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Gisander [i. e. Schnabel, Johann Gottfried]: Wunderliche Fata einiger See-Fahrer. Bd. 2. Nordhausen, 1737.

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bald verlohren haben, so wünsche zu einer
völligen Cur allen himmlischen Segen
Ein fleißiges Gebet, ordentliche Lebens-
Art und Verbannung alles
Chagrins wird viel-
leicht bey den zu brauchenden Artzeneyen das
beste thun. Wir sind den
8 Octobr. glücklich
in Amsterdam eingetroffen, und dürfften uns
wenigstens noch 5. bis 6. Wochen allhier zu
bleiben gemüßiget finden, denn es fehlen
uns nicht allein noch einige verschriebene
Leute und höchst-nöthige Sachen, sondern
wir haben auch ausser dem wichtige Ursa-
chen nicht eher von dannen zu fahren. Hier-
bey folget noch eine kurtze Beylage zur Ge-
schicht, welche ich annoch in meinem
Cha-
toul
gefunden, und die sie gehöriges Orts
anzubringen wissen werden. Herr Her-
mann ist etwas unpaß, wir hoffen aber
dessen baldige Genesung so wohl, als mei-
ner lieben Schwester, welche von einem
leichten Fieber befallen war, jedoch gäntz-
lich
restituirt ist. Die Mathematischen Instrumenta,
welche sie an Herrn C. V. B. addressiret uns nach
senden sollen, sind etliche Tage eher als wir
selbst angelanget, also dancke nochmahls vor
ihre Bemühung. Jnliegende Briefe an
meinen Vetter, wie auch andere Personen an
verschiedenen Orten, bitte, jedoch die letztern
nicht ehe, als nach 3. bis 4. Wochen, richtig
zu bestellen, denn ich habe dißfals meine be-
sondere Ursachen.

Von

bald verlohren haben, ſo wuͤnſche zu einer
voͤlligen Cur allen himmliſchen Segen
Ein fleißiges Gebet, ordentliche Lebens-
Art und Verbannung alles
Chagrins wird viel-
leicht bey den zu brauchenden Artzeneyen das
beſte thun. Wir ſind den
8 Octobr. gluͤcklich
in Amſterdam eingetroffen, und duͤrfften uns
wenigſtens noch 5. bis 6. Wochen allhier zu
bleiben gemuͤßiget finden, denn es fehlen
uns nicht allein noch einige verſchriebene
Leute und hoͤchſt-noͤthige Sachen, ſondern
wir haben auch auſſer dem wichtige Urſa-
chen nicht eher von dannen zu fahren. Hier-
bey folget noch eine kurtze Beylage zur Ge-
ſchicht, welche ich annoch in meinem
Cha-
toul
gefunden, und die ſie gehoͤriges Orts
anzubringen wiſſen werden. Herr Her-
mann iſt etwas unpaß, wir hoffen aber
deſſen baldige Geneſung ſo wohl, als mei-
ner lieben Schweſter, welche von einem
leichten Fieber befallen war, jedoch gaͤntz-
lich
reſtituirt iſt. Die Mathematiſchen Inſtrumenta,
welche ſie an Herrn C. V. B. addreſſiret uns nach
ſenden ſollen, ſind etliche Tage eher als wir
ſelbſt angelanget, alſo dancke nochmahls vor
ihre Bemuͤhung. Jnliegende Briefe an
meinen Vetter, wie auch andere Perſonen an
verſchiedenen Orten, bitte, jedoch die letztern
nicht ehe, als nach 3. bis 4. Wochen, richtig
zu beſtellen, denn ich habe dißfals meine be-
ſondere Urſachen.

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[614/0630] bald verlohren haben, ſo wuͤnſche zu einer voͤlligen Cur allen himmliſchen Segen Ein fleißiges Gebet, ordentliche Lebens- Art und Verbannung alles Chagrins wird viel- leicht bey den zu brauchenden Artzeneyen das beſte thun. Wir ſind den 8 Octobr. gluͤcklich in Amſterdam eingetroffen, und duͤrfften uns wenigſtens noch 5. bis 6. Wochen allhier zu bleiben gemuͤßiget finden, denn es fehlen uns nicht allein noch einige verſchriebene Leute und hoͤchſt-noͤthige Sachen, ſondern wir haben auch auſſer dem wichtige Urſa- chen nicht eher von dannen zu fahren. Hier- bey folget noch eine kurtze Beylage zur Ge- ſchicht, welche ich annoch in meinem Cha- toul gefunden, und die ſie gehoͤriges Orts anzubringen wiſſen werden. Herr Her- mann iſt etwas unpaß, wir hoffen aber deſſen baldige Geneſung ſo wohl, als mei- ner lieben Schweſter, welche von einem leichten Fieber befallen war, jedoch gaͤntz- lich reſtituirt iſt. Die Mathematiſchen Inſtrumenta, welche ſie an Herrn C. V. B. addreſſiret uns nach ſenden ſollen, ſind etliche Tage eher als wir ſelbſt angelanget, alſo dancke nochmahls vor ihre Bemuͤhung. Jnliegende Briefe an meinen Vetter, wie auch andere Perſonen an verſchiedenen Orten, bitte, jedoch die letztern nicht ehe, als nach 3. bis 4. Wochen, richtig zu beſtellen, denn ich habe dißfals meine be- ſondere Urſachen. Von

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Zitationshilfe: Gisander [i. e. Schnabel, Johann Gottfried]: Wunderliche Fata einiger See-Fahrer. Bd. 2. Nordhausen, 1737, S. 614. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/schnabel_fata02_1737/630>, abgerufen am 15.07.2020.