Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Schwenckfeld, Caspar: Hirschbergischen Warmen Bades/ in Schlesien vnter dem Riesen Gebürge gelegen/ Kurtze vnd einfältige Beschreibung. Görlitz, 1607.

Bild:
<< vorherige Seite
Bade zubegegnen.
Verstopffung des
Leibes.

So der Leib nicht wolte offen bleiben/ vnd
vber die Zeit verschlossen were/ sol er mit der
folgenden einem eröffnet vnd offen gehalten
werden.

Fleisch oder Hünerbrülin/ darinnen kleine
Papeln/ Blaw Violkraut/ Kohl oder Man-
golt gekochet worden.

Eine Feige oder Dreye zum anfang der
Mahlzeit in einer Hüner Suppe genossen.

Erbesbrülin oder Hüner Süplin mit Ro-
sinlin/ darinnen ein par Eyes dotter zertrie-
ben.

Müßlin von zarten jungen Papeln/ Bor-
ragen/ Spinet/ etc.

Baum Oehle vnd süsse Mandel Oehle vn-
ter den Süplin gebrauchet.

Stulzäpfflin von Honig oder Seiffe/
Knösplin von einem Eyesdotter vnd Saltz.

Manna 2. Loth in eim Hüner Süplin zer-
lassen vnd getruncken. Ausgezogene Cassien
j. Loth kurtz vor der Malzeit genossen.

Vnser Laxir Rosinlin ein Löffel voll vor
der Mahlzeit eingenommen.

Confectio Anisi laxativi ß ij gessen.

Ein gemein Hauß Clystier.

. Kleine
J iij
Bade zubegegnen.
Verſtopffung des
Leibes.

So der Leib nicht wolte offen bleiben/ vnd
vber die Zeit verſchloſſen were/ ſol er mit der
folgenden einem eroͤffnet vnd offen gehalten
werden.

Fleiſch oder Huͤnerbruͤlin/ darinnen kleine
Papeln/ Blaw Violkraut/ Kohl oder Man-
golt gekochet worden.

Eine Feige oder Dreye zum anfang der
Mahlzeit in einer Huͤner Suppe genoſſen.

Erbesbruͤlin oder Huͤner Suͤplin mit Ro-
ſinlin/ darinnen ein par Eyes dotter zertrie-
ben.

Muͤßlin von zarten jungen Papeln/ Bor-
ragen/ Spinet/ ꝛc.

Baum Oehle vnd ſuͤſſe Mandel Oehle vn-
ter den Suͤplin gebrauchet.

Stulzaͤpfflin von Honig oder Seiffe/
Knoͤſplin von einem Eyesdotter vnd Saltz.

Manna 2. Loth in eim Huͤner Suͤplin zer-
laſſen vnd getruncken. Ausgezogene Caſſien
j. Loth kurtz vor der Malzeit genoſſen.

Vnſer Laxir Roſinlin ein Loͤffel voll vor
der Mahlzeit eingenommen.

Confectio Aniſi laxativi Ʒ ij geſſen.

Ein gemein Hauß Clyſtier.

℞. Kleine
J iij
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <pb facs="#f0135" n="117"/>
        <fw place="top" type="header"> <hi rendition="#b">Bade zubegegnen.</hi> </fw><lb/>
        <div n="2">
          <head> <hi rendition="#b">Ver&#x017F;topffung des<lb/>
Leibes.</hi> </head><lb/>
          <p>So der Leib nicht wolte offen bleiben/ vnd<lb/>
vber die Zeit ver&#x017F;chlo&#x017F;&#x017F;en were/ &#x017F;ol er mit der<lb/>
folgenden einem ero&#x0364;ffnet vnd offen gehalten<lb/>
werden.</p><lb/>
          <p>Flei&#x017F;ch oder Hu&#x0364;nerbru&#x0364;lin/ darinnen kleine<lb/>
Papeln/ Blaw Violkraut/ Kohl oder Man-<lb/>
golt gekochet worden.</p><lb/>
          <p>Eine Feige oder Dreye zum anfang der<lb/>
Mahlzeit in einer Hu&#x0364;ner Suppe geno&#x017F;&#x017F;en.</p><lb/>
          <p>Erbesbru&#x0364;lin oder Hu&#x0364;ner Su&#x0364;plin mit Ro-<lb/>
&#x017F;inlin/ darinnen ein par Eyes dotter zertrie-<lb/>
ben.</p><lb/>
          <p>Mu&#x0364;ßlin von zarten jungen Papeln/ Bor-<lb/>
ragen/ Spinet/ &#xA75B;c.</p><lb/>
          <p>Baum Oehle vnd &#x017F;u&#x0364;&#x017F;&#x017F;e Mandel Oehle vn-<lb/>
ter den Su&#x0364;plin gebrauchet.</p><lb/>
          <p>Stulza&#x0364;pfflin von Honig oder Seiffe/<lb/>
Kno&#x0364;&#x017F;plin von einem Eyesdotter vnd Saltz.</p><lb/>
          <p>Manna 2. Loth in eim Hu&#x0364;ner Su&#x0364;plin zer-<lb/>
la&#x017F;&#x017F;en vnd getruncken. Ausgezogene Ca&#x017F;&#x017F;ien<lb/>
j. Loth kurtz vor der Malzeit geno&#x017F;&#x017F;en.</p><lb/>
          <p>Vn&#x017F;er Laxir Ro&#x017F;inlin ein Lo&#x0364;ffel voll vor<lb/>
der Mahlzeit eingenommen.</p><lb/>
          <p><hi rendition="#aq">Confectio Ani&#x017F;i laxativi &#x01B7; ij</hi> ge&#x017F;&#x017F;en.</p><lb/>
          <p> <hi rendition="#fr">Ein gemein Hauß Cly&#x017F;tier.</hi> </p><lb/>
          <fw place="bottom" type="sig">J iij</fw>
          <fw place="bottom" type="catch"><hi rendition="#aq">&#x211E;.</hi> Kleine</fw><lb/>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[117/0135] Bade zubegegnen. Verſtopffung des Leibes. So der Leib nicht wolte offen bleiben/ vnd vber die Zeit verſchloſſen were/ ſol er mit der folgenden einem eroͤffnet vnd offen gehalten werden. Fleiſch oder Huͤnerbruͤlin/ darinnen kleine Papeln/ Blaw Violkraut/ Kohl oder Man- golt gekochet worden. Eine Feige oder Dreye zum anfang der Mahlzeit in einer Huͤner Suppe genoſſen. Erbesbruͤlin oder Huͤner Suͤplin mit Ro- ſinlin/ darinnen ein par Eyes dotter zertrie- ben. Muͤßlin von zarten jungen Papeln/ Bor- ragen/ Spinet/ ꝛc. Baum Oehle vnd ſuͤſſe Mandel Oehle vn- ter den Suͤplin gebrauchet. Stulzaͤpfflin von Honig oder Seiffe/ Knoͤſplin von einem Eyesdotter vnd Saltz. Manna 2. Loth in eim Huͤner Suͤplin zer- laſſen vnd getruncken. Ausgezogene Caſſien j. Loth kurtz vor der Malzeit genoſſen. Vnſer Laxir Roſinlin ein Loͤffel voll vor der Mahlzeit eingenommen. Confectio Aniſi laxativi Ʒ ij geſſen. Ein gemein Hauß Clyſtier. ℞. Kleine J iij

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/schwenckfeld_hirschberischen_1619
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/schwenckfeld_hirschberischen_1619/135
Zitationshilfe: Schwenckfeld, Caspar: Hirschbergischen Warmen Bades/ in Schlesien vnter dem Riesen Gebürge gelegen/ Kurtze vnd einfältige Beschreibung. Görlitz, 1607, S. 117. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/schwenckfeld_hirschberischen_1619/135>, abgerufen am 22.10.2019.