Anmelden (DTAQ) DWDS     dlexDB     CLARIN-D

Wander, Karl Friedrich Wilhelm (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon. Bd. 2. Leipzig, 1870.

Bild:
<< vorherige Seite

[Spaltenumbruch] houbet vihtet dem reisent spaene in seinen buosen. (Angb.) - Vil lihte er schaden schouetet, der über houwet (Freidank.) - Wer aber sich vil howen wil, dem fallen spaen in die ougen vil. (Narrenschiff.) (Zingerle, 64.)

Böhm.: Kdo nad sebou seka, trisky mu do oci lett. (Celakovsky, 324.)

Dän.: Hvo der hugger over sig ham falder spaanerne i oinene. (Bohn I, 376.)

Holl.: Die boven zijn hoofd kapt, dien vallen do spaanders in de oogen. (Harrebomee, I, 325.)

It.: Chi contro a Dio getta, pietra in capo gli torna. (Gaal, 1416.)

Kroat.: Ko verh sebe sece, tresce mu vu oci leti. (Celakovsky, 324.)

Lat.: In coelum jacularis. (Erasm., 404; Tappius 198b.) - Spuit in se, qui adversus Olympum. (Gaal, 1416.)

Ung.: Egre követ nevess, mert fejedre fordul. (Gaal, 1416.)

12 Wo men höit (haut), do falle Spiene (Späne). (Aachen.) - Firmenich, I, 494, 168; hochdeutsch bei Riehl, Novellen, 335.

*13 Den hau' ich aus dem ff (oder: aus dem Salz).

*14 Den hau' ich nach Noten. (S. Schlagen.)

*15 Eich (ich) war 'n hau'n, doss a sich saul (soll) de Gebeine im Schnupftichel heim truin. (Sprottau.) - Firmenich, II, 298, 20.

*16 Einen hauen, dass die Schwarte knackt. - Frischbier2, 1501.

*17 Einen hauen, dass er Hören und Sehen vergisst. - Frischbier2, 1499.

*18 Einen hauen, dass es blau brennt. - Frischbier2, 1501.

*19 Einen hauen, dat ömmer e Loch on e Blotblas' da öss. - Frischbier2, 1501.

*20 Er haut drauf, dass die Funken stieben.

*21 Er haut drauf, dass die Stücke fliegen.

*22 Er haut ihn zu Brei (zu Grutsch). - Frieschbier2, 1500.

*23 Es ist weder gehauen noch gestochen. - Simrock, 4395.

Gegen Halbheit, Unentschiedenheit, charakterloses Schwanken. "Das ist weder gehauen noch gestochen, weder gebrandt noch gebohrt." (Grimmelshausen, Trutz Simplex, Utopia 1670, S. 183.)

Frz.: Ce n'est ni chair, ni poisson. - Il n'y a ni rime, ni raison. (Starschedel, 405.)

*24 Et haut wie op Stewkinder. (Königsberg.) - Frischbier2, 1503.

Wenn es sehr stark regnet.

*25 Hau di ön e Pose. - Frischbier2, 1504.

Um zu sagen: Geh schlafen.

*26 Hau em, öck si em sölwst nich got. (Samland.) - Frischbier2, 1507.

*27 Hau em, öss e Jud. - Frischbier2, 1510.

*28 Hau got, der Farr liggt unde. (Stallupönen.) - Frischbier2, 1508.

So sagt man beim Dreschen, wenn eine auffallend starke Lage des Getreides folgt. Nach Frischbier hat ein Pfarrer Getreide dreschen lassen und hat sich, um sich zu überzeugen, ob die Drescher mit dem gewünschten Nachdruck verfahren, unter das auf der Tenne ausgebreitete Getreide gelegt. Einer der Drescher hatte davon Kenntniss erhalten und forderte seine Mitarbeiter mit den obigen Worten auf, tüchtig aufzuschlagen.

*29 Hauen wie auf Stiefkinder. - Frischbier2, 1502.

*30 Hauen wie mank Schlangen. - Frischbier2, 1502.

*31 Haut ihn z' Bank. (Salzburg.)

*32 I hau di, dass du's gern besser hättest, (Rottenburg.)

Während der Belagerung von Düppel durch die Preussen (März 1864) vernahm man in Berlin in der entsprechenden Volksklasse die Redensart: "Ik hau dir ein Düppel jejen deine Büffelkoppel, dass de nach Alsen rüberfliegst, wenn du nich jleich deine Missunde hältst, du ollet Dannewerk." (Schles. Morgenblatt, 1864, Nr. 69.)

*33 I hau dir eins auf d' Fotzen1, dass du drei Tag keine Sonne siehst. (Troppau.) - Haug.

1) D. i. Mund.

*34 I hau ihn zusammen wie 's alte Eisen. (Nürtingen.)

*35 Ich hau' dich, dass dir der Arsch schwillt. (Nürtingen.)

*36 Ich hau' dich, dass du Allerheiligen schreist.

*37 Ich hau' dich, dass du die Knochen im Schnupftuch heimtragen musst.

[Spaltenumbruch] *38 Ich hau' dich, dass du liegen bleibst.

*39 Ich hau dich, dass du nach Gott schreist. (Nürtingen.)

*40 Ich hau dich, dass du nimmer mauen kannst. (Nürtingen.)

*41 Ich hau dich, dass du purzelst und walest. (Rottenburg.)

*42 Ich hau' dich, dass du schwarz wirst, (Prag.)

*43 Ich hau' dich, dass man dich von mir wegtragen muss. (Nürtingen.)

*44 Ich hau' dich, dass man dir die Schwielen aufschneiden muss. (Nürtingen.)

*45 Ich hau dich, doass d' Bamel sächst. (Oesterr.-Schles.) - Peter, 444; Weinhold, 8.

*46 Ich hau dich, doass d' d' Graghan räckst. - Peter, I, 444.

*47 Ich hau dich, doass Lad'r kracht. - Peter, 444.

*48 Ich hau dich noch der Kloft'r. (Oesterr.-Schles.) - Peter, 444.

*49 Ich hau ihn ab einander na (hinab). (Rottenburg.)

*50 Ich hau ihn aus dem Salz heraus, (Nürtingen.)

*51 Ich hau' ihn, dass ihm Hören und Sehen vergeht.

*52 Ich hau' ihn nach (kaiserlichen) Noten.

*53 Oeck hau di nörre (unter die) Holzbattrie, dat die danze Armee waggelt. - Frischbier2. 1514.

*54 Oeck hau em, dat em de Bene schlackre. - Frischbier2, 1515.

*55 'S eit nit g'haut und nit g'stochen. (Franken.) - Frommann, VI, 316, 162.

In Schwaben: Es ist weder g'haua nun g'stoacha. (Nefflen, 460.)

*56 Sich hauen, dass die Koddern fliegen. (Ostpreuss.)


Hauenstein.

Chum Hail Hauenstein.

Als Sprichwort angeführt in O. von Hornek's Chronik, S. 683b.


Hauer.

1 Andere Hauer, andere Fuhrleute.

2 Der Hauer eines Elefanten kann wol einen Löwen spiessen, aber nicht der Zahn eines Ebers. - Altmann V, 81.


Häufchen.

Viel Häufcher, viel Schäufcher. (Eifel.)

Beim Schiffelsbrennen (s. Hauen 3), sagt das Sprichwort, soll man viel Haufen machen, weil auf den Stellen, wo ein Häufchen verbrannt ist, die Frucht am kräftigsten wird.


Haufen.

1 Dem Hauffen soll man im vnrechten beginnen weichen, aber jhme sich nicht vergleichen. - Lehmann, 876, 15.

Dän.: Viig den store hob. (Prov. dan., 293.)

2 Der grosse Haufen will nicht denken, man soll ihm (oder: er lässt sich) die Gedanken schenken.

"Der grosse Haufen, statt selbst zu denken, will Gedachtes kaufen oder lässt es sich schenken. Das sollten die Denker, Verkäufer und Schenker wohlweislich erwägen und keine falschen Gedanken prägen." (L. Schücking, Welt und Zeit, Berlin 1855, Nr. 12.)

3 Der grosse Hauff in der Welt muss Mosen haben mit seinen Hörnern. - Petri, II, 91.

4 Der grosse Hauff vberwindt offt den bessern. - Petri, II, 91.

"D. h. er überschreit, überfaustet ihn; und will man ihn verstehn, so muss man ihn im (beim) Kruge sehn, da zeigt sich seine Majestät in ihrer Genialität."

5 Der Haufen wird kleiner, wenn täglich auch nur ein Maul davon frisst.

6 Der meiste Hauff richtet sich nach ihrem Herrn. - Petri, II, 101.

7 Ein groser hauff schafft wenig raht, so er nit einen dapffern hauptman hat. - Gruter, III, 26; Lehmann, II, 148, 28.

8 Ein kleiner Haufen wirft einen grossen Wagen um.

9 Ein kleiner Hauff wer auch gern gross. - Petri, II, 208.

10 Gegen den grossen Haufen ist bös streiten.

Dän.: Striid ei mod den store hob. (Prov. dan., 534.)

[Spaltenumbruch] houbet vihtet dem rîsent spaene in sînen buosen. (Angb.) – Vil lihte er schaden schouetet, der über houwet (Freidank.) – Wer aber sich vil howen wil, dem fallen spaen in die ougen vil. (Narrenschiff.) (Zingerle, 64.)

Böhm.: Kdo nad sebou seká, třisky mu do oči lett. (Čelakovsky, 324.)

Dän.: Hvo der hugger over sig ham falder spaanerne i oinene. (Bohn I, 376.)

Holl.: Die boven zijn hoofd kapt, dien vallen do spaanders in de oogen. (Harrebomée, I, 325.)

It.: Chi contro a Dio getta, pietra in capo gli torna. (Gaal, 1416.)

Kroat.: Ko verh sebe séče, tresče mu vu oči leti. (Čelakovsky, 324.)

Lat.: In coelum jacularis. (Erasm., 404; Tappius 198b.) – Spuit in se, qui adversus Olympum. (Gaal, 1416.)

Ung.: Egre követ nevess, mert fejedre fordúl. (Gaal, 1416.)

12 Wo men höit (haut), do falle Spiene (Späne). (Aachen.) – Firmenich, I, 494, 168; hochdeutsch bei Riehl, Novellen, 335.

*13 Den hau' ich aus dem ff (oder: aus dem Salz).

*14 Den hau' ich nach Noten. (S. Schlagen.)

*15 Eich (ich) wâr 'n hau'n, doss a sich saul (soll) de Gebeine im Schnupftichel heim truin. (Sprottau.) – Firmenich, II, 298, 20.

*16 Einen hauen, dass die Schwarte knackt.Frischbier2, 1501.

*17 Einen hauen, dass er Hören und Sehen vergisst.Frischbier2, 1499.

*18 Einen hauen, dass es blau brennt.Frischbier2, 1501.

*19 Einen hauen, dat ömmer e Loch on e Blôtblas' da öss.Frischbier2, 1501.

*20 Er haut drauf, dass die Funken stieben.

*21 Er haut drauf, dass die Stücke fliegen.

*22 Er haut ihn zu Brei (zu Grutsch).Frieschbier2, 1500.

*23 Es ist weder gehauen noch gestochen.Simrock, 4395.

Gegen Halbheit, Unentschiedenheit, charakterloses Schwanken. „Das ist weder gehauen noch gestochen, weder gebrandt noch gebohrt.“ (Grimmelshausen, Trutz Simplex, Utopia 1670, S. 183.)

Frz.: Ce n'est ni chair, ni poisson. – Il n'y a ni rime, ni raison. (Starschedel, 405.)

*24 Et haut wie op Stêwkinder. (Königsberg.) – Frischbier2, 1503.

Wenn es sehr stark regnet.

*25 Hau di ön e Pose.Frischbier2, 1504.

Um zu sagen: Geh schlafen.

*26 Hau em, öck si em sölwst nich got. (Samland.) – Frischbier2, 1507.

*27 Hau em, öss e Jud.Frischbier2, 1510.

*28 Hau got, der Farr liggt unde. (Stallupönen.) – Frischbier2, 1508.

So sagt man beim Dreschen, wenn eine auffallend starke Lage des Getreides folgt. Nach Frischbier hat ein Pfarrer Getreide dreschen lassen und hat sich, um sich zu überzeugen, ob die Drescher mit dem gewünschten Nachdruck verfahren, unter das auf der Tenne ausgebreitete Getreide gelegt. Einer der Drescher hatte davon Kenntniss erhalten und forderte seine Mitarbeiter mit den obigen Worten auf, tüchtig aufzuschlagen.

*29 Hauen wie auf Stiefkinder.Frischbier2, 1502.

*30 Hauen wie mank Schlangen.Frischbier2, 1502.

*31 Haut ihn z' Bank. (Salzburg.)

*32 I hau di, dass du's gern besser hättest, (Rottenburg.)

Während der Belagerung von Düppel durch die Preussen (März 1864) vernahm man in Berlin in der entsprechenden Volksklasse die Redensart: „Ik hau dir ein Düppel jejen deine Büffelkoppel, dass de nach Alsen rüberfliegst, wenn du nich jleich deine Missunde hältst, du ollet Dannewerk.“ (Schles. Morgenblatt, 1864, Nr. 69.)

*33 I hau dir eins auf d' Fotzen1, dass du drei Tag keine Sonne siehst. (Troppau.) – Haug.

1) D. i. Mund.

*34 I hau ihn zusammen wie 's alte Eisen. (Nürtingen.)

*35 Ich hau' dich, dass dir der Arsch schwillt. (Nürtingen.)

*36 Ich hau' dich, dass du Allerheiligen schreist.

*37 Ich hau' dich, dass du die Knochen im Schnupftuch heimtragen musst.

[Spaltenumbruch] *38 Ich hau' dich, dass du liegen bleibst.

*39 Ich hau dich, dass du nach Gott schreist. (Nürtingen.)

*40 Ich hau dich, dass du nimmer mauen kannst. (Nürtingen.)

*41 Ich hau dich, dass du purzelst und walest. (Rottenburg.)

*42 Ich hau' dich, dass du schwarz wirst, (Prag.)

*43 Ich hau' dich, dass man dich von mir wegtragen muss. (Nürtingen.)

*44 Ich hau' dich, dass man dir die Schwielen aufschneiden muss. (Nürtingen.)

*45 Ich hau dich, doass d' Bâmêl sächst. (Oesterr.-Schles.) – Peter, 444; Weinhold, 8.

*46 Ich hau dich, doass d' d' Grâghan räckst.Peter, I, 444.

*47 Ich hau dich, doass Lâd'r kracht.Peter, 444.

*48 Ich hau dich noch der Kloft'r. (Oesterr.-Schles.) – Peter, 444.

*49 Ich hau ihn ab einander na (hinab). (Rottenburg.)

*50 Ich hau ihn aus dem Salz heraus, (Nürtingen.)

*51 Ich hau' ihn, dass ihm Hören und Sehen vergeht.

*52 Ich hau' ihn nach (kaiserlichen) Noten.

*53 Oeck hau di nörre (unter die) Holzbattrie, dat die danze Armee waggelt.Frischbier2. 1514.

*54 Oeck hau em, dat em de Bêne schlackre.Frischbier2, 1515.

*55 'S ît nit g'haut und nit g'stochen. (Franken.) – Frommann, VI, 316, 162.

In Schwaben: Es ist weder g'haua nun g'stoacha. (Nefflen, 460.)

*56 Sich hauen, dass die Koddern fliegen. (Ostpreuss.)


Hauenstein.

Chum Hail Hauenstein.

Als Sprichwort angeführt in O. von Hornek's Chronik, S. 683b.


Hauer.

1 Andere Hauer, andere Fuhrleute.

2 Der Hauer eines Elefanten kann wol einen Löwen spiessen, aber nicht der Zahn eines Ebers.Altmann V, 81.


Häufchen.

Viel Häufcher, viel Schäufcher. (Eifel.)

Beim Schiffelsbrennen (s. Hauen 3), sagt das Sprichwort, soll man viel Haufen machen, weil auf den Stellen, wo ein Häufchen verbrannt ist, die Frucht am kräftigsten wird.


Haufen.

1 Dem Hauffen soll man im vnrechten beginnen weichen, aber jhme sich nicht vergleichen.Lehmann, 876, 15.

Dän.: Viig den store hob. (Prov. dan., 293.)

2 Der grosse Haufen will nicht denken, man soll ihm (oder: er lässt sich) die Gedanken schenken.

„Der grosse Haufen, statt selbst zu denken, will Gedachtes kaufen oder lässt es sich schenken. Das sollten die Denker, Verkäufer und Schenker wohlweislich erwägen und keine falschen Gedanken prägen.“ (L. Schücking, Welt und Zeit, Berlin 1855, Nr. 12.)

3 Der grosse Hauff in der Welt muss Mosen haben mit seinen Hörnern.Petri, II, 91.

4 Der grosse Hauff vberwindt offt den bessern.Petri, II, 91.

„D. h. er überschreit, überfaustet ihn; und will man ihn verstehn, so muss man ihn im (beim) Kruge sehn, da zeigt sich seine Majestät in ihrer Genialität.“

5 Der Haufen wird kleiner, wenn täglich auch nur ein Maul davon frisst.

6 Der meiste Hauff richtet sich nach ihrem Herrn.Petri, II, 101.

7 Ein groser hauff schafft wenig raht, so er nit einen dapffern hauptman hat.Gruter, III, 26; Lehmann, II, 148, 28.

8 Ein kleiner Haufen wirft einen grossen Wagen um.

9 Ein kleiner Hauff wer auch gern gross.Petri, II, 208.

10 Gegen den grossen Haufen ist bös streiten.

Dän.: Striid ei mod den store hob. (Prov. dan., 534.)

<TEI>
  <text>
    <body>
      <div n="1">
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <p rendition="#et2"><pb facs="#f0201" n="[195]"/><cb n="389"/>
houbet vihtet dem rîsent spaene in sînen buosen. (<hi rendition="#i">Angb.</hi>) &#x2013; Vil lihte er schaden schouetet, der über houwet (<hi rendition="#i">Freidank.</hi>) &#x2013; Wer aber sich vil howen wil, dem fallen spaen in die ougen vil. (<hi rendition="#i">Narrenschiff.</hi>) (<hi rendition="#i">Zingerle, 64.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et2"><hi rendition="#i">Böhm.</hi>: Kdo nad sebou seká, t&#x0159;isky mu do o&#x010D;i lett. (<hi rendition="#i">&#x010C;elakovsky, 324.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et2"><hi rendition="#i">Dän.</hi>: Hvo der hugger over sig ham falder spaanerne i oinene. (<hi rendition="#i">Bohn I, 376.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et2"><hi rendition="#i">Holl.</hi>: Die boven zijn hoofd kapt, dien vallen do spaanders in de oogen. (<hi rendition="#i">Harrebomée, I, 325.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et2"><hi rendition="#i">It.</hi>: Chi contro a Dio getta, pietra in capo gli torna. (<hi rendition="#i">Gaal, 1416.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et2"><hi rendition="#i">Kroat.</hi>: Ko verh sebe sé&#x010D;e, tres&#x010D;e mu vu o&#x010D;i leti. (<hi rendition="#i">&#x010C;elakovsky, 324.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et2"><hi rendition="#i">Lat.</hi>: In coelum jacularis. (<hi rendition="#i">Erasm., 404; Tappius 198<hi rendition="#sup">b</hi>.</hi>) &#x2013; Spuit in se, qui adversus Olympum. (<hi rendition="#i">Gaal, 1416.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et2"><hi rendition="#i">Ung.</hi>: Egre követ nevess, mert fejedre fordúl. (<hi rendition="#i">Gaal, 1416.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">12 Wo men höit (haut), do falle Spiene (Späne).</hi> (<hi rendition="#i">Aachen.</hi>) &#x2013; <hi rendition="#i">Firmenich, I, 494, 168;</hi> hochdeutsch bei <hi rendition="#i">Riehl, Novellen, 335.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"> <hi rendition="#larger">*13 Den hau' ich aus dem ff (oder: aus dem Salz).</hi> </p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*14 Den hau' ich nach Noten.</hi> (S.  Schlagen.)</p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*15 Eich (ich) wâr 'n hau'n, doss a sich saul (soll) de Gebeine im Schnupftichel heim truin.</hi> (<hi rendition="#i">Sprottau.</hi>) &#x2013; <hi rendition="#i">Firmenich, II, 298, 20.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*16 Einen hauen, dass die Schwarte knackt.</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Frischbier<hi rendition="#sup">2</hi>, 1501.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*17 Einen hauen, dass er Hören und Sehen vergisst.</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Frischbier<hi rendition="#sup">2</hi>, 1499.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*18 Einen hauen, dass es blau brennt.</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Frischbier<hi rendition="#sup">2</hi>, 1501.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*19 Einen hauen, dat ömmer e Loch on e Blôtblas' da öss.</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Frischbier<hi rendition="#sup">2</hi>, 1501.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"> <hi rendition="#larger">*20 Er haut drauf, dass die Funken stieben.</hi> </p><lb/>
          <p rendition="#et"> <hi rendition="#larger">*21 Er haut drauf, dass die Stücke fliegen.</hi> </p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*22 Er haut ihn zu Brei (zu Grutsch).</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Frieschbier<hi rendition="#sup">2</hi>, 1500.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*23 Es ist weder gehauen noch gestochen.</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Simrock, 4395.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et">Gegen Halbheit, Unentschiedenheit, charakterloses Schwanken. &#x201E;Das ist weder gehauen noch gestochen, weder gebrandt noch gebohrt.&#x201C; (<hi rendition="#i">Grimmelshausen, Trutz Simplex, Utopia 1670, S. 183.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et2"><hi rendition="#i">Frz.</hi>: Ce n'est ni chair, ni poisson. &#x2013; Il n'y a ni rime, ni raison. (<hi rendition="#i">Starschedel, 405.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*24 Et haut wie op Stêwkinder.</hi> (<hi rendition="#i">Königsberg.</hi>) &#x2013; <hi rendition="#i">Frischbier<hi rendition="#sup">2</hi>, 1503.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et">Wenn es sehr stark regnet.</p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*25 Hau di ön e Pose.</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Frischbier<hi rendition="#sup">2</hi>, 1504.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et">Um zu sagen: Geh schlafen.</p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*26 Hau em, öck si em sölwst nich got.</hi> (<hi rendition="#i">Samland.</hi>) &#x2013; <hi rendition="#i">Frischbier<hi rendition="#sup">2</hi>, 1507.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*27 Hau em, öss e Jud.</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Frischbier<hi rendition="#sup">2</hi>, 1510.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*28 Hau got, der Farr liggt unde.</hi> (<hi rendition="#i">Stallupönen.</hi>) &#x2013; <hi rendition="#i">Frischbier<hi rendition="#sup">2</hi>, 1508.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et">So sagt man beim Dreschen, wenn eine auffallend starke Lage des Getreides folgt. Nach <hi rendition="#i">Frischbier</hi> hat ein Pfarrer Getreide dreschen lassen und hat sich, um sich zu überzeugen, ob die Drescher mit dem gewünschten Nachdruck verfahren, unter das auf der Tenne ausgebreitete Getreide gelegt. Einer der Drescher hatte davon Kenntniss erhalten und forderte seine Mitarbeiter mit den obigen Worten auf, tüchtig aufzuschlagen.</p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*29 Hauen wie auf Stiefkinder.</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Frischbier<hi rendition="#sup">2</hi>, 1502.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*30 Hauen wie mank Schlangen.</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Frischbier<hi rendition="#sup">2</hi>, 1502.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*31 Haut ihn z' Bank.</hi> (<hi rendition="#i">Salzburg.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*32 I hau di, dass du's gern besser hättest,</hi> (<hi rendition="#i">Rottenburg.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et">Während der Belagerung von Düppel durch die Preussen (März 1864) vernahm man in Berlin in der entsprechenden Volksklasse die Redensart: &#x201E;Ik hau dir ein Düppel jejen deine Büffelkoppel, dass de nach Alsen rüberfliegst, wenn du nich jleich deine Missunde hältst, du ollet Dannewerk.&#x201C; (<hi rendition="#i">Schles. Morgenblatt, 1864, Nr. 69.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*33 I hau dir eins auf d' Fotzen<hi rendition="#sup">1</hi>, dass du drei Tag keine Sonne siehst.</hi> (<hi rendition="#i">Troppau.</hi>) &#x2013; <hi rendition="#i">Haug.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#sup">1</hi>) D. i. Mund.</p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*34 I hau ihn zusammen wie 's alte Eisen.</hi> (<hi rendition="#i">Nürtingen.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*35 Ich hau' dich, dass dir der Arsch schwillt.</hi> (<hi rendition="#i">Nürtingen.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et"> <hi rendition="#larger">*36 Ich hau' dich, dass du Allerheiligen schreist.</hi> </p><lb/>
          <p rendition="#et"> <hi rendition="#larger">*37 Ich hau' dich, dass du die Knochen im Schnupftuch heimtragen musst.</hi> </p><lb/>
          <p rendition="#et"> <hi rendition="#larger"><cb n="390"/>
*38 Ich hau' dich, dass du liegen bleibst.</hi> </p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*39 Ich hau dich, dass du nach Gott schreist.</hi> (<hi rendition="#i">Nürtingen.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*40 Ich hau dich, dass du nimmer mauen kannst.</hi> (<hi rendition="#i">Nürtingen.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*41 Ich hau dich, dass du purzelst und walest.</hi> (<hi rendition="#i">Rottenburg.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*42 Ich hau' dich, dass du schwarz wirst,</hi> (<hi rendition="#i">Prag.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*43 Ich hau' dich, dass man dich von mir wegtragen muss.</hi> (<hi rendition="#i">Nürtingen.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*44 Ich hau' dich, dass man dir die Schwielen aufschneiden muss.</hi> (<hi rendition="#i">Nürtingen.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*45 Ich hau dich, doass d' Bâmêl sächst.</hi> (<hi rendition="#i">Oesterr.-Schles.</hi>) &#x2013; <hi rendition="#i">Peter, 444; Weinhold, 8.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*46 Ich hau dich, doass d' d' Grâghan räckst.</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Peter, I, 444.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*47 Ich hau dich, doass Lâd'r kracht.</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Peter, 444.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*48 Ich hau dich noch der Kloft'r.</hi> (<hi rendition="#i">Oesterr.-Schles.</hi>) &#x2013; <hi rendition="#i">Peter, 444.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*49 Ich hau ihn ab einander na (hinab).</hi> (<hi rendition="#i">Rottenburg.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*50 Ich hau ihn aus dem Salz heraus,</hi> (<hi rendition="#i">Nürtingen.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et"> <hi rendition="#larger">*51 Ich hau' ihn, dass ihm Hören und Sehen vergeht.</hi> </p><lb/>
          <p rendition="#et"> <hi rendition="#larger">*52 Ich hau' ihn nach (kaiserlichen) Noten.</hi> </p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*53 Oeck hau di nörre (unter die) Holzbattrie, dat die danze Armee waggelt.</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Frischbier<hi rendition="#sup">2</hi>. 1514.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*54 Oeck hau em, dat em de Bêne schlackre.</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Frischbier<hi rendition="#sup">2</hi>, 1515.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*55 'S ît nit g'haut und nit g'stochen.</hi> (<hi rendition="#i">Franken.</hi>) &#x2013; <hi rendition="#i">Frommann, VI, 316, 162.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et">In Schwaben: Es ist weder g'haua nun g'stoacha. (<hi rendition="#i">Nefflen, 460.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">*56 Sich hauen, dass die Koddern fliegen.</hi> (<hi rendition="#i">Ostpreuss.</hi>)</p><lb/>
          <p/><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <head> <hi rendition="#b">Hauenstein.</hi> </head><lb/>
          <p rendition="#et"> <hi rendition="#larger">Chum Hail Hauenstein.</hi> </p><lb/>
          <p rendition="#et">Als Sprichwort angeführt in <hi rendition="#i">O. von Hornek's Chronik, S. 683<hi rendition="#sup">b</hi>.</hi></p><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <head> <hi rendition="#b">Hauer.</hi> </head><lb/>
          <p rendition="#et"> <hi rendition="#larger">1 Andere Hauer, andere Fuhrleute.</hi> </p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">2 Der Hauer eines Elefanten kann wol einen Löwen spiessen, aber nicht der Zahn eines Ebers.</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Altmann V, 81.</hi></p><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <head> <hi rendition="#b">Häufchen.</hi> </head><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">Viel Häufcher, viel Schäufcher.</hi> (<hi rendition="#i">Eifel.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et">Beim Schiffelsbrennen (s.  Hauen 3), sagt das Sprichwort, soll man viel Haufen machen, weil auf den Stellen, wo ein Häufchen verbrannt ist, die Frucht am kräftigsten wird.</p><lb/>
        </div>
        <div type="lexiconEntry" n="2">
          <head> <hi rendition="#b">Haufen.</hi> </head><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">1 Dem Hauffen soll man im vnrechten beginnen weichen, aber jhme sich nicht vergleichen.</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Lehmann, 876, 15.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et2"><hi rendition="#i">Dän.</hi>: Viig den store hob. (<hi rendition="#i">Prov. dan., 293.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et"> <hi rendition="#larger">2 Der grosse Haufen will nicht denken, man soll ihm (oder: er lässt sich) die Gedanken schenken.</hi> </p><lb/>
          <p rendition="#et">&#x201E;Der grosse Haufen, statt selbst zu denken, will Gedachtes kaufen oder lässt es sich schenken. Das sollten die Denker, Verkäufer und Schenker wohlweislich erwägen und keine falschen Gedanken prägen.&#x201C; (<hi rendition="#i">L. Schücking, Welt und Zeit, Berlin 1855, Nr. 12.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">3 Der grosse Hauff in der Welt muss Mosen haben mit seinen Hörnern.</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Petri, II, 91.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">4 Der grosse Hauff vberwindt offt den bessern.</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Petri, II, 91.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et">&#x201E;D. h. er überschreit, überfaustet ihn; und will man ihn verstehn, so muss man ihn im (beim) Kruge sehn, da zeigt sich seine Majestät in ihrer Genialität.&#x201C;</p><lb/>
          <p rendition="#et"> <hi rendition="#larger">5 Der Haufen wird kleiner, wenn täglich auch nur ein Maul davon frisst.</hi> </p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">6 Der meiste Hauff richtet sich nach ihrem Herrn.</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Petri, II, 101.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">7 Ein groser hauff schafft wenig raht, so er nit einen dapffern hauptman hat.</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Gruter, III, 26; Lehmann, II, 148, 28.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"> <hi rendition="#larger">8 Ein kleiner Haufen wirft einen grossen Wagen um.</hi> </p><lb/>
          <p rendition="#et"><hi rendition="#larger">9 Ein kleiner Hauff wer auch gern gross.</hi> &#x2013; <hi rendition="#i">Petri, II, 208.</hi></p><lb/>
          <p rendition="#et"> <hi rendition="#larger">10 Gegen den grossen Haufen ist bös streiten.</hi> </p><lb/>
          <p rendition="#et2"><hi rendition="#i">Dän.</hi>: Striid ei mod den store hob. (<hi rendition="#i">Prov. dan., 534.</hi>)</p><lb/>
          <p rendition="#et"> <hi rendition="#larger">
</hi> </p>
        </div>
      </div>
    </body>
  </text>
</TEI>
[[195]/0201] houbet vihtet dem rîsent spaene in sînen buosen. (Angb.) – Vil lihte er schaden schouetet, der über houwet (Freidank.) – Wer aber sich vil howen wil, dem fallen spaen in die ougen vil. (Narrenschiff.) (Zingerle, 64.) Böhm.: Kdo nad sebou seká, třisky mu do oči lett. (Čelakovsky, 324.) Dän.: Hvo der hugger over sig ham falder spaanerne i oinene. (Bohn I, 376.) Holl.: Die boven zijn hoofd kapt, dien vallen do spaanders in de oogen. (Harrebomée, I, 325.) It.: Chi contro a Dio getta, pietra in capo gli torna. (Gaal, 1416.) Kroat.: Ko verh sebe séče, tresče mu vu oči leti. (Čelakovsky, 324.) Lat.: In coelum jacularis. (Erasm., 404; Tappius 198b.) – Spuit in se, qui adversus Olympum. (Gaal, 1416.) Ung.: Egre követ nevess, mert fejedre fordúl. (Gaal, 1416.) 12 Wo men höit (haut), do falle Spiene (Späne). (Aachen.) – Firmenich, I, 494, 168; hochdeutsch bei Riehl, Novellen, 335. *13 Den hau' ich aus dem ff (oder: aus dem Salz). *14 Den hau' ich nach Noten. (S. Schlagen.) *15 Eich (ich) wâr 'n hau'n, doss a sich saul (soll) de Gebeine im Schnupftichel heim truin. (Sprottau.) – Firmenich, II, 298, 20. *16 Einen hauen, dass die Schwarte knackt. – Frischbier2, 1501. *17 Einen hauen, dass er Hören und Sehen vergisst. – Frischbier2, 1499. *18 Einen hauen, dass es blau brennt. – Frischbier2, 1501. *19 Einen hauen, dat ömmer e Loch on e Blôtblas' da öss. – Frischbier2, 1501. *20 Er haut drauf, dass die Funken stieben. *21 Er haut drauf, dass die Stücke fliegen. *22 Er haut ihn zu Brei (zu Grutsch). – Frieschbier2, 1500. *23 Es ist weder gehauen noch gestochen. – Simrock, 4395. Gegen Halbheit, Unentschiedenheit, charakterloses Schwanken. „Das ist weder gehauen noch gestochen, weder gebrandt noch gebohrt.“ (Grimmelshausen, Trutz Simplex, Utopia 1670, S. 183.) Frz.: Ce n'est ni chair, ni poisson. – Il n'y a ni rime, ni raison. (Starschedel, 405.) *24 Et haut wie op Stêwkinder. (Königsberg.) – Frischbier2, 1503. Wenn es sehr stark regnet. *25 Hau di ön e Pose. – Frischbier2, 1504. Um zu sagen: Geh schlafen. *26 Hau em, öck si em sölwst nich got. (Samland.) – Frischbier2, 1507. *27 Hau em, öss e Jud. – Frischbier2, 1510. *28 Hau got, der Farr liggt unde. (Stallupönen.) – Frischbier2, 1508. So sagt man beim Dreschen, wenn eine auffallend starke Lage des Getreides folgt. Nach Frischbier hat ein Pfarrer Getreide dreschen lassen und hat sich, um sich zu überzeugen, ob die Drescher mit dem gewünschten Nachdruck verfahren, unter das auf der Tenne ausgebreitete Getreide gelegt. Einer der Drescher hatte davon Kenntniss erhalten und forderte seine Mitarbeiter mit den obigen Worten auf, tüchtig aufzuschlagen. *29 Hauen wie auf Stiefkinder. – Frischbier2, 1502. *30 Hauen wie mank Schlangen. – Frischbier2, 1502. *31 Haut ihn z' Bank. (Salzburg.) *32 I hau di, dass du's gern besser hättest, (Rottenburg.) Während der Belagerung von Düppel durch die Preussen (März 1864) vernahm man in Berlin in der entsprechenden Volksklasse die Redensart: „Ik hau dir ein Düppel jejen deine Büffelkoppel, dass de nach Alsen rüberfliegst, wenn du nich jleich deine Missunde hältst, du ollet Dannewerk.“ (Schles. Morgenblatt, 1864, Nr. 69.) *33 I hau dir eins auf d' Fotzen1, dass du drei Tag keine Sonne siehst. (Troppau.) – Haug. 1) D. i. Mund. *34 I hau ihn zusammen wie 's alte Eisen. (Nürtingen.) *35 Ich hau' dich, dass dir der Arsch schwillt. (Nürtingen.) *36 Ich hau' dich, dass du Allerheiligen schreist. *37 Ich hau' dich, dass du die Knochen im Schnupftuch heimtragen musst. *38 Ich hau' dich, dass du liegen bleibst. *39 Ich hau dich, dass du nach Gott schreist. (Nürtingen.) *40 Ich hau dich, dass du nimmer mauen kannst. (Nürtingen.) *41 Ich hau dich, dass du purzelst und walest. (Rottenburg.) *42 Ich hau' dich, dass du schwarz wirst, (Prag.) *43 Ich hau' dich, dass man dich von mir wegtragen muss. (Nürtingen.) *44 Ich hau' dich, dass man dir die Schwielen aufschneiden muss. (Nürtingen.) *45 Ich hau dich, doass d' Bâmêl sächst. (Oesterr.-Schles.) – Peter, 444; Weinhold, 8. *46 Ich hau dich, doass d' d' Grâghan räckst. – Peter, I, 444. *47 Ich hau dich, doass Lâd'r kracht. – Peter, 444. *48 Ich hau dich noch der Kloft'r. (Oesterr.-Schles.) – Peter, 444. *49 Ich hau ihn ab einander na (hinab). (Rottenburg.) *50 Ich hau ihn aus dem Salz heraus, (Nürtingen.) *51 Ich hau' ihn, dass ihm Hören und Sehen vergeht. *52 Ich hau' ihn nach (kaiserlichen) Noten. *53 Oeck hau di nörre (unter die) Holzbattrie, dat die danze Armee waggelt. – Frischbier2. 1514. *54 Oeck hau em, dat em de Bêne schlackre. – Frischbier2, 1515. *55 'S ît nit g'haut und nit g'stochen. (Franken.) – Frommann, VI, 316, 162. In Schwaben: Es ist weder g'haua nun g'stoacha. (Nefflen, 460.) *56 Sich hauen, dass die Koddern fliegen. (Ostpreuss.) Hauenstein. Chum Hail Hauenstein. Als Sprichwort angeführt in O. von Hornek's Chronik, S. 683b. Hauer. 1 Andere Hauer, andere Fuhrleute. 2 Der Hauer eines Elefanten kann wol einen Löwen spiessen, aber nicht der Zahn eines Ebers. – Altmann V, 81. Häufchen. Viel Häufcher, viel Schäufcher. (Eifel.) Beim Schiffelsbrennen (s. Hauen 3), sagt das Sprichwort, soll man viel Haufen machen, weil auf den Stellen, wo ein Häufchen verbrannt ist, die Frucht am kräftigsten wird. Haufen. 1 Dem Hauffen soll man im vnrechten beginnen weichen, aber jhme sich nicht vergleichen. – Lehmann, 876, 15. Dän.: Viig den store hob. (Prov. dan., 293.) 2 Der grosse Haufen will nicht denken, man soll ihm (oder: er lässt sich) die Gedanken schenken. „Der grosse Haufen, statt selbst zu denken, will Gedachtes kaufen oder lässt es sich schenken. Das sollten die Denker, Verkäufer und Schenker wohlweislich erwägen und keine falschen Gedanken prägen.“ (L. Schücking, Welt und Zeit, Berlin 1855, Nr. 12.) 3 Der grosse Hauff in der Welt muss Mosen haben mit seinen Hörnern. – Petri, II, 91. 4 Der grosse Hauff vberwindt offt den bessern. – Petri, II, 91. „D. h. er überschreit, überfaustet ihn; und will man ihn verstehn, so muss man ihn im (beim) Kruge sehn, da zeigt sich seine Majestät in ihrer Genialität.“ 5 Der Haufen wird kleiner, wenn täglich auch nur ein Maul davon frisst. 6 Der meiste Hauff richtet sich nach ihrem Herrn. – Petri, II, 101. 7 Ein groser hauff schafft wenig raht, so er nit einen dapffern hauptman hat. – Gruter, III, 26; Lehmann, II, 148, 28. 8 Ein kleiner Haufen wirft einen grossen Wagen um. 9 Ein kleiner Hauff wer auch gern gross. – Petri, II, 208. 10 Gegen den grossen Haufen ist bös streiten. Dän.: Striid ei mod den store hob. (Prov. dan., 534.)

Suche im Werk

Hilfe

Informationen zum Werk

Download dieses Werks

XML (TEI P5) · HTML · Text
TCF (text annotation layer)
TCF (tokenisiert, serialisiert, lemmatisiert, normalisiert)
XML (TEI P5 inkl. att.linguistic)

Metadaten zum Werk

TEI-Header · CMDI · Dublin Core

Ansichten dieser Seite

Voyant Tools ?

Language Resource Switchboard?

Feedback

Sie haben einen Fehler gefunden? Dann können Sie diesen über unsere Qualitätssicherungsplattform DTAQ melden.

Kommentar zur DTA-Ausgabe

Dieses Werk wurde im Rahmen des Moduls DTA-Erweiterungen (DTAE) digitalisiert. Weitere Informationen …

zeno.org – Contumax GmbH & Co. KG: Bereitstellung der Texttranskription. (2020-09-18T08:54:47Z) Bitte beachten Sie, dass die aktuelle Transkription (und Textauszeichnung) mittlerweile nicht mehr dem Stand zum Zeitpunkt der Übernahme des Werkes in das DTA entsprechen muss.
Andreas Nolda: Bearbeitung der digitalen Edition. (2020-09-18T08:54:47Z)

Weitere Informationen:

Bogensignaturen: nicht übernommen; Druckfehler: keine Angabe; fremdsprachliches Material: keine Angabe; Geminations-/Abkürzungsstriche: keine Angabe; Hervorhebungen (Antiqua, Sperrschrift, Kursive etc.): gekennzeichnet; Hervorhebungen I/J in Fraktur: keine Angabe; i/j in Fraktur: keine Angabe; Kolumnentitel: nicht übernommen; Kustoden: keine Angabe; langes s (ſ): keine Angabe; Normalisierungen: keine Angabe; rundes r (ꝛ): keine Angabe; Seitenumbrüche markiert: ja; Silbentrennung: aufgelöst; u/v bzw. U/V: keine Angabe; Vokale mit übergest. e: keine Angabe; Vollständigkeit: keine Angabe; Zeichensetzung: keine Angabe; Zeilenumbrüche markiert: nein

Verzeichnisse im Vorspann wurden nicht transkribiert. Errata aus den Berichtigungen im Nachspann wurden stillschweigend integriert.




Ansicht auf Standard zurückstellen

URL zu diesem Werk: http://www.deutschestextarchiv.de/wander_sprichwoerterlexikon02_1870
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/wander_sprichwoerterlexikon02_1870/201
Zitationshilfe: Wander, Karl Friedrich Wilhelm (Hrsg.): Deutsches Sprichwörter-Lexikon. Bd. 2. Leipzig, 1870, S. [195]. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/wander_sprichwoerterlexikon02_1870/201>, abgerufen am 22.10.2020.