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Pütter, Johann Stephan: Historische Entwickelung der heutigen Staatsverfassung des Teutschen Reichs. Bd. 1: Bis 1558. Göttingen, 1786.

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I. Alte Zeiten bis 888.


IV.
Ursprung und erster Fortgang der Fränkischen
Monarchie.


I-IV. Errichtung der Fränkischen Monarchie mit Chlo-
dowigs Eroberung in Gallien 486. -- V. VI. Deren Aus-
breitung auf Teutschem Boden über Thüringen, Rheinisch
und östlich Franken. -- VII. Chlodowigs Annehmung der
Christlichen Religion. -- Sieg über die Westgothen. --
VIII. Patricienwürde. -- IX. Vertilgung anderer Fränkischer
Nebenkönige. -- X. XI. XII. Fortgang und Erweiterung der
Monarchie unter Chlodowigs ersten Nachkommen. --
XIII-XV. Wie sich Baiern zur Fränkischen Monarchie verhal-
ten habe? -- XVI. XVII. Beschaffenheit der Herzoge und
Grafen. -- XVIII. Erster Keim des nachherigen Lehnswe-
sens. -- XIX. XX. Dienste der Bischöfe und weltlicher Her-
ren bey Hofe. -- XXI. Hofhaltung. -- XXII. Kirchenver-
sammlungen und Reichstag. -- XXIII. Thronfolge.


I.

Mit den Völkerzügen des fünften Jahrhunderts
war nicht nur der größte Theil Galliens
(oder des heutigen Frankreichs), als ein Theil des
über Spanien erstreckten Westgothischen Reichs,
und nebst demselben das Burgundische Reich schon
fremden Völkern zu Theil geworden; sondern selbst
in Italien hatte Odoacer im Jahre 476. dem dor-
tigen Römischen Kaiserthume ein Ende gemacht.
Doch auch Odoacer wurde wieder 489. vom Ost-
gothischen Könige Theodorich angegriffen und 493.
von demselben überwältiget. Damit nahm von
dieser Zeit an ein mächtiges Ostgothisches Reich in
Italien seinen Anfang; so jedoch der Griechisch-
kaiserliche Hof, der noch zu Constantinopel seinen
Fortgang behielt, für Usurpation ansah.


In
I. Alte Zeiten bis 888.


IV.
Urſprung und erſter Fortgang der Fraͤnkiſchen
Monarchie.


I-IV. Errichtung der Fraͤnkiſchen Monarchie mit Chlo-
dowigs Eroberung in Gallien 486. — V. VI. Deren Aus-
breitung auf Teutſchem Boden uͤber Thuͤringen, Rheiniſch
und oͤſtlich Franken. — VII. Chlodowigs Annehmung der
Chriſtlichen Religion. — Sieg uͤber die Weſtgothen. —
VIII. Patricienwuͤrde. — IX. Vertilgung anderer Fraͤnkiſcher
Nebenkoͤnige. — X. XI. XII. Fortgang und Erweiterung der
Monarchie unter Chlodowigs erſten Nachkommen. —
XIII-XV. Wie ſich Baiern zur Fraͤnkiſchen Monarchie verhal-
ten habe? — XVI. XVII. Beſchaffenheit der Herzoge und
Grafen. — XVIII. Erſter Keim des nachherigen Lehnswe-
ſens. — XIX. XX. Dienſte der Biſchoͤfe und weltlicher Her-
ren bey Hofe. — XXI. Hofhaltung. — XXII. Kirchenver-
ſammlungen und Reichstag. — XXIII. Thronfolge.


I.

Mit den Voͤlkerzuͤgen des fuͤnften Jahrhunderts
war nicht nur der groͤßte Theil Galliens
(oder des heutigen Frankreichs), als ein Theil des
uͤber Spanien erſtreckten Weſtgothiſchen Reichs,
und nebſt demſelben das Burgundiſche Reich ſchon
fremden Voͤlkern zu Theil geworden; ſondern ſelbſt
in Italien hatte Odoacer im Jahre 476. dem dor-
tigen Roͤmiſchen Kaiſerthume ein Ende gemacht.
Doch auch Odoacer wurde wieder 489. vom Oſt-
gothiſchen Koͤnige Theodorich angegriffen und 493.
von demſelben uͤberwaͤltiget. Damit nahm von
dieſer Zeit an ein maͤchtiges Oſtgothiſches Reich in
Italien ſeinen Anfang; ſo jedoch der Griechiſch-
kaiſerliche Hof, der noch zu Conſtantinopel ſeinen
Fortgang behielt, fuͤr Uſurpation anſah.


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[24/0058] I. Alte Zeiten bis 888. IV. Urſprung und erſter Fortgang der Fraͤnkiſchen Monarchie. I-IV. Errichtung der Fraͤnkiſchen Monarchie mit Chlo- dowigs Eroberung in Gallien 486. — V. VI. Deren Aus- breitung auf Teutſchem Boden uͤber Thuͤringen, Rheiniſch und oͤſtlich Franken. — VII. Chlodowigs Annehmung der Chriſtlichen Religion. — Sieg uͤber die Weſtgothen. — VIII. Patricienwuͤrde. — IX. Vertilgung anderer Fraͤnkiſcher Nebenkoͤnige. — X. XI. XII. Fortgang und Erweiterung der Monarchie unter Chlodowigs erſten Nachkommen. — XIII-XV. Wie ſich Baiern zur Fraͤnkiſchen Monarchie verhal- ten habe? — XVI. XVII. Beſchaffenheit der Herzoge und Grafen. — XVIII. Erſter Keim des nachherigen Lehnswe- ſens. — XIX. XX. Dienſte der Biſchoͤfe und weltlicher Her- ren bey Hofe. — XXI. Hofhaltung. — XXII. Kirchenver- ſammlungen und Reichstag. — XXIII. Thronfolge. Mit den Voͤlkerzuͤgen des fuͤnften Jahrhunderts war nicht nur der groͤßte Theil Galliens (oder des heutigen Frankreichs), als ein Theil des uͤber Spanien erſtreckten Weſtgothiſchen Reichs, und nebſt demſelben das Burgundiſche Reich ſchon fremden Voͤlkern zu Theil geworden; ſondern ſelbſt in Italien hatte Odoacer im Jahre 476. dem dor- tigen Roͤmiſchen Kaiſerthume ein Ende gemacht. Doch auch Odoacer wurde wieder 489. vom Oſt- gothiſchen Koͤnige Theodorich angegriffen und 493. von demſelben uͤberwaͤltiget. Damit nahm von dieſer Zeit an ein maͤchtiges Oſtgothiſches Reich in Italien ſeinen Anfang; ſo jedoch der Griechiſch- kaiſerliche Hof, der noch zu Conſtantinopel ſeinen Fortgang behielt, fuͤr Uſurpation anſah. In

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Zitationshilfe: Pütter, Johann Stephan: Historische Entwickelung der heutigen Staatsverfassung des Teutschen Reichs. Bd. 1: Bis 1558. Göttingen, 1786. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/puetter_staatsverfassung01_1786/58>, S. 24, abgerufen am 11.12.2017.