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Pütter, Johann Stephan: Historische Entwickelung der heutigen Staatsverfassung des Teutschen Reichs. Bd. 2: Von 1558 bis 1740. Göttingen, 1786.

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Siebentes Buch.
Der neueren Zeiten vierter Abschnitt
vom
Westphälischen Frieden
1648.


I.
Friedenshandlungen wegen der vereinigten Nie-
derlande und der Schweiz. Andere vom Frie-
den ausgeschlossene Mächte: Spanien, Por-
tugall, Lothringen.


I. Friede zwischen Spanien und den vereinigten Nieder-
landen. -- II. III. Dessen Erfolg in Ansehung des Teutschen
Reichs. -- IV. Abgebrochene Friedenshandlungen zwischen
Spanien, und Frankreich und Portugall; wie auch zwischen
Frankreich und Lothringen; -- doch wurden diese Mächte
als gegenseitige Bundesgenossen im Osnabrückischen Frieden
mit eingeschlossen. -- V. Bewilligte Unabhängigkeit der
Schweiz.



Zu Münster kam es schon am 20. (30.) Jan.I.
1648. zum Frieden zwischen der Krone Spa-
nien und den vereinigten Niederlanden. Letz-
tere wurden als unabhängig von jener anerkannt,
und behielten alles, was sie erobert hatten und
damals besaßen, sowohl in den übrigen Nieder-
landen, als in anderen Welttheilen Asien, Africa
und America. Wegen Ostindien ward ausgemacht,
daß die Spanier ihre dortige Schifffahrt nicht

wei-
P. Entw. d. Staatsverf. Th. II. D

Siebentes Buch.
Der neueren Zeiten vierter Abſchnitt
vom
Weſtphaͤliſchen Frieden
1648.


I.
Friedenshandlungen wegen der vereinigten Nie-
derlande und der Schweiz. Andere vom Frie-
den ausgeſchloſſene Maͤchte: Spanien, Por-
tugall, Lothringen.


I. Friede zwiſchen Spanien und den vereinigten Nieder-
landen. — II. III. Deſſen Erfolg in Anſehung des Teutſchen
Reichs. — IV. Abgebrochene Friedenshandlungen zwiſchen
Spanien, und Frankreich und Portugall; wie auch zwiſchen
Frankreich und Lothringen; — doch wurden dieſe Maͤchte
als gegenſeitige Bundesgenoſſen im Osnabruͤckiſchen Frieden
mit eingeſchloſſen. — V. Bewilligte Unabhaͤngigkeit der
Schweiz.



Zu Muͤnſter kam es ſchon am 20. (30.) Jan.I.
1648. zum Frieden zwiſchen der Krone Spa-
nien und den vereinigten Niederlanden. Letz-
tere wurden als unabhaͤngig von jener anerkannt,
und behielten alles, was ſie erobert hatten und
damals beſaßen, ſowohl in den uͤbrigen Nieder-
landen, als in anderen Welttheilen Aſien, Africa
und America. Wegen Oſtindien ward ausgemacht,
daß die Spanier ihre dortige Schifffahrt nicht

wei-
P. Entw. d. Staatsverf. Th. II. D
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[49/0091] Siebentes Buch. Der neueren Zeiten vierter Abſchnitt vom Weſtphaͤliſchen Frieden 1648. I. Friedenshandlungen wegen der vereinigten Nie- derlande und der Schweiz. Andere vom Frie- den ausgeſchloſſene Maͤchte: Spanien, Por- tugall, Lothringen. I. Friede zwiſchen Spanien und den vereinigten Nieder- landen. — II. III. Deſſen Erfolg in Anſehung des Teutſchen Reichs. — IV. Abgebrochene Friedenshandlungen zwiſchen Spanien, und Frankreich und Portugall; wie auch zwiſchen Frankreich und Lothringen; — doch wurden dieſe Maͤchte als gegenſeitige Bundesgenoſſen im Osnabruͤckiſchen Frieden mit eingeſchloſſen. — V. Bewilligte Unabhaͤngigkeit der Schweiz. Zu Muͤnſter kam es ſchon am 20. (30.) Jan. 1648. zum Frieden zwiſchen der Krone Spa- nien und den vereinigten Niederlanden. Letz- tere wurden als unabhaͤngig von jener anerkannt, und behielten alles, was ſie erobert hatten und damals beſaßen, ſowohl in den uͤbrigen Nieder- landen, als in anderen Welttheilen Aſien, Africa und America. Wegen Oſtindien ward ausgemacht, daß die Spanier ihre dortige Schifffahrt nicht wei- I. P. Entw. d. Staatsverf. Th. II. D

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Zitationshilfe: Pütter, Johann Stephan: Historische Entwickelung der heutigen Staatsverfassung des Teutschen Reichs. Bd. 2: Von 1558 bis 1740. Göttingen, 1786, S. 49. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/puetter_staatsverfassung02_1786/91>, abgerufen am 24.05.2019.