gerichtlicher Verkauf</hi>.</p>
          <p>Am Freitag den 2. Juni 1848 , Morgens 10 Uhr , sollen auf dem Altenmarkte zu                         Köln verschiedene wohlerhaltene Mobilar-Gegenstände , bestehend in 1 Tische                         , 1 Sopha , Stühlen, 1 Spiegel, 1 Ofen, 1 Ladengestelle, 1 Theke, 1                         Fournaise etc. etc. gegen gleich baare Zahlung öffentlich an den                         Meistbietenden verkauft werden.</p>
          <p>Fr. <hi rendition="#g">Happel</hi>, Gerichtsvollzieher.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p><hi rendition="#g">Gerichtlicher Verkauf</hi>.</p>
          <p>Am Freitag den 2. Juni 1846 , Mittags 12 Uhr sollen an der ehemaligen Börse                         auf dem Heumarkte zu Köln verschiedene Mobilar-Gegenstände , bestehend in                         Tischen, Stühlen, Kommoden, Oefen, Kupferstichen, Schränken , 1 Bohrmaschine                         , 1 Trockentrommel , 1 Ladengestelle, 1 Sopha , Küchengeräthen , Bürsten                         etc. etc. gegen gleich baare Zahlung öffentlich an den Meistbietenden                         verkauft werden.</p>
          <p>Fr. <hi rendition="#g">Happel,</hi> Gerichtsvollzieher.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p><hi rendition="#g">Gerichtlicher Verkauf</hi>.</p>
          <p>Am Freitag den 2. Juni 1848 , Mittags 12 Uhr sollen an der ehemaligen Börse                         auf dem Heumarkte zu Köln einige Mobilar-Gegenstände , als : 1 Tisch,                         Stühle, 1 Ofen, 1 Kommode, Bettstellen, 1 Kleiderschrank etc. öffentlich an                         den Meistbietenden verkauft werden.</p>
          <p>Fr. <hi rendition="#g">Happel,</hi> Gerichtsvollzieher.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p> <hi rendition="#g">Gerichtlicher Verkauf.</hi> </p>
          <p>Am Samstag den 3. Juni 1848, Vormittags 1/2 12 Uhr, sollen auf dem                         Marktplatze in der Aposteln-Straße zu Köln 2 Pianino's in Magahonikasten                         gegen gleich baare Zahlung öffentlich an den Meistbietenden verkauft                         werden.</p>
          <p>Fr. <hi rendition="#g">Happel,</hi> Gerichtsvollzieher.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p> <hi rendition="#g">Gerichtlicher Verkauf.</hi> </p>
          <p>Am Montag den 5. Juni 1848, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Altenmarkt zu                         Köln verschiedene Hausmobilien als: 1 Tisch, 1 Sopha, Stühle, 1 Spiegel, u.                         s. w. öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung durch den Unterzeichneten                         versteigert werden.</p>
          <p>Der Gerichtsvollzieher <hi rendition="#g">Hey.</hi></p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p>Den Steuerempfang<lb/><hi rendition="#b">im Kreise Waldbroel</hi> betreffend.</p>
          <p>Ist dem Steuerempfänger <hi rendition="#g">Steiniger</hi> in Waldbroel <hi rendition="#g">allein</hi> gestattet, nachdem er den Steuerpflichtigen                         bereits einen General-Auszug über sämmtliche Steuern zugestellt hat,                         denselben später auch noch über <hi rendition="#g">jede einzelne                             Steuergattung</hi> extra einen Auszug à 4 bis 5 Pf. per Stück                         zuzustellen?</p>
          <p>Der aus dieser Privatzustellung für die Privattasche des Herrn Steiniger und                         nicht für die Steuerkasse erwachsende Gewinn mag jährlich wohl circa 250 bis                         300 Thlr. auswerfen, da bekanntlich der Steuerdiener die Zustellung amtlich                         vornehmen muß &#x2012; eine große Summe, welche gerade die <hi rendition="#g">armen</hi> Leute dem bekanntlich bereits <hi rendition="#g">reich</hi> gewordenen Steuerempfänger gegen Recht und Billigkeit contribuiren müssen.                         Da dieses Verfahren schon vor längeren Jahren dem Steuerempfänger Joesten                         durch den Landrath Sonorè aufs strengste untersagt worden ist, dieser                         desselben sich auch seitdem nicht mehr bedient : so muß dasselbe wohl                         ungesetzlich seyn &#x2012; und würde die Königl. Regierung den armen Leuten des                         Steuerempfangsbezirks Denklingen eine große Wohlthat erweisen , wenn                         dieselbe hiervon Veranlassung nehmen wollte , diesem Volksschacher Einhalt                         zu thun , resp. die auf diese Art erpreßten Gelder an die Betreffenden                         zurückzahlen zu lassen.</p>
          <p> <hi rendition="#g">Ein Steuerpflichtiger für Viele.</hi> </p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p> <hi rendition="#b">Gas-Angelegenheit.</hi> </p>
          <p>Es ist einer Kommission des Gemeinderaths der Auftrag geworden, bei der                         hiesigen Gas-Erleuchtungs-Anstalt billigere Preise für Gas, wie eine                         verhältnißmäßige Miethe für den Gasmesser zu erwirken.</p>
          <p>Wir erwarten, daß diese gerechte Forderung, unter deren Druck wir seit 1840                         leben, endlich geordnet wird; namentlich erwarten wir, daß die                         Gasmesser-Miethe ganz fallen und der Preis des Gases kein höherer sein wird,                         als der der Stadtbehörde berechnet wird.</p>
          <p>Köln , den 31. Mai 1848.</p>
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        <div type="jAn">
          <p> <hi rendition="#b">Anfrage !</hi> </p>
          <p> <hi rendition="#b">Gleichen sich die Stellen eines Regierungspräsidenten und eines                             Commandanten der Bürgergarde so sehr , daß eine und dieselbe Person                             beide Stellen im Interesse der betreffenden Parteien verwalten                             kann??!</hi> </p>
          <p> <hi rendition="#b"><hi rendition="#g">Carl Engels</hi>.</hi> </p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p><hi rendition="#b">J. J. Burbach ,</hi> daguerréotypiste de S. M. le Roi des                         Belges</p>
          <p>et de S. A. R. le Prince Frédéric de Prusse : exécute des portraits dont la                         ressemblance est de la</p>
          <p>plus grande fidèlité.<lb/>
Son atelier est situé Pützgasse Nro. 9 et 11 à                         Cologne.</p>
          <p><hi rendition="#b">J. J. Burbach ,</hi> Daguerrotypist Sr. Maj. des Königs                         der Belgier und Sr. Hoheit des Prinzen Friedr. von Preußen verfertigt                         Portraits von größter Aehnlichkeit und Treue.</p>
          <p>Sein Atelier ist Pützgasse Nro. 9 und 11 in Köln.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p>Zwei durch einander gehende geräumige Zimmer (belle étage) nebst                         Speicherzimmer und Kellerabschluß zu vermiethen. Kl. Telegraphenstraße Nr.                         6.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p> <hi rendition="#b">Demokratische Gesellschaft.</hi> </p>
          <p>Versammlung</p>
          <p>heute Donnerstag den 1. Juni, 8 Uhr Abends, im Saale bei<lb/><hi rendition="#b">Stollwerk,</hi> Schildergasse Nr. 49, zur Besprechung des                         preußischen<lb/>
Verfassungsentwurfs.</p>
          <p>Mitglieder können ihre Karten im Damen-Salon zwischen 6 und 8 Uhr Abends                         abnehmen, woselbst auch die neuen Einzeichnungen stattfinden.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p><hi rendition="#b"><hi rendition="#g">Journal-Lesezirkel</hi></hi><lb/>
von<lb/><hi rendition="#g">J. &amp; W. Boisserée.</hi></p>
          <p>Der Prospektus hierüber ist bei uns gratis zu haben.</p>
          <p>Köln. Jahrgang 1848.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p> <hi rendition="#b">Neue wichtige Erfindung ! !</hi> </p>
          <p>Das Schleifen der stumpfen Feinschneide-Instrumente auf Steinen ist von nun                         an unnöthig durch</p>
          <p> <hi rendition="#b">F. Zares königl. preußischen patentisirter</hi> </p>
          <p> <hi rendition="#b">Metall-Schärf-Apparate.</hi> </p>
          <p>Sogar die gewaltsam abgestumpften Rasir- und Federmesser, sowie alle                         feinschneidenden Messer für Tuchscherer, Rothgerber , Buchbinder u. s. w.,                         erhalten ohne Mithülfe eines Steines sofort den höchsten Grad von Schärfe                         und Feinheit. Die Vollkommenheit der Schneide wird in einer solchen                         Schnelligkeit erzielt, daß ein paarmaliges Auf- und Abstreichen genügt, um                         auf dem zartfühlendsten Bart kaum ein Messer zu verspüren. Der                         unabänderliche Preis ist à Stück 1 Thlr.</p>
          <p><hi rendition="#g">Dresden,</hi> den 11. März 1848.</p>
          <p>F. <hi rendition="#g">Zares,</hi> Erfinder der Schärf-Apparate.</p>
          <p>Die einzige und alleinige Hauptniederlage der wirklichen ächten                         Schärf-Apparate ist nur bei <hi rendition="#g">Sachs,</hi> St. Agatha-Ecke                         &amp; Schildergasse 29.</p>
          <p>Gleichzeitig empfehle ich ein sehr assortirtes Lager von Regen- und                         Sonnenschirmen , Taschentücher-Herren-Cravatten, Schlipse, Schawls,                         Reisetaschen und andre Bijouterie Waaren in billigsten Preisen.</p>
          <p> <hi rendition="#b">Engl. Metall- u. Stahlfedern.</hi> </p>
          <p>zu noch nie dagewesenen billigen Preisen.</p>
          <p>Schulfedern das Gros von 144 Stück von 71/2 Sgr. an,</p>
          <p>Korrespondenz-, Riesen- u. überhaupt alle nur existirende Stahlfedern von                         71/2, 10, 15 Sgr. an, sowie alle Sorten Federhalter.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p>Heute Donnerstag den 1. Juni, Nachmittags 3 Uhr,</p>
          <p><hi rendition="#b">Große Harmonie</hi> von dem wohllöblichen Musikkorps                         des</p>
          <p><hi rendition="#b">8. Husaren-Regiments</hi> in dem unmittelbar am                         städtischen Garten gelegenen</p>
          <p> <hi rendition="#b">Kölner Zelte.</hi> </p>
          <p>Durch die große Auswahl ganz vorzüglicher, der Saison angemessener Speisen                         und Getränke werde ich das Zutrauen , welches mir in so hohem Grade in                         meinem großen Geschäfte zum &#x201E;Deutschen Kaffehause&#x201C; zu Theil wurde, dankend                         zu würdigen wissen , und darf mir dadurch, wie durch die schöne Lage des                         Zeltes mit der angenehmen Hoffnung schmeicheln, auf einen zahlreichen Besuch                         der geehrten Kölner rechnen zu dürfen.</p>
          <p>Täglich frische Meiwein und frische Kionerbsen.</p>
          <p><hi rendition="#g">Franz Stollwerk</hi>.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p>Die so beliebten</p>
          <p><hi rendition="#b">Kirschen-Torten</hi> sind täglich frisch zu 10 und 1 Sgr.                         das Stück zu haben, Schildergasse Nr. 49 und in meinen Nebengeschäften,                         Blindgasse und Cattenbug Nr. 12.</p>
          <p><hi rendition="#g">Franz Stollwerck</hi>, Hoflieferant.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p><hi rendition="#b">Eis</hi> täglich in und außer dem Hause à Portion 4 Sgr.                         bei</p>
          <p><hi rendition="#g">Franz Stollwerck</hi>, Hoflieferant.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p> <hi rendition="#b">St. Marien Kirmeß.<lb/>
Heute Abend Harmonie in                         der</hi> </p>
          <p> <hi rendition="#b">Börse bei Halin.</hi> </p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p><hi rendition="#b">Trommeln,</hi> Signalhörner und Trommelflöten für die                         Bürgergarden sind vorräthig , wo auch vor selbige garantirt wird , bei D.                         Welter-Bleissem, Kupferschläger, Breitstraße 100.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p>Unser jüngst eröffnetes Branntwein- , Liqueur- und Wein-Geschäft halten wir                         angelegentlich empfohlen.</p>
          <p>Köln.</p>
          <p> <hi rendition="#b">L. &amp; D. Löwenwarter.</hi> </p>
          <p>Blaubach 26.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p> <hi rendition="#b">Johann Heininger, Sohn,</hi> </p>
          <p>Ecke der Trankgasse Nro. 27,</p>
          <p>empfiehlt sein <hi rendition="#b">großes Möbel &amp; Spiegel-Lager</hi></p>
          <p>aus der Fabrik von</p>
          <p>Johann Heininger in Mainz.</p>
          <p>Dasselbe bietet die größte Auswahl aller Gattungen von Möbel in neuestem und                         modernsten Geschmacke , und übernimmt Aufträge für sämmtliche Ausmöblirung                         ganzer Gebäude , sowie alle Bestellungen unter Garantie für deren Güte unter                         Zusicherung der billigsten und reellsten Bedienung.</p>
        </div>
        <div type="jAn">
          <p> <hi rendition="#b">Mehrere aber nur ganz gewandte Schriftsetzer finden sofort                             Condition bei W. <hi rendition="#g">Clouth</hi>.</hi> </p>
        </div>
      </div>
    </body>
    <back>
      <div type="imprint">
        <p>Verantwortlicher Gerant <hi rendition="#g">Korff</hi>.<lb/>
Druck von W. <hi rendition="#g">Clouth,</hi> St. Agatha Nro. 12.</p>
      </div>
    </back>
  </text>
</TEI>
[0004/0004] weisen, womit die so feierlich und gewissenhaft sich gebahrende deutsche Presse große historische Gestalten und Bewegungen in ihren eignen Schmutz herabzieht. Dann aber spiegelt die Sitzung des Hauses der Gemeinen vom 22. Mai das Verhältniß selbst der radikal und philantropisch thuenden englischen Bourgeoisie zur englischen Arbeiterklasse auf's treuste wieder. Und endlich hat diese Sitzung das Loos geworfen. Die Chartisten, d. h. die Masse des englischen Volks, haben sich noch einmal entschieden losgesagt von jedem gemeinschaftlichen Zusammenwirken mit der radikalen Bourgeoisie. „Eine Woche früher“ erklären die Chartisten in London „waren wir der neuen Agitation günstiger, aber die Scene vom letzten Dienstag muß die Leichtgläubigsten über die wirklichen Plane der Bourgeoisie aufklären. Nach dieser Schaustellung wüthenden Hasses von Seiten der Leiter der wirklichen Mittelklasse ist jeder Vergleich unmöglich, es sei denn, daß die Mittelklassen Cobden desavouiren und ihre bonne foi dadurch beweisen, daß sie vollständig und bedingungslos die Principien der Charte acceptiren. Wir verhindern die Shopkeeper nicht, ihre Meetings ungeschoren zu halten. Geben sie aber ihre Beschlüsse für Volksbeschlüsse aus und verlangen sie unsre Unterstützung, so müssen sie wissen, daß diese nur unter einer Bedingung zu erhalten ist: Die Volkscharte, die ganze Volkscharte und nichts als die Volkscharte. Dublin, 27. Mai. Mitchell ist so eben zu vierzehn Jahren Transportation verurtheilt worden. Die Reaktion siegt auch in Irland. [Leserbrief] (Vom Niederrhein.) Keine Beamtenklasse des Staates hat die kaum ins Leben getretene Preßfreiheit schneller als öffentliches Anklagemittel gegen schweren bureaukratischen Druck gebraucht, als die der Postbeamten. Es war dies eine Folge langjähriger, ungerechter Behandlung; die Wahl der Presse aber ein Beweis des Mißtrauens in die Unparteilichkeit der Verwaltungsbehörde. Fast die gesammten öffentlichen Organe brachten schwere Anschuldigungen gegen die höchste Postbehörde. Während die Köln. Zeit. in Nro. 103 v. 12. Apr. erzählt, daß nach dem Tode des Herrn v. Nagler eine Partei alle Macht im General-Postamte an sich gezogen habe, daß durch sie cassirte Beamte, Männer hingebender Weiber, Lieferanten und Vettern zum Nachtheile braver Staatsdiener, die am besten fundirten Stellen erhalten hätten, lesen wir kurz darauf, daß viele hunderte von Postbeamten aus allen Provinzen der Monarchie die Entfernung des General-Post-Direktors Schmückert von dem Minister Camphausen erbitten, indem sie gegen jenen einflußreichen Beamten das größte Mißtrauen in allen Beziehungen an den Tag legen. Neuerdings bringt aber eins der gelesensten Organe Preußens, die Vossische Zeitung, einen Aufsatz betittelt „wie man Post-Inspector wird“ der, wenn er sich bewahrheitet, die Corruption im General-Postamte auf erschreckende Weise zeigt. Gegenüber diesen schweren und vielfachen Beschuldigungen erschien anstatt einer öffentlichen nothwendigen Rechtfertigung von Seiten der höchsten Postbehörde bis jetzt nur auf dienstlichem Wege eine gemüthliche Aufforderung des General-Postmeisters v. Schaper, ihm zu vertrauen und bei Klagen die Presse unbenutzt zu lassen. ‒ In andern constitutionellen Staaten leitet das verantwortliche Ministerium auf solche Denunziationen hin, entweder Preß-Prozesse, oder Untersuchungen ein und berichtigt darnach die öffentliche Meinung. Es hat sich bereits gegen das General-Postamt ein schwerer Argwohn verbreitet, immermehr schwindet das Vertrauen zu dieser Behörde. Sollte das verantwortliche Ministerium aus diesen öffentlichen, schweren Anklagen nicht bald Veranlassung nehmen die nothwendigen Schritte zu thun, so wäre es wohl an der Zeit, daß die Abgeordneten des Volkes sich der Sache, mit aller Energie annehmen, damit die angegriffene Ehre der Verwalter eines Institutes, welches vorzugsweise das Vertrauen des Volkes und der Regierung bedarf, wieder hergestellt werde. Getraide- und Oelhandel. Köln, 31. Mai 1848. Seit den politischen Umwälzungen des Frühjahres hat der in den letzten Jahren sehr emporgekommene Getraidehandel unserer Stadt große Beschränkungen erlitten. Die Vollendung des verwichenen Mai Termins und die Nähe der künftigen Erndte werden für die nächste Zukunft vollends fast alles Leben aus demselben verbannen. In Folgendem geben wir eine kurze Uebersicht seiner gegenwärtigen Lage. Von Waizen besitzt unser Platz verhältnißmäßig ansehnliche Vorräthe; ansehnlich insofern, als uns nirgendwo ein rentirender Ausweg für diesen Artikel offen steht und die hier lagernden circa 10,000 Malter neben den auf den Böden der Produzenten der Umgegend ruhenden Quantitäten einen ehr bedeutenden Ueberschuß über den inländischen Bedarf lassen. Der laufende Preis von Thlr. 52/3 ist der niedrigste den wir seit langen Jahren gehabt haben, aber bei den gegenwärtigen glänzenden Aussichten für die künftige Erndte ist dennoch eine fernere Erniedrigung möglich. Ro gen findet sich verhältnißmäßig nicht in so großer Masse vor, wir werden aber bis zur Roggenerndte, die bei fortdauerndem fruchtbaren Wetter schon in 6 Wochen Statt finden wird, ausreichen. Auch der Preis dieser Getraide-Sorte ist billig (Thlr. 4 per Malter), dürfte aber, besonders wenn die Qualität des diesjährigen Gewächses gut ausfällt, (wozu alle Hoffnung vorhanden,) einer weiteren bedeutenden Erniedrigung weniger unterworfen sein, indem Roggen ohnehin ein viel gebrauchter Artikel, wahrscheinlich gleich zur Proviantirung der Magazine in Anspruch genommen werden wird. Für Gerste, namentlich oberländische, ist in der letzten Zeit für den Verbrauch noch einmal einige Frage à Thlr. 31/2 per Malter aufgetaucht. Der Handel in diesem Artikel so wie in Hafer, dessen Preis Thlr; 2 1/2 ist, kann indessen bis zur neuen Erndte fast als geschlossen betrachtet werden. Wir erwarten darin am wenigsten Fluktuationen von Bedeutung, besonders da die Aussichten für das zu Felde stehende Gewächs für Gerste vortrefflich und für Hafer ebenfalls gut sind. Rüböl. Die Rapspflanze hatte trotz der strengen Kälte und dem wenigen Schnee, den die Felder diesen Winter bedeckten, zwar einige Beschädigung erlitten, ließ aber doch immer noch eine mittelmäßige Erndte erwarten. Indessen stellte sich mit dem Frühjahre trockene und heiße Witterung ein und brachte in ihrem Gefolge ein Heer von Insekten mit, welche dieselben so sehr beschädigten, daß wenig mehr als etwa 1/3 bis 1/2 einer gewöhnlichen Erndte in unserer Gegend zu erwarten ist Hierdurch fanden sich einige Besitzer von alten Lager von Rüböl, trotz den mißlichen Geldverhältnissen veranlaßt, ihre nicht unbedeutenden Vorräthe zurückzuhalten, statt solche in diesem Monate zur Ablieferung zu bringen. Durch diese und andere Spekulationen auf eine bevorstehende schlechte Erndte werden die Preise allmählig bis an Thlr. 281/4 per Mai und Thlr. 293/4 per Oktober gesteigert. Indessen würden bei ruhigern Zeiten die Preise noch weit höher stehen, und da die jetzigen Umstände eben eine dauernde Festigkeit der Preise bezweifeln lassen, so könnten sie sogar noch Veranlassung zu einem Rückgang des Artikels geben. Nach der Börse. Der Termin schloß für Rüböl flauend, Thlr. 27 3/4 à 5/8, per Oktober Thlr. 29 1/2 à 3/8 [Anzeigen] Civilstand der Stadt Köln. ‒ 27. Mai 1848. Geburten. Heinr. Joh. Jos., S. v Heinr. Adolph Kellerhoven, ohne Gew, Johannstr. ‒ Gertr., T. v. Joh. Pillig, Maurer, Katharinengr. ‒ Maria Sophia Anton., T. v. Theod. Herm. Vagedes, Advokat, Blaubach. ‒ Heinr., S. v. Andr. Bilstein, Gärtner, Entenpf. ‒ Kathar., T. v. Jokob Koch, Zimmermann, Entenpf. ‒ Karl Viktor, S. v. Aug. Risse, Beamter des Gewerbevereines, unter Goldschm. ‒ Helena Wilh., T. v. Sam. Wolff, Kaufm, Brüderstr. Sterbefälle. Gottfr. Schutt, 1 J 3 W. alt, unter Kalenh. ‒ Franz Tietz, Schreiner, 27 J. alt, verheir., Katharinengr. ‒ Anton Hub. Schanz, 2 1/2 J. Liskirchen. ‒ Odilia Froitzheim, 1 J. 4 M. alt, kl. Spitzeng. ‒ Anna Kleinnagel, 4 M. alt, unter Kranenb ‒ Isab. Schonen, 18 T. alt, gr. Neug. Heirathen. (26.) Fr. Wilh. Berndorff, Kaufm, und Maria Huberta Barb. Franc. Baum, beide v. hier. (27.) Sebast. Friedr. Westerholz, Schuster, v. Fürth, und Sophia Franc. Temme, v. Rüthen. ‒ Peter Wilh. Kops, Schreiner, v. hier, und Anna Elis. Sinzig, v. Himmelsgeist. ‒ Jos. Doerfler, Tagl., v. hier, und Anna Maria Neumann, v. Frechen. Schiffahrts-Anzeige. Köln, 31. Mai 1848. In Ladung: Nach Ruhrort bis Emmerich Wtwe. Jak. Schaaff; Nach Düsseldorf bis Mühlheim an der Ruhr L. Ducoffre; nach Andernach und Neuwied J. Krämer und M. Wiebel; nach Koblenz an der Mosel und Saar G. Weidner; nach der Mosel, nach Trier und der Saar R. Bayer; nach Bingen H. Leinweber; nach Mainz J. Hirschmann; nach dem Niedermain Fr. Schulz; nach dem Mittel- und Obermain C. W. Müller; nach Heilbronn Fr. Müssig; nach Kannstadt und Stuttgard H. Huber (Roedel); nach Worms und Mannheim H. F. Buschhammer. Ferner : Nach Rotterdam Kapt. Singendonk, Köln Nr. 10. Ferner : Nach Amsterdam Kapt. Kaefs, Köln Nr 2. Wasserstand. Köln, am 31. Mai. Rheinhöhe 7′ 2″ Kunstausstellung bei G. Tonger , Pauluswache in Köln. Entrée 21/2 Sgr. Abonnement per Monat 71/2 Sgr. Vierteljahr 15 Sgr. Halbjahr 1 Thlr. Eine große schöne Sammlung von hunderten Gemälden alter und neuerer Zeit. Darunter Originale von Van Oyk, Palamedes, Caracci, Diederici, Cranach, Frank, Kleinenbroich, Jansen, Vianden, Themer, Lange, Rausch, Willems, Wauters, Tavenraat, Dietzler, v. Eyk, Lotz, Teniers, Schult und vielen Andern in steter Abwechselung. Auch werden Kunstgegenstände aller Art zum Mitaufstellen angenommen, ohne daß den Eigenthümern daraus Kosten erwachsen, da nur dann, wenn ein Artikel wirklich verkauft ist, eine mäßige Provision berechnet wird. Bei den zahlreichen Besuchen dieser Ausstellung von Fremden und Einheimischen ist für schöne und nicht zu theuer eingesetzte Artikel wohl Absatz zu erwarten. In der Ausstellung befinden sich mehrere schöne neue Gemälde , die wegen Verhältnisse sehr wohlfeil abgegeben werden. Den Besuchern kann auch eine sehr bedeutende Partie alter Kupferstiche etc. vorgelegt werden. Gerichtlicher Verkauf. Am Freitag den 2. Juni 1848 , Morgens 10 Uhr , sollen auf dem Altenmarkte zu Köln verschiedene wohlerhaltene Mobilar-Gegenstände , bestehend in 1 Tische , 1 Sopha , Stühlen, 1 Spiegel, 1 Ofen, 1 Ladengestelle, 1 Theke, 1 Fournaise etc. etc. gegen gleich baare Zahlung öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden. Fr. Happel, Gerichtsvollzieher. Gerichtlicher Verkauf. Am Freitag den 2. Juni 1846 , Mittags 12 Uhr sollen an der ehemaligen Börse auf dem Heumarkte zu Köln verschiedene Mobilar-Gegenstände , bestehend in Tischen, Stühlen, Kommoden, Oefen, Kupferstichen, Schränken , 1 Bohrmaschine , 1 Trockentrommel , 1 Ladengestelle, 1 Sopha , Küchengeräthen , Bürsten etc. etc. gegen gleich baare Zahlung öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden. Fr. Happel, Gerichtsvollzieher. Gerichtlicher Verkauf. Am Freitag den 2. Juni 1848 , Mittags 12 Uhr sollen an der ehemaligen Börse auf dem Heumarkte zu Köln einige Mobilar-Gegenstände , als : 1 Tisch, Stühle, 1 Ofen, 1 Kommode, Bettstellen, 1 Kleiderschrank etc. öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden. Fr. Happel, Gerichtsvollzieher. Gerichtlicher Verkauf. Am Samstag den 3. Juni 1848, Vormittags 1/2 12 Uhr, sollen auf dem Marktplatze in der Aposteln-Straße zu Köln 2 Pianino's in Magahonikasten gegen gleich baare Zahlung öffentlich an den Meistbietenden verkauft werden. Fr. Happel, Gerichtsvollzieher. Gerichtlicher Verkauf. Am Montag den 5. Juni 1848, Vormittags 11 Uhr, sollen auf dem Altenmarkt zu Köln verschiedene Hausmobilien als: 1 Tisch, 1 Sopha, Stühle, 1 Spiegel, u. s. w. öffentlich meistbietend gegen baare Zahlung durch den Unterzeichneten versteigert werden. Der Gerichtsvollzieher Hey. Den Steuerempfang im Kreise Waldbroel betreffend. Ist dem Steuerempfänger Steiniger in Waldbroel allein gestattet, nachdem er den Steuerpflichtigen bereits einen General-Auszug über sämmtliche Steuern zugestellt hat, denselben später auch noch über jede einzelne Steuergattung extra einen Auszug à 4 bis 5 Pf. per Stück zuzustellen? Der aus dieser Privatzustellung für die Privattasche des Herrn Steiniger und nicht für die Steuerkasse erwachsende Gewinn mag jährlich wohl circa 250 bis 300 Thlr. auswerfen, da bekanntlich der Steuerdiener die Zustellung amtlich vornehmen muß ‒ eine große Summe, welche gerade die armen Leute dem bekanntlich bereits reich gewordenen Steuerempfänger gegen Recht und Billigkeit contribuiren müssen. Da dieses Verfahren schon vor längeren Jahren dem Steuerempfänger Joesten durch den Landrath Sonorè aufs strengste untersagt worden ist, dieser desselben sich auch seitdem nicht mehr bedient : so muß dasselbe wohl ungesetzlich seyn ‒ und würde die Königl. Regierung den armen Leuten des Steuerempfangsbezirks Denklingen eine große Wohlthat erweisen , wenn dieselbe hiervon Veranlassung nehmen wollte , diesem Volksschacher Einhalt zu thun , resp. die auf diese Art erpreßten Gelder an die Betreffenden zurückzahlen zu lassen. Ein Steuerpflichtiger für Viele. Gas-Angelegenheit. Es ist einer Kommission des Gemeinderaths der Auftrag geworden, bei der hiesigen Gas-Erleuchtungs-Anstalt billigere Preise für Gas, wie eine verhältnißmäßige Miethe für den Gasmesser zu erwirken. Wir erwarten, daß diese gerechte Forderung, unter deren Druck wir seit 1840 leben, endlich geordnet wird; namentlich erwarten wir, daß die Gasmesser-Miethe ganz fallen und der Preis des Gases kein höherer sein wird, als der der Stadtbehörde berechnet wird. Köln , den 31. Mai 1848. Anfrage ! Gleichen sich die Stellen eines Regierungspräsidenten und eines Commandanten der Bürgergarde so sehr , daß eine und dieselbe Person beide Stellen im Interesse der betreffenden Parteien verwalten kann??! Carl Engels. J. J. Burbach , daguerréotypiste de S. M. le Roi des Belges et de S. A. R. le Prince Frédéric de Prusse : exécute des portraits dont la ressemblance est de la plus grande fidèlité. Son atelier est situé Pützgasse Nro. 9 et 11 à Cologne. J. J. Burbach , Daguerrotypist Sr. Maj. des Königs der Belgier und Sr. Hoheit des Prinzen Friedr. von Preußen verfertigt Portraits von größter Aehnlichkeit und Treue. Sein Atelier ist Pützgasse Nro. 9 und 11 in Köln. Zwei durch einander gehende geräumige Zimmer (belle étage) nebst Speicherzimmer und Kellerabschluß zu vermiethen. Kl. Telegraphenstraße Nr. 6. Demokratische Gesellschaft. Versammlung heute Donnerstag den 1. Juni, 8 Uhr Abends, im Saale bei Stollwerk, Schildergasse Nr. 49, zur Besprechung des preußischen Verfassungsentwurfs. Mitglieder können ihre Karten im Damen-Salon zwischen 6 und 8 Uhr Abends abnehmen, woselbst auch die neuen Einzeichnungen stattfinden. Journal-Lesezirkel von J. & W. Boisserée. Der Prospektus hierüber ist bei uns gratis zu haben. Köln. Jahrgang 1848. Neue wichtige Erfindung ! ! Das Schleifen der stumpfen Feinschneide-Instrumente auf Steinen ist von nun an unnöthig durch F. Zares königl. preußischen patentisirter Metall-Schärf-Apparate. Sogar die gewaltsam abgestumpften Rasir- und Federmesser, sowie alle feinschneidenden Messer für Tuchscherer, Rothgerber , Buchbinder u. s. w., erhalten ohne Mithülfe eines Steines sofort den höchsten Grad von Schärfe und Feinheit. Die Vollkommenheit der Schneide wird in einer solchen Schnelligkeit erzielt, daß ein paarmaliges Auf- und Abstreichen genügt, um auf dem zartfühlendsten Bart kaum ein Messer zu verspüren. Der unabänderliche Preis ist à Stück 1 Thlr. Dresden, den 11. März 1848. F. Zares, Erfinder der Schärf-Apparate. Die einzige und alleinige Hauptniederlage der wirklichen ächten Schärf-Apparate ist nur bei Sachs, St. Agatha-Ecke & Schildergasse 29. Gleichzeitig empfehle ich ein sehr assortirtes Lager von Regen- und Sonnenschirmen , Taschentücher-Herren-Cravatten, Schlipse, Schawls, Reisetaschen und andre Bijouterie Waaren in billigsten Preisen. Engl. Metall- u. Stahlfedern. zu noch nie dagewesenen billigen Preisen. 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Die so beliebten Kirschen-Torten sind täglich frisch zu 10 und 1 Sgr. das Stück zu haben, Schildergasse Nr. 49 und in meinen Nebengeschäften, Blindgasse und Cattenbug Nr. 12. Franz Stollwerck, Hoflieferant. Eis täglich in und außer dem Hause à Portion 4 Sgr. bei Franz Stollwerck, Hoflieferant. St. Marien Kirmeß. Heute Abend Harmonie in der Börse bei Halin. Trommeln, Signalhörner und Trommelflöten für die Bürgergarden sind vorräthig , wo auch vor selbige garantirt wird , bei D. Welter-Bleissem, Kupferschläger, Breitstraße 100. Unser jüngst eröffnetes Branntwein- , Liqueur- und Wein-Geschäft halten wir angelegentlich empfohlen. Köln. L. & D. Löwenwarter. Blaubach 26. Johann Heininger, Sohn, Ecke der Trankgasse Nro. 27, empfiehlt sein großes Möbel & Spiegel-Lager aus der Fabrik von Johann Heininger in Mainz. 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Zitationshilfe: Neue Rheinische Zeitung. Nr. 1. Köln, 1. Juni 1848. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/nn_nrhz001_1848/0004>, S. 0004, abgerufen am 11.12.2017.