Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Der allerneuesten Europäischen Welt- und Staats-Geschichte II. Theil. Nr. VI, 3. Woche, Erfurt (Thüringen), 17. Januar 1744.

Bild:
<< vorherige Seite
letzte Seite

bekommt auch noch zur Verstärckung 10. andere. Er will damit
der nun 2. Jahr eingecarcerirten Frantzösischen und Spanischen
Flotte zu Toulon auf den Dienst lauern, welche bald Mine machen
dörffte, sich den Weg nach Jtalien zu öffnen.

Rußland.

Der Frantzösische Gesandte, Marquis de la Chetardie, hat den
5. Dec. die Ehre gehabt, Jhro Czaarische Maj. als ein Cava-
lier präsentirt zu werden, welche ihn sehr gnädig empfieng.

Die Staats-Ministri haben allen zu Petersburg anwesenden
ausländischen Gesandten, im Nahmen der Kayserin, Erklärung
gethan, daß Sie niemand admittiren würde, wo man Deroselben
nicht den Titul Kayserin gäbe, und solches in Jhren Credentiali-
bus
befindlich wäre. Man versichert auch schon, daß Franckreich
solches beobachtet habe; und daß der Röm. Kayser diesen Titul Sr.
Maj. gleichfalls geben werde, doch nur aus der Chur-Bayerischen,
nicht aber aus der Reichs-Cantzley.

Sonst aber werden die Nordischen Affairen wieder mit allen
Ernst vorgenommen, damit sie gütlich beygelegt würden. Jhro
Groß-Brittannische Maj. werden sich vornehmlich bemühen der
Czaarin vorstellig zu machen, daß es dem Jnteresse und der Gloire
Jhres Reichs am beträglichsten, die Wienerische Alliantz nicht zu
verlassen, von der Sie versichert seyn könten, daß es Jhre getreueste
Alliirte sey, und bleiben werde.

AVERTISSEMENT.

Dem Publico wird hierdurch zu wissen gethan, daß künfftigen Dienstag, wird
seyn der 21. Jan. das Register von dem 1. Theile der Welt- und Staats-Ge-
schichte aus der Presse kommt; dahero diejenigen Herren Jnteressenten, welche den
vorigen Jahr-Gang mitgehalten, solches bekommen können. Es sind auch noch
einige vollständige Jahr-Gänge des 1743. Jahres, benebst den Register, vorhanden;
wer nun gesonnen diesen 1. Theil zu kauffen, der kan denselben bey dem Verle-
ger vor 10. Gr. haben.

[Abbildung]

bekommt auch noch zur Verstärckung 10. andere. Er will damit
der nun 2. Jahr eingecarcerirten Frantzösischen und Spanischen
Flotte zu Toulon auf den Dienst lauern, welche bald Mine machen
dörffte, sich den Weg nach Jtalien zu öffnen.

Rußland.

Der Frantzösische Gesandte, Marquis de la Chetardie, hat den
5. Dec. die Ehre gehabt, Jhro Czaarische Maj. als ein Cava-
lier präsentirt zu werden, welche ihn sehr gnädig empfieng.

Die Staats-Ministri haben allen zu Petersburg anwesenden
ausländischen Gesandten, im Nahmen der Kayserin, Erklärung
gethan, daß Sie niemand admittiren würde, wo man Deroselben
nicht den Titul Kayserin gäbe, und solches in Jhren Credentiali-
bus
befindlich wäre. Man versichert auch schon, daß Franckreich
solches beobachtet habe; und daß der Röm. Kayser diesen Titul Sr.
Maj. gleichfalls geben werde, doch nur aus der Chur-Bayerischen,
nicht aber aus der Reichs-Cantzley.

Sonst aber werden die Nordischen Affairen wieder mit allen
Ernst vorgenommen, damit sie gütlich beygelegt würden. Jhro
Groß-Brittannische Maj. werden sich vornehmlich bemühen der
Czaarin vorstellig zu machen, daß es dem Jnteresse und der Gloire
Jhres Reichs am beträglichsten, die Wienerische Alliantz nicht zu
verlassen, von der Sie versichert seyn könten, daß es Jhre getreueste
Alliirte sey, und bleiben werde.

AVERTISSEMENT.

Dem Publico wird hierdurch zu wissen gethan, daß künfftigen Dienstag, wird
seyn der 21. Jan. das Register von dem 1. Theile der Welt- und Staats-Ge-
schichte aus der Presse kommt; dahero diejenigen Herren Jnteressenten, welche den
vorigen Jahr-Gang mitgehalten, solches bekommen können. Es sind auch noch
einige vollständige Jahr-Gänge des 1743. Jahres, benebst den Register, vorhanden;
wer nun gesonnen diesen 1. Theil zu kauffen, der kan denselben bey dem Verle-
ger vor 10. Gr. haben.

[Abbildung]
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div type="jPoliticalNews">
        <div type="jArticle">
          <p><pb facs="#f0008" n="48"/>
bekommt auch noch zur Verstärckung 10. andere. Er will damit<lb/>
der nun 2. Jahr eingecarcerirten Frantzösischen und Spanischen<lb/>
Flotte zu Toulon auf den Dienst lauern, welche bald Mine machen<lb/>
dörffte, sich den Weg nach Jtalien zu öffnen.</p>
        </div><lb/>
        <div type="jArticle">
          <head>Rußland.</head><lb/>
          <p><hi rendition="#in">D</hi>er Frantzösische Gesandte, Marquis de la Chetardie, hat den<lb/>
5. Dec. die Ehre gehabt, Jhro Czaarische Maj. als ein Cava-<lb/>
lier präsentirt zu werden, welche ihn sehr gnädig empfieng.</p><lb/>
          <p>Die Staats-Ministri haben allen zu Petersburg anwesenden<lb/>
ausländischen Gesandten, im Nahmen der Kayserin, Erklärung<lb/>
gethan, daß Sie niemand admittiren würde, wo man Deroselben<lb/>
nicht den Titul Kayserin gäbe, und solches in Jhren <hi rendition="#aq">Credentiali-<lb/>
bus </hi> befindlich wäre. Man versichert auch schon, daß Franckreich<lb/>
solches beobachtet habe; und daß der Röm. Kayser diesen Titul Sr.<lb/>
Maj. gleichfalls geben werde, doch nur aus der Chur-Bayerischen,<lb/>
nicht aber aus der Reichs-Cantzley.</p><lb/>
          <p>Sonst aber werden die Nordischen Affairen wieder mit allen<lb/>
Ernst vorgenommen, damit sie gütlich beygelegt würden. Jhro<lb/>
Groß-Brittannische Maj. werden sich vornehmlich bemühen der<lb/>
Czaarin vorstellig zu machen, daß es dem Jnteresse und der Gloire<lb/>
Jhres Reichs am beträglichsten, die Wienerische Alliantz nicht zu<lb/>
verlassen, von der Sie versichert seyn könten, daß es Jhre getreueste<lb/>
Alliirte sey, und bleiben werde.</p>
        </div>
      </div><lb/>
      <div type="jAnnouncements">
        <div type="jAn">
          <head> <hi rendition="#aq"><hi rendition="#g">AVERTISSEMENT</hi>.</hi> </head><lb/>
          <p>Dem Publico wird hierdurch zu wissen gethan, daß künfftigen Dienstag, wird<lb/>
seyn der 21. Jan. das Register von dem 1. Theile der Welt- und Staats-Ge-<lb/>
schichte aus der Presse kommt; dahero diejenigen Herren Jnteressenten, welche den<lb/>
vorigen Jahr-Gang mitgehalten, solches bekommen können. Es sind auch noch<lb/>
einige vollständige Jahr-Gänge des 1743. Jahres, benebst den Register, vorhanden;<lb/>
wer nun gesonnen diesen 1. Theil zu kauffen, der kan denselben bey dem Verle-<lb/>
ger vor 10. Gr. haben.
  </p>
        </div>
      </div><lb/>
      <figure rendition="#c"/><lb/>
    </body>
  </text>
</TEI>
[48/0008] bekommt auch noch zur Verstärckung 10. andere. Er will damit der nun 2. Jahr eingecarcerirten Frantzösischen und Spanischen Flotte zu Toulon auf den Dienst lauern, welche bald Mine machen dörffte, sich den Weg nach Jtalien zu öffnen. Rußland. Der Frantzösische Gesandte, Marquis de la Chetardie, hat den 5. Dec. die Ehre gehabt, Jhro Czaarische Maj. als ein Cava- lier präsentirt zu werden, welche ihn sehr gnädig empfieng. Die Staats-Ministri haben allen zu Petersburg anwesenden ausländischen Gesandten, im Nahmen der Kayserin, Erklärung gethan, daß Sie niemand admittiren würde, wo man Deroselben nicht den Titul Kayserin gäbe, und solches in Jhren Credentiali- bus befindlich wäre. Man versichert auch schon, daß Franckreich solches beobachtet habe; und daß der Röm. Kayser diesen Titul Sr. Maj. gleichfalls geben werde, doch nur aus der Chur-Bayerischen, nicht aber aus der Reichs-Cantzley. Sonst aber werden die Nordischen Affairen wieder mit allen Ernst vorgenommen, damit sie gütlich beygelegt würden. Jhro Groß-Brittannische Maj. werden sich vornehmlich bemühen der Czaarin vorstellig zu machen, daß es dem Jnteresse und der Gloire Jhres Reichs am beträglichsten, die Wienerische Alliantz nicht zu verlassen, von der Sie versichert seyn könten, daß es Jhre getreueste Alliirte sey, und bleiben werde. AVERTISSEMENT. Dem Publico wird hierdurch zu wissen gethan, daß künfftigen Dienstag, wird seyn der 21. Jan. das Register von dem 1. Theile der Welt- und Staats-Ge- schichte aus der Presse kommt; dahero diejenigen Herren Jnteressenten, welche den vorigen Jahr-Gang mitgehalten, solches bekommen können. Es sind auch noch einige vollständige Jahr-Gänge des 1743. Jahres, benebst den Register, vorhanden; wer nun gesonnen diesen 1. Theil zu kauffen, der kan denselben bey dem Verle- ger vor 10. Gr. haben. [Abbildung]

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Institut für Deutsche Sprache, Mannheim: Bereitstellung der Bilddigitalisate und TEI Transkription
Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse e.V., Dortmund: Bereitstellung der den Bilddigitalisaten zugrunde liegenden Microfilmaufnahmen
Peter Fankhauser: Transformation von TUSTEP nach TEI P5. Transformation von TEI P5 in das DTA-Basisformat.
Susanne Haaf: Artikelstrukturierung nach DTA-Basisformat.

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Transkription:

Die Transkription erfolgte nach den unter http://www.deutschestextarchiv.de/doku/basisformat formulierten Richtlinien.

Verfahren der Texterfassung: manuell (doppelt erfasst).

  • Bogensignaturen: nicht übernommen.
  • Druckfehler: ignoriert.
  • fremdsprachliches Material: nur Fremdskripte gekennzeichnet.
  • Geminations-/Abkürzungsstriche: wie Vorlage.
  • Hervorhebungen (Antiqua, Sperrschrift, Kursive etc.): wie Vorlage.
  • i/j in Fraktur: wie Vorlage.
  • I/J in Fraktur: wie Vorlage.
  • Kolumnentitel: nicht übernommen.
  • Kustoden: nicht übernommen.
  • langes s (?): in Frakturschrift als s transkribiert, in Antiquaschrift beibehalten.
  • Normalisierungen: keine.
  • rundes r (&#xa75b;): als r/et transkribiert.
  • Seitenumbrüche markiert: ja.
  • Silbentrennung: wie Vorlage.
  • u/v bzw. U/V: wie Vorlage.
  • Vokale mit übergest. e: als ä/ö/ü transkribiert.
  • Vollständigkeit: vollständig erfasst.
  • Zeichensetzung: DTABf-getreu.
  • Zeilenumbrüche markiert: ja.



Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/nn_weltgeschichte0206_1744
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/nn_weltgeschichte0206_1744/8
Zitationshilfe: Der allerneuesten Europäischen Welt- und Staats-Geschichte II. Theil. Nr. VI, 3. Woche, Erfurt (Thüringen), 17. Januar 1744, S. 48. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/nn_weltgeschichte0206_1744/8>, abgerufen am 04.07.2020.