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Spener, Philipp Jakob: Theologische Bedencken. Bd. 1. Halle (Saale), 1700.

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SECTIO XX.
wider wapnen/ und nicht mehr leicht wiederum an vorigen stein anstossen.
Hingegen wer sünde thue/ nicht nur wer ein gantz Epicurisch verruchtes
leben führe/ sondern wer auch wider besser wissen und gewissen/ da ihn GOtt
durch dieses gewarnet und abhalten wollen/ eine sünde begehet/ also daß er
derselben wissentlich dienet/ der ist nicht von GOtt noch der wiedergeburth
theilhafftig/ sondern ist vom teuffel. Zwahr ists an dem/ daß ein solcher
mag wiedergebohren gewesen seyn/ und den heiligen Geist empfangen haben/
aus dessen liecht er eine erkäntnüß GOttes gehabt/ welche aber mit solcher
sünde so wohl ausgelöschet als der heilige Geist ausgetrieben wird/ daß er
wahrhafftig in solcher sünde keine erkäntnüß GOTTes gehabt/ sondern ist
nichts als eine fleischliche einbildung bey ihm übrig geblieben. So ists auch
freylich wahr/ daß je vortrefflicher das göttliche liecht der erkäntnüß ist/ so
viel kräfftiger wird auch der mensch werden/ der sünde zu widerstehen/ und sich
nicht so leicht auch in geringen dingen etwa übereilen lassen. Daher ich nicht in
abrede bin/ so lang ich noch von meinem eigenen gewissen das zeugnüß habe/ ich
habe noch nicht redlich der sünde abgesagt/ daß ich deroselben mit willen nicht
dienen wolte/ und mich allein GOtt dem HErrn zu gehorsam überlassen/
sondern ich sehe/ daß noch der rechte eigentliche zweck meines lebens ist eige-
ne ehr/ nutzen/ wollust/ und also geitz/ hochmuth/ fleisches lust/ und insge-
samt die liebe der welt/ so lang kan ich und muß gewiß glauben/ ich habe noch
keinen wahren glauben noch erkäntnüß GOttes/ sondern es ist eine blosse ein-
bildung/ die mich gefährlich betrieget. Gibt mir aber mein gewissen das
zeugnüß/ daß ich wahrhafftig mir vorgesetzet/ meinen GOtt wissentlich nicht
zu erzürnen/ und mein leben in der that zu seinen ehren und des nächsten be-
sten allein einzurichten/ hüte mich also nicht nur vor aller muth williger und
vorsetzlicher boßheit/ sondern gebe genau wahr/ daß ich nicht von dem betrug
der arglistigen sünde möge verführet und übervortheilet werden/ ich erfahr
aber/ daß dann und wann ich mich übereilen habe lassen/ und ehe ichs recht
gewahr worden (dann das heissen eigentlich schwachheit-sünden) eine sünde
würcklich begangen/ so hindert zwahr solches nicht/ daß nicht glauben und
göttliche erkäntnüß da seye/ aber es ist gewiß/ daß solche noch so schwach
sind/ als die krafft/ der sünden zu widerstehen sich bey mir schwach befindet/
als die mit jener gar genau verbunden ist. Jm übrigen wolte ich göttlicher
gnade krafft nicht leugnen/ daß dieselbige nicht solte können einen menschen
dahin bringen/ und etwa einige dahin gebracht habe/ daß sie nicht mehr
würcklich in eusserlichen worten und thaten gesündigt oder sündigten/ und
dörffen wir doch dabey nicht sorgen/ daß also dann solche leute der vergebung/
oder solche von GOTT zu bitten/ nicht mehr bedörfften. Dann es sind die
sündliche lüsten und begierden mit denen sie noch zu kämpffen haben/ die ih-

rem
U 3

SECTIO XX.
wider wapnen/ und nicht mehr leicht wiederum an vorigen ſtein anſtoſſen.
Hingegen wer ſuͤnde thue/ nicht nur wer ein gantz Epicuriſch verruchtes
leben fuͤhre/ ſondern wer auch wider beſſer wiſſen und gewiſſen/ da ihn GOtt
durch dieſes gewarnet und abhalten wollen/ eine ſuͤnde begehet/ alſo daß er
derſelben wiſſentlich dienet/ der iſt nicht von GOtt noch der wiedergeburth
theilhafftig/ ſondern iſt vom teuffel. Zwahr iſts an dem/ daß ein ſolcher
mag wiedergebohren geweſen ſeyn/ und den heiligen Geiſt empfangen haben/
aus deſſen liecht er eine erkaͤntnuͤß GOttes gehabt/ welche aber mit ſolcher
ſuͤnde ſo wohl ausgeloͤſchet als der heilige Geiſt ausgetrieben wird/ daß er
wahrhafftig in ſolcher ſuͤnde keine erkaͤntnuͤß GOTTes gehabt/ ſondern iſt
nichts als eine fleiſchliche einbildung bey ihm uͤbrig geblieben. So iſts auch
freylich wahr/ daß je vortrefflicher das goͤttliche liecht der erkaͤntnuͤß iſt/ ſo
viel kraͤfftiger wird auch der menſch werden/ der ſuͤnde zu widerſtehen/ und ſich
nicht ſo leicht auch in geringen dingen etwa uͤbereilen laſſen. Daheꝛ ich nicht in
abꝛede bin/ ſo lang ich noch von meinem eigenen gewiſſen das zeugnuͤß habe/ ich
habe noch nicht redlich der ſuͤnde abgeſagt/ daß ich deroſelben mit willen nicht
dienen wolte/ und mich allein GOtt dem HErrn zu gehorſam uͤberlaſſen/
ſondern ich ſehe/ daß noch der rechte eigentliche zweck meines lebens iſt eige-
ne ehr/ nutzen/ wolluſt/ und alſo geitz/ hochmuth/ fleiſches luſt/ und insge-
ſamt die liebe der welt/ ſo lang kan ich und muß gewiß glauben/ ich habe noch
keinen wahren glauben noch erkaͤntnuͤß GOttes/ ſondern es iſt eine bloſſe ein-
bildung/ die mich gefaͤhrlich betrieget. Gibt mir aber mein gewiſſen das
zeugnuͤß/ daß ich wahrhafftig mir vorgeſetzet/ meinen GOtt wiſſentlich nicht
zu erzuͤrnen/ und mein leben in der that zu ſeinen ehren und des naͤchſten be-
ſten allein einzurichten/ huͤte mich alſo nicht nur vor aller muth williger und
vorſetzlicher boßheit/ ſondern gebe genau wahr/ daß ich nicht von dem betrug
der argliſtigen ſuͤnde moͤge verfuͤhret und uͤbervortheilet werden/ ich erfahr
aber/ daß dann und wann ich mich uͤbereilen habe laſſen/ und ehe ichs recht
gewahr worden (dann das heiſſen eigentlich ſchwachheit-ſuͤnden) eine ſuͤnde
wuͤrcklich begangen/ ſo hindert zwahr ſolches nicht/ daß nicht glauben und
goͤttliche erkaͤntnuͤß da ſeye/ aber es iſt gewiß/ daß ſolche noch ſo ſchwach
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als die mit jener gar genau verbunden iſt. Jm uͤbrigen wolte ich goͤttlicher
gnade krafft nicht leugnen/ daß dieſelbige nicht ſolte koͤnnen einen menſchen
dahin bringen/ und etwa einige dahin gebracht habe/ daß ſie nicht mehr
wuͤrcklich in euſſerlichen worten und thaten geſuͤndigt oder ſuͤndigten/ und
doͤrffen wir doch dabey nicht ſorgen/ daß alſo dann ſolche leute der vergebung/
oder ſolche von GOTT zu bitten/ nicht mehr bedoͤrfften. Dann es ſind die
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rem
U 3
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[157/0173] SECTIO XX. wider wapnen/ und nicht mehr leicht wiederum an vorigen ſtein anſtoſſen. Hingegen wer ſuͤnde thue/ nicht nur wer ein gantz Epicuriſch verruchtes leben fuͤhre/ ſondern wer auch wider beſſer wiſſen und gewiſſen/ da ihn GOtt durch dieſes gewarnet und abhalten wollen/ eine ſuͤnde begehet/ alſo daß er derſelben wiſſentlich dienet/ der iſt nicht von GOtt noch der wiedergeburth theilhafftig/ ſondern iſt vom teuffel. Zwahr iſts an dem/ daß ein ſolcher mag wiedergebohren geweſen ſeyn/ und den heiligen Geiſt empfangen haben/ aus deſſen liecht er eine erkaͤntnuͤß GOttes gehabt/ welche aber mit ſolcher ſuͤnde ſo wohl ausgeloͤſchet als der heilige Geiſt ausgetrieben wird/ daß er wahrhafftig in ſolcher ſuͤnde keine erkaͤntnuͤß GOTTes gehabt/ ſondern iſt nichts als eine fleiſchliche einbildung bey ihm uͤbrig geblieben. So iſts auch freylich wahr/ daß je vortrefflicher das goͤttliche liecht der erkaͤntnuͤß iſt/ ſo viel kraͤfftiger wird auch der menſch werden/ der ſuͤnde zu widerſtehen/ und ſich nicht ſo leicht auch in geringen dingen etwa uͤbereilen laſſen. Daheꝛ ich nicht in abꝛede bin/ ſo lang ich noch von meinem eigenen gewiſſen das zeugnuͤß habe/ ich habe noch nicht redlich der ſuͤnde abgeſagt/ daß ich deroſelben mit willen nicht dienen wolte/ und mich allein GOtt dem HErrn zu gehorſam uͤberlaſſen/ ſondern ich ſehe/ daß noch der rechte eigentliche zweck meines lebens iſt eige- ne ehr/ nutzen/ wolluſt/ und alſo geitz/ hochmuth/ fleiſches luſt/ und insge- ſamt die liebe der welt/ ſo lang kan ich und muß gewiß glauben/ ich habe noch keinen wahren glauben noch erkaͤntnuͤß GOttes/ ſondern es iſt eine bloſſe ein- bildung/ die mich gefaͤhrlich betrieget. Gibt mir aber mein gewiſſen das zeugnuͤß/ daß ich wahrhafftig mir vorgeſetzet/ meinen GOtt wiſſentlich nicht zu erzuͤrnen/ und mein leben in der that zu ſeinen ehren und des naͤchſten be- ſten allein einzurichten/ huͤte mich alſo nicht nur vor aller muth williger und vorſetzlicher boßheit/ ſondern gebe genau wahr/ daß ich nicht von dem betrug der argliſtigen ſuͤnde moͤge verfuͤhret und uͤbervortheilet werden/ ich erfahr aber/ daß dann und wann ich mich uͤbereilen habe laſſen/ und ehe ichs recht gewahr worden (dann das heiſſen eigentlich ſchwachheit-ſuͤnden) eine ſuͤnde wuͤrcklich begangen/ ſo hindert zwahr ſolches nicht/ daß nicht glauben und goͤttliche erkaͤntnuͤß da ſeye/ aber es iſt gewiß/ daß ſolche noch ſo ſchwach ſind/ als die krafft/ der ſuͤnden zu widerſtehen ſich bey mir ſchwach befindet/ als die mit jener gar genau verbunden iſt. Jm uͤbrigen wolte ich goͤttlicher gnade krafft nicht leugnen/ daß dieſelbige nicht ſolte koͤnnen einen menſchen dahin bringen/ und etwa einige dahin gebracht habe/ daß ſie nicht mehr wuͤrcklich in euſſerlichen worten und thaten geſuͤndigt oder ſuͤndigten/ und doͤrffen wir doch dabey nicht ſorgen/ daß alſo dann ſolche leute der vergebung/ oder ſolche von GOTT zu bitten/ nicht mehr bedoͤrfften. Dann es ſind die ſuͤndliche luͤſten und begierden mit denen ſie noch zu kaͤmpffen haben/ die ih- rem U 3

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Zitationshilfe: Spener, Philipp Jakob: Theologische Bedencken. Bd. 1. Halle (Saale), 1700, S. 157. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/spener_bedencken01_1700/173>, abgerufen am 14.11.2019.