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Thomasius, Christian: Ausübung Der SittenLehre. Halle (Saale), 1696.

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Das 5. Hauptstück.
Daß alle andere Gemüths-Neigun-
gen gar füglich zur Liebe und Haß
gebracht werden können.

Jnnhalt.
Connexion n. 1. 2. Ob ein Affect zur Liebe oder Haß gehöre/
muß aus dem vornehmsten Verlangen desselben geur-
theilet werden. n 3. Aus was für Gründen die Affe-
cten
eingethei et werden können/ und unterschiedene
Benennungen bekommen n. 4. 1. in Ansehung der
Nähe oder Ferne des guten oder bösen n. 5. 2. in An-
sehen der Mittel das gute und döse zu erhalten n. 6.
3. in Ansehung der starcken oder schwachen Bewe-
gung der Lust oder des Schmertzens. n. 7. 4. in Anse-
hen ob wir ohnmittelbahr oder in Betracht anderer
Persohnen gerühret werden n. 8. 5. in Ansehen der
Dauerung n. 9. Daß alle diese unterschiedene Arten
zur Liebe und Haß gebören. n. 10. Liebe und Haß
werden entweder betrachtet in Ansehen des End-
zwecks der Menschen. n. 11. Woraus vier paar Affe-
cten
entstehen. 1. Menschen Liebe und irrender Laster
Haß. 2. Stoltz oder Ehr-Liebe/ und Bescheidenheit
oder Schande Haß. 3. Unmässiger Lust Liebe/ und
Mässigkeit Haß. 4. Geld Liebe und Menschen Haß.
n. 12. Oder in Ansehen der Mittel: und zwar anfäng-
lich in Ansehen der allgemeinen Mittel/ entweder
so ferne der menschliche Wille angetrieben wird nach
denselben zu trachten n. 13. Hieher gehöret Hoffnung/
Vertrauen/ Kühnheit/ Mißtrauen/ Furcht/ Ver-
zweisselung. n. 14. Oder so ferne der menschliche

Wille
Das 5. Hauptſtuͤck.
Daß alle andere Gemuͤths-Neigun-
gen gar fuͤglich zur Liebe und Haß
gebracht werden koͤnnen.

Jnnhalt.
Connexion n. 1. 2. Ob ein Affect zur Liebe oder Haß gehoͤre/
muß aus dem vornehmſten Verlangen deſſelben geur-
theilet werden. n 3. Aus was fuͤr Gruͤnden die Affe-
cten
eingethei et werden koͤnnen/ und unterſchiedene
Benennungen bekommen n. 4. 1. in Anſehung der
Naͤhe oder Ferne des guten oder boͤſen n. 5. 2. in An-
ſehen der Mittel das gute und doͤſe zu erhalten n. 6.
3. in Anſehung der ſtarcken oder ſchwachen Bewe-
gung der Luſt oder des Schmertzens. n. 7. 4. in Anſe-
hen ob wir ohnmittelbahr oder in Betracht anderer
Perſohnen geruͤhret werden n. 8. 5. in Anſehen der
Dauerung n. 9. Daß alle dieſe unterſchiedene Arten
zur Liebe und Haß geboͤren. n. 10. Liebe und Haß
werden entweder betrachtet in Anſehen des End-
zwecks der Menſchen. n. 11. Woraus vier paar Affe-
cten
entſtehen. 1. Menſchen Liebe und irrender Laſter
Haß. 2. Stoltz oder Ehr-Liebe/ und Beſcheidenheit
oder Schande Haß. 3. Unmaͤſſiger Luſt Liebe/ und
Maͤſſigkeit Haß. 4. Geld Liebe und Menſchen Haß.
n. 12. Oder in Anſehen der Mittel: und zwar anfaͤng-
lich in Anſehen der allgemeinen Mittel/ entweder
ſo ferne der menſchliche Wille angetrieben wird nach
denſelben zu trachten n. 13. Hieher gehoͤret Hoffnung/
Vertrauen/ Kuͤhnheit/ Mißtrauen/ Furcht/ Ver-
zweiſſelung. n. 14. Oder ſo ferne der menſchliche

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[127/0139] Das 5. Hauptſtuͤck. Daß alle andere Gemuͤths-Neigun- gen gar fuͤglich zur Liebe und Haß gebracht werden koͤnnen. Jnnhalt. Connexion n. 1. 2. Ob ein Affect zur Liebe oder Haß gehoͤre/ muß aus dem vornehmſten Verlangen deſſelben geur- theilet werden. n 3. Aus was fuͤr Gruͤnden die Affe- cten eingethei et werden koͤnnen/ und unterſchiedene Benennungen bekommen n. 4. 1. in Anſehung der Naͤhe oder Ferne des guten oder boͤſen n. 5. 2. in An- ſehen der Mittel das gute und doͤſe zu erhalten n. 6. 3. in Anſehung der ſtarcken oder ſchwachen Bewe- gung der Luſt oder des Schmertzens. n. 7. 4. in Anſe- hen ob wir ohnmittelbahr oder in Betracht anderer Perſohnen geruͤhret werden n. 8. 5. in Anſehen der Dauerung n. 9. Daß alle dieſe unterſchiedene Arten zur Liebe und Haß geboͤren. n. 10. Liebe und Haß werden entweder betrachtet in Anſehen des End- zwecks der Menſchen. n. 11. Woraus vier paar Affe- cten entſtehen. 1. Menſchen Liebe und irrender Laſter Haß. 2. Stoltz oder Ehr-Liebe/ und Beſcheidenheit oder Schande Haß. 3. Unmaͤſſiger Luſt Liebe/ und Maͤſſigkeit Haß. 4. Geld Liebe und Menſchen Haß. n. 12. Oder in Anſehen der Mittel: und zwar anfaͤng- lich in Anſehen der allgemeinen Mittel/ entweder ſo ferne der menſchliche Wille angetrieben wird nach denſelben zu trachten n. 13. Hieher gehoͤret Hoffnung/ Vertrauen/ Kuͤhnheit/ Mißtrauen/ Furcht/ Ver- zweiſſelung. n. 14. Oder ſo ferne der menſchliche Wille

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Zitationshilfe: Thomasius, Christian: Ausübung Der SittenLehre. Halle (Saale), 1696, S. 127. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/thomasius_ausuebungsittenlehre_1696/139>, abgerufen am 13.08.2020.