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Pütter, Johann Stephan: Historische Entwickelung der heutigen Staatsverfassung des Teutschen Reichs. Bd. 1: Bis 1558. Göttingen, 1786.

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4) Alb. II. u. Fried. III. 1437-1493.


VII.
Veränderungen in der Kirche und im Reiche
unter Albrecht dem II. und Friedrich dem III.
1437-1493.


I. Anschein guter Hoffnungen unter Albrecht dem II., --
aber vereitelt unter Friedrich dem III. -- II. Neue Tren-
nung in der Kirche, da das Concilium zu Basel Eugen dem IV.
Felix den V. entgegensetzt. -- III. Albrechts des II. erklärte
Neutralität, und einsweilige Acceptation der diensamen Ba-
selischen Concilienschlüsse. -- IV. Friedrichs des III. entge-
genstehendes Betragen bis zu den Aschaffenburger Concor-
daten. -- V. Davon bis jetzt übrig gebliebene Beschwer-
den der catholischen Teutschen Kirche. -- VI. Vergebliche
Entwürfe das Faustrecht abzuschaffen und eine gründliche
Gerichtsverfassung einzuführen. -- VII. Erzherzoglicher Ti-
tel des Hauses Oesterreich. -- VIII. Dessen wichtige Errun-
genschaft der Burgundischen Niederlande. -- IX. Römische
Königswahl Max des I. -- Errichtung und Verfassung des
Schwäbischen Bundes. -- X. Erfindung und Ausbreitung
der Buchdruckerey. -- XI. XII. Einfluß derselben auf den
Zustand der Gelehrsamkeit. -- XIII. Landesherrliche Rechte
der Reichsstände in Ansehung der Buchdruckereyen. -- XIV.
Vergeblicher Versuch, einen kaiserlichen Generalbüchersuper-
attendenten zu bestellen. -- XV-XVII. Veränderungen in
der Reichstagsverfassung.



Unter Sigismunds Regierung war man wederI.
in Beruhigung des Reichs von dem Unwesen
des Faustrechts, noch in der Kirchenverfassung zu
Hebung der bisherigon Beschwerden und Mißbräu-
che weiter vorwärts gekommen. Zu beiden war
unter seinem Nachfolger Albrecht dem II. weit
nähere Hoffnung; sie wurde aber nach dessen nur
zu kurzer Regierung unter Friedrich dem III.,
der hernach desto länger an der Regierung blieb,
nur desto empfindlicher vereitelt.


Das
T 4
4) Alb. II. u. Fried. III. 1437-1493.


VII.
Veraͤnderungen in der Kirche und im Reiche
unter Albrecht dem II. und Friedrich dem III.
1437-1493.


I. Anſchein guter Hoffnungen unter Albrecht dem II., —
aber vereitelt unter Friedrich dem III. — II. Neue Tren-
nung in der Kirche, da das Concilium zu Baſel Eugen dem IV.
Felix den V. entgegenſetzt. — III. Albrechts des II. erklaͤrte
Neutralitaͤt, und einsweilige Acceptation der dienſamen Ba-
ſeliſchen Concilienſchluͤſſe. — IV. Friedrichs des III. entge-
genſtehendes Betragen bis zu den Aſchaffenburger Concor-
daten. — V. Davon bis jetzt uͤbrig gebliebene Beſchwer-
den der catholiſchen Teutſchen Kirche. — VI. Vergebliche
Entwuͤrfe das Fauſtrecht abzuſchaffen und eine gruͤndliche
Gerichtsverfaſſung einzufuͤhren. — VII. Erzherzoglicher Ti-
tel des Hauſes Oeſterreich. — VIII. Deſſen wichtige Errun-
genſchaft der Burgundiſchen Niederlande. — IX. Roͤmiſche
Koͤnigswahl Max des I. — Errichtung und Verfaſſung des
Schwaͤbiſchen Bundes. — X. Erfindung und Ausbreitung
der Buchdruckerey. — XI. XII. Einfluß derſelben auf den
Zuſtand der Gelehrſamkeit. — XIII. Landesherrliche Rechte
der Reichsſtaͤnde in Anſehung der Buchdruckereyen. — XIV.
Vergeblicher Verſuch, einen kaiſerlichen Generalbuͤcherſuper-
attendenten zu beſtellen. — XV-XVII. Veraͤnderungen in
der Reichstagsverfaſſung.



Unter Sigismunds Regierung war man wederI.
in Beruhigung des Reichs von dem Unweſen
des Fauſtrechts, noch in der Kirchenverfaſſung zu
Hebung der bisherigon Beſchwerden und Mißbraͤu-
che weiter vorwaͤrts gekommen. Zu beiden war
unter ſeinem Nachfolger Albrecht dem II. weit
naͤhere Hoffnung; ſie wurde aber nach deſſen nur
zu kurzer Regierung unter Friedrich dem III.,
der hernach deſto laͤnger an der Regierung blieb,
nur deſto empfindlicher vereitelt.


Das
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[295/0329] 4) Alb. II. u. Fried. III. 1437-1493. VII. Veraͤnderungen in der Kirche und im Reiche unter Albrecht dem II. und Friedrich dem III. 1437-1493. I. Anſchein guter Hoffnungen unter Albrecht dem II., — aber vereitelt unter Friedrich dem III. — II. Neue Tren- nung in der Kirche, da das Concilium zu Baſel Eugen dem IV. Felix den V. entgegenſetzt. — III. Albrechts des II. erklaͤrte Neutralitaͤt, und einsweilige Acceptation der dienſamen Ba- ſeliſchen Concilienſchluͤſſe. — IV. Friedrichs des III. entge- genſtehendes Betragen bis zu den Aſchaffenburger Concor- daten. — V. Davon bis jetzt uͤbrig gebliebene Beſchwer- den der catholiſchen Teutſchen Kirche. — VI. Vergebliche Entwuͤrfe das Fauſtrecht abzuſchaffen und eine gruͤndliche Gerichtsverfaſſung einzufuͤhren. — VII. Erzherzoglicher Ti- tel des Hauſes Oeſterreich. — VIII. Deſſen wichtige Errun- genſchaft der Burgundiſchen Niederlande. — IX. Roͤmiſche Koͤnigswahl Max des I. — Errichtung und Verfaſſung des Schwaͤbiſchen Bundes. — X. Erfindung und Ausbreitung der Buchdruckerey. — XI. XII. Einfluß derſelben auf den Zuſtand der Gelehrſamkeit. — XIII. Landesherrliche Rechte der Reichsſtaͤnde in Anſehung der Buchdruckereyen. — XIV. Vergeblicher Verſuch, einen kaiſerlichen Generalbuͤcherſuper- attendenten zu beſtellen. — XV-XVII. Veraͤnderungen in der Reichstagsverfaſſung. Unter Sigismunds Regierung war man weder in Beruhigung des Reichs von dem Unweſen des Fauſtrechts, noch in der Kirchenverfaſſung zu Hebung der bisherigon Beſchwerden und Mißbraͤu- che weiter vorwaͤrts gekommen. Zu beiden war unter ſeinem Nachfolger Albrecht dem II. weit naͤhere Hoffnung; ſie wurde aber nach deſſen nur zu kurzer Regierung unter Friedrich dem III., der hernach deſto laͤnger an der Regierung blieb, nur deſto empfindlicher vereitelt. I. Das T 4

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Zitationshilfe: Pütter, Johann Stephan: Historische Entwickelung der heutigen Staatsverfassung des Teutschen Reichs. Bd. 1: Bis 1558. Göttingen, 1786. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/puetter_staatsverfassung01_1786/329>, S. 295, abgerufen am 11.12.2017.