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Varnhagen von Ense, Karl August: Denkwürdigkeiten und vermischte Schriften. Bd. 2. Mannheim, 1837.

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An der Nordsee.

1814.


Hier weilt am Meeresstrande
Mein sehnend trüber Sinn,
Und die Gedanken fluthen
Auf sanften Wellen hin!
O schöner Stern dort drüben,
Wie leuchtend fällt dein Schein
In rege Meeresfluthen,
In's rege Herz hinein!
In stürmendem Getöse
Der wilden Wetternacht
Hab' ich dir heil'ges Flehen
Inbrünstig dargebracht.
An der Nordsee.

1814.


Hier weilt am Meeresſtrande
Mein ſehnend truͤber Sinn,
Und die Gedanken fluthen
Auf ſanften Wellen hin!
O ſchoͤner Stern dort druͤben,
Wie leuchtend faͤllt dein Schein
In rege Meeresfluthen,
In's rege Herz hinein!
In ſtuͤrmendem Getoͤſe
Der wilden Wetternacht
Hab' ich dir heil’ges Flehen
Inbruͤnſtig dargebracht.
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[527/0541] An der Nordsee. 1814. Hier weilt am Meeresſtrande Mein ſehnend truͤber Sinn, Und die Gedanken fluthen Auf ſanften Wellen hin! O ſchoͤner Stern dort druͤben, Wie leuchtend faͤllt dein Schein In rege Meeresfluthen, In's rege Herz hinein! In ſtuͤrmendem Getoͤſe Der wilden Wetternacht Hab' ich dir heil’ges Flehen Inbruͤnſtig dargebracht.

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Zitationshilfe: Varnhagen von Ense, Karl August: Denkwürdigkeiten und vermischte Schriften. Bd. 2. Mannheim, 1837, S. 527. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/varnhagen_denkwuerdigkeiten02_1837/541>, abgerufen am 21.10.2020.