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Siebold, Carl Theodor Ernst von: Die Süsswasserfische von Mitteleuropa. Leipzig, 1863.

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Familie: Cyprinoidei.
Naturforschern überlassen hat, so wird der Herstellung des älteren Namen
Björkna nichts im Wege stehen. Jeder Unbefangene wird zugleich Ekström's
Vermuthung (a. a. O. pag. 49) beistimmen, dass Linne die von Artedi für den
Björkna aufgestellte Diagnose: "pinna ani ossiculorum 25" wahrscheinlich durch
einen Schreibfehler in 35 umgewandelt und auf diese Weise zu Verwechs-
lungen Veranlassung gegeben hat, welche selbst die erfahrensten Fischer zu
vermeiden nicht im Stande waren.

XI. Gattung: Bliccopsis (nach Siebold).

Gattungscharakter: Schlundzähne in zwei Reihen zu 2 oder 3 und
zu 5 stehend, die mehrmals schwach gekerbten Zahn-Kro-
nen der inneren Reihe mit schräg abgeschliffenen schmalen
und einfach gefurchten Kauflächen; die Rückenflosse von
oben nach hinten in einem spitzen Winkel abgestutzt, ihre
Basis kurz; die Afterflosse mit mässig langer Basis; die
gabelförmige Schwanzflosse fast gleichlappig; die Schup-
pen decken die Mittellinie des Vorderrückens gleichmässig
dachziegelförmig. Der Bauch von der Basis der Bauch-
flossen gegen die Aftergrube hin eine scharfe, mit Schup-
pen bedeckte Kante bildend
.

1. Art. B. abramo-rutilus Hol. (Bastard).
[Abbildung]
[Abbildung] Fig. 18.

Familie: Cyprinoidei.
Naturforschern überlassen hat, so wird der Herstellung des älteren Namen
Björkna nichts im Wege stehen. Jeder Unbefangene wird zugleich Ekström’s
Vermuthung (a. a. O. pag. 49) beistimmen, dass Linné die von Artedi für den
Björkna aufgestellte Diagnose: »pinna ani ossiculorum 25« wahrscheinlich durch
einen Schreibfehler in 35 umgewandelt und auf diese Weise zu Verwechs-
lungen Veranlassung gegeben hat, welche selbst die erfahrensten Fischer zu
vermeiden nicht im Stande waren.

XI. Gattung: Bliccopsis (nach Siebold).

Gattungscharakter: Schlundzähne in zwei Reihen zu 2 oder 3 und
zu 5 stehend, die mehrmals schwach gekerbten Zahn-Kro-
nen der inneren Reihe mit schräg abgeschliffenen schmalen
und einfach gefurchten Kauflächen; die Rückenflosse von
oben nach hinten in einem spitzen Winkel abgestutzt, ihre
Basis kurz; die Afterflosse mit mässig langer Basis; die
gabelförmige Schwanzflosse fast gleichlappig; die Schup-
pen decken die Mittellinie des Vorderrückens gleichmässig
dachziegelförmig. Der Bauch von der Basis der Bauch-
flossen gegen die Aftergrube hin eine scharfe, mit Schup-
pen bedeckte Kante bildend
.

1. Art. B. abramo-rutilus Hol. (Bastard).
[Abbildung]
[Abbildung] Fig. 18.
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[142/0155] Familie: Cyprinoidei. Naturforschern überlassen hat, so wird der Herstellung des älteren Namen Björkna nichts im Wege stehen. Jeder Unbefangene wird zugleich Ekström’s Vermuthung (a. a. O. pag. 49) beistimmen, dass Linné die von Artedi für den Björkna aufgestellte Diagnose: »pinna ani ossiculorum 25« wahrscheinlich durch einen Schreibfehler in 35 umgewandelt und auf diese Weise zu Verwechs- lungen Veranlassung gegeben hat, welche selbst die erfahrensten Fischer zu vermeiden nicht im Stande waren. XI. Gattung: Bliccopsis (nach Siebold). Gattungscharakter: Schlundzähne in zwei Reihen zu 2 oder 3 und zu 5 stehend, die mehrmals schwach gekerbten Zahn-Kro- nen der inneren Reihe mit schräg abgeschliffenen schmalen und einfach gefurchten Kauflächen; die Rückenflosse von oben nach hinten in einem spitzen Winkel abgestutzt, ihre Basis kurz; die Afterflosse mit mässig langer Basis; die gabelförmige Schwanzflosse fast gleichlappig; die Schup- pen decken die Mittellinie des Vorderrückens gleichmässig dachziegelförmig. Der Bauch von der Basis der Bauch- flossen gegen die Aftergrube hin eine scharfe, mit Schup- pen bedeckte Kante bildend. 1. Art. B. abramo-rutilus Hol. (Bastard). [Abbildung] [Abbildung Fig. 18. ]

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Zitationshilfe: Siebold, Carl Theodor Ernst von: Die Süsswasserfische von Mitteleuropa. Leipzig, 1863, S. 142. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/siebold_suesswasserfische_1863/155>, abgerufen am 25.03.2019.