Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Swedenborg, Emanuel: Auserlesene Schriften. Bd. 3. Frankfurt (Main), 1776.

Bild:
<< vorherige Seite

Von der Verbindung
Menschen geschehe. Dieser Einfluß kann
ferner durch den Einfluß des Lichts und Wär-
me in die Gewächse erläutert werden, welche
blühen und Frucht bringen nach der Beschaf-
fenheit der Aneinanderhaltung ihrer Fibern
die sie formiren, und also nach der Beschaf-
fenheit der Annehmung des Einflusses; er
kann auch erläutert werden durch den Ein-
fluß der Lichtstralen in die Edelgesteine, wel-
che nach Beschaffenheit der Lage und Zusam-
menwebung ihrer Theile solche Lichtstralen in
Farben verwandeln, und also auch nach der
Annehmung des Einflusses nicht weniger
kann er erläutert werden durch die optischen
Gläser und durch das Regenwasser, durch
welche die Regenbogen erscheinen nach Be-
schaffenheit des Einfallens, und Brechung
und also nach der Annehmung des Einflusses
der Lichtstralen. Auf gleiche Art ist es mit
den menschlichen Gemüthern in Ansehung des
geistlichen Lichts, welches von dem HErrn als
der Sonne ausgehet, und beständig einfließt,
aber verschieden aufgenommen wird.

XII.
Daß der Verstand in dem Men-
schen in das Licht, das ist, in die Weis-

heit, in welcher die Engel des Himmels
sind, erhöhet oder aufgekläret werden
könne, je nachdem die Vernunft ausge-
bildet

Von der Verbindung
Menſchen geſchehe. Dieſer Einfluß kann
ferner durch den Einfluß des Lichts und Wär-
me in die Gewächſe erläutert werden, welche
blühen und Frucht bringen nach der Beſchaf-
fenheit der Aneinanderhaltung ihrer Fibern
die ſie formiren, und alſo nach der Beſchaf-
fenheit der Annehmung des Einfluſſes; er
kann auch erläutert werden durch den Ein-
fluß der Lichtſtralen in die Edelgeſteine, wel-
che nach Beſchaffenheit der Lage und Zuſam-
menwebung ihrer Theile ſolche Lichtſtralen in
Farben verwandeln, und alſo auch nach der
Annehmung des Einfluſſes nicht weniger
kann er erläutert werden durch die optiſchen
Gläſer und durch das Regenwaſſer, durch
welche die Regenbogen erſcheinen nach Be-
ſchaffenheit des Einfallens, und Brechung
und alſo nach der Annehmung des Einfluſſes
der Lichtſtralen. Auf gleiche Art iſt es mit
den menſchlichen Gemüthern in Anſehung des
geiſtlichen Lichts, welches von dem HErrn als
der Sonne ausgehet, und beſtändig einfließt,
aber verſchieden aufgenommen wird.

XII.
Daß der Verſtand in dem Men-
ſchen in das Licht, das iſt, in die Weis-

heit, in welcher die Engel des Himmels
ſind, erhöhet oder aufgekläret werden
könne, je nachdem die Vernunft ausge-
bildet
<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div n="2">
          <div n="3">
            <p><pb facs="#f0048" n="44"/><fw place="top" type="header"><hi rendition="#b">Von der Verbindung</hi></fw><lb/>
Men&#x017F;chen ge&#x017F;chehe. Die&#x017F;er Einfluß kann<lb/>
ferner durch den Einfluß des Lichts und Wär-<lb/>
me in die Gewäch&#x017F;e erläutert werden, welche<lb/>
blühen und Frucht bringen nach der Be&#x017F;chaf-<lb/>
fenheit der Aneinanderhaltung ihrer Fibern<lb/>
die &#x017F;ie formiren, und al&#x017F;o nach der Be&#x017F;chaf-<lb/>
fenheit der Annehmung des Einflu&#x017F;&#x017F;es; er<lb/>
kann auch erläutert werden durch den Ein-<lb/>
fluß der Licht&#x017F;tralen in die Edelge&#x017F;teine, wel-<lb/>
che nach Be&#x017F;chaffenheit der Lage und Zu&#x017F;am-<lb/>
menwebung ihrer Theile &#x017F;olche Licht&#x017F;tralen in<lb/>
Farben verwandeln, und al&#x017F;o auch nach der<lb/>
Annehmung des Einflu&#x017F;&#x017F;es nicht weniger<lb/>
kann er erläutert werden durch die opti&#x017F;chen<lb/>
Glä&#x017F;er und durch das Regenwa&#x017F;&#x017F;er, durch<lb/>
welche die Regenbogen er&#x017F;cheinen nach Be-<lb/>
&#x017F;chaffenheit des Einfallens, und Brechung<lb/>
und al&#x017F;o nach der Annehmung des Einflu&#x017F;&#x017F;es<lb/>
der Licht&#x017F;tralen. Auf gleiche Art i&#x017F;t es mit<lb/>
den men&#x017F;chlichen Gemüthern in An&#x017F;ehung des<lb/>
gei&#x017F;tlichen Lichts, welches von dem HErrn als<lb/>
der Sonne ausgehet, und be&#x017F;tändig einfließt,<lb/>
aber ver&#x017F;chieden aufgenommen wird.</p>
          </div><lb/>
          <div n="3">
            <head><hi rendition="#b"><hi rendition="#aq">XII.</hi><lb/>
Daß der Ver&#x017F;tand in dem Men-<lb/>
&#x017F;chen in das Licht, das i&#x017F;t, in die Weis-</hi><lb/>
heit, in welcher die Engel des Himmels<lb/>
&#x017F;ind, erhöhet oder aufgekläret werden<lb/>
könne, je nachdem die Vernunft ausge-<lb/>
<fw place="bottom" type="catch">bildet</fw><lb/></head>
          </div>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[44/0048] Von der Verbindung Menſchen geſchehe. Dieſer Einfluß kann ferner durch den Einfluß des Lichts und Wär- me in die Gewächſe erläutert werden, welche blühen und Frucht bringen nach der Beſchaf- fenheit der Aneinanderhaltung ihrer Fibern die ſie formiren, und alſo nach der Beſchaf- fenheit der Annehmung des Einfluſſes; er kann auch erläutert werden durch den Ein- fluß der Lichtſtralen in die Edelgeſteine, wel- che nach Beſchaffenheit der Lage und Zuſam- menwebung ihrer Theile ſolche Lichtſtralen in Farben verwandeln, und alſo auch nach der Annehmung des Einfluſſes nicht weniger kann er erläutert werden durch die optiſchen Gläſer und durch das Regenwaſſer, durch welche die Regenbogen erſcheinen nach Be- ſchaffenheit des Einfallens, und Brechung und alſo nach der Annehmung des Einfluſſes der Lichtſtralen. Auf gleiche Art iſt es mit den menſchlichen Gemüthern in Anſehung des geiſtlichen Lichts, welches von dem HErrn als der Sonne ausgehet, und beſtändig einfließt, aber verſchieden aufgenommen wird. XII. Daß der Verſtand in dem Men- ſchen in das Licht, das iſt, in die Weis- heit, in welcher die Engel des Himmels ſind, erhöhet oder aufgekläret werden könne, je nachdem die Vernunft ausge- bildet

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde gemäß den DTA-Transkriptionsrichtlinien im Double-Keying-Verfahren von Nicht-Muttersprachlern erfasst und in XML/TEI P5 nach DTA-Basisformat kodiert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/swedenborg_schriften03_1776
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/swedenborg_schriften03_1776/48
Zitationshilfe: Swedenborg, Emanuel: Auserlesene Schriften. Bd. 3. Frankfurt (Main), 1776, S. 44. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/swedenborg_schriften03_1776/48>, abgerufen am 05.08.2020.