Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Seyfried, Johann Heinrich: Medulla Mirabilium Naturae. Nürnberg, 1679.

Bild:
<< vorherige Seite

Von der Natur.
ligen Creutz genandt: So offt ein König in Un-
garn einer grossen Gefahr oder dem Tod nahe
ist/ verwandelt er sich in Blut. Sonsten aber/
wird er zu mancherley Kranckheiten nutzlich ge-
brauchet. Camerarius.

4. Jm Ertz-Bistum Trier/ an einem
wol bekandten Ort/ lässet in dem angelegenen
See/ oder Weyher zu gewissen Zeiten ein grosser
ungewöhnlicher Fisch sich sehen. Wann dieses
geschicht/ hat man aus öffterer Erfahrung/ daß
es des Landes Fürsten Tod bedeutet. Majo-
lus.

Das IV. Capitel.
Ubernatürliche Eigenschafften
etlicher Brunnen und
Flüsse.
In Europa.

1.

JN Böhmen/ auf dem Schloß Risenberg
gibt es einen Quell-Brunnen/ der hat die-
se besondere Eigenschafft/ daß wann aus dem-
selben ein Weibs-Person so unrein/ Wasser
schöpffet/ verliehret er sich gäntzlich/ und bleibet
etliche Jahr aussen. Weßwegen stets ein wol-
betagter Mann zu seinem Hüter bestellet ist. Za-
charias Theobaldus. Arcana Naturae.

2. Dergleichen Brunn ist auch auf der

Ve-
S iij

Von der Natur.
ligen Creutz genandt: So offt ein König in Un-
garn einer groſſen Gefahr oder dem Tod nahe
iſt/ verwandelt er ſich in Blut. Sonſten aber/
wird er zu mancherley Kranckheiten nutzlich ge-
brauchet. Camerarius.

4. Jm Ertz-Biſtum Trier/ an einem
wol bekandten Ort/ läſſet in dem angelegenen
See/ oder Weyher zu gewiſſen Zeiten ein groſſer
ungewöhnlicher Fiſch ſich ſehen. Wann dieſes
geſchicht/ hat man aus öffterer Erfahrung/ daß
es des Landes Fürſten Tod bedeutet. Majo-
lus.

Das IV. Capitel.
Ubernatürliche Eigenſchafften
etlicher Brunnen und
Flüſſe.
In Europa.

1.

JN Böhmen/ auf dem Schloß Riſenberg
gibt es einen Quell-Brunnen/ der hat die-
ſe beſondere Eigenſchafft/ daß wann aus dem-
ſelben ein Weibs-Perſon ſo unrein/ Waſſer
ſchöpffet/ verliehret er ſich gäntzlich/ und bleibet
etliche Jahr auſſen. Weßwegen ſtets ein wol-
betagter Mann zu ſeinem Hüter beſtellet iſt. Za-
charias Theobaldus. Arcana Naturæ.

2. Dergleichen Brunn iſt auch auf der

Ve-
S iij
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <p><pb facs="#f0379" n="277"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Von der Natur.</hi></fw><lb/>
ligen Creutz genandt: So offt ein König in Un-<lb/>
garn einer gro&#x017F;&#x017F;en Gefahr oder dem Tod nahe<lb/>
i&#x017F;t/ verwandelt er &#x017F;ich in Blut. Son&#x017F;ten aber/<lb/>
wird er zu mancherley Kranckheiten nutzlich ge-<lb/>
brauchet. <hi rendition="#aq">Camerarius.</hi></p><lb/>
            <p>4. Jm Ertz-Bi&#x017F;tum Trier/ an einem<lb/>
wol bekandten Ort/ lä&#x017F;&#x017F;et in dem angelegenen<lb/>
See/ oder Weyher zu gewi&#x017F;&#x017F;en Zeiten ein gro&#x017F;&#x017F;er<lb/>
ungewöhnlicher Fi&#x017F;ch &#x017F;ich &#x017F;ehen. Wann die&#x017F;es<lb/>
ge&#x017F;chicht/ hat man aus öffterer Erfahrung/ daß<lb/>
es des Landes Für&#x017F;ten Tod bedeutet. <hi rendition="#aq">Majo-<lb/>
lus.</hi></p>
          </div>
        </div><lb/>
        <div n="2">
          <head><hi rendition="#fr">Das</hi><hi rendition="#aq">IV.</hi><hi rendition="#fr">Capitel.</hi><lb/><hi rendition="#b">Ubernatürliche Eigen&#x017F;chafften</hi><lb/>
etlicher Brunnen und<lb/>
Flü&#x017F;&#x017F;e.</head><lb/>
          <div n="3">
            <head> <hi rendition="#aq">In Europa.</hi> </head><lb/>
            <p> <hi rendition="#c">1.</hi> </p><lb/>
            <p><hi rendition="#in">J</hi>N Böhmen/ auf dem Schloß Ri&#x017F;enberg<lb/>
gibt es einen Quell-Brunnen/ der hat die-<lb/>
&#x017F;e be&#x017F;ondere Eigen&#x017F;chafft/ daß wann aus dem-<lb/>
&#x017F;elben ein Weibs-Per&#x017F;on &#x017F;o unrein/ Wa&#x017F;&#x017F;er<lb/>
&#x017F;chöpffet/ verliehret er &#x017F;ich gäntzlich/ und bleibet<lb/>
etliche Jahr au&#x017F;&#x017F;en. Weßwegen &#x017F;tets ein wol-<lb/>
betagter Mann zu &#x017F;einem Hüter be&#x017F;tellet i&#x017F;t. Za-<lb/>
charias Theobaldus. <hi rendition="#aq">Arcana Naturæ.</hi></p><lb/>
            <p>2. Dergleichen Brunn i&#x017F;t auch auf der<lb/>
<fw place="bottom" type="sig">S iij</fw><fw place="bottom" type="catch">Ve-</fw><lb/></p>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[277/0379] Von der Natur. ligen Creutz genandt: So offt ein König in Un- garn einer groſſen Gefahr oder dem Tod nahe iſt/ verwandelt er ſich in Blut. Sonſten aber/ wird er zu mancherley Kranckheiten nutzlich ge- brauchet. Camerarius. 4. Jm Ertz-Biſtum Trier/ an einem wol bekandten Ort/ läſſet in dem angelegenen See/ oder Weyher zu gewiſſen Zeiten ein groſſer ungewöhnlicher Fiſch ſich ſehen. Wann dieſes geſchicht/ hat man aus öffterer Erfahrung/ daß es des Landes Fürſten Tod bedeutet. Majo- lus. Das IV. Capitel. Ubernatürliche Eigenſchafften etlicher Brunnen und Flüſſe. In Europa. 1. JN Böhmen/ auf dem Schloß Riſenberg gibt es einen Quell-Brunnen/ der hat die- ſe beſondere Eigenſchafft/ daß wann aus dem- ſelben ein Weibs-Perſon ſo unrein/ Waſſer ſchöpffet/ verliehret er ſich gäntzlich/ und bleibet etliche Jahr auſſen. Weßwegen ſtets ein wol- betagter Mann zu ſeinem Hüter beſtellet iſt. Za- charias Theobaldus. Arcana Naturæ. 2. Dergleichen Brunn iſt auch auf der Ve- S iij

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/seyfried_medulla_1679
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/seyfried_medulla_1679/379
Zitationshilfe: Seyfried, Johann Heinrich: Medulla Mirabilium Naturae. Nürnberg, 1679, S. 277. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/seyfried_medulla_1679/379>, abgerufen am 21.08.2019.