Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Schubert, Gotthilf Heinrich: Ansichten von der Nachtseite der Naturwissenschaft. Dresden, 1808.

Bild:
<< vorherige Seite

die Entfernung um ein Bedeutendes verändert werden,
ohne daß dieses auf die Bestimmung der Größen merk-
lichen Einfluß gehabt hätte, und es bewirkt, um nur
noch ein mäßiges Beyspiel zu wählen, selbst bey Mars
ein Unterschied von 80000 Meilen (oder 159 eignen
Halbmessern), um welche wir seine Entfernung
größer oder kleiner setzen, in der Bestimmung seines
Halbmessers kaum 1 Meile Unterschied, während hier
in den Eccentricitätsverhältnissen schon Unterschiede
von wenig Planetenhalbmessern, sehr merklich fallen.
Doch wollen wir uns bemühen, unser Verhältniß der
Eccentricitäten, ohne durch jene Differenzen irre geleitet
zu werden, so genau als möglich darzustellen.

13.

Wenn wir im §. 2. die Zahlen der Sonnennähen
der Planeten nach Sonnenhalbmessern mit der doppel-
ten Eccentricität nach Planetenhalbmessern (§. 11.)
vergleichen, so fällt bey einigen Gliedern eine Verwand-
schaft zwischen beyden sogleich in die Augen. So ver-
hält sich der Halbmesser des Jupiter zu der doppelten
Eccentricität desselben, wie 1 zu 1068, während fast
hiermit übereinstimmend, der Halbmesser der Sonne zu
der Sonnennähe dieses Planeten sich wie 1 zu 1071 ver-
hält. Bey der Juno beträgt die Sonnennähe nach
Sonnenhalbmessern 430, während die doppelte Ec-
centricität derselben, nach eignen Halbmessern, das
Quadrat von 428,25 ist. Bey Mercur ist die Zahl
der Sonnennähe nach Sonnenhalbmessern in der dop-
pelten Eccentricität nach eignen: 162 mal enthalten,
während die Quadratwurzel seiner mittlern Entfernung
nach eignen Halbmessern 161,95 ist u. s. w. Diese
beyläufigen Bemerkungen lassen uns zwischen den Zah-

die Entfernung um ein Bedeutendes veraͤndert werden,
ohne daß dieſes auf die Beſtimmung der Groͤßen merk-
lichen Einfluß gehabt haͤtte, und es bewirkt, um nur
noch ein maͤßiges Beyſpiel zu waͤhlen, ſelbſt bey Mars
ein Unterſchied von 80000 Meilen (oder 159 eignen
Halbmeſſern), um welche wir ſeine Entfernung
groͤßer oder kleiner ſetzen, in der Beſtimmung ſeines
Halbmeſſers kaum 1 Meile Unterſchied, waͤhrend hier
in den Eccentricitaͤtsverhaͤltniſſen ſchon Unterſchiede
von wenig Planetenhalbmeſſern, ſehr merklich fallen.
Doch wollen wir uns bemuͤhen, unſer Verhaͤltniß der
Eccentricitaͤten, ohne durch jene Differenzen irre geleitet
zu werden, ſo genau als moͤglich darzuſtellen.

13.

Wenn wir im §. 2. die Zahlen der Sonnennaͤhen
der Planeten nach Sonnenhalbmeſſern mit der doppel-
ten Eccentricitaͤt nach Planetenhalbmeſſern (§. 11.)
vergleichen, ſo faͤllt bey einigen Gliedern eine Verwand-
ſchaft zwiſchen beyden ſogleich in die Augen. So ver-
haͤlt ſich der Halbmeſſer des Jupiter zu der doppelten
Eccentricitaͤt deſſelben, wie 1 zu 1068, waͤhrend faſt
hiermit uͤbereinſtimmend, der Halbmeſſer der Sonne zu
der Sonnennaͤhe dieſes Planeten ſich wie 1 zu 1071 ver-
haͤlt. Bey der Juno betraͤgt die Sonnennaͤhe nach
Sonnenhalbmeſſern 430, waͤhrend die doppelte Ec-
centricitaͤt derſelben, nach eignen Halbmeſſern, das
Quadrat von 428,25 iſt. Bey Mercur iſt die Zahl
der Sonnennaͤhe nach Sonnenhalbmeſſern in der dop-
pelten Eccentricitaͤt nach eignen: 162 mal enthalten,
waͤhrend die Quadratwurzel ſeiner mittlern Entfernung
nach eignen Halbmeſſern 161,95 iſt u. ſ. w. Dieſe
beylaͤufigen Bemerkungen laſſen uns zwiſchen den Zah-

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <p><pb facs="#f0439" n="425"/>
die Entfernung um ein Bedeutendes vera&#x0364;ndert werden,<lb/>
ohne daß die&#x017F;es auf die Be&#x017F;timmung der Gro&#x0364;ßen merk-<lb/>
lichen Einfluß gehabt ha&#x0364;tte, und es bewirkt, um nur<lb/>
noch ein ma&#x0364;ßiges Bey&#x017F;piel zu wa&#x0364;hlen, &#x017F;elb&#x017F;t bey Mars<lb/>
ein Unter&#x017F;chied von 80000 Meilen (oder 159 eignen<lb/>
Halbme&#x017F;&#x017F;ern), um welche wir &#x017F;eine Entfernung<lb/>
gro&#x0364;ßer oder kleiner &#x017F;etzen, in der Be&#x017F;timmung &#x017F;eines<lb/>
Halbme&#x017F;&#x017F;ers kaum 1 Meile Unter&#x017F;chied, wa&#x0364;hrend hier<lb/>
in den Eccentricita&#x0364;tsverha&#x0364;ltni&#x017F;&#x017F;en &#x017F;chon Unter&#x017F;chiede<lb/>
von wenig Planetenhalbme&#x017F;&#x017F;ern, &#x017F;ehr merklich fallen.<lb/>
Doch wollen wir uns bemu&#x0364;hen, un&#x017F;er Verha&#x0364;ltniß der<lb/>
Eccentricita&#x0364;ten, ohne durch jene Differenzen irre geleitet<lb/>
zu werden, &#x017F;o genau als mo&#x0364;glich darzu&#x017F;tellen.</p><lb/>
            <div n="4">
              <head>13.</head><lb/>
              <p>Wenn wir im §. 2. die Zahlen der Sonnenna&#x0364;hen<lb/>
der Planeten nach Sonnenhalbme&#x017F;&#x017F;ern mit der doppel-<lb/>
ten Eccentricita&#x0364;t nach Planetenhalbme&#x017F;&#x017F;ern (§. 11.)<lb/>
vergleichen, &#x017F;o fa&#x0364;llt bey einigen Gliedern eine Verwand-<lb/>
&#x017F;chaft zwi&#x017F;chen beyden &#x017F;ogleich in die Augen. So ver-<lb/>
ha&#x0364;lt &#x017F;ich der Halbme&#x017F;&#x017F;er des Jupiter zu der doppelten<lb/>
Eccentricita&#x0364;t de&#x017F;&#x017F;elben, wie 1 zu 1068, wa&#x0364;hrend fa&#x017F;t<lb/>
hiermit u&#x0364;berein&#x017F;timmend, der Halbme&#x017F;&#x017F;er der Sonne zu<lb/>
der Sonnenna&#x0364;he die&#x017F;es Planeten &#x017F;ich wie 1 zu 1071 ver-<lb/>
ha&#x0364;lt. Bey der Juno betra&#x0364;gt die Sonnenna&#x0364;he nach<lb/>
Sonnenhalbme&#x017F;&#x017F;ern 430, wa&#x0364;hrend die doppelte Ec-<lb/>
centricita&#x0364;t der&#x017F;elben, nach eignen Halbme&#x017F;&#x017F;ern, das<lb/>
Quadrat von 428,<hi rendition="#sub">25</hi> i&#x017F;t. Bey Mercur i&#x017F;t die Zahl<lb/>
der Sonnenna&#x0364;he nach Sonnenhalbme&#x017F;&#x017F;ern in der dop-<lb/>
pelten Eccentricita&#x0364;t nach eignen: 162 mal enthalten,<lb/>
wa&#x0364;hrend die Quadratwurzel &#x017F;einer mittlern Entfernung<lb/>
nach eignen Halbme&#x017F;&#x017F;ern 161,<hi rendition="#sub">95</hi> i&#x017F;t u. &#x017F;. w. Die&#x017F;e<lb/>
beyla&#x0364;ufigen Bemerkungen la&#x017F;&#x017F;en uns zwi&#x017F;chen den Zah-<lb/></p>
            </div>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[425/0439] die Entfernung um ein Bedeutendes veraͤndert werden, ohne daß dieſes auf die Beſtimmung der Groͤßen merk- lichen Einfluß gehabt haͤtte, und es bewirkt, um nur noch ein maͤßiges Beyſpiel zu waͤhlen, ſelbſt bey Mars ein Unterſchied von 80000 Meilen (oder 159 eignen Halbmeſſern), um welche wir ſeine Entfernung groͤßer oder kleiner ſetzen, in der Beſtimmung ſeines Halbmeſſers kaum 1 Meile Unterſchied, waͤhrend hier in den Eccentricitaͤtsverhaͤltniſſen ſchon Unterſchiede von wenig Planetenhalbmeſſern, ſehr merklich fallen. Doch wollen wir uns bemuͤhen, unſer Verhaͤltniß der Eccentricitaͤten, ohne durch jene Differenzen irre geleitet zu werden, ſo genau als moͤglich darzuſtellen. 13. Wenn wir im §. 2. die Zahlen der Sonnennaͤhen der Planeten nach Sonnenhalbmeſſern mit der doppel- ten Eccentricitaͤt nach Planetenhalbmeſſern (§. 11.) vergleichen, ſo faͤllt bey einigen Gliedern eine Verwand- ſchaft zwiſchen beyden ſogleich in die Augen. So ver- haͤlt ſich der Halbmeſſer des Jupiter zu der doppelten Eccentricitaͤt deſſelben, wie 1 zu 1068, waͤhrend faſt hiermit uͤbereinſtimmend, der Halbmeſſer der Sonne zu der Sonnennaͤhe dieſes Planeten ſich wie 1 zu 1071 ver- haͤlt. Bey der Juno betraͤgt die Sonnennaͤhe nach Sonnenhalbmeſſern 430, waͤhrend die doppelte Ec- centricitaͤt derſelben, nach eignen Halbmeſſern, das Quadrat von 428,25 iſt. Bey Mercur iſt die Zahl der Sonnennaͤhe nach Sonnenhalbmeſſern in der dop- pelten Eccentricitaͤt nach eignen: 162 mal enthalten, waͤhrend die Quadratwurzel ſeiner mittlern Entfernung nach eignen Halbmeſſern 161,95 iſt u. ſ. w. Dieſe beylaͤufigen Bemerkungen laſſen uns zwiſchen den Zah-

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/schubert_naturwissenschaft_1808
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/schubert_naturwissenschaft_1808/439
Zitationshilfe: Schubert, Gotthilf Heinrich: Ansichten von der Nachtseite der Naturwissenschaft. Dresden, 1808, S. 425. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/schubert_naturwissenschaft_1808/439>, abgerufen am 22.04.2019.