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Suppius, Christoph Eusebius: Oden und Lieder. Gotha, 1749.

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Zweytes Buch.


Der Lobgesang Mosis.
Der HERR ist! Diesem will ich singen!
Mein Loblied soll von Jhm erklingen:
Denn Er hat eine That gethan,
Die man nicht gnug erheben kann;
Der Kriegesheere, Rosse, Wagen
Jetzt in das Meer gestürzet hat,
Von diesem Wunder will ich sagen,
Entzücket rühmt mein Geist die That!
Der HErr ist meine Kraft und Stärke,
Mein Lobgesang preist seine Werke,
Der HErr! der Höchste! GOtt! mein Heyl!
O du mein auserwählter Theil!
Das ist mein GOtt! ich will Jhn preisen,
Auch meines Vaters GOtt ist Er,
Jhm will ich dankbar mich erweisen,
Erheben will ich Jhn noch mehr!
Der HErr, das ist der rechte Streiter,
HERR ist sein Nahme! Wagen, Reiter,
Des Pharaonis Macht, sein Heer
Warf Er allein jetzt in das Meer,
Die Häupter, so sich der erlesen,
Die Helden sah man erst noch hie,
Nun aber sind sie da gewesen,
Jm Schilfmeer dort versunken sie.
Die Tiefe deckt sie diese Stunde,
Sie fielen allesammt zu Grunde,
Wie
Zweytes Buch.


Der Lobgeſang Moſis.
Der HERR iſt! Dieſem will ich ſingen!
Mein Loblied ſoll von Jhm erklingen:
Denn Er hat eine That gethan,
Die man nicht gnug erheben kann;
Der Kriegesheere, Roſſe, Wagen
Jetzt in das Meer geſtuͤrzet hat,
Von dieſem Wunder will ich ſagen,
Entzuͤcket ruͤhmt mein Geiſt die That!
Der HErr iſt meine Kraft und Staͤrke,
Mein Lobgeſang preiſt ſeine Werke,
Der HErr! der Hoͤchſte! GOtt! mein Heyl!
O du mein auserwaͤhlter Theil!
Das iſt mein GOtt! ich will Jhn preiſen,
Auch meines Vaters GOtt iſt Er,
Jhm will ich dankbar mich erweiſen,
Erheben will ich Jhn noch mehr!
Der HErr, das iſt der rechte Streiter,
HERR iſt ſein Nahme! Wagen, Reiter,
Des Pharaonis Macht, ſein Heer
Warf Er allein jetzt in das Meer,
Die Haͤupter, ſo ſich der erleſen,
Die Helden ſah man erſt noch hie,
Nun aber ſind ſie da geweſen,
Jm Schilfmeer dort verſunken ſie.
Die Tiefe deckt ſie dieſe Stunde,
Sie fielen alleſammt zu Grunde,
Wie
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[110/0130] Zweytes Buch. Der Lobgeſang Moſis. Der HERR iſt! Dieſem will ich ſingen! Mein Loblied ſoll von Jhm erklingen: Denn Er hat eine That gethan, Die man nicht gnug erheben kann; Der Kriegesheere, Roſſe, Wagen Jetzt in das Meer geſtuͤrzet hat, Von dieſem Wunder will ich ſagen, Entzuͤcket ruͤhmt mein Geiſt die That! Der HErr iſt meine Kraft und Staͤrke, Mein Lobgeſang preiſt ſeine Werke, Der HErr! der Hoͤchſte! GOtt! mein Heyl! O du mein auserwaͤhlter Theil! Das iſt mein GOtt! ich will Jhn preiſen, Auch meines Vaters GOtt iſt Er, Jhm will ich dankbar mich erweiſen, Erheben will ich Jhn noch mehr! Der HErr, das iſt der rechte Streiter, HERR iſt ſein Nahme! Wagen, Reiter, Des Pharaonis Macht, ſein Heer Warf Er allein jetzt in das Meer, Die Haͤupter, ſo ſich der erleſen, Die Helden ſah man erſt noch hie, Nun aber ſind ſie da geweſen, Jm Schilfmeer dort verſunken ſie. Die Tiefe deckt ſie dieſe Stunde, Sie fielen alleſammt zu Grunde, Wie

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Zitationshilfe: Suppius, Christoph Eusebius: Oden und Lieder. Gotha, 1749, S. 110. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/suppius_oden_1749/130>, abgerufen am 22.04.2019.