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Seckendorff, Veit Ludwig von: Teutscher Fürsten Stat. Frankfurt (Main), 1656.

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Teutschen
Fürsten-Stats
Erster-Theil.
Von Beschreibung eines Landes vnd Für-
stenthums ins gemein/ vnd nach seiner sichtbaren
Vnd eusserlichen Beschaffenheit.

GLeich wie in allen Wissenschafften die NaturNothwen-
diger/ vorbe
richt von
beschrei-
bung ei-
nes Läds-
oder Fur-
stenthums

vnd Menschlicher Verstandt selbst andie hand
gibt/ daß ehe man von den rechten Vrsachen/

Arten vnd Zufällen eines jeden Dinges/ oder auch von der
Weise vnd Geschicklichkeit mit demselben vmbzugehen berich-
tet werden kan/ vorhero nötig seye/ das jenige an sich selbst/ wo von man
reden vnd handeln will wo nicht Anfangs eigentlich vnd vmbständlich/ doch gn-
ten-Theils vnd beyläufftig zu erkennen/ vnd dessen gewiß zu seyn/ Also wi[rd es]
auch bey vorhabender Vnterrichtung/ von Regierung der Fürstenth[ümer vnd]
Länder/ die Ordnung vnümbgänglich erfordern/ Daß vorhero gem[eldet werde/]
was ein Fürstenthum vnd Land/ vnd wie es nach seinem eusserlichen [Vmbstän-]
den beschaffen vnd bewand seye/ Nun haben wir zwar so wohl in dem Titul als
in der Vorrede dieses Wercks schon angedeutet/ das vnsere Handlung vor-
nemlich gerichtet seye/ auff ein jedes Land vnd Provintz des Römischen Reichs
Teutscher Nation/ welches/ einem Fürstlichen/ Gräfflichen/ oder dergleichen Ge-
schlecht vnd auß demselben einen Regirenden Lands-Herrn mit aller Hoheit
vnd Bottmässigkeit vnterworffen seye/ vnnd von Jhm beherschet vnnd regieret

werde/
A


Teutſchen
Fuͤrſten-Stats
Erſter-Theil.
Von Beſchreibung eines Landes vnd Fuͤr-
ſtenthums ins gemein/ vnd nach ſeiner ſichtbaren
Vnd euſſerlichen Beſchaffenheit.

GLeich wie in allen Wiſſenſchafften die NaturNothwen-
diger/ vorbe
richt von
beſchrei-
bung ei-
nes Laͤds-
oder Fůr-
ſtenthums

vnd Menſchlicher Verſtandt ſelbſt andie hand
gibt/ daß ehe man von den rechten Vrſachen/

Arten vnd Zufaͤllen eines jeden Dinges/ oder auch von der
Weiſe vnd Geſchicklichkeit mit demſelben vmbzugehẽ berich-
tet werden kan/ vorhero noͤtig ſeye/ das jenige an ſich ſelbſt/ wo von man
reden vnd handeln will wo nicht Anfangs eigentlich vnd vmbſtaͤndlich/ doch gn-
ten-Theils vnd beylaͤufftig zu erkennen/ vnd deſſen gewiß zu ſeyn/ Alſo wi[rd es]
auch bey vorhabender Vnterrichtung/ von Regierung der Fuͤrſtenth[uͤmer vnd]
Laͤnder/ die Ordnung vnuͤmbgaͤnglich erfordern/ Daß vorhero gem[eldet werde/]
was ein Fuͤrſtenthum vnd Land/ vnd wie es nach ſeinem euſſerlichen [Vmbſtaͤn-]
den beſchaffen vnd bewand ſeye/ Nun haben wir zwar ſo wohl in dem Titul als
in der Vorrede dieſes Wercks ſchon angedeutet/ das vnſere Handlung vor-
nemlich gerichtet ſeye/ auff ein jedes Land vnd Provintz des Roͤmiſchen Reichs
Teutſcher Nation/ welches/ einem Fuͤrſtlichen/ Graͤfflichen/ oder dergleichẽ Ge-
ſchlecht vnd auß demſelben einen Regirenden Lands-Herrn mit aller Hoheit
vnd Bottmaͤſſigkeit vnterworffen ſeye/ vnnd von Jhm beherſchet vnnd regieret

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[1/0045] Teutſchen Fuͤrſten-Stats Erſter-Theil. Von Beſchreibung eines Landes vnd Fuͤr- ſtenthums ins gemein/ vnd nach ſeiner ſichtbaren Vnd euſſerlichen Beſchaffenheit. GLeich wie in allen Wiſſenſchafften die Natur vnd Menſchlicher Verſtandt ſelbſt andie hand gibt/ daß ehe man von den rechten Vrſachen/ Arten vnd Zufaͤllen eines jeden Dinges/ oder auch von der Weiſe vnd Geſchicklichkeit mit demſelben vmbzugehẽ berich- tet werden kan/ vorhero noͤtig ſeye/ das jenige an ſich ſelbſt/ wo von man reden vnd handeln will wo nicht Anfangs eigentlich vnd vmbſtaͤndlich/ doch gn- ten-Theils vnd beylaͤufftig zu erkennen/ vnd deſſen gewiß zu ſeyn/ Alſo wird es auch bey vorhabender Vnterrichtung/ von Regierung der Fuͤrſtenthuͤmer vnd Laͤnder/ die Ordnung vnuͤmbgaͤnglich erfordern/ Daß vorhero gemeldet werde/ was ein Fuͤrſtenthum vnd Land/ vnd wie es nach ſeinem euſſerlichen Vmbſtaͤn- den beſchaffen vnd bewand ſeye/ Nun haben wir zwar ſo wohl in dem Titul als in der Vorrede dieſes Wercks ſchon angedeutet/ das vnſere Handlung vor- nemlich gerichtet ſeye/ auff ein jedes Land vnd Provintz des Roͤmiſchen Reichs Teutſcher Nation/ welches/ einem Fuͤrſtlichen/ Graͤfflichen/ oder dergleichẽ Ge- ſchlecht vnd auß demſelben einen Regirenden Lands-Herrn mit aller Hoheit vnd Bottmaͤſſigkeit vnterworffen ſeye/ vnnd von Jhm beherſchet vnnd regieret werde/ Nothwen- diger/ vorbe richt von beſchrei- bung ei- nes Laͤds- oder Fůr- ſtenthums A

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Zitationshilfe: Seckendorff, Veit Ludwig von: Teutscher Fürsten Stat. Frankfurt (Main), 1656, S. 1. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/seckendorff_fuerstenstaat_1656/45>, abgerufen am 17.08.2019.