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Urbanitzky, Alfred von: Die Elektricität im Dienste der Menschheit. Wien; Leipzig, 1885.

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Jahre 1844 an datirt sich eigentlich die Ausbildung der Galvanoplastik zu einem
eigenen Industriezweige und gegenwärtig haben es namentlich Christofle in Paris
und Elkington und Mason in Birmingham zu einer bedeutenden Höhe künst-
lerischer Vollendung ihrer Arbeiten gebracht.

Die nun zu besprechenden praktischen Anwendungen des elektrischen Stromes
beruhen fast alle auf der chemischen Wirkung desselben. Die Galvanoplastik, als
ein sehr ausgebildeter und bereits gegenwärtig hochwichtiger Industriezweig, erfordert
für seine Besprechung naturgemäß einen eigenen Abschnitt. Die übrigen hierher
gehörigen Anwendungen der Elektricität lassen sich am besten in die beiden Gruppen
Elektrochemie und Elektrometallurgie scheiden, entsprechend den schon längst üblichen
Bezeichnungen "chemische Technologie und Metallurgie".

Elektrochemie.

Ein großer Theil jener Farbstoffe, deren sich heute die Industrie bedient,
wird durch verschiedene Umwandlungsprocesse aus dem Steinkohlentheer gewonnen;
es sind dies die mannigfachen, prächtig schillernden Anilinfarbstoffe. Ihre Herstel-
lung erfolgt großentheils entweder durch Reduction (d. h. Sauerstoffwegnahme)
oder durch Oxydation (d. h. Sauerstoffzufuhr) gewisser Substanzen. Zu diesen
bisher nach chemischen Methoden bewirkten Reactionen verwendet Goppelsroeder
in Basel die Elektricität und erfand hierdurch die elektrische Färberei. Diese
Anwendung der Elektricität zu versuchen, wurde Goppelsroeder durch das kräftige
Oxydationsvermögen des Ozons und des Wasserstoffsuperoxydes veranlaßt, welche
Stoffe bekanntlich (siehe Seite 243) bei der Elektrolyse des mit Schwefelsäure
angesäuerten Wassers entstehen. Die betreffenden organischen Stoffe wurden in
Wasser vertheilt und die beiden Elektroden, um eine Vermischung der verschiedenen
durch die Elektrolyse des Wassers erzeugten Producte zu vermeiden, durch poröse
Zellen voneinander getrennt. So wurden Anilinschwarz, Blau, Violett, künstliches
Alizarin u. s. w. dargestellt. Seidenstoffe, welche mit auf diesem Wege hergestellten
Farben gefärbt waren, sah man bereits auf den elektrischen Ausstellungen zu Paris
und München in vielfältigen Mustern.

Im weiteren Verlaufe seiner Versuche gelangte Goppelsroeder 1. zur gleich-
zeitigen Bildung und Fixation von Farbstoffen auf verschiedenen Fasern, 2. zur
Zerstörung der auf den Zeugen fixirten Farbstoffe und zu der dadurch hervor-
gerufenen Production von weißen Zeichnungen auf einfarbigem Grunde; 3. eben-
falls zur Zerstörung der auf den Zeugen fixirten Farbstoffe, aber zu der dadurch
bewerkstelligten gleichzeitigen Herstellung von Zeichnungen in neuen Färbungen auf
einfärbigem Grunde, 4. zur Verhinderung der Oxydation der Farben während ihres
Aufdruckes und 5. zur Herstellung der unter dem Namen "Küpen" bekannten
Lösungen der reducirten oder hydrogenirten Farbstoffe*) (Indigoküpe, Anilin-
schwarzküpe u. s. w.).

Zur gleichzeitigen Bildung und Fixirung von Anilin-Schwarz auf Zeugen oder Papieren
verfährt man in nachstehender Weise. Das Zeug wird mit der wässerigen Lösung eines Anilin-
salzes (des Chlorhydrates) getränkt und auf eine Metallplatte gelegt, welche auf einer isoliren-
den Unterlage, z. B. einer Kautschuk- oder Glasplatte, aufruht. Diese Metallplatte muß für

*) Körper hydrogeniren heißt, ihnen derart Wasserstoff zuführen, daß dieser an der
Zusammensetzung des Körpers Antheil nimmt.

Jahre 1844 an datirt ſich eigentlich die Ausbildung der Galvanoplaſtik zu einem
eigenen Induſtriezweige und gegenwärtig haben es namentlich Chriſtofle in Paris
und Elkington und Maſon in Birmingham zu einer bedeutenden Höhe künſt-
leriſcher Vollendung ihrer Arbeiten gebracht.

Die nun zu beſprechenden praktiſchen Anwendungen des elektriſchen Stromes
beruhen faſt alle auf der chemiſchen Wirkung desſelben. Die Galvanoplaſtik, als
ein ſehr ausgebildeter und bereits gegenwärtig hochwichtiger Induſtriezweig, erfordert
für ſeine Beſprechung naturgemäß einen eigenen Abſchnitt. Die übrigen hierher
gehörigen Anwendungen der Elektricität laſſen ſich am beſten in die beiden Gruppen
Elektrochemie und Elektrometallurgie ſcheiden, entſprechend den ſchon längſt üblichen
Bezeichnungen „chemiſche Technologie und Metallurgie“.

Elektrochemie.

Ein großer Theil jener Farbſtoffe, deren ſich heute die Induſtrie bedient,
wird durch verſchiedene Umwandlungsproceſſe aus dem Steinkohlentheer gewonnen;
es ſind dies die mannigfachen, prächtig ſchillernden Anilinfarbſtoffe. Ihre Herſtel-
lung erfolgt großentheils entweder durch Reduction (d. h. Sauerſtoffwegnahme)
oder durch Oxydation (d. h. Sauerſtoffzufuhr) gewiſſer Subſtanzen. Zu dieſen
bisher nach chemiſchen Methoden bewirkten Reactionen verwendet Goppelsroeder
in Baſel die Elektricität und erfand hierdurch die elektriſche Färberei. Dieſe
Anwendung der Elektricität zu verſuchen, wurde Goppelsroeder durch das kräftige
Oxydationsvermögen des Ozons und des Waſſerſtoffſuperoxydes veranlaßt, welche
Stoffe bekanntlich (ſiehe Seite 243) bei der Elektrolyſe des mit Schwefelſäure
angeſäuerten Waſſers entſtehen. Die betreffenden organiſchen Stoffe wurden in
Waſſer vertheilt und die beiden Elektroden, um eine Vermiſchung der verſchiedenen
durch die Elektrolyſe des Waſſers erzeugten Producte zu vermeiden, durch poröſe
Zellen voneinander getrennt. So wurden Anilinſchwarz, Blau, Violett, künſtliches
Alizarin u. ſ. w. dargeſtellt. Seidenſtoffe, welche mit auf dieſem Wege hergeſtellten
Farben gefärbt waren, ſah man bereits auf den elektriſchen Ausſtellungen zu Paris
und München in vielfältigen Muſtern.

Im weiteren Verlaufe ſeiner Verſuche gelangte Goppelsroeder 1. zur gleich-
zeitigen Bildung und Fixation von Farbſtoffen auf verſchiedenen Faſern, 2. zur
Zerſtörung der auf den Zeugen fixirten Farbſtoffe und zu der dadurch hervor-
gerufenen Production von weißen Zeichnungen auf einfarbigem Grunde; 3. eben-
falls zur Zerſtörung der auf den Zeugen fixirten Farbſtoffe, aber zu der dadurch
bewerkſtelligten gleichzeitigen Herſtellung von Zeichnungen in neuen Färbungen auf
einfärbigem Grunde, 4. zur Verhinderung der Oxydation der Farben während ihres
Aufdruckes und 5. zur Herſtellung der unter dem Namen „Küpen“ bekannten
Löſungen der reducirten oder hydrogenirten Farbſtoffe*) (Indigoküpe, Anilin-
ſchwarzküpe u. ſ. w.).

Zur gleichzeitigen Bildung und Fixirung von Anilin-Schwarz auf Zeugen oder Papieren
verfährt man in nachſtehender Weiſe. Das Zeug wird mit der wäſſerigen Löſung eines Anilin-
ſalzes (des Chlorhydrates) getränkt und auf eine Metallplatte gelegt, welche auf einer iſoliren-
den Unterlage, z. B. einer Kautſchuk- oder Glasplatte, aufruht. Dieſe Metallplatte muß für

*) Körper hydrogeniren heißt, ihnen derart Waſſerſtoff zuführen, daß dieſer an der
Zuſammenſetzung des Körpers Antheil nimmt.
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[776/0790] Jahre 1844 an datirt ſich eigentlich die Ausbildung der Galvanoplaſtik zu einem eigenen Induſtriezweige und gegenwärtig haben es namentlich Chriſtofle in Paris und Elkington und Maſon in Birmingham zu einer bedeutenden Höhe künſt- leriſcher Vollendung ihrer Arbeiten gebracht. Die nun zu beſprechenden praktiſchen Anwendungen des elektriſchen Stromes beruhen faſt alle auf der chemiſchen Wirkung desſelben. Die Galvanoplaſtik, als ein ſehr ausgebildeter und bereits gegenwärtig hochwichtiger Induſtriezweig, erfordert für ſeine Beſprechung naturgemäß einen eigenen Abſchnitt. Die übrigen hierher gehörigen Anwendungen der Elektricität laſſen ſich am beſten in die beiden Gruppen Elektrochemie und Elektrometallurgie ſcheiden, entſprechend den ſchon längſt üblichen Bezeichnungen „chemiſche Technologie und Metallurgie“. Elektrochemie. Ein großer Theil jener Farbſtoffe, deren ſich heute die Induſtrie bedient, wird durch verſchiedene Umwandlungsproceſſe aus dem Steinkohlentheer gewonnen; es ſind dies die mannigfachen, prächtig ſchillernden Anilinfarbſtoffe. Ihre Herſtel- lung erfolgt großentheils entweder durch Reduction (d. h. Sauerſtoffwegnahme) oder durch Oxydation (d. h. Sauerſtoffzufuhr) gewiſſer Subſtanzen. Zu dieſen bisher nach chemiſchen Methoden bewirkten Reactionen verwendet Goppelsroeder in Baſel die Elektricität und erfand hierdurch die elektriſche Färberei. Dieſe Anwendung der Elektricität zu verſuchen, wurde Goppelsroeder durch das kräftige Oxydationsvermögen des Ozons und des Waſſerſtoffſuperoxydes veranlaßt, welche Stoffe bekanntlich (ſiehe Seite 243) bei der Elektrolyſe des mit Schwefelſäure angeſäuerten Waſſers entſtehen. Die betreffenden organiſchen Stoffe wurden in Waſſer vertheilt und die beiden Elektroden, um eine Vermiſchung der verſchiedenen durch die Elektrolyſe des Waſſers erzeugten Producte zu vermeiden, durch poröſe Zellen voneinander getrennt. So wurden Anilinſchwarz, Blau, Violett, künſtliches Alizarin u. ſ. w. dargeſtellt. Seidenſtoffe, welche mit auf dieſem Wege hergeſtellten Farben gefärbt waren, ſah man bereits auf den elektriſchen Ausſtellungen zu Paris und München in vielfältigen Muſtern. Im weiteren Verlaufe ſeiner Verſuche gelangte Goppelsroeder 1. zur gleich- zeitigen Bildung und Fixation von Farbſtoffen auf verſchiedenen Faſern, 2. zur Zerſtörung der auf den Zeugen fixirten Farbſtoffe und zu der dadurch hervor- gerufenen Production von weißen Zeichnungen auf einfarbigem Grunde; 3. eben- falls zur Zerſtörung der auf den Zeugen fixirten Farbſtoffe, aber zu der dadurch bewerkſtelligten gleichzeitigen Herſtellung von Zeichnungen in neuen Färbungen auf einfärbigem Grunde, 4. zur Verhinderung der Oxydation der Farben während ihres Aufdruckes und 5. zur Herſtellung der unter dem Namen „Küpen“ bekannten Löſungen der reducirten oder hydrogenirten Farbſtoffe *) (Indigoküpe, Anilin- ſchwarzküpe u. ſ. w.). Zur gleichzeitigen Bildung und Fixirung von Anilin-Schwarz auf Zeugen oder Papieren verfährt man in nachſtehender Weiſe. Das Zeug wird mit der wäſſerigen Löſung eines Anilin- ſalzes (des Chlorhydrates) getränkt und auf eine Metallplatte gelegt, welche auf einer iſoliren- den Unterlage, z. B. einer Kautſchuk- oder Glasplatte, aufruht. Dieſe Metallplatte muß für *) Körper hydrogeniren heißt, ihnen derart Waſſerſtoff zuführen, daß dieſer an der Zuſammenſetzung des Körpers Antheil nimmt.

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Zitationshilfe: Urbanitzky, Alfred von: Die Elektricität im Dienste der Menschheit. Wien; Leipzig, 1885, S. 776. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/urbanitzky_electricitaet_1885/790>, abgerufen am 19.06.2019.