Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Schenk, Gottfried Anton: Geschicht–Beschreibung der Stadt Wißbaden. Frankfurt (Main), 1758.

Bild:
<< vorherige Seite

Wiesebaden; zu einer ziemlich-deutlichen Anzeige, daß das Wort Wiese, nebst dem Worte Bad, die rechte eigentliche Grund- und Ursprungs-Wörter des Nahmens Wißbad seyen. Uebrigens ist weiter kein Ort, so viel sich aus den öffentlichen Land- und Städte-Beschreibungen ersehen lässet, in Teutschland befindlich, welcher gleichen Nahmens mit unserm Wißbaden führet, ausser in Meissen. Denn daselbst findet sich ein kleiner Ort, welcher Wiesenbad, wie auch Hiobs-Bad genennet wird, und mit einem Gesund-Bad, das aber wenig Hitze besitzet, versehen ist. Es hat solches erst im Jahr 1501 seinen Anfang genommen.



Merckwürdige Geschichte oder
Begebenheiten
des Nassauischen Wißbads.

Deren hat man folgende ausfündig machen können:

1. Im Jahre 1123 hat der in Wißbaden ehemals vorhanden gewesene, oben beschriebene, Königliche und Kayserliche Saal oder Pallast (curtis regia) angefangen starck ins Abnehmen zu gerathen, und seine dazu gehörig-gewesene Güter zu verlieren. Denn

Wiesebaden; zu einer ziemlich-deutlichen Anzeige, daß das Wort Wiese, nebst dem Worte Bad, die rechte eigentliche Grund- und Ursprungs-Wörter des Nahmens Wißbad seyen. Uebrigens ist weiter kein Ort, so viel sich aus den öffentlichen Land- und Städte-Beschreibungen ersehen lässet, in Teutschland befindlich, welcher gleichen Nahmens mit unserm Wißbaden führet, ausser in Meissen. Denn daselbst findet sich ein kleiner Ort, welcher Wiesenbad, wie auch Hiobs-Bad genennet wird, und mit einem Gesund-Bad, das aber wenig Hitze besitzet, versehen ist. Es hat solches erst im Jahr 1501 seinen Anfang genommen.



Merckwürdige Geschichte oder
Begebenheiten
des Nassauischen Wißbads.

Deren hat man folgende ausfündig machen können:

1. Im Jahre 1123 hat der in Wißbaden ehemals vorhanden gewesene, oben beschriebene, Königliche und Kayserliche Saal oder Pallast (curtis regia) angefangen starck ins Abnehmen zu gerathen, und seine dazu gehörig-gewesene Güter zu verlieren. Denn

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <p><pb facs="#f0280" n="244"/>
Wiesebaden; zu einer ziemlich-deutlichen Anzeige, daß das Wort Wiese, nebst dem Worte Bad, die rechte eigentliche Grund- und Ursprungs-Wörter des Nahmens Wißbad seyen. Uebrigens ist weiter kein Ort, so viel sich aus den öffentlichen Land- und Städte-Beschreibungen ersehen lässet, in Teutschland befindlich, welcher gleichen Nahmens mit unserm Wißbaden führet, ausser in Meissen. Denn daselbst findet sich ein kleiner Ort, welcher Wiesenbad, wie auch Hiobs-Bad genennet wird, und mit einem Gesund-Bad, das aber wenig Hitze besitzet, versehen ist. Es hat solches erst im Jahr 1501 seinen Anfang genommen.</p>
        </div>
        <milestone rendition="#hr" unit="section"/><lb/>
        <div n="2">
          <head>Merckwürdige Geschichte oder<lb/>
Begebenheiten<lb/>
des Nassauischen Wißbads.</head><lb/>
          <p>Deren hat man folgende ausfündig machen können:</p>
          <p>1. Im Jahre 1123 hat der in Wißbaden ehemals vorhanden gewesene, oben beschriebene, Königliche und Kayserliche Saal oder Pallast (<hi rendition="#aq">curtis regia</hi>) angefangen starck ins Abnehmen zu gerathen, und seine dazu gehörig-gewesene Güter zu verlieren. Denn
</p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[244/0280] Wiesebaden; zu einer ziemlich-deutlichen Anzeige, daß das Wort Wiese, nebst dem Worte Bad, die rechte eigentliche Grund- und Ursprungs-Wörter des Nahmens Wißbad seyen. Uebrigens ist weiter kein Ort, so viel sich aus den öffentlichen Land- und Städte-Beschreibungen ersehen lässet, in Teutschland befindlich, welcher gleichen Nahmens mit unserm Wißbaden führet, ausser in Meissen. Denn daselbst findet sich ein kleiner Ort, welcher Wiesenbad, wie auch Hiobs-Bad genennet wird, und mit einem Gesund-Bad, das aber wenig Hitze besitzet, versehen ist. Es hat solches erst im Jahr 1501 seinen Anfang genommen. Merckwürdige Geschichte oder Begebenheiten des Nassauischen Wißbads. Deren hat man folgende ausfündig machen können: 1. Im Jahre 1123 hat der in Wißbaden ehemals vorhanden gewesene, oben beschriebene, Königliche und Kayserliche Saal oder Pallast (curtis regia) angefangen starck ins Abnehmen zu gerathen, und seine dazu gehörig-gewesene Güter zu verlieren. Denn

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

Wikisource: Bereitstellung der Texttranskription und Auszeichnung in Wikisource-Syntax. (2013-01-24T12:08:31Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme aus Wikisource entsprechen muss.
SLUB Dresden: Bereitstellung der Bilddigitalisate (2013-01-24T12:08:31Z)
Frank Wiegand: Konvertierung von Wikisource-Markup nach XML/TEI gemäß DTA-Basisformat. (2013-01-24T12:08:31Z)

Weitere Informationen:

Anmerkungen zur Transkription:

  • Als Grundlage dienen die Wikisource:Editionsrichtlinien.
  • Wird ein Wort durch Seitenumbruch getrennt, so wird es vollständig auf die nächste Seite übernommen.
  • ß, das wegen einer Zeilentrennung zu ss wurde, wurde innerhalb der Zeile wieder zu ß transkribiert.



Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/schenck_wissbaden_1758
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/schenck_wissbaden_1758/280
Zitationshilfe: Schenk, Gottfried Anton: Geschicht–Beschreibung der Stadt Wißbaden. Frankfurt (Main), 1758, S. 244. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/schenck_wissbaden_1758/280>, abgerufen am 25.04.2019.