Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Rohr, Julius Bernhard von: Einleitung zur Ceremoniel-Wissenschafft der großen Herren. Berlin, 1729.

Bild:
<< vorherige Seite

Vorrede.
reichend seyn. Vielleicht wird man-
cher in den Gedancken stehen/ als ob ich
eine nothwendige Materie/ nemlich die-
jenige/ die von den Ceremoniel-Wesen
des Brief-Wechsels der grossen Herrn
handelt/ unberührt gelassen: Jedoch
ich habe dieses mit guten Vorbedacht
gethan/ theils weil Herr Lünig dieses
Stück gantz accurat und vollständig in
seinem Theatro Ceremoniali abgehan-
delt/ theils auch/ weil man von dieser
Materie nicht gar wohl allgemeine Re-
geln abstrahiren kan/ und denjenigen/ die
zu dergleichen Expedition gezogen wer-
gen/ und den Brief-Wechsel der grossen
Herren zu besorgen haben/ mit so kur-
tzen Sätzen gar wenig gedienet seyn
würde/ die andern aber aus dieser
Schrifft sich gar leicht dasjenige/ was
ihnen von dieser Materie beliebet/ selbst
auszeichnen können.

§. 4.

Junge Leute/ welchen ich diese Ar-
beit hauptsächlich gewidmet/ werden

man-

Vorrede.
reichend ſeyn. Vielleicht wird man-
cher in den Gedancken ſtehen/ als ob ich
eine nothwendige Materie/ nemlich die-
jenige/ die von den Ceremoniel-Weſen
des Brief-Wechſels der groſſen Herrn
handelt/ unberuͤhrt gelaſſen: Jedoch
ich habe dieſes mit guten Vorbedacht
gethan/ theils weil Herr Luͤnig dieſes
Stuͤck gantz accurat und vollſtaͤndig in
ſeinem Theatro Ceremoniali abgehan-
delt/ theils auch/ weil man von dieſer
Materie nicht gar wohl allgemeine Re-
geln abſtrahiren kan/ und denjenigen/ die
zu dergleichen Expedition gezogen wer-
gen/ und den Brief-Wechſel der groſſen
Herren zu beſorgen haben/ mit ſo kur-
tzen Saͤtzen gar wenig gedienet ſeyn
wuͤrde/ die andern aber aus dieſer
Schrifft ſich gar leicht dasjenige/ was
ihnen von dieſer Materie beliebet/ ſelbſt
auszeichnen koͤnnen.

§. 4.

Junge Leute/ welchen ich dieſe Ar-
beit hauptſaͤchlich gewidmet/ werden

man-
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <p><pb facs="#f0016"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Vorrede.</hi></fw><lb/>
reichend &#x017F;eyn. Vielleicht wird man-<lb/>
cher in den Gedancken &#x017F;tehen/ als ob ich<lb/>
eine nothwendige Materie/ nemlich die-<lb/>
jenige/ die von den <hi rendition="#aq">Ceremoniel-</hi>We&#x017F;en<lb/>
des Brief-Wech&#x017F;els der gro&#x017F;&#x017F;en Herrn<lb/>
handelt/ unberu&#x0364;hrt gela&#x017F;&#x017F;en: Jedoch<lb/>
ich habe die&#x017F;es mit guten Vorbedacht<lb/>
gethan/ theils weil Herr Lu&#x0364;nig die&#x017F;es<lb/>
Stu&#x0364;ck gantz <hi rendition="#aq">accurat</hi> und voll&#x017F;ta&#x0364;ndig in<lb/>
&#x017F;einem <hi rendition="#aq">Theatro Ceremoniali</hi> abgehan-<lb/>
delt/ theils auch/ weil man von die&#x017F;er<lb/>
Materie nicht gar wohl allgemeine Re-<lb/>
geln <hi rendition="#aq">ab&#x017F;trahi</hi>ren kan/ und denjenigen/ die<lb/>
zu dergleichen <hi rendition="#aq">Expedition</hi> gezogen wer-<lb/>
gen/ und den Brief-Wech&#x017F;el der gro&#x017F;&#x017F;en<lb/>
Herren zu be&#x017F;orgen haben/ mit &#x017F;o kur-<lb/>
tzen Sa&#x0364;tzen gar wenig gedienet &#x017F;eyn<lb/>
wu&#x0364;rde/ die andern aber aus die&#x017F;er<lb/>
Schrifft &#x017F;ich gar leicht dasjenige/ was<lb/>
ihnen von die&#x017F;er Materie beliebet/ &#x017F;elb&#x017F;t<lb/>
auszeichnen ko&#x0364;nnen.</p>
      </div><lb/>
      <div n="1">
        <head>§. 4.</head><lb/>
        <p>Junge Leute/ welchen ich die&#x017F;e Ar-<lb/>
beit haupt&#x017F;a&#x0364;chlich gewidmet/ werden<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">man-</fw><lb/></p>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[0016] Vorrede. reichend ſeyn. Vielleicht wird man- cher in den Gedancken ſtehen/ als ob ich eine nothwendige Materie/ nemlich die- jenige/ die von den Ceremoniel-Weſen des Brief-Wechſels der groſſen Herrn handelt/ unberuͤhrt gelaſſen: Jedoch ich habe dieſes mit guten Vorbedacht gethan/ theils weil Herr Luͤnig dieſes Stuͤck gantz accurat und vollſtaͤndig in ſeinem Theatro Ceremoniali abgehan- delt/ theils auch/ weil man von dieſer Materie nicht gar wohl allgemeine Re- geln abſtrahiren kan/ und denjenigen/ die zu dergleichen Expedition gezogen wer- gen/ und den Brief-Wechſel der groſſen Herren zu beſorgen haben/ mit ſo kur- tzen Saͤtzen gar wenig gedienet ſeyn wuͤrde/ die andern aber aus dieſer Schrifft ſich gar leicht dasjenige/ was ihnen von dieſer Materie beliebet/ ſelbſt auszeichnen koͤnnen. §. 4. Junge Leute/ welchen ich dieſe Ar- beit hauptſaͤchlich gewidmet/ werden man-

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/rohr_einleitung_1729
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/rohr_einleitung_1729/16
Zitationshilfe: Rohr, Julius Bernhard von: Einleitung zur Ceremoniel-Wissenschafft der großen Herren. Berlin, 1729, S. . In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/rohr_einleitung_1729/16>, abgerufen am 23.10.2019.