Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Obrecht, Georg: Fünff Vnderschiedliche Secreta Politica. Straßburg, 1617.

Bild:
<< vorherige Seite

sonderer Anstellung ein Schatz sich erzeigt/ der ist dem AErario
Sancto
allerdings zuständig: Dann vermög der Const. Imp.
42Frider. de Regal. Wann jemand in einem frembden Orth/ der
nicht Fiscalis, nec publicus, nec religiosus, nec in monu-
mentis, vel possessione Caesaris existit,
fürsetzlicher weiß ein
Schatz findet/ der fallet Domino loci, vnd nicht dem inven-
tori
heim: d. const. de Regalib. Also wann in jetztgemeldten
Orthen auß sonderem fürsatz ein Schatz sich befunden hat der ist
dem AErario Sancto zuzuschreiben.

43

Der dritte fall ist/ Wann jemandt dem AErario Sancto sei-
nen gebührenden Theil betrüglicher weiß entzeucht/ der soll auch
hiemit seines Theils/ dz jme sonst gebühret hette/ verlustiget seyn.

IV. ORDINATIO DE BO-
nis Ereptitiis.
TITULUS V.
44

ZVm vierdten/ ist in Rechten versehen/ daß die bona
Ereptitia, quaeindignis aufferuntur
zu wol verdien-
ter Straff dieser Persohnen/ in sehr vielen Fällen in
Fiscum sollen transferirt werden.

45

Wir aber setzen vnd ordnen/ daß hinfürosolche Bona nicht von
dem Fisco, sondern von dem AErario Sancto sollen eingenom-
men vnd entpfangen werden/ welches diesem AErario ein starck
Jährliches Einkommen machen wird.

46

Vnd ist nicht vonnohten alle Fäll in specie in dieser Con-
stitution zuerzehlen/ vnd zuerklären: Dieweil sie in obgemeld-
ten Rechten in specie zufinden/ vnd nottürfftig erklärt seind/
dabey wir es auff dißmahl lassen verbleiben.

V. ORDI-

ſonderer Anſtellung ein Schatz ſich erzeigt/ der iſt dem Ærario
Sancto
allerdings zuſtaͤndig: Dann vermoͤg der Const. Imp.
42Frider. de Regal. Wann jemand in einem frembden Orth/ der
nicht Fiſcalis, nec publicus, nec religioſus, nec in monu-
mentis, vel poſſeſſione Cæſaris exiſtit,
fuͤrſetzlicher weiß ein
Schatz findet/ der fallet Domino loci, vnd nicht dem inven-
tori
heim: d. const. de Regalib. Alſo wann in jetztgemeldten
Orthen auß ſonderem fuͤrſatz ein Schatz ſich befunden hat der iſt
dem Ærario Sancto zuzuſchreiben.

43

Der dritte fall iſt/ Wann jemandt dem Ærario Sancto ſei-
nen gebuͤhrenden Theil betruͤglicher weiß entzeucht/ der ſoll auch
hiemit ſeines Theils/ dz jme ſonſt gebuͤhret hette/ verluſtiget ſeyn.

IV. ORDINATIO DE BO-
nis Ereptitiis.
TITULUS V.
44

ZVm vierdten/ iſt in Rechten verſehen/ daß die bona
Ereptitia, quæindignis aufferuntur
zu wol verdien-
ter Straff dieſer Perſohnen/ in ſehr vielen Faͤllen in
Fiſcum ſollen transferirt werden.

45

Wir aber ſetzen vñ ordnen/ daß hinfuͤroſolche Bona nicht von
dem Fiſco, ſondern von dem Ærario Sancto ſollen eingenom-
men vnd entpfangen werden/ welches dieſem Ærario ein ſtarck
Jaͤhrliches Einkommen machen wird.

46

Vnd iſt nicht vonnohten alle Faͤll in ſpecie in dieſer Con-
ſtitution zuerzehlen/ vnd zuerklaͤren: Dieweil ſie in obgemeld-
ten Rechten in ſpecie zufinden/ vnd nottuͤrfftig erklaͤrt ſeind/
dabey wir es auff dißmahl laſſen verbleiben.

V. ORDI-
<TEI xml:id="dtabf">
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <p><pb facs="#f0226" n="148"/>
&#x017F;onderer An&#x017F;tellung ein Schatz &#x017F;ich erzeigt/ der i&#x017F;t dem <hi rendition="#aq">Ærario<lb/>
Sancto</hi> allerdings zu&#x017F;ta&#x0364;ndig: Dann vermo&#x0364;g der <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">Const. Imp.</hi></hi><lb/><note place="left">42</note><hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">Frider. de Regal.</hi></hi> Wann jemand in einem frembden Orth/ der<lb/>
nicht <hi rendition="#aq">Fi&#x017F;calis, nec publicus, nec religio&#x017F;us, nec in monu-<lb/>
mentis, vel po&#x017F;&#x017F;e&#x017F;&#x017F;ione Cæ&#x017F;aris exi&#x017F;tit,</hi> fu&#x0364;r&#x017F;etzlicher weiß ein<lb/>
Schatz findet/ der fallet <hi rendition="#aq">Domino loci,</hi> vnd nicht dem <hi rendition="#aq">inven-<lb/>
tori</hi> heim: <hi rendition="#aq"><hi rendition="#i">d. const. de Regalib.</hi></hi> Al&#x017F;o wann in jetztgemeldten<lb/>
Orthen auß &#x017F;onderem fu&#x0364;r&#x017F;atz ein Schatz &#x017F;ich befunden hat der i&#x017F;t<lb/>
dem <hi rendition="#aq">Ærario Sancto</hi> zuzu&#x017F;chreiben.</p><lb/>
            <note place="left">43</note>
            <p>Der dritte fall i&#x017F;t/ Wann jemandt dem <hi rendition="#aq">Ærario Sancto</hi> &#x017F;ei-<lb/>
nen gebu&#x0364;hrenden Theil betru&#x0364;glicher weiß entzeucht/ der &#x017F;oll auch<lb/>
hiemit &#x017F;eines Theils/ dz jme &#x017F;on&#x017F;t gebu&#x0364;hret hette/ verlu&#x017F;tiget &#x017F;eyn.</p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#aq"> <hi rendition="#i"><hi rendition="#g">IV. ORDINATIO DE BO</hi>-<lb/>
nis Ereptitiis.</hi> </hi> </head><lb/>
            <head> <hi rendition="#aq"><hi rendition="#g">TITULUS V</hi>.</hi> </head><lb/>
            <note place="left">44</note>
            <p><hi rendition="#in">Z</hi>Vm vierdten/ i&#x017F;t in Rechten ver&#x017F;ehen/ daß die <hi rendition="#aq">bona<lb/>
Ereptitia, quæindignis aufferuntur</hi> zu wol verdien-<lb/>
ter Straff die&#x017F;er Per&#x017F;ohnen/ in &#x017F;ehr vielen Fa&#x0364;llen in<lb/><hi rendition="#aq">Fi&#x017F;cum</hi> &#x017F;ollen transferirt werden.</p><lb/>
            <note place="left">45</note>
            <p>Wir aber &#x017F;etzen vn&#x0303; ordnen/ daß hinfu&#x0364;ro&#x017F;olche <hi rendition="#aq">Bona</hi> nicht von<lb/>
dem <hi rendition="#aq">Fi&#x017F;co,</hi> &#x017F;ondern von dem <hi rendition="#aq">Ærario Sancto</hi> &#x017F;ollen eingenom-<lb/>
men vnd entpfangen werden/ welches die&#x017F;em <hi rendition="#aq">Ærario</hi> ein &#x017F;tarck<lb/>
Ja&#x0364;hrliches Einkommen machen wird.</p><lb/>
            <note place="left">46</note>
            <p>Vnd i&#x017F;t nicht vonnohten alle Fa&#x0364;ll <hi rendition="#aq">in &#x017F;pecie</hi> in die&#x017F;er Con-<lb/>
&#x017F;titution zuerzehlen/ vnd zuerkla&#x0364;ren: Dieweil &#x017F;ie in obgemeld-<lb/>
ten Rechten <hi rendition="#aq">in &#x017F;pecie</hi> zufinden/ vnd nottu&#x0364;rfftig erkla&#x0364;rt &#x017F;eind/<lb/>
dabey wir es auff dißmahl la&#x017F;&#x017F;en verbleiben.</p>
          </div><lb/>
          <fw place="bottom" type="catch"> <hi rendition="#aq"> <hi rendition="#i"> <hi rendition="#g">V. ORDI-</hi> </hi> </hi> </fw><lb/>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[148/0226] ſonderer Anſtellung ein Schatz ſich erzeigt/ der iſt dem Ærario Sancto allerdings zuſtaͤndig: Dann vermoͤg der Const. Imp. Frider. de Regal. Wann jemand in einem frembden Orth/ der nicht Fiſcalis, nec publicus, nec religioſus, nec in monu- mentis, vel poſſeſſione Cæſaris exiſtit, fuͤrſetzlicher weiß ein Schatz findet/ der fallet Domino loci, vnd nicht dem inven- tori heim: d. const. de Regalib. Alſo wann in jetztgemeldten Orthen auß ſonderem fuͤrſatz ein Schatz ſich befunden hat der iſt dem Ærario Sancto zuzuſchreiben. 42 Der dritte fall iſt/ Wann jemandt dem Ærario Sancto ſei- nen gebuͤhrenden Theil betruͤglicher weiß entzeucht/ der ſoll auch hiemit ſeines Theils/ dz jme ſonſt gebuͤhret hette/ verluſtiget ſeyn. IV. ORDINATIO DE BO- nis Ereptitiis. TITULUS V. ZVm vierdten/ iſt in Rechten verſehen/ daß die bona Ereptitia, quæindignis aufferuntur zu wol verdien- ter Straff dieſer Perſohnen/ in ſehr vielen Faͤllen in Fiſcum ſollen transferirt werden. Wir aber ſetzen vñ ordnen/ daß hinfuͤroſolche Bona nicht von dem Fiſco, ſondern von dem Ærario Sancto ſollen eingenom- men vnd entpfangen werden/ welches dieſem Ærario ein ſtarck Jaͤhrliches Einkommen machen wird. Vnd iſt nicht vonnohten alle Faͤll in ſpecie in dieſer Con- ſtitution zuerzehlen/ vnd zuerklaͤren: Dieweil ſie in obgemeld- ten Rechten in ſpecie zufinden/ vnd nottuͤrfftig erklaͤrt ſeind/ dabey wir es auff dißmahl laſſen verbleiben. V. ORDI-

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/obrecht_secreta_1617
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/obrecht_secreta_1617/226
Zitationshilfe: Obrecht, Georg: Fünff Vnderschiedliche Secreta Politica. Straßburg, 1617, S. 148. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/obrecht_secreta_1617/226>, abgerufen am 21.04.2019.